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Strategische Netzwerke im Kontext von Umwelt, Strategie und organisationaler Performance

Eine Metaanalyse

Title: Strategische Netzwerke im Kontext von Umwelt, Strategie und organisationaler Performance

Seminar Paper , 2013 , 54 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Simon Knieps (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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„Strategische Netzwerke stellen ... intermediäre, hybride Organisationsform zwischen marktlichen und hierarchischen Koordinationsformen dar, die sich durch komplexe, eher kooperative als kompetitive und durch relativ stabile Beziehungen zwischen rechtlich selbstständigen Unternehmen auszeichnen.“ Besonders in den asiatischen Schwellenländern verbindet die Unternehmen in strategischen Netzwerken soziale Beziehungen oder eine dominierende Familie.

Strategische Netzwerke spielen in Schwellenländern eine bedeutende wirtschaftliche Rolle. Durch den Boom in diesen Ländern im Allgemeinen und den BRIC-Staaten im Speziellen gewinnt die wissenschaftliche Erforschung von strategischen Netzwerken stark an Relevanz. In hoch entwickelten Volkswirtschaften wie Japan oder Korea beweisen Unternehmensnetzwerke wie Samsung, welche vom Schiffbau bis zum Smartphone eine breite Produktpalette anbieten, die Wettbewerbsfähigkeit dieser Organisationsform. Beispielsweise konkurriert Samsung erfolgreich gegen das innovativste Unternehmen der Welt, Apple.

Letztendlich ist die Erforschung strategischer Netzwerke primär für zwei Interessengruppen sehr bedeutend. Unternehmenslenker stellen sich die Frage, welche Vor- und Nachteile sich aus der Mitgliedschaft in einem strategischen Netzwerk ergeben, besonders im Bezug auf die Profitabilität. Für Staatslenker sind die Auswirkungen von strategischen Netzwerken auf die Gesamtwirtschaft und besonders auf den Wettbewerb relevant. Stichworte wie Deutschland AG und rheinischer Kapitalismus zeigen, welche große Bedeutung strategische Netzwerke in Deutschland hatten. Aktuell ist die Gestaltung von Forschungsnetzwerken, wie die NPE für die Automobilindustrie, für Staat und Unternehmen von besonderem Interesse.

Diese Arbeit versteht sich als Aufbau und Ergänzung der Metaanalyse von CARNEY et al. (2011). Als Basis wird auf die von CARNEY et al. (2011) verwendeten Studien zurückgegriffen. Es ist vornehmlich von Interesse, welche weiteren Ergebnisse sich aus dem Datensatz ableiten lassen. Studien wie die VON MCARTHUR / NYSTROM (1991) befassen sich zwar mit dem Einfluss von Umwelt auf die Strategie, jedoch wurde seitens der Wissenschaft noch nie der Zusammenhang von Umwelt auf strategische Netzwerke erforscht. Diese Arbeit analysiert den Zusammenhang und liefert somit einen entscheidenden Mehrwert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie und Hypothesen

2.1. Umwelt, Strategische Netzwerke und Performance

2.2. Strategische Netzwerke, Strategie, Struktur und Performance

2.3. Kontrollvariablen: Alter und Größe

3. Methode

3.1. Datenerhebung

3.2. Datenkodierung

3.3. Datenauswertung

4. Ergebnisse und Diskussion

4.1. Umwelt, Strategische Netzwerke und Performance

4.2. Strategische Netzwerke, Strategie, Struktur und Performance

4.3. Kontrollvariablen: Alter und Größe

4.4. Limitationen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, als ergänzende Metaanalyse zum bestehenden Forschungsstand von Carney et al. (2011) den bisher wissenschaftlich wenig untersuchten Zusammenhang zwischen der Unternehmensumwelt und der Entstehung sowie Performance strategischer Netzwerke zu analysieren. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Wirkungsmechanismen, wie Umweltbedingungen die Ausgestaltung strategischer Netzwerke beeinflussen und inwiefern diese Netzwerke ihrerseits die organisationale Performance sowie strategische Entscheidungen wie Internationalisierung, Diversifizierung und Forschung & Entwicklung beeinflussen.

  • Analyse des Einflusses der Unternehmensumwelt auf strategische Netzwerke
  • Untersuchung der Wirkungszusammenhänge zwischen strategischen Netzwerken und organisationaler Performance
  • Bewertung strategischer Entscheidungen wie Diversifizierung und Internationalisierung in Netzwerkkontexten
  • Einfluss von Kontrollvariablen wie Alter und Größe auf die Netzwerkperformance
  • Empirische Verifizierung der Hypothesen mittels einer Metaanalyse von 83 Studien

Auszug aus dem Buch

4.1. Umwelt, Strategische Netzwerke und Performance

Übereinstimmend mit der Theorie und anderen Studienergebnissen zeigt Tabelle 4 im Anhang, dass Hypothese1 bestätigt wird. Eine vorteilhafte Umwelt hat einen mit einer Effektstärke von r = 0,0573 und einen mit p-Value von 0,0035 einen sehr geringen, aber signifikanten Einfluss auf die Performance. Die Moderatorenanalyse ergibt, dass dieser Zusammenhang mit einer geringen Effektstärke von 0,1038 und einem p-Value von 0,0035 im verarbeitenden Gewerbe stärker ist. Bei den anderen Sektorkategorien konnten keine signifikanten Effektstärken ermittelt werden. Folglich ist das verarbeitende Gewerbe besonders erfolgreich darin, gute Umweltbedingungen in erhöhte Performance umzusetzen. Eine Erklärung könnte sein, dass das verarbeitende Gewerbe den Vorteil stärker durch den Export schöpfen kann, da ein Wettbewerbsvorteil gegenüber Unternehmen aus unvorteilhaften Umwelten entsteht.37 Die Beziehung von Umwelt und Internationalisierung ist zwar positiv aber mit einem p-Value von 0,5196 nicht signifikant. Dies kann an der geringen Anzahl von nur zwei Studien liegen, die den Zusammenhang erfassen. Demzufolge ist weiterer Forschungsbedarf in diesem Feld nötig. Die Metaregression in Abbildung 3 im Anhang zeigt einen Trend der Zunahme der Effektstärke von Umwelt auf Performance über die Jahre, wobei das Ergebnis mit einem p-Value von 0,0859 nicht signifikant ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der strategischen Netzwerke als intermediäre Organisationsform und Erläuterung der Relevanz für Unternehmens- und Staatslenker.

2. Theorie und Hypothesen: Herleitung theoretischer Zusammenhänge zwischen Umweltbedingungen, Netzwerken und organisationaler Performance sowie Formulierung der zu prüfenden Hypothesen.

3. Methode: Beschreibung der Datenerhebung basierend auf 83 ausgewählten Studien sowie Erläuterung des Kodierungsschemas und der statistischen Auswertungsverfahren.

4. Ergebnisse und Diskussion: Präsentation und statistische Interpretation der Metaanalyse-Ergebnisse unter Berücksichtigung verschiedener Moderatoren sowie kritische Reflexion der Limitationen.

5. Fazit: Zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Erkenntnisse und Ableitung eines Forschungsausblicks für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen.

Schlüsselwörter

Strategische Netzwerke, Metaanalyse, Performance, Umwelt, Diversifizierung, Internationalisierung, Forschung und Entwicklung, Unternehmenseffizienz, institutionelle Entwicklung, Unternehmensumwelt, Governance, Kontrollvariablen, Organisationsform, Marktstruktur, Unternehmenserfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer wissenschaftlichen Metaanalyse zu den komplexen Zusammenhängen zwischen Unternehmensumwelt, strategischen Netzwerken und deren Einfluss auf die organisationale Performance.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Umweltbedingungen, Diversifizierungsstrategien, Internationalisierungsaktivitäten sowie Forschungs- und Entwicklungsbemühungen auf den Erfolg von Unternehmen, die in strategischen Netzwerken organisiert sind.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das primäre Ziel ist es, den bisher in der Wissenschaft kaum erforschten direkten Zusammenhang zwischen der Unternehmensumwelt und strategischen Netzwerken auf globaler Basis durch eine Metaanalyse zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine Metaanalyse auf Basis von 83 publizierten und nicht publizierten Studien durchgeführt, wobei unter anderem das Random Effect Model und Metaregressionen zur Anwendung kommen.

Was steht im Hauptteil der Untersuchung im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Herleitung von elf Hypothesen und deren anschließende empirische Überprüfung anhand der ausgewerteten Daten sowie die Diskussion der Ergebnisse unter Einbezug von Moderatoren.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Strategische Netzwerke, Metaanalyse, Performance, Unternehmensumwelt, Diversifizierung und organisationale Governance charakterisiert.

Wie bewerten die Ergebnisse den Einfluss der Umwelt auf strategische Netzwerke?

Die Ergebnisse zeigen, dass kein allgemeiner signifikanter Einfluss der Umwelt auf die Entstehung von strategischen Netzwerken feststellbar ist, wobei die Heterogenität der verfügbaren Daten eine zentrale methodische Herausforderung darstellt.

Welche Bedeutung haben strategische Netzwerke im verarbeitenden Gewerbe?

Die Arbeit identifiziert das verarbeitende Gewerbe als besonders erfolgreich darin, gute Umweltbedingungen in erhöhte Performance umzusetzen, wobei insbesondere Vorteile durch Innovationen und F&E eine tragende Rolle spielen.

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Details

Title
Strategische Netzwerke im Kontext von Umwelt, Strategie und organisationaler Performance
Subtitle
Eine Metaanalyse
College
University of Münster  (Lehrstuhl für BWL, insbes. Organisation, Personal und Innovation)
Course
Hauptseminar Organisation und Personal
Grade
1,7
Author
Simon Knieps (Author)
Publication Year
2013
Pages
54
Catalog Number
V268918
ISBN (eBook)
9783656599395
ISBN (Book)
9783656599388
Language
German
Tags
Metaanalyse Strategie Strategische Netzwerke tructure-Conduct-Performance-Paradigma Struktur-Verhalten-Ergebnis-Paradigma Moderatorenanalyse Unternehmenskooperation Unternehmensnetzwerke
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simon Knieps (Author), 2013, Strategische Netzwerke im Kontext von Umwelt, Strategie und organisationaler Performance, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268918
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