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Wegbereiter der englischen Frauenbewegung im Vergleich

Mary Wollstonecraft und John Stuart Mill/ Harriet Taylor Mill

Titel: Wegbereiter der englischen Frauenbewegung im Vergleich

Hausarbeit , 2013 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Nadine Möller (Autor:in)

Anglistik - Kultur und Landeskunde
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Zusammenfassung Leseprobe Details

(...) Egal ob in Amerika, Frankreich, Deutschland oder England – seit Jahrhunderten kämpfen Frauen für die Anerkennung und Verwirklichung ihrer Rechte. Manche sehen die Entstehung des feministischen Bewusstseins „in den Arbeiten von Schriftstellerinnen im England des 17. Jahrhunderts“, andere gehen sogar bis ins 15. Jahrhundert zurück und sehen den Anfang „bei der französischen Autorin Christine de Pizan .“
In England sowie in anderen europäischen Staaten begann die Frauenbewegung mehrheitlich im 18. Jahrhundert. Einzelne Männer und Frauen, beflügelt durch die Aufklärung und die Verkündung der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte im Jahr 1789, forderten nun vermehrt die Gleichstellung der Frau gegenüber dem Mann. Drei Autoren , welche die Geschichte der englischen Frauenbewegung maßgeblich mitbestimmt haben, waren Mary Wollstonecraft sowie John Stuart Mill und seine Frau Harriet Taylor Mill. Von französischen Frauen wie Olympe de Gouges inspiriert, eröffnete Mary Wollstonecraft mit ihrer Schrift „Ein Plädoyer für die Rechte der Frauen“ (A Vindication of the Rights of Woman) im Jahr 1792 die politische Diskussion um die Stellung der Frau in der Gesellschaft. Ihr ging es in ihrer Schrift nicht darum, die bestehende Ordnung der Geschlechter umzudrehen, sondern vielmehr tritt sie dafür ein, dass Frauen die gleichen Bildungschancen wie Männer erhalten sollten. Zudem fordert sie „die Teilhabe der Frau am gesellschaftlichen Leben, mehr noch: ihre Verantwortung dafür, denn die Frauen wurden bisher „kaum als Menschen“ betrachtet.
Genau 77 Jahre später griff einer der bekanntesten und einflussreichsten Denker seiner Zeit die Forderungen von Mary Wollstonecraft wieder auf. 1869 veröffentlichte John Stuart Mill in Zusammenarbeit mit seiner Frau, Harriet Taylor Mill, das Werk „Die Hörigkeit der Frauen“ (On the Subjection of Woman). Beide widerlegen in ihrer Schrift die Annahme, „dass die untergeordnete Stellung der Frau mit ihrer ‚Natur‘ begründet und legitimiert werden könne.“ (...)
Ziel dieser Arbeit ist es, die wesentlichen Argumente und Sichtweisen der drei Autoren zur Stellung der Frau in der Gesellschaft ihrer Zeit herauszufiltern. Dazu werden jeweils die ersten drei Kapitel der Texte analysiert. Am Ende der Arbeit sollen die wichtigsten Forderungen, welche die Autoren an die Leser ihrer Zeit hatten, klar erkennbar sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurze theoretische Grundlage zum eigenen Verständnis von „sex“ und „gender“

3. Entwicklung der Frauenbewegung in England im 18. und 19. Jahrhundert

4. Wegbereiter der englischen Frauenbewegung im Vergleich

4.1 Mary Wollstonecraft

4.1.1 Rollenbrecherin und Vordenkerin

4.1.2 Ein Plädoyer für die Rechte der Frauen (1792)

4.2 John Stuart Mill / Harriet Taylor Mill

4.2.1 Eine gleichberechtigte Partnerschaft

4.2.2 Die Hörigkeit der Frauen (1869)

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die wesentlichen Argumente und Sichtweisen von Mary Wollstonecraft sowie John Stuart Mill und Harriet Taylor Mill zur Stellung der Frau in der Gesellschaft ihrer Zeit vergleichend zu analysieren und deren zentrale Forderungen herauszuarbeiten.

  • Analyse der geschichtlichen Entwicklung der Frauenbewegung in England im 18. und 19. Jahrhundert
  • Untersuchung des theoretischen Verständnisses von "sex" und "gender" im Kontext der Frauenemanzipation
  • Porträt von Mary Wollstonecraft als Vordenkerin und kritische Analyse ihres Werks "Ein Plädoyer für die Rechte der Frauen"
  • Darstellung der gleichberechtigten Partnerschaft zwischen John Stuart Mill und Harriet Taylor Mill
  • Bewertung des gemeinschaftlichen Werks "Die Hörigkeit der Frauen" und dessen gesellschaftlicher Bedeutung

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Ein Plädoyer für die Rechte der Frauen (1792)

Mary Wollstonecraft war dem englischen Publikum bereits vor Veröffentlichung ihres Werks „Ein Plädoyer für die Rechte der Frauen“ als politische Schriftstellerin bekannt. Als im Jahr 1790 Edmund Burkes Buch „Reflections on the Revolution in France“, eine Kritikschrift über die Französische Revolution, erschien, verfasste sie eine Gegenschrift, in der sie für die Französische Revolution Partei ergriff. Zwei Jahre später erschien ihr über 450 Seiten umfassendes Buch „Ein Plädoyer für die Rechte der Frauen“. Laut ihrem Ehemann William Godwin verfasste sie ihr Werk in nur sechs Wochen „mit dem Ziel, in die politische Debatte um Frauenrechte in Frankreich einzugreifen.“ Godwin nannte das Werk „…eine Sache, mit der Mary ihren Geschlechtsgenossinnen einen wichtigeren Dienst erwiesen hat als alle anderen Schriftsteller und Schriftstellerinnen, die je im Namen der unterdrückten und benachteiligten Schönheit zur Feder griffen." Gewidmet ist ihre Schrift Charles Maurice Talleyrand-Périgord. Der französische Staatsmann veröffentlichte einen Erziehungsbericht, indem er allerdings die Rechte der Frauen ignorierte. Mary Wollstonecraft verfasste daraufhin ihre Streitschrift „Ein Plädoyer für die Rechte der Frauen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die historischen Anfänge der weltweiten Frauenbewegungen und stellt die zentralen Akteure Mary Wollstonecraft, John Stuart Mill und Harriet Taylor Mill vor.

2. Kurze theoretische Grundlage zum eigenen Verständnis von „sex“ und „gender“: Dieses Kapitel erläutert die begriffliche Trennung von biologischem und sozialem Geschlecht und deren Bedeutung für die Dekonstruktion gesellschaftlicher Rollenzuweisungen.

3. Entwicklung der Frauenbewegung in England im 18. und 19. Jahrhundert: Hier wird der historische Kontext der organisierten Frauenbewegung in England beschrieben, inklusive der ersten Erfolge in der Bildung und dem Aufkommen des Frauenstimmrechts.

4. Wegbereiter der englischen Frauenbewegung im Vergleich: Dieser Hauptteil analysiert die Lebenswege und Schriften von Mary Wollstonecraft sowie das gemeinsame Wirken von John Stuart Mill und Harriet Taylor Mill.

5. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die Analyseergebnisse und betont die bis heute bestehende Relevanz der untersuchten feministischen Schriften für die globale Debatte um Gleichstellung.

Schlüsselwörter

Frauenbewegung, Mary Wollstonecraft, John Stuart Mill, Harriet Taylor Mill, Frauenrechte, Emanzipation, Geschlechterrollen, Feminismus, Bildung, Frauenstimmrecht, Die Hörigkeit der Frauen, Ein Plädoyer für die Rechte der Frauen, Geschlechterforschung, England, Gleichberechtigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Anfänge der englischen Frauenbewegung im 18. und 19. Jahrhundert anhand der Werke von drei zentralen Vordenkern: Mary Wollstonecraft, John Stuart Mill und Harriet Taylor Mill.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Kernbereichen zählen die historische Entwicklung der Frauenbewegung, die kritische Auseinandersetzung mit der Geschlechterordnung sowie die Forderung nach Bildung und politischer Partizipation für Frauen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, die wesentlichen Argumente der genannten Autoren zur Stellung der Frau in der Gesellschaft ihrer Zeit herauszuarbeiten und die Bedeutung ihrer Forderungen für die damalige Epoche zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Die Autorin verwendet eine literaturanalytische Methode, bei der die jeweils ersten drei Kapitel der primären Streitschriften der Autoren auf ihre zentralen Argumente hin untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Frauenbewegung, die Analyse von Wollstonecrafts Wirken sowie die Untersuchung des intellektuellen Austauschs und der gemeinsamen Forderungen von John Stuart und Harriet Taylor Mill.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Frauenemanzipation, Gleichberechtigung, Geschlechterforschung und feministische Theorie charakterisieren.

Welchen Einfluss hatte Harriet Taylor Mill auf das Werk "Die Hörigkeit der Frauen"?

John Stuart Mill beschreibt in seiner Autobiographie, dass die fundiertesten und eindrucksvollsten Gedanken des Werkes von seiner Frau stammten, mit der er einen langjährigen intellektuellen Austausch pflegte.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Mary Wollstonecraft von dem des Ehepaars Mill?

Während Wollstonecraft ihr Augenmerk stärker auf häusliche und familiäre Veränderungen sowie allgemeine Bildung richtet, gehen John Stuart Mill und Harriet Taylor Mill einen Schritt weiter und fordern vehement das Frauenwahlrecht sowie die rechtliche Gleichstellung in allen gesellschaftlichen Ämtern.

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Details

Titel
Wegbereiter der englischen Frauenbewegung im Vergleich
Untertitel
Mary Wollstonecraft und John Stuart Mill/ Harriet Taylor Mill
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,7
Autor
Nadine Möller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
16
Katalognummer
V269497
ISBN (eBook)
9783656607472
ISBN (Buch)
9783656607458
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wegbereiter frauenbewegung vergleich mary wollstonecraft john stuart mill/ harriet taylor mill
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Möller (Autor:in), 2013, Wegbereiter der englischen Frauenbewegung im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269497
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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