Das zu kartierende Gebiet liegt im Nordteil des linksrheinischen Schiefergebirges im Bereich des Mechernicher Trias-Dreiecks, welches durch die Städte Mechernich, Kall und Nideggen begrenzt wird (vgl. Abb. 1), im SW der Niederrheinischen Bucht. Das Gebiet erstreckt sich über eine Fläche von ca. 6,5 km², ca. 4,5 km in NE-SW Richtung und ca. 1,5 km in NW-SE Richtung. Im NE wird das Gebiet durch die Gemeinden Eppenich und Bürvenich begrenzt. Der südwestliche Teil des Kartiergebietes liegt rund 1,5 km südwestlich der Gemeinde Vlatten. Die südöstliche Grenze des Gebietes liegt rund 300 m östlich der B265 auf Höhe der Gemeinde Gräfenloch.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Geographische Lage des Gebiets in der Region
1.2 Geographisch-geomorphologischer Überblick
1.3 Geologischer Überblick
2 Stratigraphie
2.1 Kurzer Überblick über die Schichtenfolge
2.2 Beschreibung der Schichtenfolge vom Liegenden zum Hangenden
2.2.1 Buntsandstein
2.2.1.1 Oberer Buntsandstein
2.2.2 Muschelkalk
2.2.2.1 Unterer Muschelkalk
2.2.2.2 Mittlerer Muschelkalk
2.2.2.3 Oberer Muschelkalk
2.2.3 Keuper
2.2.3.1 Unterer Keuper
2.2.3.2 Mittlerer Keuper
2.3 Paläogeographie und Ablagerungsbedingungen
3 Tektonik
3.1 Allgemeiner Überblick
3.2 Bruchtektonik im Kartiergebiet
4 Mineralisation und Bergbau
5 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die geologische Beschaffenheit und tektonische Struktur des Kartiergebietes Nr. 6 im Mechernicher Trias-Dreieck durch eine detaillierte Aufnahme der stratigraphischen Abfolge und struktureller Merkmale zu dokumentieren und zu analysieren.
- Stratigraphische Gliederung der Trias-Sedimente (Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper)
- Analyse tektonischer Strukturen und Abschiebungen im Untersuchungsgebiet
- Rekonstruktion der Paläogeographie und Ablagerungsbedingungen
- Kartierung auf Basis von Aufschlüssen und Lesestein-Analysen
- Historische Bedeutung der lokalen Gesteinsvorkommen für den Bergbau
Auszug aus dem Buch
1.3 Geologischer Überblick
Das Mechernicher Trias-Dreieck, in dem das zu kartierende Gebiet liegt, ist Teil der Eifeler Nord-Süd-Zone, einer tektonischen Depression, die zwischen Trier und Zülpich den variszischen Faltengürtel des linksrheinischen Schiefergebirges quert (Meyer 1994:506). Im Mechernicher Trias-Dreieck wird der devonische Sockel weitgehend von diskordant aufliegenden Sedimenten der Trias verdeckt, von denen explizit die Serien des Buntsandsteins, des Muschelkalks und des Keupers zu nennen seien.
Diese lassen sich untereinander gut abgrenzen, was auf einen Wechsel im Sedimentationsmilieu zurückzuführen ist. Während im Buntsandstein von einer überwiegend ariden Prägung der Sedimentite ausgegangen wird, ist der Muschelkalk durch marine Ingressionen gekennzeichnet und der Keuper durch einen Übergang zu fluviatil-terrestrischen Ablagerungsbedingungen geprägt (Grabert 1998:86). Ablagerungen der Jura und der Trias, die ehemals in geringer Mächtigkeit einen Großteil der nördlichen Eifel bedeckt haben, wurden weithin restlos abgetragen, da das Gebiet im Malm, in der Unter- sowie der Oberkreide landfest gewesen ist (Grabert 1998:12-13). Lediglich im Mechernicher Trias-Dreieck konnten sich triassische Sedimente in größerer Ausdehnung erhalten, da die Senke im Gegensatz zum Rheinischen Schiefergebirge nicht von der allgemeinen langsamen Hebung betroffen war und sich somit relativ zur Umgebung vertiefte (Walter 1992:320).
Im nordöstlichen Teil des Gebiets verschwinden die Sedimentgesteine der Trias unter den tertiären sowie quartären Tonen, Sanden und Schottern der Niederrheinischen Bucht (Meyer 1994:524). Aus tektonischer Sicht sei zu erwähnen, dass im Mechernicher Trias-Dreieck eine Vielzahl von synthetischen sowie antithetischen NW-SE streichenden Abschiebungen verlaufen, was auf Diletationsprozesse aufgrund der Absenkung der im NE liegenden Niederrheinischen Bucht zurückzuführen ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die geographische Lage, die morphologischen Gegebenheiten und gibt einen ersten Überblick über die geologische Situation des Untersuchungsgebietes.
2 Stratigraphie: Detaillierte Beschreibung der Schichtenfolge vom Buntsandstein über den Muschelkalk bis hin zum Keuper sowie deren Entstehungsbedingungen.
3 Tektonik: Erläutert den tektonischen Rahmen der Eifeler Nord-Süd-Zone und analysiert die spezifische Bruchtektonik innerhalb des Kartiergebietes anhand von Abschiebungen.
4 Mineralisation und Bergbau: Bietet einen Einblick in die historische wirtschaftliche Nutzung der lokalen Gesteinsvorkommen durch Steinbrüche und Abbaugruben.
5 Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der geologischen Kartierung zusammen und reflektiert die methodischen Herausforderungen bei der Grenzziehung der Schichten.
Schlüsselwörter
Mechernicher Trias-Dreieck, Eifeler Nord-Süd-Zone, Stratigraphie, Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper, Tektonik, Abschiebungen, Bruchtektonik, Sedimentation, Geologische Kartierung, Lesesteine, Trias, Lithologie, Paläogeographie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert einen geologischen Kartierkurs im Mechernicher Trias-Dreieck und beschreibt die dort anstehenden Gesteinsschichten sowie deren tektonische Deformation.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der stratigraphischen Aufnahme der Trias-Formationen und der Analyse der regionalen Bruchtektonik im Kontext der Niederrheinischen Bucht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erstellung einer geologischen Karte und die Interpretation der Schichtfolge sowie der Störungstektonik basierend auf Geländebeobachtungen und Lesesteinen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Kartierung erfolgte durch die Aufnahme von Aufschlüssen, Messungen von Einfallswinkeln und -richtungen sowie die Analyse von Lesesteinen aufgrund mangelnder durchgehender Aufschlüsse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der lithologischen Einheiten von Buntsandstein bis Keuper sowie die tektonische Auswertung der identifizierten Abschiebungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Mechernicher Trias-Dreieck, Stratigraphie, Tektonik, Abschiebungen, Sedimentation und Gesteinsformationen der Trias.
Warum konnte die Kartierung nur bedingt genau durchgeführt werden?
Die Genauigkeit war durch begrenzte Zeit, das Fehlen flächendeckender Aufschlüsse und die Überprägung durch quartäre Lössablagerungen eingeschränkt.
Welche Rolle spielen die identifizierten Abschiebungen für das Verständnis des Gebiets?
Die drei identifizierten antithetischen Abschiebungen erklären die beobachteten Schichtwiederholungen im Gelände und belegen das tektonische Setting der Region.
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- Dimitri Falk (Author), 2012, Kartierbericht zum Kartierkurs im Mechernicher Trias-Dreieck, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269575