Der Begriff Marketing wurde erst in den sechziger Jahren im deutschsprachigen Raum genutzt. Er bezieht sich auf den Verkauf von hergestellten Waren an Bestands- und Neukunden, zu einem gerechtfertigten Preis, einhergehend mit einer gesamtkostendeckenden Gewinnerzielung. Die damalige Bezeichnung der Absatzwirtschaft aus den Nachkriegsjahren ist allerdings nicht mehr mit dem heutigen Marketingbegriff vergleichbar. Seit der Jahrtausendwende, den Entwicklungen in der Kommunikations- und Technologiebranche und der Datenvielfalt durch Facebook, Twitter und Co. entwickeln sich die Kunden weg von passiven Abnehmern, hin zu aktiven Marktteilnehmern. Informationen zu einzelnen Unternehmen, Dienstleistungen und Produkten sind heute jederzeit abrufbar. Das Internet als Datenquelle ist durch feste Internetzugänge und durch Mobilfunknetze überall nutzbar. Ob Zuhause, am Arbeitsplatz oder in Internetcafés. Mittels Wireless-LAN-Verbindungen am Bahnhof, in Geschäften oder Restaurants hat man heutzutage über Laptops, Tablet-PCs und Smartphones jederzeit die Möglichkeit auf das Internet zuzugreifen. Hinzu kommt, dass mit steigendem Einkommen pro Haushalt die Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins eines Internetzugangs wächst. Bei einem monatlichen Nettoeinkommen zwischen 3.600,00 EUR – 5.000,00 EUR besitzen deutsche Haushalte zu 89,2 % einen Internetzugang . Ein klares Signal für heutige Unternehmen, sich in diesem Bereich zu positionieren. In der folgenden Hausarbeit beschäftigen wir uns mit der Thematik wie diese Haushalte durch Marketingmaßnahmen erreicht werden können. Wir analysieren zunächst die ausgewählten Instrumente und aufgrund der aktuellen Präsenz wird das Thema Social-Media-Marketing intensiver betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Onlinemarketing?
3. Die Instrumente
3.1. Affiliate Marketing
3.2. Email-Marketing
3.3. Suchmaschinenmarketing
3.4. Onlinewerbung
3.5. Social Media Marketing
3.6. Online Public Relations
4. Kritische Würdigung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Analyse verschiedener Instrumente des Online-Marketings unter Berücksichtigung der zunehmenden Digitalisierung und Internetnutzung in deutschen Haushalten. Das primäre Ziel ist es, die Effektivität und Relevanz dieser Instrumente kritisch zu bewerten und die Möglichkeiten für Unternehmen aufzuzeigen, Kunden in der modernen digitalen Welt gezielt anzusprechen.
- Grundlegende Begriffsbestimmung und Definition des Online-Marketings
- Analyse der zentralen Instrumente (Affiliate, E-Mail, Suchmaschinen, Werbung, Social Media, PR)
- Kritische Würdigung der Bedeutung von Social-Media-Marketing
- Untersuchung von Erfolgsfaktoren und Messbarkeit im Marketing-Controlling
- Bewertung der veränderten Kundenrolle vom passiven Empfänger zum aktiven Marktteilnehmer
Auszug aus dem Buch
3.5. Social-Media-Marketing
Traditionelle Medien, wie Zeitschriften, Fernsehen oder Radio sind eindimensionale Verbreitungsmedien mit hohen Streuverlusten. Es gibt nur den Weg vom Unternehmen zum Konsumenten, ohne die Möglichkeit von direktem Feedback oder der Analyse, wie effizient diese Art der Werbung bei einzelnen Zielgruppen ist. Durch die Fortschritte in der heutigen Webtechnologie ist es möglich, dass Konsumenten ohne Kosten in den direkten Dialog miteinander und auch mit dem vertreibenden Unternehmen treten. Im Folgenden konzentrieren wir uns auf die sechs relevantesten Formen des Social-Media-Marketing, dem Blog und dem Microblog, die Sozialen Netzwerke, die Media-Sharing-Sites, das Social Bookmarking and Curation und Foren.
Unter einem Blog versteht man in der Umgangssprache ein „Internettagebuch“. Dort ist es möglich über ein Content Management System (CMS) einen Eintrag, also einen Post zu hinterlegen, der für jeden Besucher dieses Blogs sichtbar ist. Erstmals genutzt wurde diese Form im Jahr 1994 durch den Studenten Justin Hall, der über Videospiele und Gaming-Conventions berichtete. Relevant für Unternehmen ist diese Form der Social Media, da jede Person einen Erfahrungsbericht über die Nutzung des hergestellten Produktes oder der Dienstleistung einstellen kann. Auch im Intranet diverser Unternehmen ist diese Kommunikationsart bereits in Benutzung. In der Deutschen Apotheker- und Ärztebank beispielsweise bloggt der Vorstand über aktuelle Erlebnisse, wichtige Termine oder Hintergründe zu besonderen Entscheidungen, um somit die Mitarbeiter an den Entscheidungsprozessen und dem Alltag teilhaben zu lassen und eine breitere Akzeptanz zu generieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Marketingbegriffs und zeigt auf, wie das Internet und die technologische Vernetzung die Rolle des Kunden grundlegend gewandelt haben.
2. Was ist Onlinemarketing?: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene wissenschaftliche Ansätze und Definitionen des Onlinemarketings und grenzt die Begriffe Internet-Marketing und Onlinemarketing voneinander ab.
3. Die Instrumente: Es erfolgt eine detaillierte Betrachtung der wesentlichen Instrumente wie Affiliate Marketing, Email-Marketing, Suchmaschinenmarketing, Onlinewerbung, Social Media Marketing und Online Public Relations.
4. Kritische Würdigung: Der Schlussteil bewertet die Bedeutung der Internetpräsenz für Unternehmen und betont die Wichtigkeit von Marketing-Controlling sowie die Herausforderungen durch Reizüberflutung und potenzielle negative Resonanz.
Schlüsselwörter
Online-Marketing, Affiliate Marketing, Email-Marketing, Suchmaschinenmarketing, SEO, SEA, Onlinewerbung, Social-Media-Marketing, Blog, Microblogging, Online Public Relations, Marketing-Controlling, Konsumentenverhalten, E-Business, Tracking-Tools.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert kritisch die verschiedenen Instrumente des Online-Marketings und deren Einsatzmöglichkeiten für Unternehmen, um Kunden in einer digital vernetzten Welt effizient zu erreichen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Der Fokus liegt auf der Definition des Onlinemarketings, der detaillierten Vorstellung von Marketinginstrumenten sowie der kritischen Würdigung der Rolle von Social-Media-Marketing und der Bedeutung von Datenanalysen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen die veränderte, aktive Rolle der Internetnutzer durch gezielte Marketingmaßnahmen nutzen können, um den Geschäftserfolg nachhaltig zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen des Marketings mit aktuellen Statistiken und praktischen Beispielen aus der Unternehmenspraxis verknüpft.
Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Vorstellung spezifischer Online-Instrumente wie Affiliate, E-Mail-Marketing, SEO/SEA, Online-Werbung sowie verschiedene Formen der Social-Media-Interaktion.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Zentrale Begriffe sind Online-Marketing, Affiliate Marketing, SEO, Social-Media-Marketing, Marketing-Controlling und die Analyse des veränderten Kundenverhaltens im Web.
Warum wird Social-Media-Marketing in dieser Analyse intensiver betrachtet?
Aufgrund seiner aktuellen Präsenz und der direkten Interaktionsmöglichkeiten mit dem Kunden stellt Social-Media-Marketing ein besonders relevantes Instrument für moderne Unternehmen dar.
Welche Bedeutung hat das Marketing-Controlling laut dem Autor?
Der Autor betont, dass Analyse-Software zur Messung von Kundenbewegungen und Klicks für den Erfolg moderner Marketingkampagnen wichtiger ist als die bloße Nutzung der Instrumente selbst.
- Quote paper
- Christian Liebers (Author), 2014, Instrumente des Onlinemarketings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269158