Die südafrikanische Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC)

Prototyp zur Schaffung nationaler Identität durch Aufarbeitung von transnational justice


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013

54 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Entstehungsgeschichte der Truth and Recociliation Commission (TRC)

3. Begriffserläuterung zentraler Ausdrücke
3.1 Versöhnung, Vergebung und Wahrheit
3.2 Traumata
3.3 Opfer/Täterbegriff

4. Allgemeine Klärung des Terminus Wahrheits- und Versöhnungskommission

5. Ziele und Konzept der TRC und Forderungen an die TRC
5.1 Friedenskonsolidierung und transnational justice
5.2 Ubuntu als Hintergrund für die Zielsetzung der TRC
5.3 Konfliktlinien des ANC in Anbetracht des gerechten Krieges

6.Individueller Charakter und Besonderheiten der TRC

7. Autonomie der Kommission

8. Rolle der Medien

9.Struktur der Kommission
9.1 Personal der TRC
9.2 Das Komitee für Menschenrechtsverletzungen
9.3 Der Ausschuss für Reparation und Rehabilitation
9.4 Der Amnestierungsausschuss
9.5 Die Forschungsabteilung
9.6 Die Ermittlungsabteilung

10.Ergebnisse der Kommission
10.1 Inhalte des Abschlussberichts
11. Evaluierung der südafrikanischen Wahrheitskommission
11.1 Positive Aspekte
11.2 Kritik an der TRC
11.2.1 Keine Förderung der individuellen Versöhnung und
insuffiziente Wahrheiten für Individuen auf Opferseite
11.2.2 Fehlendes Gerechtigkeitsempfinden auf Opferseite
11.2.3 „Retraumatisierung“ der Opfer
11.2.4 Nichtbeachtung struktureller Defizite der Apartheid
11.2.5 Keine kollektive Identitätsstiftung
11.2.6 Ineffizienz der Kommission
11.2.7 Schwache Autonomie des Reparationsausschusses
11.2.8 Erbärmliches Schuldbewusstsein der Nationalen Partei
und der Täter
11.2.9 Ungerechtigkeit durch Amnestieprozess
11.2.10 Mangelnde Anteilnahme des African National Congress

12. Fazit und Ausblick

13. Literaturverzeichnis

1.Einleitung

Gesellschaften, die sich in politischen Übergangssituationen befinden, sind oftmals mit der Problematik der Entmachtung alter Institutionen und Ordnungen konfrontiert, welche auf eine Art und Weise durchgesetzt werden müssen, um ehemalige Eliten nicht dazu zu verleiten, ihre restliche Macht gegen den sich neu entwickelnden Demokratisierungsprozess zu verwenden. Es kann durchaus passieren, dass eine Gesellschaft, die ihrer schrecklichen Vergangenheit gegenübergestellt wird, derart schockiert von der aufgedeckten Wahrheit ist, dass die neuen Herrschaftsverhältnisse gefährdet sind.

Im Zuge der Demokratisierung in Südafrika, einem Land, welches jüngst von massiven Formen politischer Gewalt heimgesucht wurde, bestand das Bedürfnis nach der Bewältigung einer grausamen Vergangenheit. Kompromiss und Konsens sollten die jahrhundertelange Spaltung der Gesellschaft überwinden. Dies sollte mit Hilfe einer Wahrheitskommission geschehen, welche dazu dient, schwere Menschenrechtsverletzungen, die in einem bestimmten Zeitraum verübt wurden, zu erfassen, um dann Empfehlungen für zukünftige Reformen auszusprechen, um erneute Gewaltausbrüche zu verhindern. Mit Hilfe der südafrikanischen Wahrheitskommission hoffte man, einen politischen Wandel herbeizuführen und sich öffentlich mit den historischen Spannungen auseinanderzusetzen.

Statt den Prozessen nach Nürnberger Vorbild sollte den Tätern der Anreiz nach Amnestie in Aussicht gestellt werden, um sie dazu zu bewegen, die Wahrheit vor der Kommission zu bekennen. Die Aufarbeitung der Vergangenheit durch das Aufzeigen von Motiven, Perspektiven und Folgen von Menschenrechtsverletzungen, wurde als Kriterium für ein friedvolles und zukunftsorientiertes Zusammenleben, in welchem Rache- und Hassgedanken in den Hintergrund rücken, angeführt. Die südafrikanische Truth and Reconciliation Commission sah es vor, die Opfer wieder zu sich selbst finden zu lassen, um die Kontrolle über ihre individuelle Erinnerung zu erlangen.

Eine wichtige Grundlage für die Entstehung der TRC war die Forderung der Interim Constitution, in welcher die Notwendigkeit nationaler Versöhnung und der Regelung von Amnestien angeführt wird.

Diese Verfassung bemüht sich um eine historische Brücke zwischen der Vergangenheit einer zutiefst zerrissenen Gesellschaft ,die charakterisiert war durch Streit, Konflikte, ungezähltes Leiden und Ungerechtigkeit- und einer Zukunft, die basiert auf Menschenrechten, Demokratie und friedlicher Koexistez und der Entwicklung von Chancen für alle Südafrikanerinnen und Südafrikaner, unabhängig von ihrer Hautfarbe, Rasse, Klasse, ihrem Glauben oder Geschlecht. Das Streben nach nationaler Einheit, das Wohlergehen aller südafrikanischen Bürgerinnen und Bürger sowie der Frieden erfordern Versöhnung zwischen den Menschen Südafrikas und einen Umbau der Gesellschaft“.[1]

Dieses Zitat beschreibt den Kerngedanken der neuen Rechtsform, welche darauf bedacht war, die Menschenrechte zu achten und durch die öffentliche Auseinandersetzung mit den historischen Spannungen, einen politischen Wandel herbeizuführen. Diese neue Rechtsform stand einer riesigen Menge unaufgeklärter Verbrechen unter dem Apartheidregime gegenüber. In Südafrika teilte sich das Land in ehemalige Leidtragende der Apartheid und im Gegenzug dazu Profiteuren bzw. Befürwortern des alten Regimes.

Nun stellt sich die berechtigte Frage, wie eine gespaltene Gesellschaft, wie jene in Südafrika wieder in Frieden zusammenleben und die moralische politische Ordnung wiederhergestellt werden kann.

Die Problematik beginnt sich damit zu entfalten, wer überhaupt angeklagt werden soll und wer nicht bzw. wer die Entscheidungen darüber trifft und wie sich bestimmte ,,Täter" einem Verfahren entziehen können. Würde eine Festlegung, wer anzuklagen ist und wer nicht, den Gedanken der im Rechtsstaatsprinzip verankerten Gleichheit bei der Strafverfolgung nicht konteragieren? Wie geht man mit ehemaligen Staatsführen um? Wie kann man über das Unrecht der Vergangenheit richten und trotzdem zum Dialog einladen? Kann das Leid durch Geld ersetzt bzw. dem Leid ein „ monetärer Wert[2] gegeben werden? Inwiefern könnte man Opfer, die gefoltert, enteignet, oder deren Angehörige ermordet wurden angemessene Entschädigungen zukommen lassen?

Wo liegen institutionelle Stärken und Schwächen der Kommission, welche juristischen/ethischen Probleme sind entstanden? War die TRC lediglich ein Mittel zum Zweck einer politischen Kompromissbildung oder diente sie durchaus der Herstellung von nationaler Einheit? Ist es generell möglich, eine Identitätsgemeinschaft wiederherzustellen und die historische Wahrheit in kollektive Erinnerung münden zu lassen? Wie kann man das Ziel „ der Gerechtigkeit, der Verantwortung, der Stabilität, dem Frieden und der Versöhnung gleichermaßen gerecht zu werden[3] umsetzen?

Das Lesen und das direkte Mitgefühl für die Geschichten in den durchaus einfühlsamen TRC- Hearings des Buches von Chubb/van Dijk ließen mich lange über die TRC und ihre Wirksamkeit nachdenken, weshalb ich mich zum Verfassen dieser Arbeit entschloss.

In der vorliegenden Arbeit werde ich mich mit dem Konzept und der Struktur der südafrikanischen Wahrheits- und Versöhnungskommission beschäftigen und mich der Frage widmen, inwiefern und ob die südafrikanische Wahrheitskommission generell zur Friedenskonsolidierung und Wiederherstellung einer demokratischen Identitätsgemeinschaft durch kollektive Erinnerung und Aufarbeitung beitragen konnte.

Die Fragestellung besitzt insofern Relevanz, als dass sie den konkreten Versuch einer Bewertung der anfänglichen Euphorie zur Arbeit der Kommission kritisch reflektiert und zu ermitteln versucht, inwiefern und ob die südafrikanische Wahrheitskommission tatsächlich Ursachen aufklären und soziale Gerechtigkeit im Land herbeiführen konnte. Damit die Forschungsfrage präzise beantwortet werden kann, wird eine vielfältige Bandbreite an Literatur untersucht, um die Kommission aus unterschiedlichen Perspektiven systematisch beleuchten und zu soliden Schlussfolgerungen gelangen zu können.

Ein gewisses Maß an Basiswissen über die Zeit der Apartheid wird in dieser Hausarbeit vorausgesetzt, da ich nur kurz auf die Historie des Apartheidregimes eingehen kann.

Strukturell verlangt die Arbeit zunächst ein theoretisches Konstrukt, bestehend aus der Historie, die zum Beginn der TRC beigetragen hat, der Klärung von wesentlichen Termini, wie Versöhnung, Vergebung, Wahrheit, Trauma, Opfer, Täter und einer Erläuterung der Aufgaben und Ziele einer Wahrheitskommission. Außerdem bedarf es eine Klärung der institutionellen Rahmenbedingungen, welche das Vorhaben der Kommission theoretisch eingliedern, um letztendlich eine Antwort auf die vorangestellte Forschungsfrage finde zu können.

Anhand der Ergebnisse des Abschlussberichts wird die Rolle der TRC unter Anbetracht des Aspekts der Friedenskonsolidierung und des Ubuntubegriffs im gesamtstaatlichen Kontext reflektiert. Ergänzend wird auf die Besonderheiten und Unterschiede der südafrikanischen im Gegensatz zu anderen Wahrheitskommissionen eingegangen, um die spezifischen Merkmale der TRC deutlich zu machen.

Schlussendlich werden unter Anwendung genannter Fakten die Pro- und Contra Aspekte der TRC herausgefiltert und die Ergebnisse in Form eines Fazits resümiert, um ein Fundament für die Implementierung von Handlungsempfehlungen und Verbesserungsvorschriften bilden zu können.

2. Historischer Hintergrund für die Entstehung der TRC

Seit den Parlamentswahlen im Jahre 1948 herrschten in Südafrika Unruhen und ein Klima politischer Gewalt ohne jegliche Beachtung der Menschenrechte. In diesem Jahr gewann die „ Nasionale Party “ (NP) die Mehrheit im Abgeordnetenhaus. Das neue Konzept der „Apartheid“, welches die schwarze Bevölkerung bewusst ausgrenzte, bildete den neuen Umgang der Weißen mit der restlichen Bevölkerung, sowie gleichzeitig das Wahlprogramm der NP. Das ganze Volk wurde gnadenlos gesetzlich nach Rassen getrennt in Schwarze, Coloureds, Asiaten und letztendlich den Weißen, welche als einzige Rasse das Wahlrecht besaßen. Ebendiese ethnischen Gruppen sollten fortan nach Rassen kategorisiert werden.

Insgesamt wurden ca. 3,5 Millionen Menschen in sogenannte „homelands“ umgesiedelt. Das Ziel dieser „homelands“ war die schrittweise Ausbürgerung der schwarzen Bevölkerung, welche keinerlei Rechte besaß, sondern vielmehr unter staatlichen Repressalien und eklatanter wirtschaftlicher Ausbeutung litt. Im Laufe der Apartheid waren „Nicht-Weiße“ einem brutalen staatlichen Terror ausgesetzt, der selbst vor groben Menschenrechtsverletzungen, wie Mord und Folter nicht zurückschreckte.

Von den United Nations wurde das Apartheidregime als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ deklariert und verschiedene Widerstandsgruppen, allen voran der African National Congress (ANC) versuchten gegen dieses grauenvolle Regime anzukämpfen.

Wendepunkt der gewalttätigen Auseinandersetzungen stellte das Massaker von Sharpville vom 21. März 1960 dar, bei dem eine friedvolle Demonstration von Schwarzen von der Polizei mit massiver Gewaltanwendung bekämpft und damit ein neues Zeitalter staatlicher Brutalität eingeläutet wurde. Seit diesem Vorfall beschloss der ANC nur noch mit Gewalt gegen das Regime vorzugehen. Im Gegenzug zu den von dem ANC durchgeführten Sabotageakten wehrte sich die Regierung mit einem mächtigen Polizei-, Militär- und Geheimdienstapparat - eine perfekt organisierte Maschinerie des Terrors, die gegen jeglichen Widerstand ankämpfte. Das Massaker von Sharpville wurde als Startpunkt für die Untersuchungen der Kommission gewählt, während das Ende der Mandatsperiode die ersten demokratischen Wahlen im Jahre 1994 darstellten.

Verdächtige Widerstandskämpfer waren brutalen Folterungen und Ermordungen ausgesetzt. Führungspersonal des ANC flüchtete entweder ins Exil, oder wurde - wie der weltweit bekannte Nelson Mandela inhaftiert. Auf Demonstrationen von Seiten der schwarzen Bevölkerung reagierte die Regierung mit rigoroser Gewalt. wobei innerhalb eines Jahres im Schnitt ca. 700 Menschen ihr Leben verloren. Bis in die 1980er Jahre hielt diese Gewaltsituation an. Mitte der 1980er Jahre kam es jedoch zu einem Sanktionsdruck aus dem Ausland, der Unmengen an Kapital von der südafrikanischen Regierung einforderte und dem politischen Führungspersönlichkeiten vor Augen führte, dass der herrschende Zustand des Apartheidregimes nicht länger aufrechterhalten werden konnte. Dass die demokratische Oppositionsbewegung gebilligt wurde hing nicht unwesentlich mit dem Einfluss der Weltöffentlichkeit zusammen.

Als im Jahre 1989 dann Frederik Willem der Klerk von der NP zum Staatspräsidenten ernannt wurde, kam es zu Neuordnungen im System. De Klerk erkannte sofort, dass das geächtete System der Apartheid nicht nur ethisch und moralisch, sondern auch in ökonomischer und funktionaler Hinsicht nicht länger tragbar war.

Im Jahre 1990 wurde das Verbot des ANC und der PAC als den wichtigsten Widerstandsorganisationen nichtig gemacht und inhaftierte politische Gefangene – unter anderem Nelson Mandela- entlassen. Die Freilassung Mandelas bildete den Anfang einer neuen südafrikanischen Transition. Weder die NP noch der ANC konnten ihre Interessen der jeweils oppositionellen Partei aufzwingen, weshalb aus diesem „ Gewicht der Verhandlungsstärke[4] ein Kompromiss resultierte, der die Basis für eine gewaltfreie Regelung des Konflikts und ein neues Südafrika bilden sollte. Die Errichtung einer Wahrheitskommission ging vom ANC aus, da schon Anfang der 90er Jahre Untersuchungskommissionen zur Aufdeckung von Menschenrechtsverletzungen in ANC-Straflagern eingesetzt wurden[5]:

„[...]the ANC argued that there should be a commission to investigate all abuses, not only those committed by members of the ANC[6].

Bei der „ Convention of a democratic South Africa” (CODESA) wurde gemeinsam über eine neue- vorerst Übergangsverfassung- debattiert um letztendlich zu einer neuen Satzung zu finden. Die sogenannte „ sunset clause “ verpflichtete die erste demokratische Regierung zu der Einführung einer Art von Amnestie, indem sie eine entsprechende Organisation- nämlich die in der vorliegenden Arbeit behandelten Truth and reconciliation Comission – ins Leben rufen sollte.

Das Modell des neuen Südafrika beruht auf von Krog beschriebenen zwei Säulen, zum einen der „ Gleichbehandlung aller Opfer[7] und zum anderen der „ Außerkraftsetzung des Kreislaufs der Gewalt durch einen gesamtgesellschaftlichen Versöhnungsprozeß“[8].

Immer mehr Menschen forderten Wiedergutmachung, Gerechtigkeit und Gegenmaß-nahmen gegen Anhänger des alten Regimes. Viele vertraten die Ansicht, dass das Land Südafrika all diejenigen, die an dem grausamen Verbrechen beteiligt waren, vor Gericht stellen sollte, so wie es auch nach dem 2. Weltkrieg bei den Nürnberger Prozessen geschehen ist[9]. Allerdings wäre das Modell der Nürnberger Prozesse in Südafrika schlichtweg finanziell und personell nicht durchführbar gewesen, zumal es an Institutionen, Personal und Justiz für ein solch riesiges Kontingent an Prozessen gemangelt hätte und es somit unmöglich gewesen wäre, allen Straftätern den Prozess zu machen. Anstatt den Prozessen nach Nürnberger Vorbild, wurde eine spezielle Form der Amnestie für Verbrechen, die politisch motiviert waren in Aussicht gestellt, um den Tätern den Anreiz in Aussicht zu stellen, die Wahrheit zu sagen. Man hatte demnach die Wahl zwischen dem Einführen einer Generalamnestie oder einer Wahrheitskommission[10].

Eine wichtige Grundlage für die Schaffung der TRC war die Forderung in der Interim Constitution von 1993, in der die Notwendigkeit nationaler Versöhnung und der Regelung von Amnestien beantragt wurde. Dies musste allerdings unter der Bedingung geschehen, dass alle Staatsdiener jederzeit die Möglichkeit zur Amnestie hatten, das Wirtschaftssystem gleichbleiben würden und Besitzverhältnisse nicht angetastet werden durften. Die Möglichkeit der Amnestie wurde deshalb gewährleistet, da man andernfalls befürchtete, dass die ehemalige Regierung bzw. Staatsdiener die Verhandlungsvereinbarungen blockieren, oder gar ein Bürgerkrieg entfachen würde.

Im Zusatz der vorläufigen Verfassung vom Jahre 1993 wurde vom Parlament verlangt, dass dieses ein Gesetz einführen soll, welches die Hintergründe und Kriterien für die Gewährung von Amnestie derjenigen klären sollte, die eine grobe Menschenrechtverletzung aufgrund politischer Motivation begangen hatten. Bis zu den Wahlen im Jahr 1994 kam es allerdings nochmal zu erschütternden Konflikten, bei denen nahezu genauso viele Menschen ihr Leben verloren, wie in den 30 Jahren zuvor.

Mit dem sogenannten „ Gesetz zur Förderung nationaler Einheit und Versöhnung“, der Nation Unity and Reconciliation Act, Act No. 87, 1995 vom 26. Juli 1995 wurde letzten Endes der komplizierte und langwierige Prozess der Verhandlungen zwischen Repräsentanten der NP und des ANC als Kompromiss beendet[11]. Das Gesetz bestand darin „ die nationale Einheit und Versöhnung in einem Geist des Verstehens zu fördern, der die Konflikte und Spaltungen der Vergangenheit zu überwinden [12]. Diese Forderung wurde von Nelson Mandela unterzeichnet, die Zeit des Leides und der Ungerechtigkeiten wurde für beendet erklärt und ein neues Zeitalter der Menschenrechte, Demokratie und des Friedens eingeläutet:

„Unsere Nation versuchte die Würde und die Persönlichkeit all jener wieder herzustellen, die für so lange zum Stillschweigen gezwungen und an den Rand oder in die Anonymität gedrängt wurden. Nun war es ihnen möglich, ihre Geschichten zu erzählen, sie würden sich erinnern, und durch das Erinnern würden sie als Personen mit einer unveräußerlichen Persönlichkeit anerkennt werden[13].

Der Professor Kader Asmal gab den entscheidenden Anstoß für das Begründen einer Wahrheitskommission, indem er verlauten ließ:

„Wir müssen die Vergangenheit ernst nehmen, weil sie den Schlüssel zur Zukunft birgt. Die Probleme der strukturellen Gewalt, der ungleichen Besitzverteilung und ungerechten ökonomischen Verhältnisse und einer ausgewogenen künftigen Entwicklung sind ohne ein bewußtes Verständnis der Vergangenheit nicht wirklich zu lösen[14].

Im November 1995 wurde die Kommission mit ihren Aufgaben vertraut gemacht und am 16. Dezember 1995 traf die Kommission am „ Tag der Versöhnung[15] in Kapstadt erstmalig zusammen. Im April 1996 nahm die Kommission ihre Arbeit auf und die ersten Hearings wurden durchgeführt[16]. Am 15. April 1996 kam es zum ersten Zusammentreffen der Kommission und am 31.7. 1998 endete ihr Mandat offiziell (lediglich der Amnestieausschuss blieb aktiv). Im Januar 1994 erhalten ca. sieben Millionen Menschen, die in den sog. Homelands leben, ihre afrikanische Staatsangehörigkeit zurück[17]. Die demokratische Rechtsordnung ebnete den Weg für die ersten demokratischen Wahlen in Südafrika aus denen Nelson Mandela als erster schwarzer Staatspräsident hervorging[18].

3.Erläuterung zentraler Begriffe

3.1 Vergebung, Versöhnung und Wahrheit

Um Vergeben zu können, muss man sich der Begrifflichkeit des Vergebens bewusst sein, denn Vergeben heißt selbstverständlich nicht automatisch Vergessen bzw. „über Geschehenes hinwegzusehen. Es bedeutet, das Geschehene ernst zu nehmen und den Stachel aus der Erinnerung zu ziehen, der unsere gesamte Existenz zu vergiften droht. Es beinhaltet, die Täter zu verstehen und Einfühlungsvermögen zu beweisen[...] “ [19], schließlich kann ein Opfer dem Täter vergeben, ohne wirklich mit ihm versöhnt zu sein bzw. das Bedürfnis nach Versöhnung mit diesem verspürt.

Bei dem Wort Vergebung geht es darum, sich von der hasserfüllten Wut zu unseren Mitmenschen zu lösen, was nicht heißt, dass man eine enge Freundschaft eingehen muss/soll, allerdings heißt es, dass man seine Mitmenschen nicht hassen soll. Bei dem Prozess des Vergebens ist es wichtig, dass der Täter seine Schuld anerkennt und eingesteht, andernfalls ist es dem Opfer nicht möglich ihm zu vergeben. Mit dem Vergeben drückt das Opfer aus, dass es an die positive Entwicklung des Täters glaubt und die Chance für einen Neuanfang bereitstellt. Man kann jedoch von den Opfern keineswegs erwarten, dass sie automatisch vergeben, sobald der Täter seine Schuld eingesteht:

„Würden Opfer nur vergeben können, wenn der Schuldige geständig ist, dann wären die Opfer Gefangene einer Laune der Täter, gefangen in ihrem Opferdasein, wie auch immer ihre eigene Einstellung oder Absicht aussehen mag. Das wäre offensichtliches Unrecht[20].

Vergebung bedeutet nicht nur, emotional zu sein, sondern mit Vergebung teilt man seinem Umfeld mit, dass man bereit zu einer Zukunft in Hinblick auf die Beziehung des Täters ist und „ die Fähigkeit des Übeltäters, dass er einen neuen Kurs einzuschlagen vermag, der nichts mit dem, der unser Leid verursachte, gemein hat[21].

Der Versöhnungsbegriff gliedert sich in die Teilbereiche Versöhnung zwischen Rassen, Toleranz gegenüber Anhängern anderer politischer Leitbilder, menschenrechtliche Ordnung und die Achtung staatlicher Institutionen[22].

Der Versöhnung, wie sie in Südafrika stattfinden sollte, sollte Vergebung durch die Opfer vorausgehen, wozu das Schuldeingeständnis der Täter notwendig war. Versöhnung kann als Teilaspekt der Vergebung betrachtet werden, da beide Begriffe miteinander korrelieren. Zuerst muss die begangene Rechtswidrigkeit benannt und als eben diese anerkannt werden. Nachdem der Täter seine Schuld offen dargelegt hat, kann sowohl er sich von der Täter- als auch das Opfer von der Opferrolle lösen und der Verzicht auf Racheakte kenntlich gemacht werden. Abschließend soll das sognannte “reconciliation event” die Beziehung von Opfer und Täter erneuern und im Hinblick auf den Versöhnungsprozess die soziale Ordnung rekonstruiert werden[23]. Eine gewisse Wiedergutmachungsleistung ist jedoch unabdingbar für den Versöhnungsprozess:

„Die gemeinsamen Faktoren aller Prozesse von Versöhnung in den bedeutenden religiösen Traditionen liegen darin, dass ein Unrecht gewusst wird, dass es anerkannt wird, dass Buße geleistet wird, dass der Übeltäter beschließt, es nicht mehr zu begehen, und dass Entschädigungen geleistet werden[24].

Versöhnung kann nur konkret sein, niemand kann dazu gedrängt oder gezwungen werden sich mit einem Mitmenschen zu versöhnen.

In einer Erhebung von Gibson stellt dieser fest, dass sich die Bevölkerung je nach Ethnie für unterschiedlich versöhnt erklärt. So sind die Schwarzen mit 33% recht wenig versöhnt, wohingegen Weiße zu 56% und Farbige zu 59 & versöhnt sind. Rechtsstaatlichkeit wird von den Schwarzen zu 45 und den Weißen zu 77% anerkannt. Versöhnung hat nur bei 37 % der Schwarzen, dafür bei 72% der Farbigen und über 50% der Weißen stattgefunden[25]. Die Wahrheitsfindung der TRC wird zu 64% von der schwarzen und 56% der weißen Bevölkerung anerkannt[26].

Eine einzige Wahrheit ist im Rahmen der Arbeit der TRC nicht festzuschreiben, vielmehr beinhaltet die TRC vier Wahrheitsebenen[27]:

1.faktische Wahrheit: Überprüfbare Einzelheiten und Tatsachen wie Zeitpunkt und Ort der Straftat, Informationen die vor Gericht unanfechtbar sind
2.persönliche Wahrheit: beinhaltet die subjektiven und persönlichen Erlebnisse der Opfer, die ein eigentliche identisches und Ereignis sehr unterschiedlich empfunden haben  emotionaler Einblick
3. soziale Wahrheit: Dialogzwischen Menschen und Gruppen, die bis dato nicht miteinander gesprochen haben Wahrheitsfindung durch Diskurs
4.heilende/wiederherstellende Wahrheit: Es genügt nicht, lediglich Fakten, Meinungen, oder Dispute aufzugreifen, erst durch die Anhörung der Opfer und auch der Täter kann man einen erneuten Gewaltausbruch verhindern Anerkennung

Die Kommission beschreibt den Wahrheitsbegriff wie folgt[28]:

1. Wahr ist eine Aussage durch die Möglichkeit ungestört zu reden
2. Wahr ist eine Aussage durch den kommunikativen Prozess
3. Wahr ist eine Aussage, weil jemand dadurch eine Heilung erfährt

Selbstverständlich bedeutet Wahrheitsfindung nicht automatisch, dass Versöhnung stattfindet, trotzdem gestaltet sich Versöhnung ohne Wahrheit äußert schwierig, da „ a litany of lies, halftrues and denial are not a desireable foundation on which to build a new South Africa“ (Boraine Internationals Responses). Außerdem wird zwischen institutioneller und individueller Wahrheit unterschieden, wobei die „ individuelle Auffassung die Wahrheit der Macht gegenübersteht, während die institutionelle Auffassung Wahrheit und Macht verbindet[29].

3.2 Traumata

Traumatische Erinnerungen setzten oftmals destruktive Energien frei, man verspürt den dringenden Wunsch nach Rache und entwickelt Hassgefühle, will dem Täter teils Schaden zufügen. Der Kampf mit dem Trauma ist zugleich ein Kampf mit der Erinnerung, wobei Betroffene oftmals erst mit den Erinnerungen kämpfen müssen, wenn diese längst vorüber sind. Wenn Opfer nicht über ihre Traumata und die damit verbundenen Gefühle sprechen, können Opfer dauerhaft den Gefühlen von Scham und Erniedrigung ausgesetzt sein- sie können ihr Trauma nicht verarbeiten. Sie brechen innerlich zusammen und leiden unter emotionalen Konflikten, durch welche sie unbeholfen und nicht dazu in der Lage sind, ihre Erinnerungen unter Kontrolle zu bringen.

3.3 Opfer/Täterbegriff

Der Täterbegriff bezeichnet jene Personen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begangen haben, ohne Berücksichtigung des Ausmaßes der Taten und des Kontextes in welchem sie begangen wurden. Oftmals war die Straftat, die der Täter begangen hat „ nur ein Job, der kaltblütig ausgeführt wurde “. Tutu begründet das Verhalten der Täter damit, dass sie kein Gefühl gehabt hätten, sondern „ nur Teil einer effektiven, rücksichtslosen und gefühllosen Tötungsmaschinerie[30] gewesen seien.

Der Begriff „Opfer“ beinhaltet Ablehnung und Passivität und besitzt einen diskriminierenden Unterton. Nach Informationen der TRC ist der Opferbegriff allerdings notwendig, um diejenige Person zu beschreiben, gegen welche schwere Menschenrechtsverletzungen gerichtet wurden, unabhängig ob sie den Anschlag auf ihr Leben überlebt hat oder nicht.

In vielen Fällen machte sich verständlicherweise Wut und Aggressivität auf Opferseite gegenüber ihren Tätern breit: „ These people have destroyed my life- what good reason would I have to look at their faces and talk to them?”[31]. .Ziel der Kommission war es, das Opfer dazu zu bewegen, dem Schuldigen zu vergeben, auch wenn diese Vergebung nicht gleichzeitig vergessen bedeuten kann. Man kann eine solche Vergebung nicht als selbstverständlich erachten und muss auch nachvollziehen können, falls ein Opfer sich nicht in der Lage dazu fühlt, dem Täter zu vergeben.

Dadurch, dass die Opfer an sämtlichen Befreiungsbewegungen teilgenommen haben, war es nahezu unmöglich für sie, eine angemessene Berufsausbildung zu erhalten. Infolgedessen haben sie nur geringe bzw. gar keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Oftmals weisen die Opfer Identitätsprobleme auf, „ da der Befreiungskampf familiäre Bindungen zerrüttete oder zerstörte[32]. .Für die Opfer war es keineswegs leicht, vor der Kommission ihre Geschichte preiszugeben, da die Erzählung öffentlich geschah und die Opfer die Aussage oftmals im Beisein der Täter und deren Anwälten tätigen mussten.

Trotzdem hatten die Opfer eine Kontrollfunktion im Hinblick auf ihre Täter inne, da sie dem Übeltäter die Vergebung verweigern konnten. Gegen die Verurteilung bzw. Freisprechung der Täter konnten die Opfer allerdings nichts ausrichten.

4. Allgemeine Klärung des Terminus Wahrheits- und Versöhnungskommission

Die Wahrheitskommission als solche wurde nicht in Südafrika erfunden, auch wenn die südafrikanische die prominenteste ist. In den 80er Jahren bemühten sich auch schon andere Länder bestimmte Ereignisse der Vergangenheit mit einer solchen Institution aufzuarbeiten.

Wahrheitskommissionen haben die Aufgabe, über die Verbrechen der Vergangenheit aufzuklären und Empfehlungen an die Regierung auszusprechen, damit sich das begangene Unrecht nicht wiederholt.

„The nature of truth commissions may differ but they generally perform two key functions: Firtsly, they attempt to document human rights abuses that were perpetrated during a specified timeframe;secondly, they often make recommendations regarding institutional reforms that may help to prevent future violations and, less frequently, regarding reparations to victims. Truth commissions can help to promote not only truth-telling or reconciliation but also nation-building and peacebuilding[33].

Ziel einer Wahrheitskommission ist es, zur Versöhnung beizutragen, da Opfer und Täter gezwungenermaßen miteinander auskommen müssen, schließlich leben sie in ein und derselben Nation. Mit Hilfe der Wahrheitskommission sollen die Motive und Ursachen für das Ausbrechen von Gewalt und die psychischen Folgen derselben analysiert werden. Bei den Entscheidungen der Wahrheitskommission geht es im Gegensatz zu juristischen Urteilen nicht um die Betrachtung von Einzelfällen, sondern um eine umfassende Analyse, die mehrere Facetten der Vergangenheit beinhaltet und um eine moralische und weniger juristische Gerechtigkeitsfindung. Gerechtigkeit drückt sich bei der Wahrheitskommission nicht vornehmlich durch Strafverfolgung, sondern vielmehr durch Anerkennung, Respekt, finanziellen und moralischen Reparationen und öffentlicher Bekanntmachung der Täter aus.

5. Ziele/ Konzepte der TRC und Forderungen an die TRC

Es wäre wundervoll, wenn eines Tages ein Vertreter der britisch-englischen Gemeinschaft zu den Afrikaanern sagen würde: Wir haben euch Schlimmes angetan. Vergebt uns. Und es wäre wunderbar, wenn jemand, der die Afrikaaner vertritt antwortet: Ja, wir vergeben euch- wenn ihr uns nur unsere Geschichte erzählen lasst, die Geschichte unserer Vorfahren und des Schmerzes, der uns so lange im Magen gelegen hat und von euch ignoriert wrde.[34].

Mit der TRC hoffte man, am politischen Wandel und sich öffentlich mit den historischen Spannungen auseinandersetzen zu können:

We must take the past seriously as it holds the key to the future. The issues of structural violence, of unjust and inequitable economic social arrangements, of balanced development in the future cannot be properly dealt with unless there is a conscious understanding of the past”[35].

Die Arbeit der Kommission wurde auf zwei Jahre beschränkt, da sie auf der einen Seite lang genug arbeiten sollte, um genügend Informationen zu den begangenen Menschenrechtsverletzungen sammeln zu können, auf der anderen Seite aber auch nicht zu lang, damit der Versöhnungsprozess sich nicht in die Länge ziehen würde.

Zunächst wurde von der Kommission gefordert, dass sie einen Beitrag zur Förderung der nationalen Einheit und Versöhnung leisten sollte, mit Betonung der Förderung und nicht dem endgültigen Erreichen dieses Zieles- so Tutu[36]. Laut Justizminister Dullah Omar war das Ziel der TRC neben der Offenlegung von Menschenrechtsverletzungen, eine fortwährende Lebensform der Toleranz zu erzeugen und den Opfern einen öffentlichen Schauplatz zu geben. Nach über 300 Jahren sollten sich marginalisierte Menschen im Zentrum des Geschehens aufhalten[37].

[...]


[1] Chubb/van Dijk 199, S. 29

[2] Tutu, 2001, S. 57

[3] ebd. S.27

[4] Mills 1962, S.273-274

[5] vergl. APIC 1996, S.10 f.

[6] Merwe, Hugo van der 1999, S.4

[7] Krog 2004, S.7

[8] ebd.

[9] vergl. Brandes & Apsel 1999, S.15

[10] vgl. ebd.,S.17

[11] vgl. Theißen 1996, Kap. 3, S.17ff.

[12] Brandes & Apsel 1999,S.18

[13] Tutu, 2001 S.33

[14] Brandes & Apsel 1999, S.17

[15] ebd S.20

[16] vergl. ebd.

[17] vergl. Chubb/van Dijk 1999, S.28

[18] vergl.: Ross 1999, S.185 ff.

[19] vergl.: Tutu, 2001 S.223

[20] vergl.: ebd., S.224

[21] vergl.: ebd., S.225

[22] vergl.: Gibson, Apartheid JAHR, S.88/S.90f.

[23] vergl.: Long/Brecke 2003,S.29f.

[24] Bacic ,2001

[25] vergl.: Gibson, S. 91 ff.

[26] ebd. S. 94 f.

[27] Chubb/van Dijk 1999,S.34 und TRC 1998, Bd. 1, Kap. 5

[28] vergl. Wendt 2009, S.113

[29] Mamdani 1998,S.18

[30] Tutu, 2001 S.109

[31] Wilson 2001, S.113

[32] Kattermann 2007, S.291

[33] Lehka, Suren 2009, S.3

[34] Desmond Tutu zit. nach Chubb, van Dijk 1999, S.27

[35] TRC 1998: Final Report. Band 1, Kapitel 4, Absatz 6

[36] vergl.: Tutu, 2001 S.136

[37] Ruge 2004, S.92

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten

Details

Titel
Die südafrikanische Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC)
Untertitel
Prototyp zur Schaffung nationaler Identität durch Aufarbeitung von transnational justice
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
54
Katalognummer
V269394
ISBN (eBook)
9783656605867
ISBN (Buch)
9783656605836
Dateigröße
792 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wahrheits-, versöhnungskommission, prototyp, schaffung, identität, aufarbeitung
Arbeit zitieren
Laura Storch (Autor), 2013, Die südafrikanische Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269394

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