In diesem Buch wird das Trainingsprogramm „FAUSTLOS“ vorgestellt. Es handelt sich hierbei um ein Programm, das auf die Gewaltprävention durch Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen im Kindergarten und in der Grundschule setzt. Vorab werden wichtige Begrifflichkeiten geklärt, dann werde ich näher auf die Entstehung, den Aufbau und auf Evaluationsergebnisse von „FAUSTLOS“ eingehen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definitionen
3 Geschichte von „FAUSTLOS“
4 Empirische Befunde
5 FAUSTLOS
5.1 Schwerpunkte
5.2 Aufbau
5.3 Material
6 Akzeptanz bei Kindern, ErzieherInnen und LehrerInnen
7 Stellungnahme und Kritik
8 Abschlussbetrachtung
9 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Gewaltpräventionsprogramm „FAUSTLOS“ auseinander, untersucht dessen theoretische Fundierung, den strukturellen Aufbau sowie empirische Evaluationsergebnisse und analysiert sowohl die Akzeptanz des Programms in der Praxis als auch dessen methodische Grenzen.
- Entstehung und Entwicklung des Trainingsprogramms „FAUSTLOS“
- Struktur und didaktischer Aufbau der Lektionen für Kindergarten und Grundschule
- Evaluation der Wirksamkeit auf soziales Verhalten und Konfliktfähigkeit
- Kritische Analyse der methodischen Ausrichtung und praktischen Anwendbarkeit
Auszug aus dem Buch
5.1 Schwerpunkte
Das Programm setzt sich aus den drei Schwerpunkten zusammen. Der erste Schwerpunkt ist die Empathieförderung, der zweite Schwerpunkt die Impulskontrolle und der dritte Schwerpunkt ist der Umgang mit Ärger und Wut. Dabei versucht das Curriculum von FAUSTLOS in allen drei Schwerpunkten Fertigkeiten zu vermitteln, die im Folgenden näher beschrieben werden.
„Empathie lässt sich beschreiben als die Fähigkeit, den eigenen und den emotionalen Zustand eines anderen Menschen bestimmen, die Perspektive einer anderen Person übernehmen und auf eine andere Person emotional reagieren zu können.“ (vgl. Cierpka 2005, S. 46) Die Empathieförderung nimmt den größten Teil des Programms ein, da die Empathiefähigkeit eine große Rolle in der Entwicklung zwischenmenschlicher Problemlösestrategien und prosozialen Verhaltens spielt. Empathie ist ein Verhalten, welches erlernbar ist. So lernen die Kinder während des Programms Gefühle von verschiedenen Anhaltspunkten aus zu identifizieren, dass Menschen in gleichen Situationen unterschiedliche Gefühle haben und dass diese sich ändern können, beabsichtigte von unbeabsichtigten Handlungen zu unterscheiden, Gefühle in Ich-Botschaften mitzuteilen und Mitgefühl für andere Menschen auszudrücken. (vgl. Cierpka 2005, S. 46-47) „Das Vermitteln von Empathie stellt Bindungen in der Klasse her, die Zurückweisungen verhindern und Konflikte reduzieren können.“ (vgl. Cierpka 2001, S. 13)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die zunehmende Problematik von Aggression und Gewalt an Schulen und die Notwendigkeit frühzeitiger Präventionsmaßnahmen.
2 Definitionen: Erläutert zentrale Begriffe wie Konflikt, verschiedene Formen von Gewalt (Körperzwang, verbale Attacken, Bullying) sowie das Konzept der Prävention.
3 Geschichte von „FAUSTLOS“: Beleuchtet die Ursprünge des Programms in den USA (Second Step) und dessen Adaption sowie Implementierung im deutschsprachigen Raum.
4 Empirische Befunde: Fasst Evaluationsstudien zusammen, die positive Effekte auf die Empathiefähigkeit, den Umgang mit Ärger und das Sozialverhalten der Kinder belegen.
5 FAUSTLOS: Detailliert die drei Kernbereiche, den curricularen Aufbau in Lektionen sowie die im Programm verwendeten Materialien und Lehrmethoden.
6 Akzeptanz bei Kindern, ErzieherInnen und LehrerInnen: Analysiert die positive Resonanz und die Empfehlungsraten bei pädagogischen Fachkräften sowie die Akzeptanz bei den Kindern.
7 Stellungnahme und Kritik: Setzt sich kritisch mit der strikten Ablaufvorgabe, der kognitiven Ausrichtung und potenzieller Monotonie des Programms auseinander.
8 Abschlussbetrachtung: Führt die zentralen Argumente zusammen und betont die Bedeutung sozialer Erziehung für eine gewaltfreie Problemlösung im schulischen Alltag.
9 Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten Quellen für die wissenschaftliche Arbeit auf.
Schlüsselwörter
FAUSTLOS, Gewaltprävention, Sozialkompetenz, Empathieförderung, Impulskontrolle, Ärgerbewältigung, Grundschule, Kindergarten, Konfliktlösung, Verhaltensmodifikation, Second Step, Schulklima, pädagogische Intervention, Bullying, Erziehung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine umfassende Analyse des Gewaltpräventionsprogramms „FAUSTLOS“, das darauf abzielt, die sozialen und emotionalen Kompetenzen von Kindern in Kindergärten und Grundschulen zu stärken.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Gewaltformen, die theoretische Herleitung des Programms, dessen praktische Umsetzung durch Lehrmaterialien sowie die kritische Reflexion der Ergebnisse.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Effektivität des Programms hinsichtlich der Reduktion von aggressivem Verhalten und der Förderung prosozialer Handlungsweisen bei Kindern zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse existierender Fachliteratur, wissenschaftlicher Berichte und der Auswertung empirischer Evaluationsstudien des Programms.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Programmstruktur (Schwerpunkte, Aufbau), die Darstellung der verwendeten Materialien sowie eine Auswertung der Akzeptanz und kritische Einordnung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Die zentralen Begriffe sind Gewaltprävention, soziale Kompetenz, Empathie, Impulskontrolle und FAUSTLOS.
Welche Rolle spielen die Handpuppen „Wilder Willi“ und „Ruhige Schnecke“ im Programm?
Die Handpuppen werden im Kindergarten eingesetzt, um in der Aufwärmphase der Lektionen Aufmerksamkeit zu erzeugen oder einzelne Übungen und Konfliktsituationen nachzuspielen.
Warum wird die „strikte Reihenfolge“ des Curriculums kritisiert?
Die Kritik besagt, dass durch das starre Korsett der Lektionen der individuelle Alltag und die spezifische Gefühlswelt der Kinder zu wenig berücksichtigt werden.
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- Christin Kuschka (Author), 2013, FAUSTLOS: Gewaltprävention in Kindergarten und Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269043