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Die Schlacht an den Thermopylen

Mythos, Ideal, Realität am Beispiel von Leonidas

Title: Die Schlacht an den Thermopylen

Essay , 2014 , 5 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Dietmar Hube (Author)

World History - Early and Ancient History
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1998 erscheint in den USA bei Dark Horse Comics eine Graphic-Novel-Miniserie, die den Titel 300 trägt. Der Autor dieser Miniserie ist Frank Miller. Er beschreibt in ihr die Schlacht bei den Thermopylen, in der der Spartanerkönig Leonidas mit 300 Spartiaten und 4000 weiteren Griechen die Übermacht der Perser für zwei Tage aufgehalten hatte. Neun Jahre später, am 9. März 2007, startete in den US-amerikanischen Kinos der auf dem Comic basierende gleichlautende Film 300. Das von Zack Snyder adaptierte Drehbuch wurde durch verschiedene Handlungsstränge und Figuren, die im Comic nicht vorkommen, ergänzt. Dennoch stehen auch hier die Schlacht bei den Thermopylen und der Spartanerkönig Leonidas mit seinen 300 Spartiaten im Mittelpunkt. Abgesehen davon, dass der Film sich eines antiken Heldenklischees bedient und bei den Kritikern, im Gegensatz zu den Zuschauern, die den Film überwiegend mit Begeisterung aufnahmen, zu einer starken Kontroverse führte, bis hin zu Vorwürfen einer faschistoiden Symbolik, ist das Thema dieses Aufsatzes die dahinterstehende historische Wahrheit, vor allem aber das Idealbild Spartas, das bereits in der Antike entstand.
Um aufzuzeigen, wie viel Mythos und Legende an der Geschichte Spartas haftet, wird das Bild der Schlacht weitgehend anhand von Quellen und Literatur rekonstruiert. Denn wird gerade an der Person Leonidas, den Grundtypus des spartanischen Kriegers, das Ideal Spartas verkörpert: keine Feigheit in der Schlacht und kein Ungehorsam gegen die Gesetze seines Landes.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mythos, Legende, Realität: Die Schlacht an den Thermopylen 480 v. Chr.

2.1. Die Perserkriege

2.2. Der Krieg gegen die Perser aus der Sicht des Herodot

2.3. Leonidas der Held?

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Diskrepanz zwischen der modernen medialen Darstellung der Schlacht bei den Thermopylen und der antiken Überlieferung, um den Ursprung und die Konstruktion des spartanischen Mythos kritisch zu beleuchten.

  • Analyse der historischen Ereignisse während der Perserkriege.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Darstellung durch Herodot.
  • Untersuchung des Heldenbildes von König Leonidas.
  • Kontrastierung von historischer Realität und spartanischer Propaganda.
  • Wirkungsgeschichte des spartanischen Mythos in modernen Medien.

Auszug aus dem Buch

2.3. Leonidas der Held?

Allein schon aus den Zahlen, die Herodot uns von der Heeresstärke der Perser überliefert hat, wird deutlich, wie sehr dadurch der Heldenmut der Griechen hervorgehoben werden sollte. Die moderne Forschung geht jedoch davon aus, dass die Zahl auf unter 200 000 anzusetzen sei, sogar bei etwa 100 000 herabgedrückt wird. Zudem hatte Sparta seine Bedenken. Es besaß zu viele Gründe, nur eine geringe Streitmacht zu entsenden: die Festezeit; das Misstrauen gegen die Entfernung; und gegen die energische Art der Athener, die im Sinne des Themistokles sich dafür ausgesprochen hatten, die Hauptschlacht auf dem Wasser zu führen.

Und König Leonidas selbst? Er erscheint in der Überlieferung nur als ein blasses Abbild seiner verstorbenen Brüder, Kleomenes und Dorieus. Leonidas soll um die 50 Jahre alt gewesen sein, seine Leute wählte er unter den Männern, die bereits Kinder hatten. Sicher mögen sie nicht die schlechtesten gewesen sein, dennoch lag das eigentliche Aufgebot unter Kleombrotos, der am Isthmos von Korinth verharrte. Auch verdankte Leonidas es der Gelassenheit des Xerxes, dass er die Thermopylen noch frei fand, als er mit seinen Truppen dort ankam.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die mediale Rezeption des Stoffes durch Comics und Filme ein und formuliert das Ziel, die historische Wahrheit hinter dem Bild Spartas zu rekonstruieren.

2. Mythos, Legende, Realität: Die Schlacht an den Thermopylen 480 v. Chr.: Dieses Kapitel behandelt den geschichtlichen Hintergrund der Perserkriege, die Rolle Herodots als Quelle sowie eine kritische Hinterfragung des Heldenstatus von Leonidas.

3. Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, wie das antike Ideal Spartas und der Mythos um die Schlacht bis in die heutige Unterhaltungsindustrie fortwirken.

Schlüsselwörter

Sparta, Leonidas, Thermopylen, Perserkriege, Herodot, Mythos, Heldenmut, Geschichte, Antike, Xerxes, Propaganda, Kriegsführung, Rezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der historischen Realität der Schlacht bei den Thermopylen und der Entstehung des idealisierten spartanischen Heldenmythos.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themenfelder umfassen die Perserkriege, die antike Quellenlage durch Herodot, die Person des Leonidas und die propagandistische Konstruktion von Heldentum.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie viel Mythos in der Geschichte Spartas steckt und wie dieser bis in moderne Hollywood-Produktionen fortlebt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine quellenkritische Analyse der antiken Literatur sowie den Abgleich mit Erkenntnissen der modernen Geschichtsforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Ablauf der Perserkriege, die militärischen Schilderungen bei Herodot und stellt die Figur des Leonidas als historisches und legendäres Subjekt dar.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen insbesondere Sparta, Leonidas, die Schlacht bei den Thermopylen, Herodot und die Transformation von Geschichte in Mythen.

Warum bezweifelt die moderne Forschung die Zahlen Herodots?

Die modernen Historiker halten die extrem hohen Zahlenangaben Herodots für übertrieben, da sie primär dazu dienten, den Heldenmut der griechischen Verteidiger durch die übermächtige gegnerische Bedrohung zu steigern.

Welche Rolle spielt die spartanische Propaganda bei der Überlieferung?

Die Arbeit legt nahe, dass strategische Fehlentscheidungen der Griechen durch spätere spartanische Erzählungen in eine Geschichte einer opferbereiten kleinen Heldenschar umgewandelt wurden.

War Leonidas eine unumstrittene Heldenfigur?

Nein, in der historischen Überlieferung wirkt Leonidas eher blass, und seine Motive für den letzten Kampf an den Thermopylen werden kritisch als spätere Legendenbildung hinterfragt.

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Details

Title
Die Schlacht an den Thermopylen
Subtitle
Mythos, Ideal, Realität am Beispiel von Leonidas
College
University of Cologne
Grade
2.0
Author
Dietmar Hube (Author)
Publication Year
2014
Pages
5
Catalog Number
V268790
ISBN (eBook)
9783656598107
ISBN (Book)
9783656598091
Language
German
Tags
schlacht thermopylen mythos ideal realität beispiel leonidas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dietmar Hube (Author), 2014, Die Schlacht an den Thermopylen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268790
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