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Umnutzung von Industriebrachen - Das Beispiel der Sieben Keltern von Metzingen

Título: Umnutzung von Industriebrachen - Das Beispiel der Sieben Keltern von Metzingen

Tesis de Maestría , 2003 , 92 Páginas , Calificación: 1.0

Autor:in: Silke Eggert (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Demografía, planeamiento urbanístico y ordenación territorial
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Resumen Extracto de texto Detalles

I Einleitung
Industriell oder landwirtschaftlich genutzte Gebiete unterliegen ständigen Veränderungen. Meist sind es Anpassungen an veränderte Strukturen, zum Beispiel an neue Produktionsprozesse. Wenn es allerdings extreme wirtschaftliche oder technologische Neuerungen gibt, kann es zur Stilllegung eines Betriebs kommen - eine Industrie-brache entsteht. Was aber macht man mit einem Fabrikgelände, wenn es leer steht und sich kein Nachfolgeunternehmen findet? Lässt man die Gebäude verfallen, reißt man sie ab oder funktioniert man sie um? Für die Alternative der Umnutzung sprechen viele Argumente, die von der Bewahrung des ideellen Gebäudewertes bis zur kommerziellen Nutzbarmachung reichen.

In dieser Arbeit geht es darum, den Prozess der Umnutzung von Industriebrachen aus Sicht des Historikers darzustellen. Generell sind viele verschiedene Akteure an dieser Planung beteiligt, unter anderem Stadtplaner, Architekten, Vertreter der Gemeinde und Ingenieure. Der Historiker hat vor allem den geschichtlichen Wert des Objekts im Blick, und sein Anliegen ist dessen Erhaltung. Dies geht allerdings über die rein materielle Bewahrung der historischen Substanz hinaus. Zunächst ist es wichtig, die geschichtliche Bedeutung des Objekts herauszuarbeiten und die schützenswerten Teile genau zu benennen, welche anschließend mit der zukünftigen Nutzung abzustimmen sind. Im besten Fall bleibt dabei etwas von der ursprünglichen Funktion erhalten, nicht nur die reine Außenhaut. Der Historiker hat die besondere Aufgabe, diese Ziele gegenüber finanziellen oder planerischen Positionen zu vertreten, sozusagen als eine Art „Anwalt“ des Bauwerks aufzutreten.

Zur Veranschaulichung des Umnutzungsprozesses wurden die Sieben Keltern von Metzingen gewählt. Sie eignen sich wegen ihrer überschaubaren Größe für den Rahmen dieser Arbeit. Zusätzlich ist der Prozess der Umnutzung bereits weitgehend abgeschlossen, so dass auf diesen zugegriffen werden kann. Die Gebäude waren baulich in relativ gutem Zustand und die Sanierung wurde, trotz leerer Stadtkassen, mit der Unterstützung von Denkmalämtern und des Landes Baden-Württemberg finanziert. Aufgrund dieser Voraussetzungen eignen sich die Sieben Keltern für eine lückenlose Darstellung dieser Arbeit, da weniger bedeutende Punkte, wie finanzielle und bautechnische Fragen, leicht ausgeklammert werden können. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I EINLEITUNG

II EINFÜHRUNG IN DIE UMNUTZUNG VON INDUSTRIEBRACHEN

1 DIE BEWERTUNG UND ERHALTUNG VON DENKMÄLERN

1.1 Definition des Denkmals

1.2 Bewertungskriterien von Denkmalen

1.3 Kategorien der Erhaltung

1.4 Der Umgang mit Geschichtsspuren

2 GRUNDLAGEN DER UMNUTZUNG

2.1 Vorteile und Hemmnisse der Umnutzung

2.2 Die Verträglichkeit der Umnutzung

3 ALTERNATIVEN DER UMNUTZUNG

3.1 Die Auswahl der Nutzungsalternativen

3.2 Nutzungsarten

3.2.1 Nutzung als soziale oder kulturelle Einrichtung

3.2.2 Nutzung als Museum

3.2.3 Kommerzielle Nutzung

4 BAUMAßNAHMEN

4.1 Außeninstandsetzung

4.2 Innenausstattung

III METZINGEN UND DER WEINBAU

1 ORTSKUNDE METZINGENS

2 WEINBAU IN METZINGEN

2.1 Die Geschichte des Weinbaus

2.2 Der Weinbau im 20. Jahrhundert

IV DIE GESCHICHTE DER SIEBEN KELTERN

1 DIE KELTERN BIS 1929

2 BESONDERE MERKMALE DER EINZELNEN KELTERN

3 DIE NUTZUNG DER KELTERN ZWISCHEN 1929 UND 1970

V DIE ANFANGSPHASE DER UMNUTZUNG

1 DIE ENTSCHEIDUNG ZUR ERHALTUNG DER KELTERN

1.1 Erste Gedanken zur Umnutzug

1.2 Das Spannungsfeld zwischen Abriss und Sanierung

1.3 Gründe für die Erhaltung der Keltern

2 BESTANDSAUFNAHME

2.1 Die Bewertung des Sieben Keltern als Denkmal

2.2 Die Funktion des Objekts „Keltern“

2.3 Zu erhaltende historische Elemente

2.4 Bestandsaufnahme der Gebäude und des Platzes

VI DIE SUCHE NACH NUTZUNGSALTERNATIVEN

1 PLANUNGSKONZEPTE

1.1 Generelle Leitlinien

1.2 Alternativen für die Umnutzung

1.2.1 Gesamtkonzepte

1.2.2 Nutzungsalternativen zu den einzelnen Keltern

1.2.3 Das Konzept zum Kelternplatz

2 DER UMGANG MIT GESCHICHTSSPUREN

3 INTERESSENSKONFLIKTE

4 BETEILIGTE AKTEURE

VII BAUMAßNAHMEN

1 GENERELLE LEITLINIEN

2 EINGRIFFE IN DIE EINZELNEN KELTERN

3 DIE GESTALTUNG DES KELTERNPLATZES

VIII ERGEBNIS

1 DIE KELTERN NACH DER UMNUTZUNG

2 DIE ROLLE DER KELTERN HEUTE

3 DIE VERTRÄGLICHKEIT MIT DER HISTORISCHEN SUBSTANZ

4 DIE BEWERTUNG DER EINZELNEN KELTERN

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Prozess der Umnutzung von Industriebrachen unter Berücksichtigung historischer Aspekte, exemplifiziert an den „Sieben Keltern“ von Metzingen. Das Ziel ist es, die Rolle des Historikers als „Anwalt“ des Bauwerks darzustellen und aufzuzeigen, wie historische Bausubstanz durch sinnvolle Umnutzung bewahrt und in das moderne Stadtleben integriert werden kann.

  • Historische Einordnung und Bewertung von Baudenkmälern
  • Grundlagen und Strategien der Umnutzung von Industriebrachen
  • Analyse des Umnutzungsprozesses der Sieben Keltern in Metzingen
  • Bewertung der baulichen Eingriffe und der gesellschaftlichen Akzeptanz
  • Interessenskonflikte zwischen Denkmalschutz, Stadtplanung und wirtschaftlichen Interessen

Auszug aus dem Buch

I EINLEITUNG

Industriell oder landwirtschaftlich genutzte Gebiete unterliegen ständigen Veränderungen. Meist sind es Anpassungen an veränderte Strukturen, zum Beispiel an neue Produktionsprozesse. Wenn es allerdings extreme wirtschaftliche oder technologische Neuerungen gibt, kann es zur Stilllegung eines Betriebs kommen - eine Industriebrache entsteht. Was aber macht man mit einem Fabrikgelände, wenn es leer steht und sich kein Nachfolgeunternehmen findet? Lässt man die Gebäude verfallen, reißt man sie ab oder funktioniert man sie um? Für die Alternative der Umnutzung sprechen viele Argumente, die von der Bewahrung des ideellen Gebäudewertes bis zur kommerziellen Nutzbarmachung reichen.

In dieser Arbeit geht es darum, den Prozess der Umnutzung von Industriebrachen aus Sicht des Historikers darzustellen. Generell sind viele verschiedene Akteure an dieser Planung beteiligt, unter anderem Stadtplaner, Architekten, Vertreter der Gemeinde und Ingenieure. Der Historiker hat vor allem den geschichtlichen Wert des Objekts im Blick, und sein Anliegen ist dessen Erhaltung. Dies geht allerdings über die rein materielle Bewahrung der historischen Substanz hinaus. Zunächst ist es wichtig, die geschichtliche Bedeutung des Objekts herauszuarbeiten und die schützenswerten Teile genau zu benennen, welche anschließend mit der zukünftigen Nutzung abzustimmen sind. Im besten Fall bleibt dabei etwas von der ursprünglichen Funktion erhalten, nicht nur die reine Außenhaut. Der Historiker hat die besondere Aufgabe, diese Ziele gegenüber finanziellen oder planerischen Positionen zu vertreten, sozusagen als eine Art „Anwalt“ des Bauwerks aufzutreten.

Zusammenfassung der Kapitel

I EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung der Umnutzung von Industriebrachen und die Rolle des Historikers in diesem Prozess.

II EINFÜHRUNG IN DIE UMNUTZUNG VON INDUSTRIEBRACHEN: Theoretische Grundlagen zur Denkmalbewertung, Erhaltungskategorien und verschiedenen Umnutzungsalternativen.

III METZINGEN UND DER WEINBAU: Historischer Hintergrund zu Metzingen und die Entwicklung des dortigen Weinbaus, um den Kontext der Keltern zu verstehen.

IV DIE GESCHICHTE DER SIEBEN KELTERN: Chronologische Übersicht über die Entstehung, Zerstörungen und Nutzung der Keltern bis 1970.

V DIE ANFANGSPHASE DER UMNUTZUNG: Analyse der ersten Entscheidungsprozesse zum Erhalt der Keltern und Bestandsaufnahme der Gebäude.

VI DIE SUCHE NACH NUTZUNGSALTERNATIVEN: Untersuchung der verschiedenen Planungskonzepte, Interessenskonflikte und der Rolle der Akteure bei der Findung neuer Nutzungen.

VII BAUMAßNAHMEN: Überblick über die handwerklichen Aspekte der Sanierung und die Bewahrung der historischen Substanz bei den Baueingriffen.

VIII ERGEBNIS: Reflexion über den erfolgreichen Abschluss der Umnutzung, die heutige Rolle der Keltern und ihre Verträglichkeit mit der historischen Substanz.

Schlüsselwörter

Umnutzung, Industriebrache, Denkmalschutz, historische Bausubstanz, Metzingen, Sieben Keltern, Stadtplanung, Weinbau, Sanierung, Erhaltung, Kulturdenkmal, Nutzungsalternativen, Heimatgeschichte, Stadtentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Prozess der Umnutzung stillgelegter Industrie- oder landwirtschaftlich genutzter Bauwerke (Industriebrachen) und deren Transformation in moderne, nutzbare Objekte am Beispiel der historischen Keltern in Metzingen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit beleuchtet die geschichtliche Bedeutung der Gebäude, die Herausforderungen des Denkmalschutzes, stadtplanerische Aspekte bei der Umnutzung sowie die praktische Umsetzung baulicher Sanierungsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, den Umnutzungsprozess aus historischer Sicht zu dokumentieren und aufzuzeigen, wie ein „Anwalt“ des Bauwerks zwischen den Interessen von Stadtplanung, Wirtschaftlichkeit und Denkmalschutz vermitteln kann, um den historischen Charakter zu bewahren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Quellenanalyse, die Dokumente des Stadtarchivs (Protokolle, Briefe), historische Zeitungsartikel, lokalgeschichtliche Literatur sowie offizielle Gutachten und Wettbewerbsentwürfe auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung, den geschichtlichen Hintergrund von Metzingen, die detaillierte Geschichte und Bestandsaufnahme der Keltern sowie den langjährigen Prozess der Planung, Sanierung und endgültigen Umnutzung der Anlage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Umnutzung, Industriebrache, Denkmalschutz, Sieben Keltern Metzingen, Stadtkernsanierung, historische Bausubstanz, Festkelter und Weinbaumuseum.

Warum war das Jahr 1929 ein einschneidendes Datum für die Keltern?

1929 wurden die Keltern unter Denkmalschutz gestellt und gleichzeitig wurden die traditionellen Kelternbäume durch moderne hydraulische Pressen ersetzt, was den Beginn einer veränderten, stärker funktionalen Nutzung der Gebäude markiert.

Wie wurde der Konflikt zwischen Denkmalschutz und modernen Nutzungsanforderungen gelöst?

Die Lösung bestand oft in einem behutsamen Umbau, bei dem die historische Holzkonstruktion und der offene Charakter der Hallen im Vordergrund blieben, während moderne Anforderungen wie Isolierung oder technische Einbauten, wo möglich, reversibel oder dezent integriert wurden.

Final del extracto de 92 páginas  - subir

Detalles

Título
Umnutzung von Industriebrachen - Das Beispiel der Sieben Keltern von Metzingen
Universidad
University of Tubingen  (Institut für Zeitgeschichte)
Calificación
1.0
Autor
Silke Eggert (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
92
No. de catálogo
V27027
ISBN (Ebook)
9783638291750
ISBN (Libro)
9783638702317
Idioma
Alemán
Etiqueta
Umnutzung Industriebrachen Beispiel Sieben Keltern Metzingen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Silke Eggert (Autor), 2003, Umnutzung von Industriebrachen - Das Beispiel der Sieben Keltern von Metzingen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27027
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