Die Schere zwischen arm und reich (zwischen Industrie- und Entwicklungslän-dern) öffnet sich immer weiter und effektive Gegenmaßnahmen sind bis heute nicht erfolgt. Eine breite Masse des Volkes macht hierfür den Kapitalismus und die mit ihm einhergehende Produktionsweise und das Konsumverhalten verant-wortlich. Dies verdeutlicht die Relevanz der vorherrschenden Gesellschaftsform als wesentlichen Aspekt des Zusammenlebens und der Entwicklung.
Um die Thematik im Überblick darzustellen, soll im Folgenden, ausgehend von der Begriffserläuterung, auf den Kapitalismus und den Kommunismus als Ge-sellschaftsformen näher eingegangen werden.
Die Bedeutung nach dem Streben einer idealen Gesellschaftsform wird grob in der Arbeit durch die Auseinandersetzung mit der Problematik des modernen Kapitalismus aufgezeigt.
Im letzten Teil erfolgt die Ausweitung der Betrachtung im Hinblick auf eine idea-le Gesellschaftsform.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffserläuterung
3. Gesellschaftsform des Kommunismus
4. Gesellschaftsform des Kapitalismus
5. „Die ideale Gesellschaft“
6. Fazit
Zielsetzung und Themenfelder
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Ausgestaltung unterschiedlicher gesellschaftlicher Systeme unter der zentralen Forschungsfrage, inwiefern eine ideale Gesellschaftsform existieren kann. Dabei wird analysiert, wie bestehende ökonomische Strukturen das gesellschaftliche Zusammenleben beeinflussen und welche Voraussetzungen für eine idealere Form erforderlich wären.
- Analyse der kapitalistischen Gesellschaftsordnung und ihrer Auswirkungen
- Untersuchung der kommunistischen Theorie und historischer Realisierungsversuche
- Kritische Betrachtung globaler sozialökonomischer Zusammenhänge
- Diskussion über Voraussetzungen für eine ideale Gesellschaft
- Synthese von Elementen verschiedener Gesellschaftssysteme
Auszug aus dem Buch
5. „Die ideale Gesellschaft“
Wie Karl Marx sagte ist es „nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt“ (Marx 1859). Somit sollte ein ausgeglichenes, unabhängiges und gesundes gesellschaftliches Sein das Grundbestreben eines jeden Menschen sein. Um dieses ausgewogene gesellschaftliche Sein erlangen zu können bedarf es einer Gesellschaftsform, welche die Freiheit des einzelnen sichert und ihm die Möglichkeit bietet sich frei zu entfalten und mit dem Rest der Gesellschaft einwandfrei zu interagieren. Dies ist nicht möglich solange es global keine Einheitliche Gesellschaftsform mit festgelegten Normen gibt.
Da die Produktionsweise den sozialen, politischen und geistigen Lebensprozess bedingt ist es von Nöten gleiche Arbeitsvoraussetzungen zu schaffen, um jedem Land wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt zu ermöglichen. Um diese Arbeitsvoraussetzungen zu erfüllen bedarf es jedem Staat an einem gewissen Reichtum. In einem globalen Staat, welcher sich in diverse Unterstaaten gliedert, wäre dies vorstellbar, da der Konkurrenzkampf, die wirtschaftliche Abhängigkeit, Korruption und die Ausbeutung des wirtschaftlichen Wachstums von heutigen Entwicklungsländern mit hoher Wahrscheinlichkeit langfristig verhindert werden könnte. Erst wenn wir über unsere eigenen Ländergrenzen hinaus denken und uns als eine globale Gesellschaft wahrnehmen, wird es möglich sein eine ideale Gesellschaftsform zu etablieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Schere zwischen Arm und Reich sowie die Kritik am Kapitalismus und leitet zur Fragestellung der idealen Gesellschaftsform über.
2. Begriffserläuterung: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe Gesellschaft und sozialökonomische Gesellschaftsformation im wissenschaftlichen Kontext.
3. Gesellschaftsform des Kommunismus: Hier wird die marxistische Theorie des historischen Materialismus erläutert und die historische Problematik bei der Umsetzung sozialistischer Gesellschaften aufgezeigt.
4. Gesellschaftsform des Kapitalismus: Dieses Kapitel analysiert das Wesen des Kapitalismus, seine historische Entwicklung sowie die damit einhergehende wirtschaftliche Abhängigkeit und Ausbeutung.
5. „Die ideale Gesellschaft“: Hier erfolgt die theoretische Herleitung einer wünschenswerten Gesellschaftsform, die Elemente des Kapitalismus, Kommunismus und Anarchismus kombiniert.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine ideale Gesellschaftsform ein globales Umdenken erfordert, welches auf Zusammenhalt, Vernunft und Aufgeklärtheit basiert.
Schlüsselwörter
Kapitalismus, Kommunismus, Gesellschaftsformation, Sozialökonomie, Historischer Materialismus, Ideale Gesellschaft, Marktwirtschaft, Soziale Gerechtigkeit, Globale Gesellschaft, Produktionsweise, Ausbeutung, Fortschritt, Unmündigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der soziologischen Analyse verschiedener sozialökonomischer Gesellschaftsformen und deren Auswirkungen auf das menschliche Zusammenleben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Gegenüberstellung von Kapitalismus und Kommunismus sowie der theoretischen Auseinandersetzung mit den Bedingungen für eine ideale Gesellschaft.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel der Arbeit ist es, die Problematiken heutiger Systeme aufzuzeigen und die Forschungsfrage zu beantworten, inwiefern eine ideale Gesellschaftsform überhaupt existieren kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse klassischer gesellschaftstheoretischer Schriften und aktueller wirtschaftspolitischer Publikationen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden der Kommunismus und der Kapitalismus als Systeme analysiert, gefolgt von einem theoretischen Entwurf für eine ideale, hybride Gesellschaftsform.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Gesellschaftsformation, Historischer Materialismus, Soziale Gerechtigkeit, Kapitalismus und globale Identität.
Warum hält der Autor den reinen Kapitalismus für problematisch?
Der Autor sieht im Kapitalismus die Gefahr einer ruinösen Konkurrenz, der Ausbeutung des Proletariats und einer zunehmenden sozialen Ungleichheit zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.
Welche Rolle spielt die „Unmündigkeit“ in der Argumentation des Autors?
Der Autor greift das Konzept der Unmündigkeit auf, um zu verdeutlichen, dass eine ideale Gesellschaft erst entstehen kann, wenn sich die Menschen aktiv aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit befreien.
Was versteht der Autor unter einer idealen Gesellschaftsform?
Der Autor schlägt eine Mischform vor, die kapitalistische Prinzipien der Leistungsanreize mit kommunistischen Werten der Gleichheit und anarchischen Elementen individueller Freiheit verbindet.
- Arbeit zitieren
- Giulio Incoronato (Autor:in), 2013, Sozialökonomische Gesellschaftsformation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269536