Hauptgegenstand meiner Arbeit ist das Bewerten von Schülertexten mit einem von mir entworfenen Kriterienkatalog, den ich anschließend kritisch reflektieren werde.
Im ersten Teil meiner Hausarbeit werde ich den Begriff „Schreibkompetenz“ definieren und etwas zur Entwicklung und Bewertung schreiben. Das zweite Kapitel befasst sich mit Kriterienkatalogen im Allgemeinen. Ich werde die Entwicklung zur Rasteranalyse erläutern und die Einsatzmöglichkeiten aufzählen. Da ich in meiner Hausarbeit einen praktischen Teil habe, bei dem ich mit einem von mir entworfenen Kriterienkatalog Schülertexte zum Thema Märchen bewerten werden, gehe ich im dritten Kapitel kurz auf die Textsorte Märchen ein. Ich werde die wichtigsten Punkte zum Thema Märchen herausarbeiten. Im vierten Kapitel werde ich einen Kriterienkatalog entwerfen und dabei die Schreibbedingungen der Schüler berücksichtigen. Anschließend bewerte und benote ich mit Hilfe meines Kriterienkatalogs die Schülertexte. Im Abschlusskapitel vergleiche ich meine Ergebnisse mit den Noten der Lehrerin und werde Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausarbeiten. Dabei gehe ich auch auf die Vor- und Nachteile von Kriterienkatalogen ein.
Inhaltsverzeichnis
1.) Einleitung
2.) Definition, Entwicklung und Bewertung von Schreibkompeten
2.1) Definition
2.2) Entwicklung
2.3) Texte bewerten – beurteilen – benoten
3.) Kriterienkatalog
3.1) Entwicklung zur Rasteranalyse
3.2) Einsatzmöglichkeiten
4.) Sachanalyse Märchen
5.) Erstellen eines Kriterienkataloges
5.1) Schreibbedingungen
5.2) Vorstellung des Kriterienkatalogs
6.) Auswertung der Schülertexte
7.) Kritische Reflexion
7.1) Kurzer Vergleich der eigenen Auswertung mit der Bewertung der Lehrerin
7.2) Vor- und Nachteile eines Kriterienkataloges
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Wirksamkeit von Kriterienkatalogen bei der Leistungsbeurteilung im Deutschunterricht zu untersuchen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwieweit solche Kataloge dazu beitragen können, Schreibkompetenzen transparenter, objektiver und förderorientierter zu beurteilen, insbesondere am Beispiel der Textsorte Märchen in einer fünften Gymnasialklasse.
- Definition und Entwicklung von Schreibkompetenz bei Schülern.
- Differenzierung zwischen Bewerten, Beurteilen und Benoten.
- Konzeption und Anwendung eines spezifischen Kriterienkatalogs für Märchentexte.
- Kritische Analyse und Reflexion des Einsatzes von Kriterienkatalogen im Schulalltag.
Auszug aus dem Buch
3.) Kriterienkatalog
Wie zuvor im Kapitel 2.3 erwähnt wurde, spielt das Bewerten und Benoten im schulischen Alltag eine sehr große Rolle. Da eine Zensur jedoch nicht aussagekräftig ist, muss man einen besseren Weg finden, um Texte bewerten zu können. Die Voraussetzung für eine gute Beurteilung sind Kriterien.64 Wie haben diese Kriterien auszusehen? Es steht fest, dass „die [Kriterien] abhängig sind vom Vorwissen des Adressaten, der Kommunikationssituation und auch von der Textfunktion.“65
Die Forscher Hanser, Nussbaumer und Sieber haben im Jahr 1996 das Züricher Textanalyseraster entworfen. Die Wissenschaftler wollten Aufsätze von 200 Abiturienten untersuchen und haben ein geeignetes Auswertungsverfahren gesucht.66 Das Analyseraster ist gewissermaßen „eine Check-Liste zur Überprüfung des Textes“67. Hanser, Nussbaumer und Sieber verfolgten mit dem Raster das Ziel, anhand des Musters einen Text neutral zu bewerten. Sowohl die positiven als auch die negativen Inhalte sollten in die Beurteilung mit einfließen.68 Das Analyseraster ist in fünf Kategorien unterteilt.
Zusammenfassung der Kapitel
1.) Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zentrale Rolle des Schreibens im Deutschunterricht und problematisiert die fehlende Transparenz und Objektivität traditioneller Notengebung, weshalb Kriterienkataloge als Lösungsansatz eingeführt werden.
2.) Definition, Entwicklung und Bewertung von Schreibkompeten: In diesem Kapitel wird der Begriff Schreibkompetenz theoretisch fundiert, die verschiedenen Entwicklungsphasen des Schreibens aufgezeigt und der methodische Unterschied zwischen bloßem Bewerten, pädagogischem Beurteilen und finalem Benoten erläutert.
3.) Kriterienkatalog: Dieses Kapitel widmet sich der theoretischen Herleitung von Kriterienkatalogen, insbesondere durch das Züricher Textanalyseraster, und diskutiert deren konkrete Einsatzmöglichkeiten im schulischen Kontext.
4.) Sachanalyse Märchen: Das Kapitel bietet eine knappe fachwissenschaftliche Einordnung der Textsorte Märchen, ihrer zentralen Merkmale und ihrer Bedeutung für den Deutschunterricht.
5.) Erstellen eines Kriterienkataloges: Hier wird der praktische Teil der Arbeit vorbereitet, indem die Schreibbedingungen der Zielgruppe (Klasse 5) analysiert und ein konkreter, zwölf Kriterien umfassender Katalog für Märchen entworfen wird.
6.) Auswertung der Schülertexte: Das zentrale Kapitel enthält die praktische Anwendung des entworfenen Kriterienkatalogs auf die Texte von vier Schülerinnen, inklusive detaillierter Begründungen der jeweiligen Punktvergaben.
7.) Kritische Reflexion: Abschließend werden die eigenen Ergebnisse mit der Benotung durch die Lehrkraft verglichen und eine generelle Bilanz zu den Vor- und Nachteilen von Kriterienkatalogen im Schulalltag gezogen.
Schlüsselwörter
Schreibkompetenz, Kriterienkatalog, Märchen, Leistungsbeurteilung, Rasteranalyse, Textsortenkompetenz, Schreibentwicklung, Transparenz, Förderorientierung, Bewertungsmodell, Deutschunterricht, Schülertexte, Objektivität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Nutzen und die Anwendung von Kriterienkatalogen als Instrument zur Leistungsbewertung im Fach Deutsch, um die Notengebung nachvollziehbarer und objektiver zu gestalten.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der Schreibkompetenz, der Analyse von Märchenmerkmalen sowie der praktischen Erstellung und Anwendung von Bewertungsschemata bei Schülertexten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu zeigen, wie ein Kriterienkatalog als Hilfsmittel zur transparenten und fördernden Beurteilung eingesetzt werden kann, statt sich ausschließlich auf eine undurchsichtige Notenvergabe zu verlassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Kombination aus Literaturrecherche zur Theoriebildung und einer fallstudienartigen Auswertung von konkreten Schülertexten mittels eines eigens entwickelten Analyseraster angewendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Schreibkompetenz und deren Bewertung sowie die praktische Durchführung der Textanalyse anhand eines 12-Punkte-Kriterienkatalogs für Märchen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schreibkompetenz, Kriterienkatalog, Märchen, Leistungsbeurteilung, Transparenz und Förderorientierung sind die prägenden Begriffe der Arbeit.
Warum wurde die Textsorte Märchen für die Analyse gewählt?
Märchen sind ein klassischer Bestandteil des Deutschunterrichts in der fünften Klasse, weisen klare, erlernbare Strukturmerkmale auf und bieten sich daher hervorragend für eine strukturierte kriteriengestützte Auswertung an.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Objektivität?
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Kriterienkataloge die Objektivität und Transparenz zwar signifikant erhöhen, sie aber dennoch kein Allheilmittel sind und durch eine individuelle, ausformulierte Rückmeldung an die Schüler ergänzt werden sollten.
- Arbeit zitieren
- Inga Olschewsky (Autor:in), 2013, Vor- und Nachteile des Einsatzes von Kriterienkatalogen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269716