Französisch Grundschule: Les vêtements d’hiver. Vocabulaire. Die Winterkleidung (Klasse 3)

Unterrichtsentwurf Saarland


Unterrichtsentwurf, 2013

41 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Bedingungsfeld
1.1 Schule und Situation der Lehramtsanwärterin
1.2 Klasseninterne Bedingungen

2. Sachanalyse
2.1 Kontext der Immersionsgeschichte
2.2 Lexik
2.3 Syntax

3. Didaktische Analyse
3.1 Einordnung in die Fachdidaktik
3.2 Begründung und Einordnung des Themas in den Lehr- und Arbeitsplan
3.3 Voraussetzungen der Lerngruppe bezüglich der Kompetenzen
3.4 Didaktische Reduktion

4. Kompetenzen
4.1 Kompetenzerwartung der Stunde
4.2 Auflistung der Teilkompetenzen

5. Methodische Entscheidungen
5.1 Erläuterung der methodischen Konzeption
5.2 Darstellung der Unterrichtsschritte und deren Begründung

6. Verlaufsplanung

7. Literaturangaben

Anhang

1. Bedingungsfeld

1.1 Schule und Situation der Lehramtsanwärterin

Die Grundschule liegt in der Landeshauptstadt Saarbrücken. Die Schüler kommen dabei überwiegend aus sozial schwachen Familien, die zumeist als Kommunikationssprache nicht deutsch sprechen[1]. Aufgrund dieser Tatsache weist ein Großteil der Kinder große Defizite, insbesondere sprachliche, auf. Die GS verfügt zudem über einen sozialpädagogischen Bereich, in dem es eine Hausaufgaben- und Nachmittagsbetreuung gibt, welcher derzeit von etwa 50 Prozent der Schüler genutzt wird. Seit dem 01. August 2012 bin ich im Rahmen des Vorbereitungsdienstes für das Lehramt für die Primarstufe als Lehramtsanwärterin an der GS tätig. Ich unterrichte eigenverantwortlich mit 14 Wochenstunden in folgenden Fächern und Klassen: Bildende Kunst und Sachunterricht in der Klasse 2, Mathematik in der Klasse 1 sowie Französisch in zwei Klassen 3 und 3. Darüber hinaus hospitiere ich insgesamt sechs Stunden in unterschiedlichen Fächern.[2]

1.2 Klasseninterne Bedingungen

Die Klasse 3 besuchen derzeit zwölf Mädchen und acht Jungen. Von den 20 Kindern haben zwölf Schüler einen Migrationshintergrund. Der Klassenlehrer Herr X betreut und unterrichtet die Klasse seit Beginn des ersten Schuljahres. Als zusätzliche Unterstützung sind die Integrationshelfer Frau B für J (Förderschwerpunkt K und S[3] ) und Herr R für C (Förderschwerpunkt E[4] ) täglich in der Klasse tätig. Darüber hinaus werden die Schüler A und L mit dem Förderschwerpunkt Lernen stundenweise von ihrer Integrationslehrerin Frau L gefördert. Das Klassenklima ist insgesamt als positiv zu bezeichnen. Die Schüler sind in der Regel freundlich zueinander und helfen sich gegenseitig.

Am Französischunterricht ist der Großteil der Klasse interessiert und beteiligt sich gern am Unterrichtsgeschehen. Das Leistungsniveau der Klasse ist hierbei heterogen. Neben den leistungsstarken Schülern, gibt es einige schwache Schüler, die in allen Fächern, so auch im Fach Französisch, Hilfe bzw. Anreize benötigen, um aktiv am Unterricht teilzunehmen.[5] Um sie zu motivieren, werden daher oftmals Spiele durchgeführt. Dabei tritt in der Klasse schnell Unruhe auf, da es einigen Schülern noch schwerfällt, sich an die Klassen- und Gesprächsregeln zu halten. Detaillierte Ausführungen zu den Regeln und Bemerkungen zu einzelnen Schülern bitte ich dem Anhang zu entnehmen.

2. Sachanalyse

Das Thema der Lehrprobenstunde ist die Einführung typischer Winterkleidung und deren französisches Vokabular. Um die Redemittel zusammenhängend darzustellen, wird für den Einstieg die Form der Immersionsgeschichte[6] gewählt.

2.1 Kontext der Immersionsgeschichte

Die Lehramtsanwärterin freut sich sehr auf die Winterferien. Daher packt sie auch schon ihren Koffer für die Ferien. Beim Packen fällt ihr auf, dass ihr Pullover fehlt. Sie räumt den Koffer deshalb noch einmal aus und wiederholt dabei die Redemittel. Schließlich findet sie ihren Pullover im Koffer.

2.2 Lexik

Im Rahmen der Einführungsstunde werden sieben neue Lexeme eingeführt: „le bonnet“, „l’écharpe“, „le pull“, „le pantalon“, „les gants“, „l’anorak“ und „les bottes“.

Im Folgenden werden die neu eingeführten Wörter hinsichtlich ihrer lautsprachlichen Besonderheiten untersucht:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Schwierigkeiten sind vor allem bei den Wörtern „pantalon“ und „gants“ zu erwarten, da hierbei der ungerundete offene, velare Nasalvokal ã auftritt.[7] Aufgrund der Tatsache, dass Nasallaute in der ursprünglichen deutschen Sprache nicht existent sind, könnte die Aussprache dieses Lautes für die Schüler problematisch sein. Zudem könnte der apostrophierte Artikel, der in diesem Fall aus dem vokalischen Anlaut hervorgeht, bei den Substantiven „écharpe“ und „anorak“ für die Schüler schwierig sein, da der Artikel mit dem Substantiv direkt verbunden wird. Demnach wird keine Sprechpause zwischen dem Artikel und dem Substantiv gemacht.

Bei den einzuführenden Redemitteln handelt es sich also ausschließlich um Substantive. Diese werden mit dem direkten Artikel, nämlich „le“, „la“, „l‘“ oder „les“, eingeführt. Die Schüler sind daran aus vorangegangenen Unterrichtseinheiten gewöhnt, in denen generell der direkte Artikel für Substantive verwendet wurde. Die Kleidungsstücke werden mit Farbadjektiven („jaune“, „orange“, „rouge“, „violet“, „bleu“, „vert“, „noir“) kombiniert, die den Schülern ebenso bekannt sind. Die Angleichung des Adjektivs wird hierbei bewusst ausgeklammert, sodass im Hinblick auf die Lexik der Farben keine Schwierigkeiten zu erwarten sind. Hingegen könnte es für die leistungsschwächeren Schüler eine Herausforderung darstellen, bekannte Redemittel (Farben) mit unbekanntem Vokabular (Kleidungsstücke) zu kombinieren.

2.3 Syntax

Innerhalb der Zwischensicherung und der produktiven Phase wird die Satzstruktur „c’est“ bzw. „ce sont“ verwendet, die die Schüler bereits kennen. Dennoch haben einige Schüler noch Probleme damit, die beiden Formen zu unterscheiden.

3. Didaktische Analyse

3.1 Einordnung in die Fachdidaktik

Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GeR) stellt als Basis für zielsprachliche Lehrpläne ausführlich dar, welche Fertigkeiten der Fremdsprachenlerner entwickeln muss, um kommunikativ erfolgreich zu sein. Es liegt nahe, dass der GeR dabei einen handlungsorientierten Ansatz verfolgt, da Sprachlernende als sozial Handelnde in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen kommunikative Aufgaben bewältigen müssen.[8]

Dieser Ansatz spiegelt sich in den didaktischen Prinzipien des modernen Französischunterrichts wieder.[9] Schließlich ist es für ein erfolgreiches kommunikatives Handeln essentiell, dass im Fremdsprachenunterricht eine Handlungs-, Lerner- und Prozessorientierung sowie Ganzheitlichkeit stattfindet. Wird Handlungsorientierung berücksichtigt, sind die Fremdsprachenlerner aktiv. Damit ist gemeint, dass den Schülern ermöglicht wird, ihrem natürlichen Drang der Selbsttätigkeit nachgehen zu können, indem sie selbst Zusammenhänge entdecken und Sprache aktiv gebrauchen. Hierbei spielt neben „individualisierte und kooperative Sozialformen […] auch die zeitweilige Zurücknahme des Lehrers […]“[10] eine wesentliche Rolle. Beispielsweise können Schüler bei Spielen die Lehrerfunktion übernehmen. Dennoch kann selbst ein handlungsorientierter Unterricht nicht gänzlich auf einen Lehrerinput verzichten, da dieser als Sprachvorbild dient. Denn steht die Handlungsorientierung im Unterricht zu sehr im Fokus, besteht die Gefahr, dass rezeptive Fertigkeiten– hierbei nimmt vor allem das Hörverstehen eine zentrale Rolle ein– vernachlässigt werden und in der Folge die Sprachaufnahme und -verarbeitung nicht hinreichend stattfinden kann. Das Prinzip der Lerner- und Prozessorientierung knüpft an die Handlungsorientierung an, indem die Interessen und Vorkenntnisse des Schülers im Mittelpunkt stehen. Aus lerntheoretischen Modellen geht hervor, dass „Lernen stets eine Verknüpfung von neuen Informationen mit bereits gespeicherten Wissensbeständen (darstellt)“[11]. Demnach sollte auf das Vorwissen der Schüler aufgebaut werden. Das Prinzip der Ganzheitlichkeit vervollständigt die bereits dargelegten Prinzipien. Bei Ganzheitlichkeit im Fremdsprachenunterricht erfolgt Sprachenlernen mit allen Sinnen, das heißt unter Einbezug des Körpers. So besteht in der Fachdidaktik etwa Konsens darüber, dass sprachliche Äußerungen in Verbindung mit Bewegung besser verinnerlicht werden.

Auch für die Primarstufe spielen die vier dargelegten Grundsätze des neokommunikativen Französischunterrichts im Allgemeinen eine Rolle. Um den frühen Fremdsprachenerwerb kindgerecht und somit effektiver zu gestalten, wurden von Heribert Rück sieben Prinzipien für den Fremdsprachenunterricht im Primarbereich entwickelt. Davon stehen das Input-, Spiel- und Bewegungs-Prinzip sowie das Prinzip der variierenden Wiederholung im Zentrum, auf deren Bedeutung an dieser Stelle kurz eingegangen werden soll.[12] Erst ein reicher und gezielter Input gibt den Fremdsprachenlernern die Möglichkeit, sprachliche Regeln und Phänomene intuitiv durch die sogenannte „innere Rede“, wie sie der russische Psychologe Vygotskij bezeichnete, zu erfassen. Dies ist wichtig, damit Sprache nicht nur reproduziert, sondern aktiv angeeignet werden soll.[13] Das Spiel-Prinzip berücksichtigt ein kindgemäßes Lernen. Schließlich sind die Schüler durch das Spielen besonders motiviert und lernen auf diese Weise nahezu „nebenbei“. Eng daran geknüpft ist das Bewegungs-Prinzip, da Kinder ein natürliches Bedürfnis haben sich zu bewegen.[14] Dementsprechend sollte rhythmisches Sprechen in der Spracharbeit erfolgen sowie Spielformen gewählt werden, die Bewegung im Unterricht zulassen. Unter dem Prinzip der variierenden Wiederholung ist zu verstehen, dass der sprachliche Input stets wiederholt, aber dennoch abwechslungsreich gestaltet werden sollte, damit die Schüler durch Wiederholungen nicht demotiviert werden.[15]

Abschließend kann konstatiert werden, dass ein kommunikativer und somit moderner Französischunterricht im Primarbereich neben einem reichen und variierenden Input viel Raum für Spiel und Bewegung mit Sozialformwechseln lässt, in dem der Lerner als Handelnder im Mittelpunkt steht. Dabei sollte das fran ç ais en classe nicht außer Acht gelassen werden, welches das Aufgreifen immer wiederkehrender Redemittel wie etwa das Singen von Begrüßungsliedern, aber auch kleine Frage- Antwort- Runden zu verschiedenen Themen sowie Stillerituale umfasst. Dies dient einerseits zur Einstimmung auf die Fremdsprache und andererseits als besondere Motivation für schwächere Schüler.[16]

3.2 Begründung und Einordnung des Themas in den Lehr- und Arbeitsplan

In der vorliegenden Lehrprobenstunde bilden die Kompetenzbereiche Hörverstehen sowie Sprechen den Schwerpunkt. Der Kernlehrplan Französisch für die Grundschule orientiert sich an den Vorgaben des GeR, indem inhaltliche sowie allgemeine angestrebte Kompetenzen vorliegen. Für das Erreichen der Kompetenzen wird hierbei auf die Beachtung der didaktisch-methodischen Prinzipien verwiesen, auf die bereits im vorherigen Kapitel eingegangen wurde.[17] Da das zentrale Anliegen des Französischunterrichts in der Grundschule die Befähigung der Schüler zur mündlichen Kommunikation ist, steht die Ausbildung der Fertigkeiten Hören und Sprechen im Vordergrund. Das Hören bildet dabei die Grundlage für den Spracherwerb.[18] Bezüglich des Kompetenzbereichs Hörverstehen verstehen die Schüler kurze beschreibende Hörtexte und Äußerungen, die aus ihrer Erfahrungswelt und bekannten Themenfeldern bestehen, wenn diese deutlich artikuliert sowie in einen situativen Kontext präsentiert werden. In der Lehrprobenstunde wird dies in Form einer Immersionsgeschichte umgesetzt. Mithilfe der Immersionsgeschichte können die Schüler einen unbekannten Hörtext global verstehen, welches sie mit der Benennung des Stundenthemas in deutscher Sprache belegen. Darüber hinaus zeigen die Schüler in der vorliegenden Stunde, dass sie in der Lage sind, auf unterrichtspraktische Unterrichtssituationen zu reagieren, indem sie im Maldiktat nach Anweisung bestimmte Kleidungsstücke farbig malen und in Sprachspielen Handlungsanweisungen umsetzen.[19] Im Rahmen des Kompetenzbereiches Sprechen können Schüler auf einfache, ihnen vertraute Alltagssituationen antworten. So können Schüler im Rahmen von Ritualen „mit Hilfe eingeübter Strukturen Aussagen formulieren und situationsadäquat einsetzen“[20] und folglich auch einfache, vertraute Fragen stellen und beantworten. In der vorgestellten Stunde erfolgt dies in Form des Dialogs sowie der Benennung des Wetters. Zudem wird erwartet, dass die Schüler bekannte, eingeübte Wörter und Lieder korrekt nachsprechen oder auswendig wiedergeben können. Hierbei nimmt das variierende und rhythmische (Chor-)Sprechen eine zentrale Rolle ein, um die unterschiedlichen Laute optimal zu schulen. Zur weiteren Förderung der Kompetenz Sprechen wird Anschauungsmaterial, z.B. Bildkarten und Realien, sowie Spiele genannt.[21] In der Lehrprobenstunde wird dies durch das Benennen und Zuordnen der Kleidungsstücke realisiert.

Die Unterrichtseinheit „Les vêtements d’hiver“ stellt einen Sprechanlass des Themenbereichs „C’est moi“ dar. Hierbei wird das Benennen von Kleidungsstücken vorgeschlagen, da dies direkt an die Erfahrungswelt der Schüler anknüpft und somit einen relevanten Lerninhalt für die Schüler darstellt.[22] Entsprechend der aktuellen Jahreszeit, wurde die Unterrichtseinheit „Les vêtements“ auf „Les vêtements d’hiver“ spezifiziert und aufgrund des Lehrprobentermins zeitlich verschoben, sodass die Unterrichtseinheiten „Les couleurs“ und „Le visage“ vorgelagert wurden.[23]

3.3 Voraussetzungen der Lerngruppe bezüglich der Kompetenzen

Die Klasse wird seit dem aktuellen Schuljahr im Fach Französisch unterrichtet. Sie verfügen inzwischen über Grundkenntnisse in der französischen Sprache. Im Rahmen des Echauffements, sind die Schüler es gewohnt zu Unterrichtsbeginn ein Begrüßungslied zu singen. Dafür kommen zwei Schüler nach vorne und singen mit der Klasse zusammen. Zur weiteren Einstimmung auf die Fremdsprache nennen die Schüler das aktuelle Wetter und führen einen Dialog. Der Dialog besteht aus einer Begrüßung, das Erfragen des Wohlbefindens, des Namens, des Alters, des Wohnortes und der Lieblingsfarbe sowie einer Verabschiedung. Wie bereits erwähnt, dient das „fran ç ais en classe“, welches in Form des Echauffements stattfindet, zur Aktivierung bereits bekannter Redemittel, bei denen insbesondere die schwächeren Schüler motiviert werden sollen.[24] Die Form der Immersionsgeschichte als Einführung in eine neue Unterrichtseinheit ist den Schülern bereits vertraut, sodass das Erfassen und Benennen des Themas auf Deutsch kein Problem darstellen sollte. Auch die eingesetzten Spielformen sind den Schülern aus anderen Unterrichtseinheiten bekannt. Problematisch könnte sich die Partnerarbeit erweisen, da die Schüler, zumindest im Französischunterricht, bisher wenig in der Sozialform Partnerarbeit gearbeitet haben. Während der Partnerarbeit, werde ich den Schülern daher beratend zur Seite stehen, um bei Problemen sofort agieren zu können. Ebenso könnte es auf sprachlicher Ebene, vor allem für die leistungsschwächeren Schüler, eine Herausforderung darstellen, im Maldiktat den neuen Wortschatz der Kleidungsstücke in Kombination mit dem bekannten Wortschatz, nämlich mit den Farben, in dem begrenzten Zeitrahmen zu verstehen.

3.4 Didaktische Reduktion

Die didaktisierte Inputgeschichte ist dem Leistungsstand der Klasse angepasst. Zum besseren Verständnis des neu eingeführten Vokabulars werden zu der Geschichte Realien gezeigt. Sowohl in der Spracharbeit als auch in der Zwischensicherung, wird stets die gleiche Syntax verwendet (c’est/ ce sont …). Auf diese Weise soll den Schülern das eigenständige Sprechen in der produktiven Phase erleichtert werden, in der die Kleidungsstücke ebenso in dieser Struktur wiedergegeben werden sollen. Da es sich bei der vorliegenden Unterrichtsstunde um eine Einführungsstunde handelt, wird bewusst auf das Schriftbild verzichtet und stattdessen mit Realien bzw. Bildkarten gearbeitet. Die Schüler kennen dieses Vorgehen bereits, sodass keine Übersetzungen erforderlich sind. Zudem werden die Schüler durch den Einsatz von Anschauungsmaterial zusätzlich zum Sprechen motiviert.[25]

4. Kompetenzen

4.1 Kompetenzerwartung der Stunde

In der Lehrprobenstunde werden die Kompetenzbereiche Sprechen, Hör-/Hörsehverstehen sowie Hörverstehen gefördert. Die Schüler schulen bei einem deutlich artikulierten Hörtext ihr globales Hörverstehen und erschließen sich durch den Einbezug von Realien den Kontext des Gesprochenen und Dargestellten. In diesem Zusammenhang wird das Hör-/Hörsehverstehen der Schüler gefördert. Sie eignen sich durch rhythmisches sowie variiertes Sprechen das neue Vokabular zum Thema „Les vêtements d’hiver“ an. Sie können bekanntes Vokabular (les couleurs) mit dem neu erlernten Wortschatz kombinieren. Darüber hinaus steigern sie ihre Sprachkompetenz in kooperativen und handlungsorientierten Arbeitsformen, indem sie mit dem Vokabular kleine Satzstrukturen (z.B. C’est le pull/ Le 2 c’est le bonnet). bilden. Durch den Einsatz von Anschauungsmaterial und Sprachspielen sollen die Schüler zur Unterrichtsbeteiligung motiviert werden.

4.2 Auflistung der Teilkompetenzen

Sprechen:

Im Rahmen des Echauffements sind die Schüler bereits zu Unterrichtsbeginn sprachlich aktiv, indem zunächst alle das Lied „Salut ça va?“ als Begrüßungsritual singen. Im Anschluss daran tauchen die Schüler durch das Benennen des Wetters sowie das Führen des premier dialogue in die Fremdsprache ein. Sie erkennen den visuell unterstützten Wortschatz und verbalisieren diesen durch chorisches und rhythmisches Sprechen. Im Rahmen der Zwischensicherung bilden mit dem neu erlernten Vokabular kleine Satzstrukturen, um schließlich in der produktiven Zwischensicherung diese erneut anzuwenden. Zum Abschluss festigen sie den neu erlernten Wortschatz, indem sie mit der Lehramtsanwärterin gemeinsam den Koffer packen.

Hör-/Hörsehverstehen:

Die Schüler erschließen sich das Stundenthema mithilfe einer Immersionsgeschichte. Der mediale Einsatz der Realien unterstützt dabei die Förderung des Hör-/ Hörsehverstehens der Schüler.

Hörverstehen:

Bereits im Echauffement wird das Hörverstehen der Schüler gefördert, indem sie die Rituale folgerichtig verstehen und ausführen. Zudem schulen sie ihr Selektivverstehen, indem sie während der Dialogvorstellung und der Immersionsgeschichte konzentriert zuhören. Durch den Gebrauch der Zielsprache seitens der Lehramtsanwärterin erweitern die Schüler ihre Hörverstehenskompetenz. In der rezeptiven Phase zeigen sie, dass sie den neu erlernten Wortschatz verstehen. Dadurch, dass sie im Maldiktat nach Anweisung Kleidungsstücke farbig ausmalen und in der Partnerarbeit nach Vorgabe den Zahlen Kleidungsstücke zuordnen, schulen sie erneut ihr Hörverstehen.

Methoden:

Die Schüler sind im Echauffement durch das gemeinsame Singen sowie durch das Präsentieren des Dialogs motiviert, da sie bereits gesicherte Redemittel anwenden. Außerdem üben sie im Bereich Lernorganisation sowohl in Partnerarbeit als auch in den Spielen rücksichtsvoll und kooperativ miteinander umzugehen, indem sie sich an die Klassen- und Gesprächsregeln halten und Teamfähigkeit zeigen.

[...]


[1] Laut Aussage der Sekretärin Frau H liegt der offizielle Ausländeranteil an der GS bei ca. 55 Prozent. Allerdings haben 90 Prozent der Schüler mindestens ein Elternteil, das Deutsch nicht als Muttersprache hat, sodass die Kinder im familiären Bereich oftmals eine andere Sprache als Deutsch sprechen.

[2] vgl. Kautza 2012: 1.

[3] Der Förderschwerpunkt K umfasst die körperliche und motorische Entwicklung und S die Sprache.

[4] Unter dem Förderschwerpunkt E ist die emotionale und soziale Entwicklung zu verstehen.

[5] Die leistungsstarken und -schwachen Schüler sind in der Lernstandsdiagnose (s. Anhang A 1) gekennzeichnet.

[6] Der Text der Immersionsgeschichte befindet sich im Anhang M 2.

[7] vgl. Stein 2005: 18.

[8] vgl. Goethe-Institut 2013. URL: http://www.goethe.de/z/50/commeuro/201.htm. (Stand: 22.01.2013).

[9] Sofern nicht weitere Quellen angegeben sind, beziehe ich mich im Folgenden auf Nieweler 2006: 44-50.

[10] Nieweler 2006: 46.

[11] Nieweler 2006: 47.

[12] vgl. Rück 2004: 39.

[13] vgl. Rück 2004: 27 und 135.

[14] vgl. Rück 2004: 33f..

[15] vgl. Rück 2004: 30.

[16] vgl. Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, Saarland 2011: 6.

[17] vgl. Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, Saarland 2011: 3.

[18] vgl. Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, Saarland 2011: 5.

[19] vgl. Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, Saarland 2011: 9.

[20] Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, Saarland 2011: 11.

[21] vgl. Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, Saarland 2011: 11.

[22] vgl. Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, Saarland 2011: 16f..

[23] s. Anhang 5 und Anhang 6.

[24] vgl. Kapitel 3.1.

[25] vgl. Kapitel 3.3.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten

Details

Titel
Französisch Grundschule: Les vêtements d’hiver. Vocabulaire. Die Winterkleidung (Klasse 3)
Untertitel
Unterrichtsentwurf Saarland
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
41
Katalognummer
V269426
ISBN (eBook)
9783656648833
ISBN (Buch)
9783656648901
Dateigröße
1214 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Ausarbeitung wurde exemplarisch als ein sehr gutes Beispiel für weitere Referendare meines Fachleiters ausgegeben.
Schlagworte
Lehrprobe, Ausarbeitung, Unterrichtsentwurf, Kleidung, Farben, vêtements, couleurs, Maldiktat, Fremdsprachenunterricht, Unterricht, Französisch, Rituale, Differenzierung, rezeptiv, produktiv
Arbeit zitieren
M.E. Carolin Kautza (Autor), 2013, Französisch Grundschule: Les vêtements d’hiver. Vocabulaire. Die Winterkleidung (Klasse 3), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269426

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