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Zusammenschlüsse genossenschaftlich organisierter Kleinbanken: „Weiche Faktoren“

Title: Zusammenschlüsse genossenschaftlich organisierter Kleinbanken: „Weiche Faktoren“

Project Report , 2013 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sebastian Leopold (Author)

Business economics - General
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Mergers und Acquisitions sind fixe Bestandteile des Wirtschaftsgeschehens der heutigen Zeit. Karl Marx erkannte bereits Mitte des neunzehnten Jahrhunderts die Tendenz zum Zusammenschluss immer größerer Unternehmen. Gegenwärti schwanken Fusionen und Übernahmen zwar parallel zur Konjunktur, der langfristige Trend zeigt jedoch einen ungebrochenen Anstieg an Transaktionen. Der Finanzdienstleistungssektor ist eine besonders stark betroffene Branche dieser Entwicklung. In Österreich stellt sich die Situation laut Auskunft von Oberrevisor Schatz (Raiffeisenverband Steiermark) folgendermaßen dar: 1999 gab es in Österreich ca. 1000 Banken, welche sich bis heute auf unter 800 reduziert hat. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass eine große Fusionswelle im Bankensektor Österreichs erst bevorsteht. Österreich ist nach wie vor „overbanked“: Institute müssten, laut Hahn (WIFO Bankenexperte), Unternehmensgrößen erreichen, die ihnen ein effizientes Geschäftsmodell ermöglichten.
Im Rahmen der vorgeschlagenen Projektarbeit wird zuerst auf die einschlägige Literatur eingegangen, um einen ausführlichen theoretischen Hintergrund für das Thema zu erarbeiten. Hier wird neben einigen begrifflichen Klärungen vor allem darauf eingegangen, welche Situationen Fusionen begünstigen, in welchen Branchen diese häufiger vorkommen als in anderen und für welche Art von Unternehmen diese häufiger große strategische Relevanz haben. Ein Aspekt der für das in weiterer Folge dargestellte Fallbeispiel von besonderer Bedeutung ist, sind die Folgen einer Fusion für die betroffene Belegschaft. Hierbei wird insbesondere erörtert, an welchen Stellen es im Zuge einer Zusammenlegung leicht zu Konflikten kommen kann und welche Möglichkeiten dem Management offen stehen um diese zu vermeiden. Im Anschluss wird, um einen entsprechenden Hintergrund zu liefern, auf die Besonderheiten von genossenschaftlich geführten Unternehmen eingegangen. Im letzten Teil der Arbeit wird eine Fusion zweier (kleiner) Genossenschaftsbanken von Beginn bis Ende detailliert geschildert und mit den zuvor erarbeiteten theoretischen Inhalten in Verbindung gebracht. Die Illustration des Fallbeispiels soll insbesondere verdeutlichen, wie bestimmte Faktoren die theoretisch betrachtet gut ‚greifbar‘ wirken, in der Realität schnell eine eigene Dynamik entwickeln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

3. Einleitung

3.1. Ausgangslage

3.2. Aufbau und Hintergrund

4. Allgemeine Bedeutung von Fusionen und Übernahmen

4.1. Formen von Fusionen und Übernahmen

4.2. Phasen von Fusionen

4.3. Motive für Unternehmenstransaktionen

4.4. Synergien und Kostenvorteile als Ziele bei Zusammenschlüssen

5. Abhängigkeit des Erfolgs der Fusion von „weichen Faktoren“

5.1. Relevanz der „Weichen Faktoren“

5.2. Potentielle Unzufriedenheit seitens der Mitarbeiter

5.3. Das Verhalten der Mitarbeiter bei Informationsasymmetrien

6. Mitarbeitermotivation und –information am Beispiel fusionierender Kleinbanken

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die strategischen Motive und praktischen Herausforderungen bei Unternehmensfusionen im Bankensektor, mit besonderem Fokus auf die Bedeutung sogenannter „weicher Faktoren“ für den Erfolg von Integrationsprozessen in der Post-Merger-Phase.

  • Grundlagen von Fusionen und Übernahmen (M&A)
  • Die kritische Rolle der Unternehmenskultur und Kommunikation
  • Mitarbeitermotivation als Erfolgsfaktor bei Restrukturierungen
  • Herausforderungen bei Informationsasymmetrien und Veränderungsprozessen
  • Analyse eines Praxisbeispiels aus dem genossenschaftlichen Bankwesen

Auszug aus dem Buch

3.1. Ausgangslage

Mergers und Acquisitions sind fixe Bestandteile des Wirtschaftsgeschehens der heutigen Zeit. Karl Marx erkannte bereits Mitte des 19. Jahrhunderts die Tendenz zur Unternehmenskonzentration. Heute kann beobachtet werden, dass Fusionen und Übernahmen zwar parallel zur Konjunktur schwanken, der langfristige Trend jedoch einen ungebrochenen Anstieg an Transaktionen zeigt (vgl. Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, M & A Reports 2012: 1f.).

Der Finanzdienstleistungssektor ist eine hiervon besonders stark betroffene Branche. In Österreich ist die Situation laut Auskunft von Oberrevisor Erwin Schatz (Raiffeisenverband Steiermark) die Folgende: 1999 gab es in Österreich ca. 1000 Banken. Diese Zahl hat sich laut Herrn Schatz bis heute auf unter 800 reduziert. Hierzulande ist allerdings erst der Beginn einer großen Fusionswelle im Bankensektor zu sehen. Österreich ist nach wie vor „overbanked“. Die Institute müssten laut Franz R. Hahn (WIFO Bankenexperte) Unternehmensgrößen erreichen, die ihnen ein effizientes Geschäftsmodell ermöglichen. Ein solches spricht Hahn zum Beispiel der Kärntner Hypo Alpe Adria derzeit gänzlich ab, deren Schließung er im Interview mit der Kleinen Zeitung vom 27.12.2012 empfiehlt (vgl. Interview mit Franz R. Hahn in: Kleine Zeitung 2012: 10).

Die vorliegende Projektarbeit orientiert sich am praktischen Beispiel der Fusion des Arbeitgebers des Autors, der Raiffeisenbank Nestelbach-St.Marein-Laßnitzhöhe eGen, mit der Raiffeisenbank Eggersdorf bei Graz eGen. Beide Banken sind kleine, regional tätige Institute im „Speckgürtel“ östlich von Graz. Die Bilanzsummen der Banken betragen jeweils ca. € 140 Mio.. Das anrechenbare Eigenkapital beider Institute übersteigt in Anbetracht der risikorelevanten Aktiva das gesetzliche Erfordernis derzeit klar (Nestelbach-St.Marein-Laßnitzhöhe ca. € 26 Mio., Eggersdorf ca. € 17 Mio. anrechenbare Eigenmittel). Die Position des Autors im Unternehmen, in dem dieser seit September 2010 tätig ist, ist sehr vielfältig angelegt. Neben der vorrangigen Privatkundenbetreuung ist der Autor für Öffentlichkeitsarbeit, Vertriebsaktivitäten und Eventmanagement für die Gesamtbank hauptverantwortlich, (wenn die Zielgruppe unter 28 Jahren angesprochen wird ‚Raiffeisen-Club‘). Seit Beginn der Pre-Merger-Phase ist der Autor außerdem Projektleiter eines Integrationsteams, das sich im Rahmen der Fusion mit der nahtlosen Zusammenführung der Bereiche „Kassenführung“ und „Geldlogistik“ beschäftigt.

Zusammenfassung der Kapitel

3. Einleitung: Beschreibt die wirtschaftliche Relevanz von Fusionen und stellt das spezifische Praxisbeispiel einer Bankenfusion in Österreich vor.

4. Allgemeine Bedeutung von Fusionen und Übernahmen: Erläutert die theoretischen Grundlagen, Phasen sowie ökonomische Motive wie Skaleneffekte und Marktmacht.

5. Abhängigkeit des Erfolgs der Fusion von „weichen Faktoren“: Analysiert die entscheidende Rolle der Mitarbeiterbindung, Kommunikation und Unternehmenskultur für das Gelingen einer Fusion.

6. Mitarbeitermotivation und –information am Beispiel fusionierender Kleinbanken: Reflektiert die praktischen Auswirkungen der Fusion auf die Belegschaft und die Bedeutung paritätischer Projektteams.

7. Fazit: Fasst zusammen, dass eine Fusion über ökonomische Ziele hinaus eine realistische Vision und eine starke Berücksichtigung menschlicher Faktoren erfordert, um langfristig Mehrwerte zu schaffen.

Schlüsselwörter

Fusion, Übernahme, Bankwesen, Weiche Faktoren, Mitarbeitermotivation, Unternehmenskultur, Integrationsmanagement, M&A, Raiffeisenbank, Restrukturierung, Kostenreduktion, Informationsasymmetrie, Post-Merger-Phase, Synergien, Kundennutzen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Zusammenschlüssen im Bankensektor und untersucht dabei insbesondere, wie so genannte „weiche Faktoren“ den Erfolg dieser Transaktionen beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören M&A-Grundlagen, die betriebswirtschaftlichen Beweggründe für Fusionen sowie die psychologischen und sozialen Auswirkungen auf die Mitarbeiter in der Integrationsphase.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der Erfolg einer Fusion bei Kleinbanken nicht nur von harten ökonomischen Kennzahlen abhängt, sondern maßgeblich von einer gelungenen Mitarbeiterintegration und Kommunikation gesteuert wird.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit kombiniert eine fundierte theoretische Literaturanalyse zu M&A-Prozessen mit der qualitativen Analyse eines konkreten Praxisbeispiels aus dem beruflichen Umfeld des Autors.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in M&A-Prozesse und eine spezifische Analyse der „weichen Faktoren“ (wie Unternehmenskultur und psychologische Verträge) bei der Fusion zweier Regionalbanken.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Weiche Faktoren“, „Mitarbeiterintegration“, „Bankenfusion“ und „Unternehmenskultur“ geprägt.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur in dieser Untersuchung?

Die Unternehmenskultur wird als wesentlicher Erfolgsdeterminant identifiziert; eine Missachtung dieser Faktoren führt laut Autor häufig zu einer sinkenden Mitarbeitermotivation und gefährdet den gesamten Integrationsprozess.

Wie bewertet der Autor die Erfolgschancen des vorgestellten Praxisbeispiels?

Der Autor schätzt die Erfolgschancen positiv ein, weist jedoch darauf hin, dass die Integration erst nach Abschluss des gemeinsamen Kompetenzzentrums im Herbst 2014 für Kunden und Mitarbeiter einen spürbaren Mehrwert bieten wird.

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Details

Title
Zusammenschlüsse genossenschaftlich organisierter Kleinbanken: „Weiche Faktoren“
College
University of Applied Sciences Hamburg
Course
Projektarbeit im Hauptpraktikum
Grade
1,7
Author
Sebastian Leopold (Author)
Publication Year
2013
Pages
29
Catalog Number
V269129
ISBN (eBook)
9783656601777
ISBN (Book)
9783656601753
Language
German
Tags
Fusionen Übernahmen M&A Mergers Acquisitions Genossenschaftsbanken Kleinbanken Bankfusionen Raiffeisensektor Integration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Leopold (Author), 2013, Zusammenschlüsse genossenschaftlich organisierter Kleinbanken: „Weiche Faktoren“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269129
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