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Der Vanitas-Gedanken in der Popularmusik des 21. Jahrhundert

Titel: Der Vanitas-Gedanken in der Popularmusik des 21. Jahrhundert

Hausarbeit , 2012 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Benjamin Sommer (Autor:in)

Musik - Sonstiges
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"Der Mensch ist eitel. Die Frisur ist vergänglich. Dafür sind wir zuständig". Dieser Spruch des Friseurladens "vanitas.hair" in München dient allem voran als Werbeslogan, vermittelt aber auch jedem Kunden und Passanten wie gegen-wärtig Vergänglichkeit ist. Denn der Mensch ist eitel. Doch "wer nach eitlem Glück trachtet, wird in die Irre gehen", so Georg Philipp Telemann, ein deutscher,für die Barockzeit prägender Komponist, der dies in seiner Solo- kantate "Mein Herze lachet vor Vergnügen" verdeutlicht. Beim 231. Schloss-konzert in Fockenfeld haben Dorothea Zimmermann (Gesang), Christiane Gagel- mann (Barockvioline) und Sebastian Knebel (Hammerflügel) den Gedanken von Telemann erneut aufgegriffen und neu formuliert. "Vergnüge dich, mein Herz, erlange keinen Überfluss", so die Botschaft an den heutigen, immer noch zur Eitelkeit neigenden,Menschen. Hierzu auch ein Vers aus dem Buch Kohelet im Alten Testament, um darzustellen, dass damals wie heute die Vergänglichkeit ein ständiger Begleiter ist: "Es ist alles ganz eitel [...]. Was hat der Mensch für Gewinn von all seiner Mühe, die er hat unter der Sonne?". Da alles, im Besonderen der Mensch, auf der Erde eitel und vergänglich ist,läuft das Streben nach Glück, nach dem rechten Leben, ins Nichts. Das Thema Vergäng-lichkeit wird zwar im Alltag nicht oft angesprochen, jedoch wird es besonders im Bereich der Kunst gerne rezipiert. "The Vanitas paintings" von Chris Peters sind Stillleben-Malereien, die die Vanitas-Stillleben der Barockzeit aufgreifen und im modernen Stil die Eitelkeit und Vergänglichkeit wieder all- gegenwärtig darstellen. Ein derartiges Bildbeispiel wird später kurz inter-pretiert. Neben der Malerei im 21. Jahrhundert beschäftigt sich auch die moderne Popmusik mit diesem Teil des Lebens. Beispielsweise der Song "Hurt", interpretiert von Johnny Cash, der im Text der Originalversion der Band 'Nine Inch Nails' die Drogenabhängigkeit des lyrischen Ichs darstellt. Wenn man aber den Inhalt des Songs in den Kontext stellt, dass Cash bereits 70 Jahre alt, schwerkrank war und sich bereits auf seinen Tod vorbereitete, gewinnt der Text eine andere Bedeutung. Hierzu und zu dem Song "Nix mitnehma" des bayerischen Musikers 'Ringsgwandl' folgt in einem späteren Punkt der Haus- arbeit eine nähere Analyse. Außerdem wird untersucht, ob das Album mit dem vielversprechenden Titel "Vanitas (Recordings)" der Punkrockband 'Broilers' als Rezeption des Vanitas-Gedankens in der Popularmusik gelten darf.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung zum Thema

2. Rezeption des Vanitas-Gedankens in der Popularmusik

2.1 Begriffsklärung

2.1.1 Vanitas

2.1.2 Pop

2.1.3 Populäre Musik

2.2 Analysen populärer Musik

2.2.1 Kurzer allgemeiner Einblick in die Analyse eines Popsongs

2.2.2 Analyse zum Song "Hurt"

2.2.3 Analyse des Songs "Nix mitnehma" von Georg Ringsgwandl

2.3 Broilers – "Vanitas (Recordings)"

2.3.1 Allgemeine Informationen zur Band

2.3.2 Analyse des Albums "Vanitas (Recordings)"

3. Schlusswort und Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die fortwährende Rezeption des Vanitas-Gedankens – der Vergänglichkeit des irdischen Lebens und der Eitelkeit menschlichen Strebens – innerhalb der modernen Popularmusik des 21. Jahrhunderts und analysiert, wie diese barocke Philosophie in zeitgenössischen Songtexten und visuellen Inszenierungen verarbeitet wird.

  • Historische Herleitung des Vanitas-Begriffs und dessen Wandel
  • Definition und kulturelle Einordnung des Begriffs "Pop"
  • Methodische Analyse populärer Musik am Beispiel ausgewählter Songs
  • Untersuchung des Albums "Vanitas (Recordings)" der Band Broilers

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Analyse zum Song "Hurt"

Johnny Cash, gestorben am 12. September 2003 im Alter von 71 Jahren, war ein amerikanischer Künstler aus dem Genre "Country & Western" (C&W), der diesen Musikbereich am meisten geprägt hat. Dies gilt besonders ab dem Jahr 1993, als er sich mit dem amerikanischen Produzenten Rick Rubin zusammenschloss, um die Aufnahmen der sogenannten "American Recordings" zu beginnen. Es wurden vier Alben zu Cashs Lebzeiten veröffentlicht (weitere zwei nach seinem Tod), wobei der im Jahr 2002 erschienene vierte Longplayer am bekanntesten sein dürfte, unter anderem aufgrund des Songs "Hurt". Den Song "Hurt", original von der Industrial-Rock Band 'Nine Inch Nails' (NIN), hat Rick Rubin Johnny Cash vorgeschlagen, um daraus eine Coverversion zu machen. Den Song "Hurt" lobte Cash als "[...] best antidrug song [he] ever heard", hielt ihn aber nicht geeignet für sich. Dennoch ließ er sich von Rick Rubin überzeugen und nahm den Song auf.

Textlich fügt sich der Song "Hurt" wunderbar in die Reihe von Texten ein, die Johnny Cash selbst schrieb. Themen Cashs waren unter anderem das Leben und Leiden armer Leute und das Aufzeigen menschlichen Scheiterns. In der Phase der "American Recordings" schrieb er vermehrt über Gott, Glaube und den Tod. Wenn man den Text von "Hurt" in den Kontext stellt, dass Cash nach eigenen Aussagen seinen bevorstehenden Tod gespürt hat und somit wusste, dass er bald sterben würde, dann beschreibt der Text die Vergänglichkeit seines Lebens, so als wollte er mit diesem Song Abschied nehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung zum Thema: Einleitung in die Thematik der Vergänglichkeit und deren Rezeption in Kunst und Musik.

2. Rezeption des Vanitas-Gedankens in der Popularmusik: Theoretische Fundierung der Begriffe Vanitas, Pop und populäre Musik sowie konkrete Analysen ausgewählter Lieder und eines Albums der Band Broilers.

3. Schlusswort und Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Relevanz des Vanitas-Gedankens für den modernen Menschen und die heutige Musiklandschaft.

Schlüsselwörter

Vanitas, Memento Mori, Popularmusik, Vergänglichkeit, Eitelkeit, Johnny Cash, Broilers, Georg Ringsgwandl, Popkultur, Musikikonographie, Songanalyse, Tod, Nihilismus, Lebensende, Stil.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das historische Motiv des Vanitas-Gedankens – die Vergänglichkeit allen irdischen Seins – in der populären Musik des 21. Jahrhunderts aufgegriffen und interpretiert wird.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die begriffliche Klärung von Vanitas und Pop, die Analyse der Symbolik von Vergänglichkeit in Songtexten sowie die Untersuchung von Albumcovern und Musikvideos als moderne Stillleben.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass der Vanitas-Gedanke keine rein barocke Erscheinung ist, sondern in der modernen Popmusik fortlebt und zur Reflexion über das eigene Lebensende anregt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden musik- und diskursanalytische Ansätze sowie eine ikonographische Untersuchung (Interpretation von Bildern und Symbolen) kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst Definitionen der Begriffe Vanitas und Pop, eine allgemeine Einführung in die Analyse von Popsongs und detaillierte Fallanalysen der Songs "Hurt" (Johnny Cash) und "Nix mitnehma" (Georg Ringsgwandl) sowie des Albums "Vanitas (Recordings)" der Broilers.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Vanitas, Vergänglichkeit, Popkultur, Musikikonographie und Memento Mori beschreiben.

Wie interpretiert der Autor das Albumcover der Band Broilers?

Der Autor sieht das Cover als ein modernes Vanitas-Stillleben, bei dem Symbole wie Totenkopf, Schlagring und Sanduhr die Nichtigkeit von Macht, Erfolg und menschlichen Beziehungen im Angesicht des Todes verdeutlichen.

Warum wird Johnny Cashs Version von "Hurt" als Vanitas-Beispiel angeführt?

Aufgrund des Kontextes, dass Cash den Song kurz vor seinem Lebensende einsang, erhält der Text eine tiefe Bedeutung über die Vergänglichkeit des Lebens und des eigenen Ruhms, was im Musikvideo durch die Schlussszene mit dem Klavier symbolisch unterstrichen wird.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Vanitas-Gedanken in der Popularmusik des 21. Jahrhundert
Hochschule
Universität des Saarlandes
Note
1,7
Autor
Benjamin Sommer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V269537
ISBN (eBook)
9783656607014
ISBN (Buch)
9783656606901
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vanitas-gedanken popularmusik jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Benjamin Sommer (Autor:in), 2012, Der Vanitas-Gedanken in der Popularmusik des 21. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269537
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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