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Die Frustrations-Aggressions-Hypothese und ihre Bedeutung für den pädagogischen Kontext

Title: Die Frustrations-Aggressions-Hypothese und ihre Bedeutung für den pädagogischen Kontext

Seminar Paper , 2013 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jan Seichter (Author)

Psychology - Social Psychology
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Aggressive Reaktionen gehören zu den grundlegendsten menschlichen Verhaltensweisen. Obgleich dem so ist, herrscht jedoch bis heute in der Wissenschaft Streit darüber, wie und wann Aggression ausgelöst wird. Eine der ersten und maßgeblichsten Theorien hierzu, ist die Annahme, dass Aggression stets durch eine vorher entstandene Frustration hervorgerufen wird und jede Frustration wiederum zu Aggression führt. Diese sogenannte Frustrations-Aggressions-Hypothese, in dieser Form von Dollard, Doob, Miller, Mowrer und Sears (1970) formuliert, ist Gegenstand dieser Arbeit, in welcher das theoretische Konzept einer durch Frustration ausgelösten Aggression anhand eines konkreten Beispiels näher beleuchtet werden soll, um anschließend praktische Erkenntnisse für den Kontext der Schulpädagogik ableiten zu können.

Aus diesem Grund soll in dieser Arbeit geklärt werden, wie genau es entsprechend der Frustrations-Aggressions-Hypothese zur Entstehung von Frustration und Aggression kommt, welche wei-teren Faktoren Einfluss auf diesen Prozess haben und wie die Pädagogik lernförderlich in diese Entwicklung eingreifen kann. Dabei bleiben andere Theorien zur Erklärung von Aggression unbeachtet oder werden nur der Abgrenzung halber erwähnt.
Im Aufbau einem logischen Ablauf folgend, wird diese Arbeit zunächst den Stand der Forschung bezogen auf die Frustrations-Aggressions-Hypothese zusammentragen. Anschließend wird die theoretische Basis für den weiteren Teil der Arbeit gelegt, wofür vor allem Dollard et al. (1970) als Entwickler der zugrundegelegten These herangezogen werden. Eine Erweiterung der theoretischen Grundlage wird sodann durch eine Studie von Steinmetz und Lewand (2005) gelegt, um die daraus resultierenden Ergebnisse auf das oben genannte Beispiel anzuwenden. Als letztes schließlich werden aus den gewonnenen Kenntnissen Schlussfolgerungen für den pädagogischen Kontext gezogen.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Der Stand der Forschung

3. Die Frustrations-Aggressions-Hypothese

3.1 Eine empirische Erweiterung

3.2 Die Anwendung auf das Fallbeispiel

4. Die Schlussfolgerungen für den pädagogischen Kontext

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Frustrations-Aggressions-Hypothese nach Dollard et al. (1970) und deren Anwendbarkeit auf den schulpädagogischen Kontext, um Mechanismen zur Vermeidung oder Hemmung von Aggression bei Schülern durch eine psychologische Analyse von Fallbeispielen zu identifizieren.

  • Grundlagen der Frustrations-Aggressions-Hypothese
  • Einfluss der subjektiven Wahrnehmung von eigener Schuld auf aggressives Verhalten
  • Analyse von Leistungsdruck und Notengebung als Auslöser für Frustration
  • Pädagogische Interventionsmöglichkeiten zur Frustrationsvermeidung
  • Rolle von Verhaltensregeln und Antizipation von Bestrafungen

Auszug aus dem Buch

3. Die Frustrations-Aggressions-Hypothese

Bereits 1939 legten Dollard et al. (1970, S. 9) die Grundthese ihrer Frustrations-Aggressions-Hypothese dar: „Aggression ist immer die Folge einer Frustration“.

Diese dogmatisch anmutende Aussage, welche jedoch selbst die Autoren nicht als bewiesenen Fakt sondern eben als Hypothese verstehen, schließt damit das Zustandekommen von Aggression aus, wenn kein Grad von Frustration in einer Person vorhanden ist. Rückschließend sagt diese These jedoch auch aus, dass das Vorhandensein jedweder Frustration zwangsläufig zu einer Form von Aggression führen muss (Dollard et al., 1970). Eine im Alltag oft beobachtete Situation, dass nämlich ein frustrierter Mensch nicht zwangsweise aggressives Verhalten entwickeln muss, wird von Dollard et al. (1970) mit gesellschaftlicher Sozialisation begründet. Da Mitgliedern unserer Gesellschaft ab dem Kindesalter entweder direkt von den Eltern oder im Umgang mit anderen Menschen beigebracht wird, eigenes aggressives Potential zu kontrollieren, kommt es zu einer Komprimierung, Verzögerung, Entstellung oder Verschiebung der aggressiven Reaktion, wenn auch vielleicht zumindest für den Moment nicht zur Zerstörung ihrer Grundlage.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der Aggression bei Schülern anhand eines Fallbeispiels und Formulierung der zentralen Forschungsfrage.

2. Der Stand der Forschung: Darstellung des theoretischen Rahmens der Aggressionsforschung innerhalb der Sozialpsychologie und kritische Betrachtung bestehender Ansätze.

3. Die Frustrations-Aggressions-Hypothese: Detaillierte Erläuterung der psychologischen Kernhypothese inklusive einer empirischen Erweiterung durch den Faktor Schuld und der Anwendung auf das konkrete Fallbeispiel.

4. Die Schlussfolgerungen für den pädagogischen Kontext: Übertragung der Erkenntnisse in den Lehr-Lern-Kontext und Ableitung praktischer Handlungsempfehlungen für Lehrer und Schule.

5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Aufzeigen von weiterem Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Frustrations-Aggressions-Hypothese, Aggression, Schule, Pädagogik, Frustration, Schuld, Leistungsfeststellung, Sozialpsychologie, Verhaltenssteuerung, Notengebung, Schüler-Lehrer-Beziehung, Interferenz, Instigation, Latente Aggression, Gewaltprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Entstehung von Aggression bei Schülern unter Anwendung der psychologischen Frustrations-Aggressions-Hypothese.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die psychologische Theorie der Frustration, den Einfluss von Schuldzuweisungen auf das Verhalten und die spezifischen Herausforderungen von Leistungsdruck im Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, pädagogische Strategien aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Vermeidung von Frustrationsauslösern aggressive Verhaltensweisen im schulischen Kontext reduziert oder verhindert werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Durchdringung der psychologischen Literatur (insb. Dollard et al.) sowie der Anwendung dieser Konzepte auf ein reales Fallbeispiel einer Prüfungssituation.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen von Instigation und Interferenz und beleuchtet, wie Schüler auf das Scheitern bei Leistungsfeststellungen reagieren.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Frustration, Aggression, Zielerreichung, pädagogischer Kontext, Schuldgefühl und Verhaltenshemmung.

Warum spielt die eigene Schuld bei einer frustrierenden Erfahrung eine so große Rolle?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die Wahrnehmung eigener Schuld als Hemmfaktor wirkt, der die Wahrscheinlichkeit für (verbale) Aggression deutlich senkt, da hierbei soziale Normen aktiviert werden.

Wie kann das deutsche Schulsystem zur Aggressionsvermeidung beitragen?

Durch die Einführung von Transparenz, alternativen Bewertungsmethoden (statt starrer Notengebung) und das Angebot von Ausgleichsleistungen kann das Frustrationspotenzial laut der Arbeit minimiert werden.

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Details

Title
Die Frustrations-Aggressions-Hypothese und ihre Bedeutung für den pädagogischen Kontext
College
Dresden Technical University  (Institut für Psychologie)
Course
Sozialpsychologische Aspekte
Grade
1,0
Author
Jan Seichter (Author)
Publication Year
2013
Pages
21
Catalog Number
V269443
ISBN (eBook)
9783656605584
ISBN (Book)
9783656605577
Language
German
Tags
Psychologie Sozialpsychologie Aggression Frustration Aggression-Frustration Pädagogik Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Seichter (Author), 2013, Die Frustrations-Aggressions-Hypothese und ihre Bedeutung für den pädagogischen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269443
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