Kartierbericht zum Kartierkurs im Mechernicher Trias-Dreieck

Kartiergebiet Nr. 6


Praktikumsbericht / -arbeit, 2012

15 Seiten, Note: 1,30


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Geographische Lage des Gebiets in der Region
1.2 Geographisch-geomorphologischer Überblick
1.3 Geologischer Überblick

2 Stratigraphie
2.1 Kurzer Überblick über die Schichtenfolge
2.2 Beschreibung der Schichtenfolge vom Liegenden zum Hangenden
2.2.1 Buntsandstein
2.2.1.1 Oberer Buntsandstein
2.2.2 Muschelkalk
2.2.2.1 Unterer Muschelkalk
2.2.2.2 Mittlerer Muschelkalk
2.2.2.3 Oberer Muschelkalk
2.2.3 Keuper
2.2.3.1 Unterer Keuper
2.2.3.2 Mittlerer Keuper
2.3 Paläogeographie und Ablagerungsbedingungen

3 Tektonik
3.1 Allgemeiner Überblick
3.2 Bruchtektonik im Kartiergebiet

4 Mineralisation und Bergbau

5 Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Geographische Lage des Gebiets in der Region

Das zu kartierende Gebiet liegt im Nordteil des linksrheinischen Schiefergebirges im Bereich des Mechernicher Trias-Dreiecks, welches durch die Städte Mechernich, Kall und Nideggen begrenzt wird (vgl. Abb. 1), im SW der Niederrheinischen Bucht. Das Gebiet erstreckt sich über eine Fläche von ca. 6,5 km², ca. 4,5 km in NE-SW Richtung und ca. 1,5 km in NW-SE Richtung. Im NE wird das Gebiet durch die Gemeinden Eppenich und Bürvenich begrenzt. Der südwestliche Teil des Kartiergebietes liegt rund 1,5 km südwestlich der Gemeinde Vlatten. Die südöstliche Grenze des Gebietes liegt rund 300 m östlich der B265 auf Höhe der Gemeinde Gräfenloch.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Lage des Kartiergebietes im Nordteil des linksrheinischen Schiefergebietes

1.2 Geographisch-geomorphologischer Überblick

Das im Abschnitt 1.1 eingegrenzte zu kartierende Gebiet weist ein abnehmendes Relief Richtung NE auf. Es liegt ein absoluter Höhenunterschied von rund 135 m vor. Die höchste Erhebung des Kartiergebietes weist im SW der Lützenberg mit einer Höhe von 345,6 m aü. NHN uf. Eine weitere Erhebung stellt der Herrenberg mit 290,5 m ü. NHN südlich von Eppenich und Bürvenich dar. Das Gebiet weist eine Vielzahl an flachen Kuppen und Senken auf, die durch ein NW-SE gerichtetes Streichen gekennzeichnet sind. Darüber hinaus lassen sich auch Täler beobachten, die hauptsächlich in Richtung der Niederrheinischen Bucht im NE Streichen, da sie von Fließgewässern ausgeräumt wurden. Entwässert wird das Gebiet hauptsächlich durch den Vlattener Bach, der bei Hergarten südlich von Vlatten entspringt und Richtung Norden über Vlatten bis Wollersheim fließt. Dort ändert sich die Fließrichtung gen SE, sodass der Vlattener Bach im NE von Eppenich bzw. Bürvenich eine natürliche Begrenzung des zu kartierenden Gebiets darstellt. Der im südwestlichen Teil des geologischen Wanderpfades entspringende Bürvenicher Bach fließt Richtung NE und verläuft ab Höhe des Felsenkellers unterirdisch. Der Schluchtbach entspringt westlich des Herrenberges als vermutete Schichtquelle und entwässert ebenfalls in nordöstlicher Richtung. Die Wasserführung beschränkt sich dabei hauptsächlich auf das Frühjahr; im Herbst konnte diese nicht beobachtet werden. Als wirtschaftliche Nutzung der Kulturlandschaft ist überwiegend die Land- und Viehwirtschaft zu nennen; untergeordnet findet die Energiegewinnung durch Windräder lokale Verbreitung.

1.3 Geologischer Überblick

Das Mechernicher Trias-Dreieck, in dem das zu kartierende Gebiet liegt, ist Teil der Eifeler Nord-Süd- Zone, einer tektonischen Depression, die zwischen Trier und Zülpich den variszischen Faltengürtel des linksrheinischen Schiefergebirges quert (Meyer 1994:506). Im Mechernicher Trias-Dreieck wird der devonische Sockel weitgehend von diskordant aufliegenden Sedimenten der Trias verdeckt, von denen explizit die Serien des Buntsandsteins, des Muschelkalks und des Keupers zu nennen seien. Diese lassen sich untereinander gut abgrenzen, was auf einen Wechsel im Sedimentationsmilieu zurückzuführen ist. Während im Buntsandstein von einer überwiegend ariden Prägung der Sedimentite ausgegangen wird, ist der Muschelkalk durch marine Ingressionen gekennzeichnet und der Keuper durch einen Übergang zu fluviatil-terrestrischen Ablagerungsbedingungen geprägt (Grabert 1998:86). Ablagerungen der Jura und der Trias, die ehemals in geringer Mächtigkeit einen Großteil der nördlichen Eifel bedeckt haben, wurden weithin restlos abgetragen, da das Gebiet im Malm, in der Unter- sowie der Oberkreide landfest gewesen ist (Grabert 1998:12-13). Lediglich im Mechernicher Trias-Dreieck konnten sich triassische Sedimente in größerer Ausdehnung erhalten, da die Senke im Gegensatz zum Rheinischen Schiefergebirge nicht von der allgemeinen langsamen Hebung betroffen war und sich somit relativ zur Umgebung vertiefte (Walter 1992:320). Im nordöstlichen Teil des Gebiets verschwinden die Sedimentgesteine der Trias unter den tertiären sowie quartären Tonen, Sanden und Schottern der Niederrheinischen Bucht (Meyer 1994:524). Aus tektonischer Sicht sei zu erwähnen, dass im Mechernicher Trias-Dreieck eine Vielzahl von synthetischen sowie antithetischen NW-SE streichenden Abschiebungen verlaufen, was auf Diletationsprozesse aufgrund der Absenkung der im NE liegenden Niederrheinischen Bucht zurückzuführen ist.

2 Stratigraphie

2.1 Kurzer Überblick über die Schichtenfolge

Das zu kartierende Gebiet baut sich aus den Triassischen Gesteinen des Buntsandsteins, des Muschelkalks und des Keupers auf. Quartäre Sedimente finden sich im Bereich der Flussauen, welche alluvial aufgefüllt wurden. Die nachfolgende Abb. 2 verdeutlicht die Mächtigkeit der Triassischen Formationen in dem zu kartierenden Gebiet.

Im SW des Kartiergebiets steht der Obere Bundsandstein an und geht in Richtung NE gemäß der stratigraphischen Abfolge in den Unteren, Mittleren und Oberen Muschelkalk über. Etwa 0,5 km südlich des Lützenberges befindet sich eine NW-SE streichende Abschiebung. Nordöstlich der Störung steht erneut der Obere Buntsandstein an. Überlagert wird ein Teil der Störung sowie des Bundsandsteins und des Muschelkalkes mit alluvial abgelagerten Quartärsedimenten im Bereich des Vlattener Baches. Auf den Oberen Buntsandstein folgt zwischen Lützenberg und Boddental erneut der Untere Muschelkalk, der zum Herrenberg hin in den Mittleren und Oberen Muschelkalk übergeht. Auf Höhe des Herrenberges vollzieht sich der Übergang vom Oberen in den Mittleren und erneut in den Oberen Muschelkalk, was auf eine weitere Abschiebung schließen lässt. Auf den Muschelkalk folgen gen NE die Gesteinsformation des Unteren und Mittleren Keupers, wobei die Mächtigkeit des Ausstrichs für eine weitere Abschiebung SW von Bürvenich spricht. Sedimente des Oberen Keupers, der Jura, der Kreide und des Tertiärs fehlen, was auf eine geologische Schichtlücke hindeutet. Begrenzt wird das Kartiergebiet im NE durch alluvial aufgeschüttete Quartärsedimente des Vlattener Baches nördlich von Eppenich und Bürvenich.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Darstellung des Gesamtsäulenprofils (eigene Darstellung)

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Kartierbericht zum Kartierkurs im Mechernicher Trias-Dreieck
Untertitel
Kartiergebiet Nr. 6
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Geologisches Institut)
Veranstaltung
Geologischer Kartierkurs
Note
1,30
Autor
Jahr
2012
Seiten
15
Katalognummer
V269575
ISBN (eBook)
9783656607182
ISBN (Buch)
9783656607137
Dateigröße
1175 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kartierbericht, kartierkurs, mechernicher, trias-dreieck, kartiergebiet
Arbeit zitieren
Dimitri Falk (Autor), 2012, Kartierbericht zum Kartierkurs im Mechernicher Trias-Dreieck, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269575

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