Die vorliegende Interpretation behandelt zum einen das Spannungsfeld zwischen barockem Dualismus (Diesseit und Jenseits) und spätromantischen Einflüssen (Nekromantik), in dem sich Annette von Droste-Hülshoff als Verfasserin des Gedichtes bewegte. Zum anderen soll ein Ansatz zum Verständnis des sich von der Dichtung der Zeitgenossen doch augenscheinlich abhebenden Stils gefunden und erläutert werden, um über die Person der Verfasserin ein Gesamtbild der sich widersprechenden Ideen und Geisteshaltungen zu zeichnen, die im Gedicht ausgedrückt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Formale Aspekte
3. Das lyrische Ich und sein Spiegelbild
4. Religion und Gedicht
5. Pessimismus und spätromantische Programmatik
6. Die Schizophrenie des lyrischen Ichs und der barocke Dualismus des Geistes
7. Über den Traum
8. Resumée
9. Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptthema der spätromantischen Traumpoesie bei Droste-Hülshoff?
Die Interpretation fokussiert auf das Spannungsfeld zwischen barockem Dualismus (Diesseits/Jenseits) und spätromantischen Einflüssen wie der Nekromantik.
Wie wird das "lyrische Ich" in dieser Dichtung dargestellt?
Die Arbeit analysiert das lyrische Ich und sein Spiegelbild sowie eine gewisse "Schizophrenie" des Geistes, die typisch für die Zerrissenheit der Epoche ist.
Welche Rolle spielt der Pessimismus in der spätromantischen Programmatik?
Der Pessimismus wird als zentrales Element untersucht, das sich deutlich von der Dichtung anderer Zeitgenossen in der biedermeierlichen Gesellschaft abhebt.
Wie verhalten sich Religion und Gedicht zueinander?
Die Arbeit beleuchtet, wie religiöse Fragen und der barocke Dualismus in die poetische Struktur und die Traumbilder der Autorin einfließen.
Was macht den Stil von Annette von Droste-Hülshoff so einzigartig?
Ihr Stil zeichnet sich durch die Darstellung widersprechender Ideen und Geisteshaltungen aus, die in einer komplexen Symbolik des Traums münden.
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- Stefan Seefelder (Author), 2012, Spätromantische Traumpoesie in der biedermeierlichen Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268974