Die Potenziale von Mobile Business in Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen


Masterarbeit, 2012
126 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

TABELLENVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit

2. MOBILE BUSINESS
2.1 Definitionen und Begriffsabgrenzungen
2.1.1 Mobile Business
2.1.2 Mobile Commerce
2.2 Charakteristiken
2.2.1 Ubiquität
2.2.2 Erreichbarkeit
2.2.3 Lokalisierbarkeit
2.2.4 Verfügbarkeit
2.2.5 Personalisierung
2.3 Wertschöpfungskette
2.3.1 Infrastruktur
2.3.2 Betreiber
2.3.3 Content
2.3.4 Anwendung
2.3.5 Portal
2.4 Technische Rahmenbedingungen
2.5 Endgeräte
2.5.1 Smartphones
2.5.1.1 Funktionen
2.5.1.2 Nutzungsverhalten
2.5.2 Tablet-PCs
2.5.2.1 Funktionen
2.5.2.2 Nutzungsverhalten

3. ZEITUNGS- UND ZEITSCHRIFTENVERLAGE
3.1 Definitionen und Begriffsabgrenzungen
3.2 Das Wirtschaftsunternehmen Presseverlag
3.2.1 Öffentliche Funktion vs. wirtschaftliche Ziele
3.2.2 Erlösstruktur
3.3 Marktstruktur
3.4 Nutzungsverhalten
3.5 Herausforderungen

4. MOBILE BUSINESS IN ZEITUNGS- UND ZEITSCHRIFTENVERLAGEN
4.1 Zielgruppenpotenzial
4.1.1 Reichweiten und soziodemographische Daten
4.1.1.1 iPad
4.1.1.2 Smartphone
4.1.1.3 Zusammenfassung
4.1.2 Digitales Leseverhalten
4.2 Mobile Marketing
4.2.1 Definitionen und Begriffsabgrenzung
4.2.1.1 Mobile Direct Response Marketing
4.2.1.2 Mobile Permission Marketing
4.2.1.3 Mobile Advertising
4.2.2 Aufgaben
4.2.3 Ziele
4.3 Positionierung in der Wertschöpfungskette
4.4 Technologieentwicklungen im Mobile Business
4.4.1 Augmented Reality
4.4.2 Location-Based Services
4.4.3 Quick-Response-Code
4.4.4 Near-Field-Communication
4.5 Mögliche Geschäftsfelder
4.5.1 Mobile Entertainment
4.5.2 Mobile Infotainment
4.5.3 Mobile Commerce

5. FAZIT

LITERATURVERZEICHNIS

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Wertschöpfungskette im Mobile Business

Abbildung 2: Produktformen im Verlag

Abbildung 3: Kosten- und Erlösstruktur von Abonnementzeitungen im Vergleich

Abbildung 4: Erlösstruktur ausgewählter Zeitschriftenverlage

Abbildung 5: Kosten- und Erlösstruktur der Leistungserstellung von Zeitungen und Zeitschriften

Abbildung 6: Marktanteile der Verlagsgruppen am deutschen Tageszeitungsmarkt

Abbildung 7: Marktanteile der Verlagsgruppen am deutschen Publikumszeitschriftenmarkt

Abbildung 8: iPad - Print-Nutzungsdauer der Zielgruppen im Vergleich

Abbildung 9: iPad - Alter der Zielgruppen im Vergleich

Abbildung 10: Smartphone - Print-Nutzungsdauer der Zielgruppen im Vergleich

Abbildung 11: Smartphone - Alter der Zielgruppen im Vergleich

Abbildung 12: Print-Nutzungsdauer der Zielgruppen im Vergleich

Abbildung 13: Alter der Zielgruppen im Vergleich

Abbildung 14: Gliederung des Mobile Marketings

Abbildung 15: Aufgaben des Mobile Marketings

Abbildung 16: : Mögliche Aktivitätsfelder der Presseverlage in der mobilen Wertschöpfungskette

Abbildung 17: Das weltweit erste Augmented Reality Magazin

Abbildung 18: Das Immobilienportal der Sächsischen Zeitung

Abbildung 19: Quick-Response-Code-Element im Spiegel-Magazin

Abbildung 20: Near-Field-Communication als Informationsbeschaffungsinstrument

Abbildung 21: Mögliche Mobile Business Geschäftsfelder im Presseverlagsumfeld

Abbildung 22: Printmedien-Kannibalisierung

Abbildung 23: Relevante Themengebiete für zeitenschriftenaffine iPad-Besitzer

Abbildung 24: Monatliche Zahlungsbereitschaft für digitale journalistische Inhalte

Abbildung 25: Immonet.de ein Immobilienportal von Axel Springer

Abbildung 26: Die Hamburg App für das iPhone

Abbildung 27: Betrag des letzten Kaufs mit PC/Laptop, Smartphone und Tablet

Abbildung 28: Die Produkteignungsmatrix im elektronischen Geschäftsverkehr

Abbildung 29: Mobile Ticketbuchung im Hamburg App

Abbildung 30: Interaktive Produktanzeige im multimedialen iPad-Magazin THE ICONIST

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Tagespresse: Statistik im Überblick.

Tabelle 2: iPad - Zielgruppenreichweite nach Print-Nutzungsdauer

Tabelle 3: iPad - Zielgruppenreichweite nach Alter

Tabelle 4: iPad - Zielgruppenreichweite nach Alter und Nutzungsdauer

Tabelle 5: Smartphone - Zielgruppenreichweite nach Nutzungsdauer

Tabelle 6: Smartphone - Zielgruppenreichweite nach Alter

Tabelle 7: Smartphone - Zielgruppenreichweite nach Alter und Nutzungsdauer

Tabelle 8: Zielgruppenpotenziale für den Burda Verlag

Tabelle 9: Monatliche Verkaufserlöse auf Basis der Zahlungsbereitschaft

Tabelle 10: Szenarien im detaillierten Überblick.

Tabelle 11: Szenarien im Überblick für das Jahr 2011 und 2012

Tabelle 12: Erlösgenerierung im Mobile Commerce..

1. Einleitung

Der Medienkonsum hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Gerade das Internet eröffnete erstmals die Möglichkeit, auf nahezu jede gewünschte Information zuzugreifen. Seither ist es die Entscheidung des Endanwenders, zu welchem Zeitpunkt die angeforderten Inhalte dargestellt werden sollen. Die allgemeine Nachrichtenversorgung verliert somit zunehmend an Bedeutung und wird durch eine individualisierte Informationsbeschaffung ersetzt. Diese Entwicklung hat insbesondere für die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage existenzbedrohende Folgen. Der kontinuierliche Reichweitenverlust gestaltet es den Verlagshäusern immer schwieriger, hohe Anzeigenpreise zu rechtfertigen. In Zeiten konvergierender Medienmärkte muss es den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen daher gelingen, innovative Produkte zur Verfügung zu stellen, welche auf die Bedürfnisse der Rezipienten abgestimmt sind. Der orts- sowie zeitunabhängige Zugriff auf Informationen ist eine wesentliche Forderung unserer heutigen Gesellschaft, der mithilfe von mobilen Kommunikationstechnologien erfüllt werden kann. Dementsprechend wird dem mobilen Bereich ein enormes Wachstumspotenzial zugesprochen. Für die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage gilt es in diesem Zusammenhang geeignete Geschäftsmodelle zu etablieren, welche vom Rezipienten honoriert werden. Doch nicht jede Information ist für die digitale Distribution geeignet. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit werden die notwendigen Grundvoraussetzungen an mobile Dienstangebote aufgezeigt, die von entscheidender Bedeutung für den Erfolg sind.

1.1 Ausgangslage und Problemstellung

Seit Jahren verzeichnen die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage erhebliche Umsatzeinbußen in ihrem bis dato äußert lukrativen Absatzmarkt1. Durch die intermediale Konkurrenz werden die Verlage zunehmend unter Druck gesetzt, sodass der direkte Kontakt zum Rezipienten ein kostbares Gut geworden ist. Zwar sind Zeitungen und Zeitschriften weiterhin bedeutende Informationsquellen, jedoch wird deren Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung von anderen Medien kontinuierlich substituiert. Folglich besitzen diese Pressepublikationen heutzutage nicht mehr den gesellschaftlichen Stellenwert, welchen sie in der Vergangenheit einst innehatten. Dies spiegelt sich in der immer geringeren Reichweite wider, auf deren Grundlage die Werbeanzeigenpreise ermittelt werden2. Immer restriktivere Sparprogramme sollten in diesem Zusammenhang die Effizienz der Verlagshäuser steigern und den Erlösrückgang kompensieren. Doch auch die bloße Kostenreduzierung konnte den anhaltenden Abwärtstrend nicht stoppen. Vielmehr führten diese Maßnahmen dazu, dass die journalistische Qualität sowie Vielfalt kontinuierlich sank, sodass derzeit nur wenige Publikationen einen echten Mehrwert für den Rezipienten bieten3. Dementsprechend müssen die Verlagshäuser gezwungenermaßen neue Wege beschreiten, um den anspruchsvollen Leser von heute erreichen zu können. Erste Erfahrungen konnten die Verantwortlichen bereits im weltweiten Datennetz sammeln, dass nach eigenen Aussagen große Chance für neue Geschäftsfelder bot4. Aber auch diese Bemühungen erwirtschafteten keine nennenswerten Erlöse. Mit der zunehmenden Verbreitung von mobilen Endgeräten kann es den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen jedoch gelingen, den Rezipienten in jeder Lebenssituation anzusprechen. Heutzutage ist es für den mobilen Menschen selbstverständlich, immer und überall auf das Internet zuzugreifen, um in kürzester Zeit die gewünschten Informationen zu erhalten. Daher wird im Verlauf der vorliegenden Arbeit das Potenzial von mobilen Geschäftsfeldern für die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage aufgezeigt und detailliert analysiert.

1.2 Zielsetzung der Arbeit

Das zentrale Anliegen dieser Arbeit ist es, potenzielle mobile Geschäftsfelder für die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage zu identifizieren und hinsichtlich ihrer tatsächlichen Eignung zu bewerten. Hierfür müssen im ersten Schritt die theoretischen Grundlagen erarbeitet werden, welche es erlauben, den Begriff »Mobile Business« innerhalb des ökonomischen Geschäftsprozesses zu verorten. Darüber hinaus sind die derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage von elementarer Bedeutung, um die aktuellen Herausforderungen am Markt herausstellen zu können. Anhand dieser sollen erste Anhaltspunkte ermittelt werden, ob sich im Zuge der Weiterentwicklung von ubiquitären Informations- und Kommunikationssystemen ein neuer beziehungsweise ergänzender Absatzkanal für die Verlage im mobilen Umfeld etablieren kann. Aufgrund dessen widmet sich die vorliegende Arbeit den folgenden Forschungsfragen:

Welche Zielgruppenpotenziale sind auf dem deutschen Markt für die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage vorhanden?

Welche Möglichkeiten bietet das Mobile Marketing den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen, um die Zielgruppen zu erreichen? Welche Positionen können die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage innerhalb der mobilen Wertschöpfungskette besetzen? Welche mobilen Technologieansätze können von den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen sinnvoll eingesetzt werden?

Welche Geschäftsfelder können die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, auf Basis ihrer Kernkompetenzen, im mobilen Segment erschließen?

Diese Fragen sollen mithilfe der vorhandenen wissenschaftlichen Literatur und aktuellen empirischen Studien beantwortet werden. Da sich die vorliegende Ausarbeitung mit einem äußerst dynamischen Markt beschäftigt, wurde in diesem Zusammenhang größter Wert auf die Aktualität der jeweiligen Quellen gelegt.

1.3 Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Arbeit ist in fünf Kapitel untergliedert. Das erste Kapitel bietet eine Einführung in die Thematik, beschreibt die Ausgangssituation der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage im mobilen Umfeld und erläutert aktuelle Problemstellungen, welche sich in diesem Zusammenhang für die Presseverlage ergeben. Darüber hinaus wird innerhalb der Einführung die Zielsetzung der Arbeit formuliert.

Das zweite Kapitel greift die in der Fachliteratur vorzufindenden heterogenen Begriffsdeterminationen auf, um näherungsweise eine allgemeingültige Definition zu entwickeln. Ebenso werden die besonderen Merkmale des Mobile Business hervorgehoben, die diesen Bereich auszeichnen. Zusätzlich wird die Wertschöpfungskette mit all seinen Akteuren vorgestellt. Anschließend werden die technischen Rahmenbedingungen im Mobilfunkbereich aufgezeigt und die zur Verfügung stehenden mobilen Endgeräte kategorisiert.

Im dritten Kapitel steht das Wirtschaftsunternehmen - Verlag - im Mittelpunkt der Untersuchung. Neben einer exakten Begriffsdefinition wird in diesem Abschnitt das Spannungsfeld zwischen ökonomischen Interessen und öffentlicher Funktion thematisiert. Ferner werden die jeweiligen Marktstrukturen erörtert sowie das Nutzungsverhalten der Rezipienten analysiert. Hieraus ergeben sich aktuelle Herausforderungen für die Verlage, welche ebenfalls an dieser Stelle behandelt werden.

Das vierte Kapitel widmet sich der Frage, unter welchen Voraussetzungen Mobile Business in Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen erfolgreich eingesetzt werden kann. Aufgrund dessen wird die potenzielle Zielgruppe ermittelt und eingehender untersucht. Des Weiteren werden die Aufgaben und Ziele des mobilen Marketings vorgestellt. Zudem gilt es zu klären, welche Positionen die Verlage innerhalb der mobilen Wertschöpfungskette einnehmen können. Letztlich werden vielversprechende Technologieansätze aufgezeigt und mögliche Geschäftsfelder detailliert dargestellt.

Das fünfte Kapitel bildet den Abschluss der vorliegenden Arbeit, in dem die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst werden. Weiterführend gibt dieser Abschnitt einen Ausblick darauf, wie sich das Mobile Business entwickeln könnte und welche Relevanz es zukünftig für die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage hat.

2. Mobile Business

In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen des Mobile Business, die für den weiteren Verlauf der vorliegenden Arbeit von Bedeutung sind, vermittelt. Zu Beginn wird eine exakte Begriffsbestimmung durchgeführt, welche die vorhandene Definitionsunschärfe in der Fachliteratur aufgreift, um näherungsweise eine allgemeingültige Definition identifizieren zu können. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welche Eigenschaften beziehungsweise Charakteristiken dem Begriff »Mobile« zuzuordnen sind. Im Kapitel 2.2 wird detailliert auf die einzelnen Merkmale von mobilen Informations- und Kommunikationssystemen eingegangen und es erfolgt eine Abgrenzung zum klassischen elektronischen Geschäftsverkehr. Zusätzlich werden in Kapitel 2.3 die unterschiedlichen Marktteilnehmer näher betrachtet. Diesbezüglich wird die mobile Wertschöpfungskette eingehender erläutert und die einzelnen Akteure der jeweiligen Fertigungsstufe zugeordnet. Darüber hinaus stellen die technischen Rahmenbedingungen einen weiteren Teil der theoretischen Grundlagen dar. Angesichts der kontinuierlichen Weiterentwicklung von mobilen Übertragungsverfahren nimmt das Kapitel 2.4 Bezug auf aktuelle Technologielösungen, welche sich im mobilen Umfeld etabliert haben. Abschließend werden in Kapitel 2.5 die auf dem Markt vorhandenen mobilen Endgeräte klassifiziert. Hierbei muss beachtet werden, dass nur Geräte ausgewählt wurden, die für den Themenschwerpunkt der vorliegenden Arbeit von Relevanz sind. Neben dem technischen Funktionsumfang wird in diesem Kapitel auch das Nutzungsverhalten der einzelnen Endgeräteklassen näher betrachtet.

2.1 Definitionen und Begriffsabgrenzungen

2.1.1 Mobile Business

Die Determination von Mobile Business beschäftigt die Fachliteratur bereits seit einigen Jahren. Hieraus resultiert ein breites Spektrum an heterogenen Definitionsversuchen, welche im eigenen Publikationskontext den Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben. Eine exakte und somit eindeutige Begriffsbestimmung von Mobile Business wurde bisher noch nicht erarbeitet. Dieser Umstand ist auf die enorme Innovationskraft im mobilen Sektor zurückzuführen und zeigt zugleich, wie facettenreich Mobile Business eingesetzt werden kann. PICOT und NEUBURGER konstatieren diesbezüglich:

„ Mobile Business bezeichnet jede Möglichkeit, Geschäftsprozesse und Transaktionen mit Hilfe mobiler Endgeräte auf der Basis von Mobilfunknetzen abzuwickeln. “ 5

Nach dieser Definition kann Mobile Business, im gesamten Wirtschaftsprozess, ausschließlich über Mobilfunknetze betrieben werden. Daher muss die Leistungserbringung ebenfalls im mobilen und zugleich digitalen Umfeld erfolgen. ZOBEL fordert hingegen, auch die klassischen Geschäftsbereiche bei der Definition von Mobile Business zu berücksichtigen:

„ Unter Mobile Business verstehe ich alle auf mobilen Geräten [...] ausgetauschten Dienstleistungen, Waren sowie Transaktionen. [...] Als M- Business gilt eine Transaktion dabei auch, wenn sie letztlich im klassischen Offline-Bereich zu Ende geführt wurde. “ 6

Der Definitionsversuch von ZOBEL kann, im Rahmen der vorliegenden Arbeit, nicht als allgemeingültig anerkannt werden. Zwar wird die Leistungserbringung im OfflineBereich explizit beachtet, jedoch lässt ZOBEL offen, ob einzelne Wirtschaftsprozesse ebenfalls in diesem Bereich abgewickelt werden können. Dieser Forderung kommt WIRTZ nach, welcher Mobile Business wie folgt definiert:

„ Unter dem Begriff Mobile Business wird die Anbahnung sowie die teilweise respektive vollständige Unterstützung, Abwicklung und Aufrechterhaltung von Leistungsaustauschprozessen mittels elektronischer Netze und mobiler Zugangsgeräte verstanden. “ 7

WIRTZ hinterlässt in seiner Begriffsdetermination einen erheblichen

Interpretationsspielraum, welcher von GERPOTT kritisiert wird. Nach seiner Auffassung erfüllt die reine Sprachtelefonie alle Kriterien, um ebenfalls dem Begriff Mobile Business zugeordnet zu werden8. Dieser Einwand ist gerechtfertigt und wird von REICHWALD aufgegriffen:

„ M-Business umfasst die Gesamtheit derüber ortsflexible, datenbasierte und interaktive Informations- und Kommunikationstechnologien [...] abgewickelten Geschäftsprozesse. [...] Damit ist nicht lediglich gemeint, dass die Informationsübertragung digital vollzogen wird, sondern auch der Ausschluss von blo ß er Sprachtelefonie. “ 9

REICHWALD stellt fest, dass sich eine datenbasierte Distribution von Informationen und Sprachtelefonie gegenseitig ausschließen. Diese Behauptung kann seit der Implementierung von Voice-over-IP- Techniken in mobile Endgeräte nicht mehr aufrechterhalten werden. Daher dient die Definition nach WIRTZ in der vorliegenden Arbeit als Grundlage, welche um die gewünschte Abgrenzung seitens GERPOTT erweitert wird.

„ Unter dem Begriff Mobile Business wird die Anbahnung sowie die teilweise respektive vollständige Unterstützung, Abwicklung und Aufrechterhaltung von Leistungsaustauschprozessen, unter Ausschluss reiner Sprachtelefonie, mittels elektronischer Netze und mobiler Zugangsgeräte verstanden. “ 10

2.1.2 Mobile Commerce

Synchron zu den Ausführungen im vorangegangen Kapitel ist auch im Bereich Mobile Commerce bisher keine allgemeingültige Begriffsdefinition in der Fachliteratur vorhanden. Vielmehr werden vereinzelt beide Begriffe synonym verwendet11. Als Beispiel hierfür können die Definitionen von STEIMER und REICHWALD [vgl. Kapitel 2.1.1] gegenübergestellt werden:

„ Mobile Commerce umfasst die ortsungebundene Beschaffung, Verarbeitung und Bereitstellung von Informationen aller Art zur Abwicklung von Geschäfts- und Kommunikationsvorgängen unter Einsatz mobiler Endgeräte und Nutzung geeigneter Dienste und Netzinfrastrukturen. “ 12

Dieser Definitionsversuch kann keinesfalls als Abgrenzung zwischen Mobile Commerce und Mobile Business verstanden werden. Es zeigt die von KÖNIGSTORFER angesprochene Differenzierungsproblematik deutlich auf. Zudem wird auf eine Begriffseinordnung gänzlich verzichtet. Diesen Anspruch erfüllt BROECKELMANN, welcher Mobile Commerce wie folgt definiert:

„ Mobile Commerce (M-Commerce) ist eine Unterkategorie des MB, der alle Phasen einer Transaktion - d.h. die digitale Anbahnung, Aushandlung und/oder Abwicklung - zwischen Wirtschaftssubjekten in mobilen Netzwerkenüber mobile Endgeräte umfasst. MC schafft direkt oder indirekt einen wahrgenommenen oder realen Wert. Transaktionspartner können alle Marktteilnehmer [...] sein. “ 13

Hieraus lässt sich ein enger Zusammenhang zwischen Mobile Commerce und Mobile Business herleiten. BROECKELMANN erweitert die Begriffsdefinition nach WIRTZ [vgl. Kapitel 2.1.1] und grenzt Mobile Commerce durch einen zusätzlich geschaffenen Wert

von Mobile Business ab. Ebenso erfolgt eine Kategorisierung von Mobile Commerce als Teilbereich von Mobile Business. Kritisch ist in dieser Definition die fehlende Spezifizierung des geschaffenen Wertes anzusehen. BUSE greift diese Problematik auf und konkretisiert den geschaffenen Wert in seiner Begriffsabgrenzung folgendermaßen:

„ Mobile Commerce umfasst jede Transaktion, die mit einer Ü bertragung von Eigentums- oder Nutzungsrechten verbunden ist undüber die Nutzung eines mobilen Zugangs zu computervermittelten Netzwerken per elektronisches Endgerät angebahnt und/oder beendet wird. “ 14

Somit können alle wirtschaftlichen Güter, unabhängig ihrer physischen Beschaffenheit15, mittels Mobile Commerce vertrieben werden, solange eine Übertragung von Eigentums- oder Nutzungsrechten gewährleistet ist. Zudem weist BUSE darauf hin, dass eine durchgeführte Transaktion nicht zwangsläufig einen monetären Charakter aufweisen beziehungsweise stringent über mobile Netzwerke abgewickelt werden muss.

„ Entscheidend ist lediglich, dass zumindest ein Teil des Transaktionsprozessesüber einen mobilen Zugang via elektronisches Endgerät durchführt wird. “ 16

Unter Berücksichtigung dieser Aspekte wird die Begriffsabgrenzung nach BUSE im weiteren Verlauf der Arbeit als Mobile Commerce bezeichnet.

2.2 Charakteristiken

Nach der Begriffsabgrenzung von Mobile Business beziehungsweise Commerce, gilt es an dieser Stelle zu klären, welche Merkmale den Begriff » Mobile « auszeichnen. In der Fachliteratur findet eine Differenzierung anhand der Charakteristiken Ubiquität, Erreichbarkeit, Lokalisierbarkeit, Verfügbarkeit sowie Personalisierung statt, welche im Folgenden näher erläutert werden.

2.2.1 Ubiquität

Ubiquität beschreibt die Allgegenwärtigkeit von Informations- und Kommunikationssystemen, welche es dem Anwender ermöglichen, standortunabhängig auf Daten beziehungsweise Informationen zuzugreifen17. Grundvoraussetzung hierfür ist ein möglichst universelles und kleines Endgerät, das jederzeit zur Verfügung steht18. Somit stellt die Ubiquität das Bindeglied zwischen der analogen und digitalen Welt dar. Hieraus ergibt sich ein völlig neues Nutzungsverhalten von Informationen, das einen fundamentalen Einfluss auf die bisherige Ökonomie ausübt. Durch die Allgegenwärtigkeit der Information wird eine nahezu vollständige Markttransparenz geschaffen und somit eine Forderung des vollkommenen Marktes erfüllt19. Der Nutzer wird durch die Ubiquität in die Lage versetzt, eindeutig identifizierbare Produkte oder Dienstleistungen miteinander zu vergleichen. Zwar ist diese Verhaltensweise bereits aus der stationären Internet-Ökonomie bekannt, jedoch wurde die Information vom physischen Produkt getrennt20. „ M-Business ermöglicht nun den nächsten Schritt: Käufer können die weltweiten Angebote mit dem lokalen Angebot vergleichen, dies am Produkt vor Ort tun und dabei auch die physische Qualität des Angebots berücksichtigen. “ 21 Schon heute bringt dieses Nutzungsverhalten den Einzelhandel in Bedrängnis, sodass klassisches Verkaufspersonal zur Informationsbeschaffung zukünftig durch mobile Endgeräte ersetzt werden könnte.

2.2.2 Erreichbarkeit

Im Vergleich zum stationären Internet sind die mobilen Endgeräte nahezu jederzeit erreichbar22. Dabei werden die Datenverbindungen größtenteils mit Inbetriebnahme des Endgerätes automatisch initiiert, um dessen vollen Funktionsumfang nutzen zu können. Somit ist der Nutzer zeit- sowie ortsunabhängig in der Lage, sich kurzfristig Informationen zu beschaffen beziehungsweise diese zu nutzen. Gleichzeitig können mithilfe der dauerhaften Konnektivität individuelle Informationen dem Nutzer zugeführt werden, ohne dass dieser explizit nach ihnen suchen muss. ZOBEL beschreibt diese Art der Informationsübermittelung als Datenproaktivität 23. Je nach individuellen Gegebenheiten lösen sogenannte Push -Dienste Ereignisse aus, welche dem Empfänger vermeintlich nützliche Informationen zukommen lassen. Neben dem aktuellen Wetterbericht am Morgen könnten ebenfalls Veränderungen am Aktienmarkt als Beispiele hierfür aufgeführt werden.

2.2.3 Lokalisierbarkeit

Die Lokalisierung eines mobilen Endgerätes war Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Etablierung von Mobilfunknetzen. Nur so konnten die Betreiber gewährleisten, dass sich die Teilnehmer innerhalb der Netzstruktur frei und somit mobil bewegten. Durch Triangulation von Funkzelleninformationen werden die Positionsdaten errechnet und für die dauerhafte Konnektivität genutzt. Dieses Verfahren ist aber durchaus lückenhaft, da mit Toleranzwerten von etwa 100 Meter gearbeitet wird24. Für eine exaktere Ortung mussten neue Technologien in mobilen Endgeräten implementiert werden. Hierfür konnten die Endgerätehersteller auf das Global Positioning System (GPS) zurückgreifen, welches im Jahre 2000 für die zivile Nutzung freigegeben wurde. Seither ist eine Standortbestimmung von zehn Metern und genauer möglich25. Erst durch diese Maßnahme war es möglich, im nächsten Schritt Applikationen zu entwickeln, welche einen tatsächlichen Mehrwert für den Nutzer schaffen. Hierbei ist zu beachten, dass die Lokalisierbarkeit immer einen Kontextbezug zur Nutzung der Applikation aufweist. In der Fachliteratur26 wird die Kontextsensitivität anhand der Ausprägungen lokal, aktionsbezogen, zeitlich sowie interessenspezifisch27 differenziert.

Lokaler Kontext: Ermittlung der genauen Position des Nutzers

Beispiel: Karower Damm 35, 13129 Berlin

Aktionsbezogener Kontext: Standort wird mit Handlung verknüpft

Beispiel: Tanken bei Shell, Karower Damm 35, 13129 Berlin

Zeitlicher Kontext: Es werden, abhängig vom Anfragezeitpunkt und -ort, dynamische Informationen erzeugt und an den Nutzer weitergeleitet

Beispiel: Shell, Karower Damm 35, 13129 Berlin ist geöffnet

Interessenspezifischer Kontext: Anhand hinterlegter Nutzerpräferenzen werden dynamisch Informationen zum Standort ausgeliefert

Beispiel: Super 1,649 Euro bei Shell, Karower Damm 35, 13129 Berlin

2.2.4 Verfügbarkeit

Die ständige Verfügbarkeit ist eng gekoppelt mit der damit einhergehenden Erreichbarkeit [vgl. Kapitel 2.2.2]. Diese Charakteristik von Mobile Business bezieht sich primär auf die physische Möglichkeit, das mobile Endgerät » anywhere and anytime « zu nutzen28. Durch den technischen Fortschritt entfallen längere Ladezeiten bei der Inbetriebnahme beziehungsweise beim Verbindungsaufbau. Dadurch wird das mobile Endgerät zum universellen Wegbegleiter29. Synchron zur Erreichbarkeit stellt die Verfügbarkeit ebenfalls eine Grundvoraussetzung für die datenproaktive Informationsübermittelung dar. Einzig die Stromversorgung respektive die Netzinfrastruktur können diese Charakteristik negativ beeinflussen.

2.2.5 Personalisierung

Ein weiteres herausragendes Merkmal von Mobile Business stellt die Personalisierung dar. Hierbei haben sich im Laufe der Entwicklung mehrere Möglichkeiten etabliert, um den Nutzer individuell ansprechen beziehungsweise identifizieren zu können. Im Vergleich zum stationären Computer hat der Nutzer eine hohe emotionale Bindung zu seinem mobilen Endgerät30. Diese Aussage wird von dem Marktforschungsunternehmen NIELSEN bekräftigt, wonach lediglich 34 Prozent dazu bereit sind, ein solches Gerät mit einer anderen Person zu teilen31. Auch AHONEN kommt bei seiner Erhebung zu einem ähnlichen Ergebnis. Laut seiner Studie würden 62 Prozent der Nutzer, selbst dem eigenen Partner, das mobile Endgerät nicht überlassen32. Daher kann in der Regel eine eindeutige Zuordnung zwischen Gerät und Nutzer erfolgen33. Aus technischer Sicht muss vor der Personalisierung eine eindeutige Identifizierung des Nutzers erfolgen. Zu diesem Zweck stellen die Mobilfunkbetreiber ein sogenanntes Subscriber Identity Module (SIM) zur Verfügung, mit dessen Hilfe sich der Nutzer anmelden kann. Zusätzlich ist die Eingabe der Personal Identification Number (PIN) erforderlich, um den Anmeldevorgang beim Betreiber zu verifizieren. Somit können die Anbieter neben der Position des Endgerätes [vgl. Kapitel 2.2.3] ebenfalls den dazugehörigen Eigentümer ermitteln. Diese Informationen wecken natürlich Begehrlichkeiten seitens der Werbeindustrie. In den letzten Jahren haben sich daher weitere Möglichkeiten ergeben, einen Nutzer zu identifizieren. Als Vorreiter kann an dieser Stelle das Unternehmen APPLE genannt werden. Durch das in sich geschlossene System, aus Endgerät und Betriebssystem, war APPLE in der Lage, gleich zwei Bereiche der Wertschöpfungskette zu besetzen [vgl. Kapitel 2.3]. Der Endanwender ist seither dazu verpflichtet, sich beim Mobilfunkbetreiber sowie bei APPLE zu registrieren, um den vollen Funktionsumfang seines mobilen Endgerätes nutzen zu können. Gleiches gilt in diesem Zusammenhang für das Betriebssystem ANDROID von GOOGLE, welches jedoch endgeräteunabhängig ausgeliefert wird. Somit können anhand der personenbezogenen Daten nahezu alle Applikationen mit personalisierten Informationen aufgewertet werden.

2.3 Wertschöpfungskette

Bevor ein Produkt beziehungsweise eine Dienstleitung am Markt angeboten werden kann, müssen einzelne Fertigungsstufen durchlaufen werden. Bereits 1985 setzte sich PORTER mit dieser Problematik auseinander und entwickelte in diesem Zusammenhang das Modell der Wertschöpfungskette. Dieses war primär für die Abbildung innerbetrieblicher Prozesse vorgesehen. In abgewandelter Form ist die Wertschöpfungskette ebenfalls ein geeignetes Instrument, um komplette Märkte darzustellen beziehungsweise deren Zusammenhänge aufzuzeigen. Für den Aufbau des mobilen Marktes kann an dieser Stelle die Darstellung nach SCHEER herangezogen werden, welcher die Wertschöpfungskette in fünf Teilbereiche untergliedert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Wertschöpfungskette im Mobile Business34

Innerhalb des mobilen Marktes können die Marktteilnehmer unterschiedliche Bereiche der Wertschöpfungskette besetzen. Hierbei sind alle Stufen voneinander abhängig, denn ohne Infrastruktur kann beispielsweise auch kein Betreiber diese nutzen. Ebenso ist zu beachten, dass sich ein Teilnehmer keinesfalls nur auf einen Bereich beschränken muss. Vielmehr versuchen die Marktakteure heutzutage, gleich in mehreren Stufen der Wertschöpfung präsent zu sein. SCHEER identifiziert in seiner Darstellung die Unterpunkte der Infrastruktur, Betreiber, Content, Anwendung sowie Portale, welche im Folgenden näher erläutert werden.

2.3.1 Infrastruktur

Die Infrastruktur bildet die Grundsäule der mobilen Wertschöpfungskette. Neben den Netzausrüstern zählen all jene Unternehmen hinzu, die sich mit der Entwicklung, der Produktion sowie dem Verkauf von geeigneten mobilen Endgeräten auseinandersetzen. Prinzipiell steht in diesem Bereich die Implementierung von Basistechnologien im Mittelpunkt. Die Netzausrüster, wie beispielsweise NOKIA SIEMENS NETWORKS, ERICSSON oder HUAWEI, stellen die benötigten Systeme zum Aufbau globaler Funknetzwerke bereit. Auf dieser Basis werden entsprechende Endgeräte für den Verbraucher von den Herstellern produziert. Zusätzlich agieren auch Unternehmen im Bereich der Infrastruktur, deren Kernkompetenz in der Software- beziehungsweise Plattformentwicklung angesiedelt ist. Welche Dynamik innerhalb dieser Wertschöpfungsstufe herrscht, kann anhand der Geschehnisse der letzten Jahre aufgezeigt werden. ZOBEL stellte im Jahr 2001 einen Trend zur wachsenden Integration fest und konstatierte in diesem Zusammenhang: „ Unternehmen schlie ß en sich zusammen oder werden gekauft, um wesentliche Teile des Infrastrukturbereiches zu kontrollieren. “ 35 Rückblickend kann diese Auffassung nur bestätigt werden, da Unternehmen wie beispielsweise NOKIA nahezu alle Bereiche der Infrastruktur abdeckten. Neben der Netzinfrastruktur sowie dazugehörigen Endgeräten konnte NOKIA ebenfalls auf die eigene Plattform SYMBIAN mit passenden Anwendungen zurückgreifen und sich als Weltmarktführer im Mobilfunkmarkt etablieren36. Diese Vormachtstellung ist heute in Gefahr37 ! Seit Einführung des IPHONES durch APPLE und der damit verbundenen Marktdurchdringung von Smartphones, kann NOKIA seine bisherige Strategie im Infrastrukturbereich nicht unverändert fortführen. Vielmehr ist der finnische Mobilfunkgigant dazu gezwungen, seine Kernkompetenzen kritisch zu evaluieren. Infolgedessen wurde die Weiterentwicklung des eigenen Betriebssystems zugunsten von WINDOWS MOBILE 7 von MICROSOFT eingestellt. Zwar handelt es sich hierbei um eine strategische Allianz, jedoch konkurrieren im Plattformsegment weitere namhafte Akteure wie APPLE (IOS) und GOOGLE (ANDROID), welche die Dominanz des bisherigen Marktführers empfindlich beeinträchtigen.

2.3.2 Betreiber

Als Bindeglied zwischen dem Endverbraucher und der Infrastruktur fungieren die Netzbetreiber. Zweifelsohne besetzten sie, anhand ihrer Funktion, eines der einflussreichsten Segmente der mobilen Wertschöpfungskette38. Diesbezüglich ist ein Endverbraucher dazu gezwungen einen Vertrag mit dem Netzbetreiber einzugehen, um Zugriff auf ein Mobilfunknetz zu erhalten. Diese Verpflichtung wird durch stark subventionierte mobile Endgeräte seitens der Netzbetreiber honoriert. Als Sicherheitsmechanismus wird das sogenannte SIM-Lock -Verfahren implementiert, sodass die Endgeräte nur im vertraglich festgelegten Netz betrieben werden können. Somit können die Betreiber auf wichtige Daten zurückgreifen, welche die Schlüsselposition innerhalb der mobilen Wertschöpfungskette erst ermöglichen. Neben den persönlichen Daten des Endverbrauchers besitzen die Betreiber ebenfalls eine vertraglich zugesicherte Zahlungsbeziehung mit dem Kunden. Daher können Produkte oder Dienstleistungen bequem mithilfe der Telefonrechnung beglichen werden. Darüber hinaus war es den Netzbetreibern in der Vergangenheit vorbehalten, die gewonnenen Lokalisierungsdaten ihrer Endkunden zu nutzen beziehungsweise anderen Dienstanbietern zu verkaufen39. Zudem verdienen die Betreiber an nahezu allen Aktivitäten der Wertschöpfungskette mit, da eine (Daten-)Verbindung bestehen muss, welche abgerechnet werden kann. Diese Ausgangssituation ist natürlich auch für andere Unternehmen erstrebenswert, sodass im Segment der Betreiber auch Firmen vertreten sind, welche selbst über kein eigenes Netz verfügen. Diese sogenannten virtuellen Betreiber kaufen Netzkapazitäten von Dritten auf, um sie selbst am Markt zu veräußern. Als Beispiel hierfür können die Unternehmen DISCOTEL (TELEKOM), BILDMOBIL (VODAFONE), SIMYO (E-PLUS) oder FONIC (O²) aufgeführt werden. Durch geringere Fixkosten40 sind diese Unternehmen in der Lage, zu weit günstigeren Konditionen ihre Dienstleistungen anzubieten, wobei häufig eine Subventionierung von Endgeräten entfällt. Zusätzlich sind ebenfalls Weiterverkäufer wie FREENET oder DRILLISCH im diesem Bereich der Wertschöpfungskette tätig, welche Nutzungsrechte bei den Netzbetreibern einkaufen beziehungsweise im Namen dieser Verträge an den Endkunden vermitteln.

2.3.3 Content

Für den Endverbraucher ist die Wertschöpfungsstufe Content von entscheidender Bedeutung. Nachdem die Infrastruktur vorhanden ist und die Betreiber einen Zugang gewährleisten, müssen Mehrwertdienste geschaffen werden, welche für den Nutzer von Interesse sind. Gerade im Zusammenhang mit mobiler Informationsbeschaffung gilt es, kontext-, orts- sowie zeitspezifische Inhalte zur Verfügung zu stellen41. Diese Forderung kann seitens der Mobilfunkbetreiber kaum erbracht werden, sodass relevante Inhalte wie beispielsweise Wetternachrichten von Informationsanbietern angekauft werden. Welchen Stellenwert diese Anbieter innerhalb der Wertschöpfungskette einnehmen beschreibt ZOBEL wie folgt: „ Content-Anbieter sind tendenziell in einer ungünstigen Ausgangsposition, weil sie keine direkte Kundenschnittstelle haben und als Zulieferer austauschbar sind. Sie können aus dem Verkauf von Content nur dann signifikante Erlöse erzielen, wenn ihr Angebot einmalig ist. “ 42 Diese Aussage hat bis zum heutigen Tage Bestand, muss jedoch aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Auf der einen Seite hat sich die Informationsbeschaffung im mobilen Internet grundlegend geändert. Vor zehn Jahren stellten die Betreiberportale nahezu die einzige Möglichkeit dar, nutzerfreundlich auf Inhalte zuzugreifen. Kaum eine Internetseite war für die Darstellung auf kleinen Bildschirmen optimiert. Heutzutage verfügen die mobilen Endgeräte über einen immensen Funktionsumfang, sodass die Bedienung nahezu identisch mit regulären Computern ist und Suchmaschinen primär zur Informationsbeschaffung genutzt werden. Daher sind die Content-Anbieter nicht mehr zwangsläufig vom Mobilfunkbetreiber abhängig. Vielmehr können eigenständige Geschäftsmodelle entwickelt werden, welche einen direkten Kundenkontakt ermöglichen. Kritischer ist in diesem Zusammenhang die zunehmende Macht im Bereich der Plattform-Anbieter zu sehen [vgl. Kapitel 2.3.1]. Durch die Einführung sogenannter App-Stores, in welchen Programme heruntergeladen werden können, wird die browserbasierte Internetnutzung erheblich reduziert. Diese Applikationen werden speziell für mobile Endgeräte entwickelt und weisen eine hohe Akzeptanz seitens der Endverbraucher auf. Abermals sind die Content-Anbieter daher gezwungen, einen zusätzlichen Vermittler in ihren Geschäftsmodellen zu berücksichtigen, welcher natürlich am Umsatz beteiligt werden muss.

2.3.4 Anwendung

Der Anwendungsbereich ist mit Abstand das heterogenste Segment der mobilen Wertschöpfungskette. Neben klassischen Industrieunternehmen, bekannten Internetdienstleistern bieten immer mehr Start-Up -Firmen ihre Anwendungen auf dem mobilen Markt an43.

Dieser Umstand wird durch einen Paradigmenwechsel innerhalb der Anwendungsdistribution zunehmend begünstigst. Vor etwa fünf Jahren44 waren die verfügbaren Anwendungen eines mobilen Endgerätes vom Mobilfunkbetreiber sowie Gerätehersteller abhängig. Zwar bestanden bereits zu dieser Zeit Kooperationen zwischen unterschiedlichsten Unternehmen, sodass Spiele und Anwendungen entwickelt werden konnten, jedoch wurden diese bereits im Vorfeld auf den jeweiligen Endgeräten installiert. Somit waren die Markteintrittschancen für neue kreative Unternehmen relativ gering und vom Wohlwollen der Hersteller beziehungsweise Betreiber abhängig. Infolgedessen stand der Anwendungs- beziehungsweise Funktionsumfang des mobilen Endgerätes im Mittelpunkt der Kaufentscheidung.

Mit Einführung des IPHONES durch APPLE wurde diese Marktkonstellation durchbrochen. Seither ist der Nutzer in der Lage, individuelle Anwendungen auf seinem Endgerät zu installieren. Zudem wurde eine einheitliche Distributionsplattform geschaffen, welche für alle mobilen Endgeräte von APPLE zur Verfügung steht. Die in der Plattform hinterlegten Anwendungen werden aber keinesfalls ausschließlich von APPLE produziert. Vielmehr öffnete man die Distributionsplattform für die weltweite Entwicklergemeinde und machte sich das enorme Kreativitätspotenzial zunutze. Gleiches gilt in diesem Zusammenhang für das Betriebssystem ANDROID der Firma GOOGLE. Mit GOOGLE PLAY stellt der Internetgigant eine Distributionsplattform zur Verfügung, welche zudem geräteübergreifend verfügbar ist.

Somit ist bereits eine einzelne Person oder ein kleines Unternehmen dazu in der Lage, mobile Anwendungen für eine Vielzahl von Endgeräten zu entwickeln. Eine erfolgreiche Anwendung in diesem Wertschöpfungsbereich zeichnet die Idee und der damit verbundene Mehrwert für den Endverbraucher aus.

2.3.5 Portal

Portale bilden die abschließende Stufe der mobilen Wertschöpfungskette. In der Fachliteratur werden diese anhand der Betrachtungsebene in horizontal respektive vertikal kategorisiert45. Horizontale Portale bieten dem Endverbraucher eine möglichst große Informations- und Anwendungsvielfalt, sodass nahezu alle mobilen Aktivitäten über einen einzigen Portalanbieter abgewickelt werden können. Schon früh besetzten die Mobilfunkbetreiber diesen Bereich der Wertschöpfungskette und versorgten den Anwender mit nahezu allen benötigten Informationen [vgl. Kapitel 2.3.3]. Neben der Nutzungsfreundlichkeit der Portalseiten, stellte die Konfiguration des mobilen Internetzugangs einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil46 dar. Komplementär hierzu etablierten sich vertikale Portale, welche explizit einzelne Themengebiete behandeln. Größtenteils werden diese in Form von Fachforen angeboten und adressieren eine bestimmte Ziel- beziehungsweise Nutzergruppe47. Aber auch in diesem Bereich der Wertschöpfungskette bleiben Veränderungen nicht aus. Gerade die horizontalen Portale werden verstärkt durch die Plattformbetreiber substituiert. Nahezu jedes mobile Betriebssystem ist heutzutage in der Lage, sich an die individuellen Wünsche des Endanwenders anzupassen. Der Nutzer ist seither nicht mehr dazu gezwungen seine E- Mails über eine Portalseite abzurufen, sondern kann diese direkt auf seinem Endgerät empfangen. Gleiches gilt in diesem Zusammenhang auch für jegliche Informationsdienste, welche komfortabel als Anwendungen direkt auf der Betriebssystemoberfläche eingebunden werden können. Der Nutzer erschafft sich somit seine eigene, völlig individuelle Portalumgebung, die seinen Interessen entspricht. Diesbezüglich muss die Eingliederung der Portale innerhalb der Wertschöpfungskette hinterfragt werden. Zwar bedienen sich browserbasierte Portale unterschiedlichster Anwendungen, um ihr Angebot für den Endverbraucher attraktiv zu machen, anderseits können heutzutage aber auch Anwendungen als Portale fungieren. Als Beispiel hierfür kann die Applikation FLIPBOARD angeführt werden, welche ein personalisiertes Portal anhand präferierter Inhaltsanbieter für den Endanwender generiert.

2.4 Technische Rahmenbedingungen

Die Grundlage für erfolgreiche Mobile Business Anwendungen sind die technologischen Fortschritte im Bereich der Mobilfunknetze. Erst durch die Standardisierung von Übertragungsverfahren, können globale Funknetzwerke ökonomisch betrieben werden. Derzeit wird in Deutschland das Mobilfunknetz der vierten Generation flächendeckend aufgebaut. Dieses Kapitel vermittelt das Hintergrundwissen, welches im Verlauf der vorliegenden Arbeit benötigt wird. Für eine eingehendere wissenschaftliche Auseinandersetzung wird die Veröffentlichung von SAUTER empfohlen48. Im Folgenden werden die relevanten Generationsstufen beziehungsweise Übertragungsstandards näher beschrieben.

Das GSM-Netz (Global System for Mobile Communication) ist als erstes, flächendeckendes Mobilfunknetz zu bezeichnen. Zwar wurde bereits 1958 das analoge A-Netz von der Deutschen Bundespost in Betrieb genommen, jedoch bezog sich dieses lediglich auf den deutschen Raum und war auf circa 10.000 Teilnehmer begrenzt49. Demzufolge ist das GSM-Netz zur zweiten Generation (2G) der Mobilfunknetze zu zählen. Neben der reinen Sprachtelefonie konnten in diesem Netz erstmals Daten versendet beziehungsweise empfangen werden. Mit einer maximalen Übertragungsgeschwindigkeit von lediglich 9,6 Kilobit pro Sekunde sind multimediale Dienstleistungen aber nahezu ausgeschlossen50. Trotz dieser Voraussetzung wurde bereits in diesem Zeitpunkt das erste Protokoll (WAP, Wireless Application Protocol) entwickelt, welches einen mobilen Zugriff auf das Internet ermöglicht. Aus technischer Sicht konnte eine Abrechnung nur anhand der Verbindungsdauer erfolgen, sodass ein Internetzugriff mit hohen Kosten verbunden war. Diese Problematik wurde durch die Einführung des GPRS (General Packet Radio Service) Übertragungsverfahren behoben, welches paketorientiert arbeitet. Seither können die Kosten anhand des übertragenen Datenvolumens berechnet werden. Ein mobiles Endgerät kann daher dauerhaft mit dem Internet verbunden sein, ohne zwangsläufig Kosten zu verursachen51.

Mit der Einführung von UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) wurde im Jahr 2004 die dritte Generation von Mobilfunknetzen in Betrieb genommen52. Durch eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 2 Megabit pro Sekunde bietet dieser Standard erstmals die Möglichkeit, auch datenintensive Anwendungen für den mobilen Bereich zu realisieren53. Somit konnte nahezu die gleiche Geschwindigkeit garantiert werden, welche im stationären Bereich verfügbar war. Augenscheinlich gingen die Mobilfunkbetreiber davon aus, dass durch die Einführung von UMTS die stationäre Internetära beendet werden würde. Welchen Stellenwert der neue Standard für die Anbieter hat, zeigt das Lizenzierungsverfahren beeindruckend auf. Während einer mehrtägigen Auktionsphase sicherten sich die vier großen Netzbetreiber die benötigten Frequenzblöcke für umgerechnet 50 Milliarden Euro54. Das entspricht einer finanziellen Aufwendung von 610 Euro pro Bundesbürger55. Ob diese hohen Investitionskosten aus betriebswirtschaftlicher Sicht gerechtfertigt sind, ist stark zu bezweifeln56.

Das Übertragungsverfahren LTE (Long Term Evolution) zählt zur vierten Generation der Mobilfunknetze. Der Standard liefert eine maximale Geschwindigkeit von 300 Megabit pro Sekunde57. Dieser Wert muss jedoch relativiert werden. Einerseits handelt es sich um eine theoretische Annahme, andererseits beziehen sich diese Angaben ausschließlich auf die Maximalleistung der Funkzelle. Demnach sinkt die Übertragungsgeschwindigkeit für den Endverbraucher, je mehr Nutzer auf die Funkzelle zugreifen. Bereits im Jahr 2010 starteten einige Netzanbieter mit dem Aufbau der Infrastruktur. Diesbezüglich stellte die Bundesnetzagentur die Forderung, dass bisher schlecht versorgte Gebiete vorrangig an das neue Netz angeschlossen werden müssen. Bis zum Jahr 2014 sollen circa 95 Prozent der ländlichen Bereiche infolgedessen über einen mobilen Breitbandanschluss verfügen.58

2.5 Endgeräte

Das weltweite Datennetz kann schon lange nicht mehr auf die stationäre Nutzung reduziert werden. Zu vielfältig sind die Entwicklungen im Bereich der mobilen Endgeräte, welche eine Verbindung mit dem Internet ermöglichen. Bereits 2001 konstatierte ZOBEL in diesem Zusammenhang: „Ü ber mobile Geräte kann man also schon heute eine gr öß ere Anzahl an potentieller Kunden erreichen alsüber das konventionelle Internet oder demnächst das Fernsehen. “ 59 Prinzipiell kann diese Aussage durchaus bestätigt werden, wobei es sich ausschließlich um eine mathematische Hochrechnung handelt. Zudem wurden nur die wenigsten Endgeräte dazu genutzt, um mobil auf Informationsinhalte aus dem Internet zuzugreifen. Dieser Umstand ist auf die damaligen technischen Rahmenbedingungen zurückzuführen. Durch das verbindungorientierte Abrechnungsmodell war der mobile Internetzugang noch weit vom Massenmarkt entfernt [vgl. Kapitel 2.4].

Erst die Möglichkeit, die Kosten anhand des übertragenen Volumens zu berechnen, verhalf dem mobilen Internetzugriff zu seinem heutigen Erfolg. Datenflatrates gehören seither zum Standardsortiment eines jeden Mobilfunkanbieters. Welche Bedeutung die mobile Nutzung zukünftig spielen wird, stellen die Analysten von MORGAN STANLEY in ihrem MOBILE INTERNET REPORT beeindruckend dar. Bis zum Jahr 2015 werden demnach mehr mobile Endgeräte als stationäre Rechner mit dem Internet verbunden sein60. „ Der mobile digitale Mensch von morgen wird sich nicht mehr bewusst mit dem Internet verbinden, sondern er wird wie selbstverständlich immer undüberall im Internet sein. “ 61

Für den mobilen Internetzugriff sind entsprechend hochleistungsfähige Endgeräte notwendig. Angesichts der Zielsetzung der vorliegenden Arbeit, können Smartphones sowie Tablet-PCs zu diesem Bereich gezählt werden. Diese haben sich am Markt etabliert und werden auch zukünftig von entscheidender Bedeutung sein. Neben dem technischen Funktionsumfang wird im Folgenden ebenfalls das Nutzungsverhalten dieser Geräte eingehender betrachtet.

2.5.1 Smartphones

Zu Beginn dieses Jahrtausends wurden die Endgeräte noch in die Bereiche Mobiltelefon und PDA (Personal Digital Assistant) untergliedert. Die Kategorisierung erfolgte in diesem Zusammenhang primär am Nutzen des jeweiligen Endgerätes. Mobilfunktelefone dienten demnach zur ortsunabhängigen Kommunikation. PDAs unterstützen den Nutzer bei der Organisation seiner alltäglichen Aufgaben. Diese Differenzierung wurde durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der mobilen Endgeräte nahezu aufgehoben. Mobiltelefone sind heutzutage digitale Alleskönner. Vielmehr muss eine Unterscheidung anhand des Funktionsumfanges vorgenommen werden. Diesbezüglich hat sich neben dem klassischen Handy das sogenannte Smartphone am Markt etabliert. GARTNER definiert den neuen Gerätetypus wie folgt:

“ A large-screen, voice-centric handheld device designed to offer complete phone functions while simultaneously functioning as a personal digital assistant (PDA). ” 62

Diese Begriffsdetermination ist aus heutiger Sicht relativ unscharf. Einzig das größere Display könnte ein Abgrenzungsmerkmal gegenüber dem klassischen Handy darstellen. Smartphones sind jedoch weitaus mehr als reine Kommunikationsgeräte, welche zudem über einen Kalender verfügen. Vielmehr handelt es sich hierbei um leistungsstarke Rechensysteme. Diese wurden im Wesentlichen für die intensive mobile Internetnutzung entworfen und bieten dem Nutzer die Möglichkeit, anhand individueller Vorlieben Anwendungen zu installieren63. Angesichts dessen können die Smartphone- Verkaufszahlen als eindeutiger Indikator für die Akzeptanz von mobilen Dienstleistungen beziehungsweise Produkten angesehen werden. Diesbezüglich prognostiziert der Branchenverband BITKOM für das Jahr 2012 einen erheblichen Zuwachs. Erstmals werden demnach mehr Smartphones (15,9 Millionen) als klassische Handys (13 Millionen) auf dem deutschen Markt abgesetzt.64

2.5.1.1 Funktionen

Bei herkömmlichen Mobilfunktelefonen stand die qualitative Übermittlung von Sprachinformationen im Mittelpunkt der Entwicklung. Die Forschung konzentrierte sich damals nahezu ausschließlich auf die physikalische Minimierung der benötigten Hardware, sodass die Gerätegröße als Alleinstellungsmerkmal seitens der Hersteller angeführt wurde. Dieser Trend hat sich seit der Einführung des IPHONES durch APPLE gewendet. Heutzutage entscheidet eine einfache und benutzerfreundliche Oberfläche über den Erfolg eines Endgerätes65. Zusätzlich muss eine Vielzahl an Anwendungen vorhanden sein, um den individuellen Wünschen des Endanwenders gerecht zu werden. Diesbezüglich schufen die Plattform-Betreiber offene Entwicklungsumgebungen, welche sich das Kreativitätspotenzial der Community zunutze machen [vgl. Kapitel 2.3.4]. Seither werden täglich unzählige Anwendungen entwickelt, welche allesamt auf die Funktionen eines Smartphones abgestimmt sind.

Als Hauptmerkmal kann an dieser Stelle die Online-Connectivity angeführt werden. Die dauerhafte Verbindung zum Internet ist eine elementare Forderung, um überhaupt in diesem Zusammenhang von einem Smartphone zu sprechen. Diesbezüglich müssen nicht alle Ressourcen vollständig auf dem mobilen Endgerät installiert sein, sondern können bedarfsorientiert über die mobile Datenleitung nachgeladen werden.

Weiterhin ist die Gestensteuerung ein wesentliches Funktionsmerkmal der heutigen Smartphone-Generation. Diese neuartige Eingabeform ermöglicht eine intuitive Bedienung und erschließt neue Benutzergruppen, welche bisher durch die Komplexität von mobilen Endgeräten überfordert wurden.

Einen weiteren entscheidenden Einflussfaktor stellt die implementierte Sensorik dar. Durch Ortungssysteme und Lagesensoren können umfeldspezifische Variablen ermittelt werden. Hieraus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten zur Personalisierung von Informationen, welche einen tatsächlichen Mehrwert für den Endanwender schaffen.66

2.5.1.2 Nutzungsverhalten

Ein Leben ohne Handys ist heutzutage nahezu unvorstellbar. Die unverzichtbaren Wegbegleiter haben sich im Laufe der Jahre zu den intimsten elektronischen Endgeräten entwickelt. 75 Prozent aller Handybesitzer verlassen ihr Haus nicht ohne mobiles Endgerät und 42 Prozent haben es sogar nachts immer in Reichweite67. Einzig die Generation 50plus kann sich größtenteils weiterhin ein Leben ohne die mobile Kommunikation vorstellen68. Dieser Umstand ist keineswegs verwunderlich, denn diese Altersgruppe lebte in einer Welt, welche nicht von mobilen Endgeräten und der damit verbunden Allgegenwärtigkeit von Informations- und Kommunikationssystemen geprägt war. Ein ähnliches Bild spiegelt sich bei der mobilen Internetnutzung wider. Laut der MOBILE WEB WATCH Studie, des Beratungsunternehmens ACCENTURE, greifen 28 Prozent aller deutschen Handybesitzer mithilfe ihres mobilen Endgerätes auf das Internet zu69. Speziell die werberelevante Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen nutzt bereits heute das mobile Internet intensiv. Diesbezüglich sind 58 Prozent mindestens einmal täglich mit ihrem Smartphone im weltweiten Datennetz unterwegs. Komplementär hierzu ist das Nutzungsverhalten der Generation 50plus anzusehen. Jeder Zweite verfügt nicht einmal über ein entsprechendes Endgerät und lediglich 15 Prozent greifen mobil auf das Internet zu70. Die Studie MOBILE EFFECTS der TOMORROW FOCUS AG ermittelte in diesem Zusammenhang die Intensität der Nutzung. Demzufolge verbringen circa 60 Prozent aller Befragten täglich mehr als 20 Minuten im mobilen Internet. Hierbei ist zu beachten, dass ein Großteil der Nutzungsdauer auf die sogenannte » Drive-Time « entfällt71. Diese Erkenntnis wird auch von anderen Studien belegt, wonach 82 Prozent das mobile Internet zur Überbrückung von Leerlauf- beziehungsweise Wartezeiten verwenden72. Somit wird das mobile Internet zwar häufig, jedoch eher kurzweilig zur Informationsbeschaffung verwendet, sodass langfristige Konsumzeiten nahezu ausgeschlossen sind.

2.5.2 Tablet-PCs

Im Laufe der vergangenen Jahre etablierte sich die neue Geräteklasse der Tablet-PCs. Diese flachen und zugleich tragbaren Geräte, zeichnen sich durch ihre intuitive Bedienung aus. Zwar wurde der erste Tablet-PC bereits im Jahr 2001 von MICROSOFT veröffentlicht, jedoch konnte sich diese Produktvariante nicht am Markt durchsetzen. Dieser Schritt blieb wiederum dem Unternehmen APPLE vorbehalten, welches am 28. Mai 2010 ihre Interpretation eines Tablet-PCs auf den Markt brachte.

Das IPAD schaffte es, durch die bereits aus dem Smartphone-Bereich bekannte Gestensteuerung, ein völlig neues Nutzungserlebnis zu schaffen73. Der Tablet-PC sollte aber keinesfalls den stationären Rechner ersetzen. Vielmehr wurde ein direkter Angriff auf die bis dato weit verbreiteten Netbooks gestartet74. Somit besetzten die Tablet-PCs einen Nischenmarkt, welcher auf die Bequemlichkeit der Nutzer zurückzuführen ist. Netbooks zeichneten sich durch ihre schnelle Einsatzbereitschaft sowie ihr geringes Gewicht aus. Daher wurden diese Geräte vorwiegend dann zum Surfen im Internet verwendet, wenn der Gang zum stationären Rechner als zu umständlich eingestuft wurde. APPLE machte sich dieses Bedürfnis nach Bequemlichkeit zunutze und stellte dem Endanwender eine benutzerfreundliche sowie verständliche Oberfläche zur Verfügung. Seither können Informationen beziehungsweise multimediale Inhalte zeitnahe aus dem Internet abgerufen werden.

Funktional betrachtet sind Tablet-PC eng mit den Smartphones verwandt. Einzig die Möglichkeit zur klassischen Telekommunikation wird von diesen mobilen Endgeräten bisher nicht unterstützt. Hierfür existieren jedoch bereits entsprechende Anwendungen, wie beispielweise SKYPE, welche die Internettelefonie auch im Bereich der Tablet-PCs ermöglichen. Der anhaltende Erfolg der Tablet-PCs, spiegelt sich auch in den positiven Prognosen für das Jahr 2012 wider. Demnach sagen die Analysten des Branchenverbandes BITKOM eine Absatzsteigerung von 29 Prozent auf 2,7 Millionen Geräte voraus. Zudem sollen bereits in zwei Jahren, gemessen an der Stückzahl, die Tablet-PCs circa 16 Prozent des gesamten PC-Marktes ausmachen75.

2.5.2.1 Funktionen

Bei der Entwicklung der Tablet-PCs dienten die Erkenntnisse aus dem SmartphoneBereich als technologische Basis. Demzufolge finden sich nahezu alle Funktionalitäten auch bei dieser Geräteklasse wieder [vgl. Kapitel 2.5.1.1] 76. Die Entwickler-Community kann daher eine gemeinsame Datenbasis verwenden, um Smartphone beziehungsweise Tablet-PC Applikationen zu realisieren.

Eine intuitive Bedienungsoberfläche ist das entscheidende Abgrenzungsmerkmal gegenüber den herkömmlichen Net- beziehungsweise Notebooks. Diesbezüglich kann anhand der Abmessungen bereits eine klare Unterscheidung erfolgen. Typischerweise verfügen die Tablet-PCs über eine Bildschirmdiagonale von sieben bis zehn Zoll. Das Display wiederum liefert eine gestochen scharfe Auflösung, sodass auch das Lesen ausführlicherer Texte ermöglicht wird. Somit sind Tablet-PCs für einen längeren Medienkonsum konzipiert, was sich deutlich auf die Nutzungsdauer auswirkt77.

Um einen angenehmen Medienkonsum zu gewährleisten, werden hochleistungsfähige Prozessoren verwendet. Zusätzlich wird mithilfe des großen Arbeitsspeichers, die Rechengeschwindigkeit deutlich erhöht. Hierdurch können ansprechende multimediale Anwendungen entwickelt werden, welche das Gerätepotenzial ausreizen.

Der mobile Charakter spiegelt sich ebenfalls in den vorhandenen Peripherieschnittstellen wider. Keines der marktfähigen Endgeräte verfügt über die Möglichkeit, einen kabelgebundenen Zugang zum Internet einzurichten. Vielmehr ist der Endanwender dazu verpflichtet, seinen Tablet-PC via WLAN (Wireless Local Area Network) oder Mobilfunk mit dem weltweiten Datennetz zu verbinden. Demzufolge kann ein Tablet-PC kaum als stationärer Rechner angesehen werden.

Letztlich muss an dieser Stelle die Anwendungsdistribution näher betrachtet werden. Neben dem Betriebssystem von APPLE hat sich ebenfalls GOOGLE durch ANDROID auf dem Tablet-Markt etabliert. Infolgedessen werden keine optischen Datenträger mehr benötigt, welche bislang für die Installation von Applikationen vorgesehen waren. Somit entfällt der bis dato übliche physische Besitz einer Software.

[...]


1 Vgl. Breunig, Christian (2004): Online-Werbemarkt in Deutschland 2001 bis 2004, in Media Perspektive Nr. 8, 2004, S. 397.

2 Vgl. Breyer-Mayländer, Thomas et al. (2003): Handbuch der Medienbetriebslehre. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag. S. 100f.

3 Vgl. Röper, Horst (2012): Zeitungsmarkt 2012: Konzentration erreicht Höchstwert, in Media Perspektive Nr. 5, 2012, S. 270.

4 Vgl. Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (2007): Magazine sehen große Chancen im Web 2.0. URL: http://www.vdz.de/pz-online.de/pages/article/2953.html. Stand: 18.08.2012.

5 Picot, Arnold; Neuburger Rahild (2002): Mobile Business - Erfolgsfaktoren und Voraussetzungen, in: Mobile Kommunikation. Wertschöpfung, Technologien, neue Dienste, hrsg. v. Reichwald, Ralf, Wiesbaden: Gabler Verlag, S. 57.

6 Zobel, Jörg (2001): Mobile Business und M-Commerce - Die Märkte der Zukunft erobern. München: Hanser Fachbuch, S. 3.

7 Wirtz, Bernd (2001): Electronic Business. Wiesbaden: Gabler Verlag, S. 45.

8 Vgl. Gerpott, Thorsten (2001): Wettbewerbsstrategische Gestaltungsfelder für Mobilfunkbetreiber auf Mobile Business Märkten, in: Information Management & Consulting 16, S. 36f.

9 Reichwald, Ralf; Meier, Roland; Fremuth, Natalie (2002): Die mobile Ökonomie - Definition und Spezifika, in: Mobile Kommunikation. Wertschöpfung, Technologien, neue Dienste, hrsg. v. Reichwald, Ralf, Wiesbaden: Gabler Verlag, S. 8.

10 Wirtz (2001): S. 45 und Gerpott (2001): S. 51.

11 Vgl. Königstorfer, Jörg (2008): Akzeptanz von technologischen Innovationen: Nutzungsentscheidungen von Konsumenten dargestellt am Beispiel von mobilen Internetdiensten. Wiesbaden: Gabler Verlag, S. 6.

12 Steimer, Fritz; Maier, Iris; Spinner, Mike (2001): mCommerce. Einsatz und Anwendung von portablen Geräten für mobilen eCommerce. München: Addison-Wesley, S. 10.

13 Broeckelmann, Philipp (2010): Konsumentenentscheidungen im Mobile Commerce: Eine empirische Untersuchung des Einflusses von mobilen Services auf das Kaufverhalten. Wiesbaden: Gabler Verlag, S. 13.

14 Buse, Stephan; Tiwari, Rajnish (2008): Perspektiven des Mobile Commerce in Deutschland: Grundlagen, Strategien, Kundenakzeptanz, Erfolgsfaktoren. Aachen: Shaker Verlag, S. 34.

15 Unter wirtschliche Güter sind neben materiellen auch immaterielle Güter zu verstehen

16 Buse (2008): S. 35.

17 Vgl. Michl, Bernhard (2011): Chancen und Risiken von Mobile ERP, in: Innovation durch Smartphone & Co: Die neuen Geschäftspotenziale mobiler Endgeräte, hrsg. v. Amberg, Michael; Lang, Michael, Düsseldorf: Symposion Publishing, S. 78.

18 Vgl. Zobel (2001): S. 44.

19 Vgl. Cezanne, Wolfgang (2005): Allgemeine Volkswirtschaftslehre. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag, S. 156.

20 Vgl. Zobel (2001): S. 45ff.

21 Ebd.: S. 47.

22 Vgl. Lalwani, Dhwani et al. (2010): Mobile Marketing durch Markenallianzen stärken: Eine empirische Studie zur Identifikation von Erfolgsdeterminanten. Köln: Josef Eul Verlag, S. 39.

23 Vgl. Zobel (2001): S. 54ff.

24 Vgl. Steimel, Bernhard et al. (2008): Praxisleitfaden MOBILE MARKETING. Bad Homburg: STRATECO GmbH & Co. KG, S. 26.

25 Vgl. Sjurts, Insa (2010): Gabler Lexikon Medienwirtschaft. Wiesbaden: Gabler Verlag, S. 243.

26 Vgl. Scheer, Wilhelm-August et al. (2001): Mobile Business und die Auswirkung auf Geschäftsmodelle in Unternehmen - Das mobile Unternehmen, in: Die eTransformation beginnt!. Lessons Learned - Branchenperspektiven - Hybrid Economy - M-Business, hrsg. v. Scheer, WilhelmAugust, Heidelberg: Physica-Verlag, S. 337 und Zobel (2001): S. 54.

27 Scheer nutzt den Begriff „persönlicher“ anstelle von „interessenspezifisch“

28 Vgl. Kuszpa, A. Maciej (2005): Entwicklungstrends von Mobile Learning: Ergebnisse einer Expertenbefragung im Bildungssektor, in: Perspektiven des Mobile Business: Wissenschaft und Praxis im Dialog, hrsg. v. Stucky, Wolfried et al., Wiesbaden: Deutscher Universitätsverlag, S. 2.

29 Vgl. Lehner, Franz (2003): Mobile und drahtlose Informationssysteme: Technologien, Anwendungen, Märkte. Berlin: Springer Verlag, S. 13.

30 Vgl. Srivastava, Laura (2006): Handymanie, mobile Sitten, in: Daumenkultur: Das Mobiltelefon in der Gesellschaft, hrsg. v. Glotz, Peter et al., Bielefeld: Transcript, S. 235.

31 Vgl. The Nielsen Company (2010): The Increasingly Connected Consumer: Connected Devices. S. 2.

32 Vgl. Mayer, Ansgar (2012): App-Economy: Millardenmarkt Mobile Business. München: miWirtschaftsbuch, S. 30.

33 Vgl. Bauer, H. Hans et al. (2008): Erfolgreiches Marketing im Mobilfunknetz, in: Erfolgsfaktoren des Mobile Marketing, hrsg. v. Bauer, H. Hans et al., Berlin: Springer Verlag, S. 111.

34 Scheer, August-Wilhelm et al. (2002): Das mobile Unternehmen, in: Mobile Commerce. Grundlagen, Geschäftsmodelle, Erfolgsfaktoren, hrsg. v. Silberer, Günter et al., Wiesbaden: Gabler Verlag, S. 92.

35 Zobel (2001): S. 123.

36 Vgl. Lang, Helmut (2009): Neue Theorie des Management: Bewähren sich die Managementtheorien in der Finanzkrise? Bremen: Europäischer Hochschulverlag, S. 58f.

37 Vgl. Gaida, Klemens (2011): Gründen 2.0: Erfolgreiche Business-Inkubation mit neuen Internet-Tools. Wiesbaden: Gabler Verlag, S. 61.

38 Vgl. Fröschle, Hans-Peter (2002): Wertschöpfung im M-Business, in: Handbuch für die Telekommunikation, hrsg. v. Jung, Volker; Warnecke, Hans-Jürgen, Berlin: Springer Verlag, S. 6-20.

39 Vgl. Zobel (2001): S. 123ff.

40 Die Kosten für den Netzbetrieb werden vom eigentlichen Netzbetreiber getragen

41 Vgl. Zobel (2001): S. 128.

42 Ebd.: S. 129.

43 Vgl. Fröschle (2002): 6-20f.

44 2007 wurde die 1. Generation des iPhones durch Apple eingeführt

45 Vgl. Schlicker, Michael et al. (2010): Das INTERACTIVE-Serviceportal, in: Hybride Wertschöpfung: Mobile Anwendungssysteme für effiziente Dienstleistungsprozesse im technischen Kundendienst, hrsg. v. Thomas, Oliver et al., Berlin: Springer Verlag, S. 238.

46 Die Betreiber konnten die Startseite des internen Browsers selbst definieren

47 Vgl. Großmann, Martina et al. (2005): Unternehmensportale: Grundlagen, Architekturen, Technologien. Berlin: Springer Verlag, S. 29f.

48 Sauter, Michael (2010): Grundkurs Mobile Kommunikationssysteme: UMTS, HSDPA und LTE, GSM, GPRS und Wireless LAN. Wiesbaden: Vieweg+Teubner Verlag.

49 Vgl. Mutschler, Bela et al. (2004): Mobile Datenbanksysteme: Architektur, Implementierung, Konzepte. Berlin: Springer Verlag, S. 25.

50 Vgl. Sauter (2010): S. 96.

51 Vgl. Ebd.: S. 138.

52 Vgl. Alby, Tom (2008): Das mobile Web. München: Carl Hanser Verlag. S. 63.

53 Vgl. Lehner, Franz (2003): S. 349.

54 Vgl. Alby (2008): S. 24.

55 Vgl. Kruse, Jörn (2003): Entwicklung des Mobilfunk-Wettbewerbs und Regulierungs-Perspektiven, in: Mobilfunk zwischen Wettbewerb und Regulierung, hrsg. v. Kruse, Jörn; Haucap, Justus, München: Verlag Reinhard Fischer, S. 20.

56 Vgl. Brauner, Josef (2002): Breitbandtechnik in Deutschland, in: Deutschland online: Standortwettbewerb im Informationszeitalter - Projekte und Strategien für den Sprung an die Spitze, hrsg. v. Staudt, Erwin, Berlin: Springer Verlag, S. 76.

57 Vgl. Euler, Matthias et al. (2011): Treiber und Hemmnisse für mobile Business-Apps, in: Smart Mobile Apps - Mit Business-Apps ins Zeitalter mobiler Geschäftsprozesse, hrsg. v. Verclas, Stephan et al., Berlin: Springer Verlag, S. 109.

58 Vgl. Euler, Matthias et al. (2011): S. 109f.

59 Zobel (2001): S. 14.

60 Vgl. Morgan Stanley (2009): The Mobile Internet Report. Key Themes. S. 24.

61 Wolf, Malthe et al. (2012): Mobil - interaktiv - sozial: Der digitale Mensch von morgen - „always in touch“?, in: Smart Mobile Apps - Mit Business-Apps ins Zeitalter mobiler Geschäftsprozesse, hrsg. v. Verclas, Stephan; Linnhoff-Popien, Claudia, Berlin: Springer Verlag, S. 544.

62 Nagele, Philipp (2008): Übersicht über Smartphoneverkaufszahlen für Q2/2008. URL: http://www.mobile-zeitgeist.com/2008/09/10/uebersicht-ueber-smartphoneverkaufszahlen-fuer- q22008/. Stand: 28.05.2012.

63 Vgl. Maryschok, Markus et al. (2011): Innovativer Einsatz von Smartphones im Gesundheitswesen, in: Innovation durch Smartphone & Co: Die neuen Geschäftspotenziale mobiler Endgeräte, hrsg. v. Amberg, Michael; Lang, Michael, Düsseldorf: Symposion Publishing, S. 308.

64 Vgl. Klusmann, Bernd (2012): Zeitenwende auf dem Handy-Markt. URL: http://www.bitkom.org/de/presse/8477_71243.aspx. Stand: 28.05.2012.

65 Vgl. A. Zeidler et al. (2011): Mobile Apps für industrielle Anwendungen am Beispiel von Siemens, in: Smart Mobile Apps - Mit Business-Apps ins Zeitalter mobiler Geschäftsprozesse, hrsg. v. Verclas, Stephan et al., Berlin: Springer Verlag, S. 62.

66 Vgl. Sirtl, Holger et al. (2011): Smart Apps aus der Wolke - Das Beste aus beiden Welten, in: Smart

Mobile Apps - Mit Business-Apps ins Zeitalter mobiler Geschäftsprozesse, hrsg. v. Verclas, Stephan et al., Berlin: Springer Verlag, S. 370.

67 Vgl. TNS Infratest et al. (2012): GO SMART 2012 - Always-in-Touch: Studie zur SmartphoneNutzung 2012. S. 4.

68 Vgl. Bertsch, Marcel et al. (2011): Informationsverhalten und -management, in: Netzgesellschaft - Eine repräsentative Untersuchung zur Mediennutzung und dem Informationsverhalten der Gesellschaft in Deutschland, hrsg. v. Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V., Berlin: BITKOM, S. 36.

69 Vgl. Accenture (2011): Mobile Web Watch 2011. Die Chancen der mobilen Evolution. S. 9.

70 Vgl. Ebd.: S. 9.

71 Vgl. TOMORROW FOCUS Media (2011a): Mobile Effects 2011. S. 24f.

72 Vgl. TNS Infratest et al. (2012): S. 8.

73 Vgl. Oelmaier, Florian et al. (2010): Apple's iPad im Enterprise-Einsatz. Berlin: Springer Verlag. S. 13.

74 Pols, Axel (2011): Tablet Computer erobern den Massenmarkt. URL: http://www.bitkom.org/70902_70631.aspx. Stand: 29.05.2012.

75 Vgl. Ebd.

76 Die herkömmliche Telekommunikation ist hiervon ausgenommen

77 Vgl. TOMORROW FOCUS Media (2011b): The Digital Day - Mediennutzung 2011. S. 4f.

Ende der Leseprobe aus 126 Seiten

Details

Titel
Die Potenziale von Mobile Business in Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen
Hochschule
Hochschule Offenburg  (Medien und Informationswesen)
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
126
Katalognummer
V269047
ISBN (eBook)
9783668154469
ISBN (Buch)
9783668154476
Dateigröße
2536 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mobile Business, Medienmanagement, Zeitungsverlag, Zeitschriftenverlag, Verlagswesen, Mobile Direct Response Marketing, Mobile Permission Marketing, Mobile Advertising, Augmented Reality, Location-Based Services, Quick-Response-Code, Near-Field-Communication, Mobile Entertainment, Mobile Infotainment, Mobile Commerce
Arbeit zitieren
Kai Israel (Autor), 2012, Die Potenziale von Mobile Business in Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269047

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