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Das neue Prüfungssystem in Russland

Ist das Experiment „Einheitliche Staatliche Prüfung“ gescheitert?

Título: Das neue Prüfungssystem in Russland

Trabajo Escrito , 2013 , 11 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Ecaterina Sicicar (Autor)

Ruso / Lenguas eslavas
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Das heutige Russland hat sein Bildungssystem von der Sowjetunion geerbt, die eine hochgebildete und qualifizierte Bevölkerung besaß und Bildung bis in den letzten Winkel des Landes staatlich finanzierte.
Die Schul- und Hochschulbildung waren für die Studierenden gemäß der geltenden Verfassungen (von 1936 und 1977) kostenfrei, wobei alle Hochschulabsolventen nach dem Studium relativ geringere Löhne, fast genauso gleichen wie bei den Facharbeiten erhielten. Das wurde damit gerechtfertigt, dass der Staat ihnen ja eine kostenfreie akademische Ausbildung gewährt habe.
Das zentral geplante und den Bedürfnissen der planwirtschaftlicher Industrie unterworfene Ausbildungssystem geriet in den 1980er Jahren in eine konzeptionelle Krise, die sich im Zuge der veränderten gesellschaftlichen Transformationsprozesse zu einer tief greifenden Finanzkriese ausweitete. In den ersten Reformjahren nach der Auflösung der Sowjetunion sollte durch Dezentralisierung, Demokratisierung und Entideologisierung die Allmacht des Staates im Bildungswesen beendet werden. Die Grundlagen für eine Transformation und für eine Reform des Bildungswesens in den 1990er Jahren sind es die Übergang zur Marktwirtschaft, die Schaffung eines föderalen Staates und die Pluralisierung des politischen Systems. Die extreme Verknappung, der zur Verfügung stehenden Mitteln führte dazu, dass die Bildungseinrichtungen bis zur Jahrhundertwende fast ausschließlich mit dem „ Kampf ums Überleben“ beschäftigt waren. Die Gehälter für das Lehrpersonal wurden mit mehrmonatiger Verspätung gezahlt. Viele Akademiker mussten die Institutionen deswegen verlassen.
Die Schulreform der 1900er Jahre ermöglichte es, dass sich neben den staatlichen Schulen und Hochschulen auch private Bildungsinstitutionen entwickelten. Diese waren allerdings sehr kostspielig und können deshalb nur von einer kleinen elitären Schicht in Anspruch genommen.
Die staatlichen Bildungseinrichtungen haben ihre Existenz damit gesichert, dass sie Studiengebühren eigeführten, die hochschuleigenen Räumen vermieteten, oder Weiterbildungs- und Vorbereitungskurse für die Hochschulaufnahmeprüfungen anboten. Gleichzeitig wurde die Zahl der Studierenden, die staatlich finanzierte Studienplätze einnahmen, die sogenannten Budgetstudenten, stark gekürzt. Zwischen 1993/94er und 2002/03er Jahren von 94% auf 51%, im Jahr 2005 gab es pro 10 000 Einwohner lediglich 209 staatlich finanzierte Studienplätze.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

Bildung in Russland früher und heute. Neue Reformsätze in der Bildungspolitik

2. Hauptteil

2.1 Was ist eine Einheitliche Staatliche Prüfung?

2.2 Vor und Nachteile der Einführung von Einheitlicher Staatlicher Prüfung. Immer mehr wachsende Korruption im Bildungswesen.

3. Resümee.

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das russische Bildungssystem im Wandel und analysiert kritisch die Einführung der "Einheitlichen Staatlichen Prüfung" (EGE) als Instrument zur Korruptionsbekämpfung. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob das neue System tatsächlich die Objektivität der Leistungsbewertung fördert oder neue Möglichkeiten für Manipulationen und Korruption schafft.

  • Historische Entwicklung des russischen Bildungswesens seit der Sowjetära
  • Struktur und Funktionsweise der Einheitlichen Staatlichen Prüfung (EGE)
  • Analyse der Korruptionsproblematik im Prüfungswesen
  • Vergleich zwischen altem sowjetischem System und modernen Reformansätzen
  • Kritische Bewertung der Wirksamkeit bildungspolitischer Maßnahmen

Auszug aus dem Buch

2.2 Vor und Nachteile der Einführung von Einheitlicher Staatlicher Prüfung. Immer mehr wachsende Korruption im Bildungswesen.

Mit der Einführung von EGE wurde Land in zwei Lager gespalten. Manche sind von der neuen Prüfungssystem begeistert, die anderen sind davon überzeugt, dass man damit auf keinen Fall das tatsächliche Wissen festgestellt werden kann.

Die richtige Organisation von EGE, sollte die Korruption und Bestechung an der Grenze zwischen „Schule und Hochschule“ viel schwieriger machen. Außerdem hat man mit EGE die Möglichkeit, sich an jeder beliebigen Hochschule Russlands zu bewerben, indem die Unterlagen einfach per Post zugeschickt werden. Man muss nicht mehr in eine andere Stadt fahren, um dort an den anstrengenden Aufnahmeprüfungen teilzunehmen.

Funktioniert es aber in der Praxis? Immer wieder berichten die Massenmedien über der Manipulation der Ergebnisse von EGE. Die Politiker sind aber der Meinung, dass es nur Einzelfälle sind und es auf jeden Fall im Laufe der Zeit verbessert wird. Jedes Jahr stellt man fest, dass die Ergebnisse der EGE vorher ins Internet gestellt wurden. Dieses Jahr wurden zum Beispiel die Ergebnisse für die Prüfung in Physik, die am 6 Juni 2013 stattfinden sollte, schon am 4 Juni im Internet veröffentlicht. Die Tatsache, dass dieses Mal vier elektronische Ablage im Format „rar“ mit den Namen „Sibir`“, „Dal`nij Vostok“, „Ural“ und „Zentr“, also direkt für vier Föderale Bezirke veröffentlich wurden, zeigt, dass es nur von der Ministerium für Bildung und Wissenschaft kommen könnte.

Der Assistent des Präsidenten, ein ehemaliger Bildungsminister V.Fursenko hat im Interview vom 06.06.2013 betont, dass die Veröffentlichung von Ergebnissen im Internet ein Kriminelles Delikt sei und das sei eine Sache für die Strafverfolgungsbehörde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Kontext des sowjetischen Bildungswesens und die wirtschaftlichen sowie strukturellen Krisen nach der Auflösung der Sowjetunion, die den Reformbedarf begründeten.

2. Hauptteil: Dieser Teil definiert die Einheitliche Staatliche Prüfung (EGE) als äquivalentes System zum Zentralabitur und analysiert die Vor- und Nachteile der Einführung sowie die anhaltende Korruptionsproblematik.

3. Resümee.: Das Resümee bewertet das Reformprojekt kritisch und kommt zu dem Schluss, dass das System in Russland aufgrund korruptionsanfälliger Strukturen bislang mehr Nach- als Vorteile aufweist.

Schlüsselwörter

Bildungssystem, Russland, EGE, Einheitliche Staatliche Prüfung, Korruption, Transformation, Schmiergelder, Zentralabitur, Hochschulzulassung, Bildungsreform, Leistungsbewertung, Prüfungswesen, Bildungspolitik, Sowjetunion, Bildungsqualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Transformation des russischen Bildungssystems und der Einführung der Einheitlichen Staatlichen Prüfung (EGE) als zentrales Reforminstrument.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit thematisiert den Übergang von einem zentral geplanten sowjetischen Bildungssystem zu modernen westlich orientierten Prüfungsstrukturen sowie die damit verbundenen Herausforderungen hinsichtlich Korruption.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob durch die EGE die Korruption im russischen Bildungswesen tatsächlich bekämpft werden kann oder ob das System neue Schlupflöcher schafft.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse des geschichtlichen Wandels, vergleicht Prüfungsmethoden und wertet empirische Daten sowie Medienberichte zur Korruptionsentwicklung aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Definition, Durchführung und Historie der EGE erläutert sowie die Vor- und Nachteile anhand von Praxisbeispielen und Korruptionsvorfällen diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bildungspolitik, Korruption, EGE, Bildungsreform, Zentralabitur und Transformationsprozesse.

Welche Rolle spielt die Korruption im Kontext der Hochschulaufnahme?

Korruption äußert sich laut Arbeit durch den Verkauf von Prüfungsergebnissen, Schmiergelder an Aufnahmekommissionen und teure Vorbereitungskurse, was den Zugang zu Hochschulen finanziell steuert.

Warum wird das alte sowjetische Prüfungssystem im Resümee positiv hervorgehoben?

Der Autor empfindet das alte System trotz seiner Schwerfälligkeit als disziplinierender und objektiver in Bezug auf das tatsächliche Allgemeinwissen und die Intelligenz der Absolventen.

Was kritisiert der Autor konkret am EGE-Experiment?

Kritisiert werden die hohe Manipulierbarkeit der Tests, die Vernachlässigung des tatsächlichen Wissens zugunsten bloßer Notendurchschnitte und der Mangel an Einbeziehung der öffentlichen Meinung bei der Reformentscheidung.

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Detalles

Título
Das neue Prüfungssystem in Russland
Subtítulo
Ist das Experiment „Einheitliche Staatliche Prüfung“ gescheitert?
Universidad
University of Cologne  (Slavisches)
Curso
Landeskunde
Calificación
1,3
Autor
Ecaterina Sicicar (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
11
No. de catálogo
V269952
ISBN (Ebook)
9783656611196
ISBN (Libro)
9783656610939
Idioma
Alemán
Etiqueta
prüfungssystem russland experiment einheitliche staatliche prüfung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ecaterina Sicicar (Autor), 2013, Das neue Prüfungssystem in Russland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269952
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