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Virtuelle Forschungsumgebungen in den Geisteswissenschaften

Bestehende Initiativen und zukünftige Entwicklungen

Title: Virtuelle Forschungsumgebungen in den Geisteswissenschaften

Term Paper , 2011 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Claudio Fuchs (Author)

Library Science, Information- / Documentation Science
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Die zunehmende Bedeutung digitaler Technologien insbesondere in der naturwissenschaftlichen Forschung lässt sich am Begriff der e-Science, der „eine neue Form wissenschaftlichen Arbeitens in globaler Vernetzung von Computerressourcen, Wissen, Werkzeugen und Menschen“ (Andreas Aschenbrenner et al. März* 2007, S.11) beschreibt, ableiten. Dabei spielen Virtuelle Forschungsumgebungen, „die als Plattform für netzbasierte kollaborative Arbeitsprozesse neue Formen der Zusammenarbeit sowie einen neuen Umgang mit wissenschaftlichen Daten und Informationen ermöglichen“ (dfg, Informationsmanagement, Aktionslinie 13) eine zentrale Rolle. Anwendungsbeispiele für diese moderne Art des Forschens lassen sich in den angewandten Wissenschaften wie den Naturwissenschaften und der Medizin zahlreich ausfindig machen, im Bereich der Geisteswissenschaften sind sie jedoch bislang nicht in diesem Maße verbreitet. Doch auch wenn die Forschung in geisteswissenschaftlichen Disziplinen bei der Nutzung virtueller Forschungsumgebungen im Rückstand ist, spricht vieles dafür, dass die Inanspruchnahme virtueller Forschungsumgebungen auch in den Geisteswissenschaften in naher Zukunft von zentraler Bedeutung sein wird. Ziel dieser Arbeit ist es demnach nicht über die Zukunftstauglichkeit digitaler Technologien zur Unterstützung geisteswissenschaftlicher Forschung zu diskutieren, da diese im Zuge von Digitalisierung und Internationalisierung unbestreitbar gegeben ist. Vielmehr möchte diese Arbeit den Blick auf die mögliche Ausgestaltung der e-Science im Bereich der Geisteswissenschaften in Form virtueller Forschungsumgebungen richten und anhand bereits vorhandener virtueller Forschungsumgebungen in diesem Wissenschaftszweig mögliche Konsequenzen für den Aufbau künftiger virtueller Forschungsumgebungen zur Unterstützung geisteswissenschaftlicher Forschung aufzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Aufbau einer Virtuellen Forschungsumgebung

Grid-Technologie

TextGrid

Architektur von TextGrid

Benutzerumgebung

Service Layer

Middleware

Archive

Projekte in den Geisteswissenschaften

AHDS-Arts and Humanities Data Service

DANS-Data Archiving and Networked Services

DARIAH-Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities

DAM-LR und CLARIN

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die zukünftige Entwicklung Virtueller Forschungsumgebungen in den Geisteswissenschaften. Das primäre Ziel ist es, basierend auf bereits bestehenden Initiativen, Aussagen über die Konsequenzen und Anforderungen für den Aufbau künftiger Forschungsumgebungen in diesem Wissenschaftszweig abzuleiten.

  • Grundlagen des Drei-Schichten-Modells virtueller Forschungsumgebungen
  • Funktionsweise und Anwendung der Grid-Technologie
  • Strukturelle Analyse des Projekts TextGrid
  • Überblick über europäische Infrastrukturprojekte (AHDS, DANS, DARIAH, CLARIN)
  • Notwendigkeit der Kooperation zwischen Fachwissenschaftlern und IT-Entwicklern

Auszug aus dem Buch

Architektur von TextGrid

Die Architektur von TextGrid wird von zwei wesentlichen Faktoren definiert: Zum einen besteht die allgemeine Anforderung nach leichtem Zugang bzw. Offenheit sowie die Möglichkeit leicht zu handhabender Kollaboration, zum anderen besteht die Herausforderung, auch technisch nicht ausreichend geschulte Nutzer zu involvieren (Vgl. Küster, Ludwig, Aschenbrenner 2009, S. 185). Die folgende Erläuterung der Eckpfeiler der Text-Grid Architektur orientiert sich an der Graphik auf Seite 29 der folgenden Quelle: http://www.textgrid.de/fileadmin/TextGrid/reports/TextGrid_Report_3_2.pdf

Im Wesentlichen sind vier zentrale Komponenten zu nennen:

· Benutzerumgebungen/Workbench

· Service Layer

· Middleware

· Archive

Zusammenfassung der Kapitel

Aufbau einer Virtuellen Forschungsumgebung: Einführung in das Drei-Schichten-Modell, welches Forschung, Forschungsinfrastruktur und Basisinfrastruktur als Basis für effiziente wissenschaftliche Arbeit definiert.

Grid-Technologie: Erläuterung der netzwerkbasierten Ressourcenbereitstellung, die große Datenmengen und Rechenkapazitäten global verfügbar macht.

TextGrid: Detaillierte Darstellung des deutschen Projekts als modulare Plattform für kooperative Textdatenverarbeitung.

Architektur von TextGrid: Untersuchung der vier Hauptkomponenten, die den Zugang für Wissenschaftler bei gleichzeitiger technologischer Flexibilität gewährleisten.

Benutzerumgebung: Beschreibung der Schnittstelle als "Tor zu TextGrid", die interaktive Tools und Streaming-Tools in eine Arbeitsumgebung integriert.

Service Layer: Analyse der WebServices, die als Marktmechanismus fachspezifische Funktionalitäten in beliebiger Kombination bereitstellen.

Middleware: Darstellung der Middleware als Brücke zwischen generischer Grid-Infrastruktur und spezifischen Anforderungen der TextGrid-Dienste.

Archive: Erläuterung der Integrationsschritte für externe Textarchive mittels Metadatenmanagement und Datengrid-Anschluss.

Projekte in den Geisteswissenschaften: Übersicht über relevante europäische Initiativen wie AHDS, DANS, DARIAH und CLARIN als Beispiele für Infrastrukturbereitstellung.

AHDS-Arts and Humanities Data Service: Fokus auf die Erfassung und langfristige Bewahrung digitaler Ressourcen im geisteswissenschaftlichen Bereich.

DANS-Data Archiving and Networked Services: Darstellung der Bündelung von Infrastrukturdiensten zur Langzeitarchivierung in den Niederlanden.

DARIAH-Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities: Vorstellung der europäischen Infrastruktur zur digitalen Erschließung des kulturellen Erbes.

DAM-LR und CLARIN: Untersuchung der Integration von Spracharchiven und der Weiterentwicklung zu einer interoperablen Forschungsplattform.

Fazit: Zusammenfassende Einschätzung über die Notwendigkeit der engen Kooperation zwischen IT-Spezialisten und Forschern für den Erfolg zukünftiger Plattformen.

Schlüsselwörter

Virtuelle Forschungsumgebungen, e-Science, Grid-Technologie, Geisteswissenschaften, TextGrid, Forschungsinfrastruktur, Basisinfrastruktur, Digitale Geisteswissenschaften, Kollaboration, Text-Mining, Datenmanagement, Interoperabilität, Metadaten, Langzeitarchivierung, Fachwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle und Entwicklung von virtuellen Forschungsumgebungen (e-Science) innerhalb der Geisteswissenschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem technischen Aufbau von Forschungsumgebungen (Drei-Schichten-Modell), der Grid-Technologie und der Analyse spezifischer internationaler Projekte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aus existierenden Projekten Anforderungen und Konsequenzen für den zukünftigen Aufbau von Forschungsumgebungen in den Geisteswissenschaften abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Fachliteratur sowie der Dokumentation bestehender IT-Infrastrukturprojekte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine architektonische Einordnung und die detaillierte Vorstellung von Projekten wie TextGrid, AHDS, DANS und DARIAH.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Virtuelle Forschungsumgebungen, Grid-Technologie, e-Science, Geisteswissenschaften und Infrastrukturentwicklung.

Warum spielt die Kooperation zwischen Entwicklern und Wissenschaftlern eine so große Rolle?

Da technisches Know-how allein nicht ausreicht; die Plattform muss die spezifischen, fachwissenschaftlichen Bedürfnisse der Forscher abbilden können, um praxistauglich zu sein.

Was macht das Projekt TextGrid besonders?

Es fungiert als modulare Plattform, die durch eine klare Trennung von generischen Basisdiensten und fachspezifischen Werkzeugen eine hohe Flexibilität für verschiedene Forschungsdisziplinen bietet.

Warum ist die Integration von externen Archiven eine technische Herausforderung?

Aufgrund der Heterogenität der Metadatenmodelle und der Notwendigkeit, Datenobjekte in eine verteilte Datengrid-Umgebung zu überführen, ohne die Qualität der Daten zu gefährden.

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Details

Title
Virtuelle Forschungsumgebungen in den Geisteswissenschaften
Subtitle
Bestehende Initiativen und zukünftige Entwicklungen
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft)
Course
Bibliotheken und Informationsangebote unter sozialen Gesichtspunkten
Grade
1,0
Author
Claudio Fuchs (Author)
Publication Year
2011
Pages
15
Catalog Number
V270222
ISBN (eBook)
9783656615477
ISBN (Book)
9783656615453
Language
German
Tags
virtuelle forschungsumgebungen geisteswissenschaften bestehende initiativen entwicklungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudio Fuchs (Author), 2011, Virtuelle Forschungsumgebungen in den Geisteswissenschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270222
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