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Zivilreligiöse Elemente in der Rhetorik Barack Obamas

Title: Zivilreligiöse Elemente in der Rhetorik Barack Obamas

Seminar Paper , 2010 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: B.A. Erik Weihmann (Author)

American Studies - Culture and Applied Geography
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Sowohl Rechts-, Sozial- und Geisteswissenschaften haben sich der Frage gewidmet wie die vorstaatlichen Grundlagen einer Gesellschaft beschaffen sind und in Folge verschiedene Lösungsansätze produziert, die sich über Schlagworte wie Organische Arbeitsteilung (Emil Durkheim), Nationalismus (Eric Hobsbawn), imagined communities (Bendict Anderson), Zivilgesellschaft (Alexis de Tocqueville), etc. benennen lassen. Ein weiteres Konzept wie der Einzelne in eine Gesellschaft integriert wird und diese als homogenes Gebilde generiert und statuiert wird, ist das Konzept der Zivilreligion, welches in seiner empirisch-analytischen Version von Robert Bellah Ende der 1960er Jahre erstmals formuliert und in den folgenden Jahrzehnten von ihm und Kritikern ausführlicher elaboriert und aktualisiert wurde. Im Rahmen dieser Seminararbeit ist es auf besondere Weise relevant, da Zivilreligion als kulturelle Praxis und Performanz ihre größte Wirkmächtigkeit entfaltet, wenn sie in einen rhetorischen Kontext eingebunden ist. Daher wird diese Arbeit ihren Fokus auf das Aufzeigen zivilreligiöser Elemente in präsidentieller Rhetorik legen. Diesbezüglich werden Ausschnitte aus drei Reden Barack Obamas als Bearbeitungsgrundlage dienen. Zuvor erfolgt eine kurze Einführung in das Konzept der Zivilreligion allgemein und speziell mit Bedeutungsschwerpunkt Vereinigte Staaten von Amerika.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

II. Das Konzept der Zivilreligion

III. The Promised Land of Opportunity

– Die Keynote Speech auf der Democratic National Convention 2004

IV. Opferbereitschaft und Wiederauferstehung des ‚American Promise‘

– Acceptance Speech auf der Democratic National Convention 2008

V. Following the forbearers steps and history means strength

– Barack Obamas Inaugurationsrede

VI. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die rhetorische Verwendung zivilreligiöser Elemente in ausgewählten Reden von Barack Obama und analysiert, wie diese zur Konstruktion nationaler Identität und Integration im Kontext des American Dream und des American Promise eingesetzt werden.

  • Analyse des Konzepts der Zivilreligion nach Robert Bellah
  • Untersuchung der zivilreligiösen Rhetorik in drei Schlüsselreden Barack Obamas
  • Reflexion über das Verhältnis von Individuum, Gesellschaft und staatlicher Verantwortung
  • Dekonstruktion präsidentieller Narrative als Mittel der politischen Integration
  • Vergleich zivilreligiöser Motive mit historisch gewachsenen nationalen Mythen

Auszug aus dem Buch

Die Keynote Speech auf der Democratic National Convention 2004

„[…] My parents shared not only an improbable love, they shared an abiding faith in the possibilities of this nation. They would give me an African name, Barack, or ”blessed,” believing that in a tolerant America your name is no barrier to success. They imagined going to the best schools in the land, even though they weren’t rich, because in a generous America you don’t have to be rich to achieve your potential. They're both passed away now. And yet, I know that on this night they look down on me with great pride.

And I stand here today, grateful for the diversity of my heritage, aware that my parents’ dreams live on in my two precious daughters. I stand here knowing that my story is part of the larger American story, that I owe a debt to all of those who came before me, and that, in no other country on earth, is my story even possible.

Tonight, we gather to affirm the greatness of our Nation — not because of the height of our skyscrapers, or the power of our military, or the size of our economy. Our pride is based on a very simple premise, summed up in a declaration made over two hundred years ago:

We hold these truths to be selfevident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain inalienable rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness.

That is the true genius of America, a faith a faith in simple dreams, an insistence on small miracles; that we can tuck in our children at night and know that they are fed and clothed and safe from harm; that we can say what we think, write what we think, without hearing a sudden knock on the door; that we can have an idea and start our own business without paying a bribe; that we can participate in the political process without fear of retribution, and that our votes will be counted at least most of the time. […]“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Die Einleitung verortet die Arbeit im Feld der Zivilreligionsforschung und begründet den Fokus auf die präsidentielle Rhetorik Barack Obamas als Mittel der gesellschaftlichen Integration.

II. Das Konzept der Zivilreligion: Dieses Kapitel erläutert das theoretische Fundament der Zivilreligion nach Robert Bellah und identifiziert zentrale amerikanische Motive wie den Exodus, das auserwählte Volk und das versprochene Land.

III. The Promised Land of Opportunity: Anhand der Keynote Speech von 2004 wird analysiert, wie Obama den American Dream mit seiner persönlichen Geschichte verknüpft und als identitätsstiftendes Narrativ nutzt.

IV. Opferbereitschaft und Wiederauferstehung des ‚American Promise‘: Die Analyse der Acceptance Speech 2008 zeigt, wie Obama individuelle Opferbereitschaft in den Kontext nationaler Verantwortung und politischer Erneuerung stellt.

V. Following the forbearers steps and history means strength: Das Kapitel untersucht die Inaugurationsrede Obamas im Hinblick auf die rhetorische Einbindung historischer Vorbilder und Märtyrer in den zivilreligiösen Kanon.

VI. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass amerikanische Rhetorik ohne zivilreligiöse Bestandteile kaum denkbar ist, da diese als essenzielle Integrationsmechanismen fungieren.

Schlüsselwörter

Zivilreligion, American Dream, American Promise, Barack Obama, Präsidentielle Rhetorik, Politische Integration, Robert Bellah, American Exceptionalism, Identitätsstiftung, Amerikanische Geschichte, politische Kultur, Bürgerreligion, Patriotismus, Kollektive Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Zivilreligion in der amerikanischen Politik und untersucht, wie Barack Obama religiös konnotierte Begriffe und Narrative in seinen Reden verwendet, um die amerikanische Bevölkerung zu einen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Zivilreligionsforschung, die Rhetorik präsidentieller Reden, die Konstruktion nationaler Mythen sowie die soziologische Bedeutung des American Dream als Integrationskraft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwiefern Barack Obamas Rhetorik zivilreligiöse Elemente nutzt, um eine gemeinsame nationale Identität zu schaffen und sich dabei auf traditionelle amerikanische Werte sowie geschichtliche Bezugspunkte stützt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kulturwissenschaftliche und ideologiegeschichtliche Analyse, die theoretische Ansätze der Zivilreligion mit der praktischen rhetorischen Analyse von drei ausgewählten Reden Obamas verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert drei spezifische Reden Obamas: die Keynote Speech 2004, die Acceptance Speech 2008 und die Inaugurationsrede 2009, wobei jeweils zentrale zivilreligiöse Motive wie Opferbereitschaft, Exzeptionalismus und die Verbindung zu den Vorvätern herausgearbeitet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Zivilreligion, American Dream, American Promise, präsidentielle Rhetorik und die Konstruktion kollektiver nationaler Identität.

Wie unterscheidet sich die Rhetorik Obamas von der seiner Vorgänger laut dieser Arbeit?

Die Arbeit betont, dass Obama durch die Einbettung seiner eigenen Familiengeschichte in den nationalen Kanon eine hohe Authentizität erreicht und sich dabei als eine Art „Messias“-Figur inszeniert, die für die gesamte US-Gesellschaft spricht.

Welche Rolle spielt die „Sage“ in Obamas Rhetorik?

Die „Sage“ dient laut Autor dazu, den American Dream und den amerikanischen Exzeptionalismus als kulturell prägende Erzählung zu festigen, die auch in Krisenzeiten Halt gibt und zur Solidarität aufruft.

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Details

Title
Zivilreligiöse Elemente in der Rhetorik Barack Obamas
College
University of Erfurt  (Philosophische Fakultät - Studium Fundamentale)
Course
Rhetorik und Debatte
Grade
1,7
Author
B.A. Erik Weihmann (Author)
Publication Year
2010
Pages
16
Catalog Number
V269493
ISBN (eBook)
9783656607403
ISBN (Book)
9783656697831
Language
German
Tags
USA Vereinigte Staaten Zivilreligion Civil Religion Robert Bellah US-Präsident US-Kultur Amerikanische Kultur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Erik Weihmann (Author), 2010, Zivilreligiöse Elemente in der Rhetorik Barack Obamas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269493
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