Wie löse ich subjektives Lernen aus, ohne die SuS zur Reproduktion bestimmter Fremdmodellierungen anzuleiten? Eine Antwort auf diese Frage könnte das Lerncoaching, begleitendes Lernen, darstellen. Lerncoaching, ein Begriff der in den 1990er Jahren erstmals verwendet wurde, ist inzwischen durchaus verbreitet im Bereich der Pädagogik. Wegen neuer methodischer Ansätze in der aktuellen Schulentwicklung (Bsp. Konstruktivismus), gewinnt auch die Bedeutung des Lerncoaching immer mehr an Gewichtung. Aufgrund dieser Tatsache möchte ich mich mit dem Thema näher auseinandersetzen und klären, was genau unter Lerncoaching zu verstehen ist. Anschließend möchte ich mich mit einem Lerncoaching Modell auseinandersetzen, welches als Orientierungshilfe dienen sollen. Deshalb habe ich mich für das Thema „Eine Variante des Lerncoaching“ entschieden. Der Forschungsstand zu diesem Thema ist durchaus begrenzt. Zwar findet man einiges an Literatur zum Thema Lerncoaching, doch ist die Literaturlage, was explizite Lerncoaching Modelle betrifft, eher rar. Trotz alledem habe ich versucht mir ein breites Spektrum an Literatur heranzuziehen, um den Begriff des Lerncoaching zu verstehen. In meiner Ausarbeitung habe ich ausschließlich mit Monographien gearbeitet. Nach meiner Einleitung werde ich auf den Lerncoaching Begriff eingehen, sowie Aufgaben, Ziele und Interventionsebenen benennen. Darauf folgend werde ich, anschließend an die Vorstellung einer Lerncoaching Variante, zu meinem Fazit kommen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was versteht man unter Lerncoaching
2.1 Aufgaben
2.2 Prozess
2.3 Interventionsebenen
2.4 Ziele
3. Eine Variante des Lerncoaching
3.1 Das Fragengeleitete Lerncoaching Modell
4. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Lerncoachings als pädagogische Methode zur Unterstützung von Schülern. Ziel ist es, den Begriff theoretisch zu fundieren, den Ablauf und die Interventionsebenen zu erläutern sowie ein konkretes, praxisnahes Modell für den Schulalltag vorzustellen, das Lernenden hilft, ihre Problemlösungsfähigkeiten selbstständig zu verbessern.
- Grundlagen und Definition von Lerncoaching
- Aufgaben und prozessuale Gestaltung von Coachingsequenzen
- Theoretische Interventionsebenen bei Lernschwierigkeiten
- Vorstellung des fragengeleiteten Lerncoaching Modells
- Reflexion der Rolle des Lerncoachs
Auszug aus dem Buch
3.1 Das Fragengeleitete Lerncoaching Modell
In diesem Modell haben die Lernenden die Möglichkeit ihren Unterstützungsbedarf selbst zu formulieren, indem sie sich mit inhaltlichen und prozessbezogenen Schwierigkeiten auseinandersetzen und Klärungsbedürfnisse als Fragen formulieren. Die Fragen stellen die Basis für das anschließende Beratungsgespräch. „<
Nachfolgend werde ich auf die fünf Schritte im fragengeleiteten Coachingprozess eingehen und jeden Schritt des Coachingprozess mit ein bis zwei Beispielfragen versehen. Die Fragen zitiere ich aus dem Buch von Landwehr & Müller (2006: 185- 187).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung verortet das Lerncoaching im Kontext des konstruktivistischen Lernens als Methode, um Schüler beim Problemlösungsprozess zu unterstützen, anstatt lediglich Fremdmodellierungen zu reproduzieren.
2. Was versteht man unter Lerncoaching: Dieses Kapitel definiert Lerncoaching als entwicklungsorientierten Prozess zur Hilfe zur Selbsthilfe, unterscheidet zwischen fixen und variablen Bestandteilen und benennt zentrale Aufgaben, Prozesse, Interventionsebenen sowie Zielsetzungen.
3. Eine Variante des Lerncoaching: Dieser Abschnitt dient der praktischen Anwendung, indem drei Varianten vorgestellt werden und der Fokus detailliert auf das spezifische Modell des fragengeleiteten Lerncoachings gelegt wird.
3.1 Das Fragengeleitete Lerncoaching Modell: Hier wird ein strukturierter Fünf-Schritte-Prozess beschrieben, bei dem Lernende durch die explizite Formulierung eigener Fragen an den Coach den Beratungsprozess maßgeblich selbst steuern.
4. Fazit: Das Fazit resümiert die wachsende Bedeutung des Lerncoachings in der aktuellen Schulentwicklung und diskutiert die Notwendigkeit einer zusätzlichen Qualifikation für Lehrkräfte.
Schlüsselwörter
Lerncoaching, Konstruktivismus, Problemlösen, Selbststeuerung, Beratung, Ressourcenorientierung, Klärungshelfer, Didaktik, Lernstrategien, Lernprozess, Schüler, Interventionsebenen, Reflexion, Pädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Lerncoaching als pädagogisches Instrument, um Schüler in ihrem individuellen Lernprozess professionell zu begleiten und zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Lerncoaching, der Abgrenzung zu herkömmlichen Lehrmethoden, der Prozessgestaltung und der praktischen Anwendung von Interventionsmodellen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Aufgaben und Ziele eines Lerncoachs zu schaffen und aufzuzeigen, wie durch eine strukturierte Methode das selbstgesteuerte Lernen der Schüler optimiert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Fachmonographien, um theoretische Grundlagen und praxisnahe Modelle zum Lerncoaching zu synthetisieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen und Aufgaben des Lerncoachings erläutert, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung der fünf Schritte des fragengeleiteten Lerncoaching Modells.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe umfassen Lerncoaching, Selbststeuerung, Ressourcenorientierung, Lernstrategien sowie die Interventionsrollen des Lehrenden als „Klärungshelfer“.
Was zeichnet das „fragengeleitete Lerncoaching Modell“ aus?
Es zeichnet sich dadurch aus, dass der Lernende durch das Formulieren eigener Fragen den Beratungsbedarf selbst definiert und somit die Sitzung aktiv steuert, was Übersteuerung durch den Coach verhindert.
Warum wird im Lerncoaching vom „Klärungshelfer“ gesprochen?
Das Synonym unterstreicht die Rolle des Coaches als jemand, der Blockaden und Unklarheiten im Lern- und Arbeitsprozess durch gezielte Interventionen löst, ohne die Eigenverantwortung des Lernenden zu übernehmen.
Welche Rolle spielen die „fünf Schritte“ im Coachingprozess?
Sie dienen als konkreter Leitfaden – von der Bedarfsanalyse über die Fragenformulierung bis hin zur Reflexion –, um den Lerncoach und den Schüler strukturiert durch die Beratungssequenz zu führen.
- Citation du texte
- Dennis Schanze (Auteur), 2013, Lerncoaching. Eine Variante, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269878