Des Öfteren haben wir Menschen kein entspanntes Verhältnis zum Leben, sodass es uns als sinnwidrig erscheint. Wir streben nach Harmonie, doch erleben und erleiden wir immer wieder disharmonische Verhältnisse im Leben. Denn der Mensch ist weder von Leid befreit noch kann er dem Zufall entkommen. Zudem sind wir alle dem Tode ausgeliefert. Es stellt sich hierbei die Frage, wie der Mensch mit den belastbaren Umständen des Lebens umgehen sollte beziehungsweise wie überhaupt zu leben sei, um der Sehnsucht nach einem glücklichen Leben nachkommen zu können. Wie ist solch ein gelingendes Leben möglich? Was bedarf es dazu? Wie werde ich ein Lebenskünstler, der die schwierigen Situationen des Lebens bewältigen kann? Es sei die Philosophie, die uns zum glückenden Leben führt und uns zum Lebenskünstler macht; so die Auffassung vieler Philosophen. Inwiefern die Philosophie als Instrument der Lebensführung dient, will das Buch zeigen. So rekonstruiert der Autor Paulo Krüger nach einleitenden Bemerkungen drei verschiedene Konzeptionen der Lebenskunst aus Antike, Renaissance und Moderne. Die Philosophien der ars vivendi im Stoizismus Senecas, in der Moralistik Montaignes und in der gegenwärtigen Lebenskunstphilosophie Wilhelm Schmids werden sodann der Idee der Lebenskönnerschaft in Gerd Achenbachs Konzeption Philosophischer Praxis gegenübergestellt. Letzterer betreibt seit 1981 eine philosophische Lebensberatung als Alternative zur Psychotherapie. Das Buch schließt mit vergleichenden Bemerkungen zu Ähnlichkeiten und Differenzen dieser vier Positionen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Philosophische Entwürfe einer Lebenskunst
2.1. Seneca und das vernunftgemäße Leben als Basis der Seelenruhe
2.2. Montaignes philosophischer Individualismus in der Lebenskunst
2.3. Schmids Philosophie der Lebenskunst als Gestaltung des Lebens
3. Achenbachs Lebenskönnerschaft: Das Leben meistern
4. Fazit
Quellen- und Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel der philosophischen Lebenskunst?
Sie dient als Instrument der Lebensführung, um trotz Leid, Zufall und Endlichkeit ein glückliches und gelingendes Leben zu führen.
Welche drei historischen Konzepte der Lebenskunst werden vorgestellt?
Rekonstruiert werden der Stoizismus von Seneca (Antike), die Moralistik von Montaigne (Renaissance) und die moderne Lebenskunstphilosophie von Wilhelm Schmid.
Was versteht Gerd Achenbach unter "Lebenskönnerschaft"?
Achenbachs Konzept der Philosophischen Praxis sieht das Meistern des Lebens als eine Form der Beratung, die eine Alternative zur Psychotherapie darstellt.
Wie hilft die Philosophie nach Seneca beim glücklichen Leben?
Seneca betont das vernunftgemäße Leben als Basis für die Seelenruhe (Ataraxie).
Warum wird der Mensch als "Lebenskünstler" bezeichnet?
Weil er durch philosophische Reflexion lernt, schwierige Lebenssituationen aktiv zu gestalten und zu bewältigen.
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- Paulo Krüger (Autor), 2013, Wie soll ich leben? Philosophische Konzepte der Lebenskunst und Lebenskönnerschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269710