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Zeitgenössische Kritik am Papsttum in Avignon

Ein Überblick

Titel: Zeitgenössische Kritik am Papsttum in Avignon

Hausarbeit , 2010 , 17 Seiten

Autor:in: Michael André Ankermüller (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema „Mittelalter“ ist in jeder Hinsicht in Mode gekommen. Zu einem dieser noch lange nicht erschöpften Themen der Geschichtsforschung zählt die Frage nach dem Papsttum in Avignon in der Historiographie des Mittelalters. Die Stellung des Papstes in der Kirche ist nicht erst in heutiger Zeit heftig umstritten und fragwürdig und wirft viele Fragen auf. Doch bereits damals entstanden im Mittelalter heftige Gegenbewegungen gegen die Kurie.
Hauptbestandteil der vorliegenden Arbeit ist das avignonesische Papsttum im Spiegel der zeitgenössischen Kritik, der unter Gliederungspunkt vier herausgearbeitet wird. Das Papsttum in Avignon- Ein chronlogischer Überblick möchte unter Punkt drei in die grundlegende Thematik einführen und grundlegende Strukturen erklären. Anhand von Francesco Petraca „ liber sine nomine“ als Paradebeispiel zeitgenössischer Kritik am Papsttum in Avignon, möchte Punkt fünf einen Einstieg für die Rechtfertigung der Kritik anhand von Originalquellen liefern. Die Quellen sind in der vorliegenden Arbeit lateinisch angegeben. Eine adäquate Übersetzung finden sie in Piur, P.: Petrarcas „ Buch ohne Namen“ und die päpstliche Kurie, Haale 1925. Der abschließende und letzte Punkt sechs– „Ein kritisches Bewusstsein entsteht- Eine Zusammenfassung“ möchte aufzeigen, welche Konsequenzen die antikurialen Strömungen im Spätmittelalter auf die Bevölkerung und die nachfolgenden Generationen und deren Denkweise hatten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsstand

3. Das Papsttum in Avignon- Ein chronologischer Überblick

4. Das avignonesische Papsttum/ Exil im Spiegel der zeitgenössischen Kritik

5. Francescos Petrarcas Kritik am Papsttum in Avignon

6. Kritisches Bewusstsein entsteht- Eine Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die zeitgenössische Kritik am Papsttum während der avignonesischen Exilzeit im Spätmittelalter. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Dichter, Theologen und Zeitgenossen die zunehmende Verweltlichung, den Machtanspruch und die fiskalische Ausnutzung der Kirche durch das Papsttum wahrnahmen und welche tiefgreifenden Auswirkungen diese Kritik auf das Bewusstsein der Bevölkerung und die Entwicklung kirchenpolitischer Reformideen hatte.

  • Chronologischer Verlauf des avignonesischen Papsttums
  • Analyse der zeitgenössischen antikurialen Kritik
  • Francesco Petrarcas Perspektive auf Avignon
  • Die Rolle von Marsilius von Padua und Wilhelm von Ockham
  • Ursprung und Entstehung eines kritischen Bewusstseins

Auszug aus dem Buch

5. Francesco Petrarcas Kritik am Papsttum in Avignon

Kein anderer als Francesco Petrarca hat sich dem Papsttum in Avignon so kritisch gegenüber geäußert als er. Lange Zeit ist diese Epoche als „ Babylonische Gefangenschaft“ der Päpste bezeichnet worden, vor allem von national gesinnten Italienern seit Petrarca. Mit Hilfe folgender Originalquellen aus Petrarcas „liber sine nomine“ lässt sich folgende grobe Kritik herausarbeiten. Da sein Werk „liber sine nomine“ Buch ohne Namen, 19 Briefe umfasst, geht die vorliegende Arbeit gezielt auf zwei Briefe, nämlich 17 und 18 genauer ein. Eine Bearbeitung aller Briefe würde den Umfang dieser Arbeit sprengen und ist nicht Ziel und Intention der vorliegenden Arbeit.

Petrarca schreibt in seinem 17. Brief: „Quicquid uspiam perfidie et doli, quicquid inclementie superbieque, quicquid impudicitie effrenateque libidinis audisti aut legisti, quicquid denique impietas et morum pessimorum sparsim habet aut habuit orbis terre, totum istic cumulatum uideas aceruatumque reperias. Nam de auaritia deque ambitione superuacuum est loqui, quarum alteram ibi regni sui solium posuisse, unde orbem totum populetur ac spoliet, alteram uero alibi nusquam habitare compertum est.“ Petrarca schreibt in dieser kurzen Passage, dass er noch nie etwas schlechteres und schlimmeres auf dieser Erde gesehen hat als das Papsttum in Avignon.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Relevanz des Themas ein und umreißt die Struktur der Arbeit sowie die methodische Herangehensweise an die zeitgenössische Kritik.

2. Forschungsstand: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die kirchengeschichtliche Einordnung und die weitgehend einhellige negative Bewertung des avignonesischen Exils in der Fachliteratur.

3. Das Papsttum in Avignon- Ein chronologischer Überblick: Das Kapitel zeichnet den historischen Prozess der Loslösung von Rom und die Etablierung des Papsttums in Avignon unter dem Druck der französischen Krone nach.

4. Das avignonesische Papsttum/ Exil im Spiegel der zeitgenössischen Kritik: Hier werden die zentralen Kritikpunkte der Zeitgenossen, insbesondere die unvernünftige Finanzpolitik und das herrische Auftreten der Kurie, kritisch beleuchtet.

5. Francescos Petrarcas Kritik am Papsttum in Avignon: Der Fokus liegt auf der Analyse der Originalquellen von Petrarca, der das Papsttum in Avignon scharf als Verfallserscheinung und moralischen Tiefpunkt anprangert.

6. Kritisches Bewusstsein entsteht- Eine Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst den Bewusstseinswandel der Bevölkerung zusammen und bewertet die Bedeutung der antikurialen Strömungen für die spätere Epoche des Konziliarismus.

Schlüsselwörter

Papsttum in Avignon, Babylonisches Exil, Zeitgenössische Kritik, Francesco Petrarca, Kirchenreform, Antikuriale Strömungen, Marsilius von Padua, Wilhelm von Ockham, Konziliarismus, Spätmittelalter, Machtanspruch, Fiskalische Ausnutzung, Kirchengeschichte, Legitimitätskrise, Avignon.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die zeitgenössische Kritik am Papsttum während des 14. Jahrhunderts, insbesondere die Zeit des sogenannten „Babylonischen Exils“ in Avignon.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Kirche und Staat, die moralische Verweltlichung der Kurie, päpstliche Finanzpraktiken und der wachsende Widerstand von Intellektuellen und der Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die damalige Kritik das Ansehen der Kirche erschütterte und welche ideologischen Prozesse, wie etwa die Anfänge der konziliaren Bewegung, dadurch in Gang gesetzt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine historiographische Überblickarbeit, die auf der Analyse zeitgenössischer Quellen (vor allem Petrarcas „liber sine nomine“) sowie aktueller kirchengeschichtlicher Forschungsliteratur basiert.

Welche Schwerpunkte liegen im Hauptteil der Arbeit?

Im Hauptteil werden neben dem chronologischen Überblick insbesondere die radikalen Schriften von Kritikern wie Marsilius von Padua und Wilhelm von Ockham sowie die Briefe von Francesco Petrarca detailliert analysiert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie „Papstkritik“, „Kirchenreform“, „Spätmittelalter“ und „Avignonesisches Exil“ beschreiben.

Wie bewertet Petrarca die Rolle des Papstes in Avignon konkret?

Petrarca sieht in den Päpsten in Avignon Werkzeuge französischer Interessen, die durch moralischen Verfall, Habgier und eine Abwendung von der christlichen Lebensführung das Papstamt delegitimieren.

Welchen Einfluss hatte der Franziskanerorden auf die Kritik am Papsttum?

Der Franziskanerorden vertrat die Auffassung der absoluten Armut, was einen direkten Gegensatz zum prunkvollen und geldorientierten Lebensstil der Avignoner Päpste bildete und die Kurie somit in ihren Grundfesten angriff.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zeitgenössische Kritik am Papsttum in Avignon
Untertitel
Ein Überblick
Hochschule
Universität Augsburg
Veranstaltung
PS: Papsttum, Kurie und europäische Politik im Spätmittelalter
Autor
Michael André Ankermüller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
17
Katalognummer
V269902
ISBN (eBook)
9783656611219
ISBN (Buch)
9783656610908
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zeitgenössische kritik papsttum avignon überblick
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael André Ankermüller (Autor:in), 2010, Zeitgenössische Kritik am Papsttum in Avignon, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269902
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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