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Arbeit im historischen Wandel

Title: Arbeit im historischen Wandel

Research Paper (undergraduate) , 2004 , 26 Pages , Grade: 1

Autor:in: Nicole Schumann (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Frage nach der Bedeutung des Arbeitsmarktes. Diese Frage ist von zwei Komponenten geprägt: - erstens geht es um die Realisierbarkeit des gewünschten Berufes eines jeden Einzelnen, - zweitens aber auch um die Identitätsfindung, die im Zusammenhang mit diesem Entscheidungsprozess erforderlich ist. Zum Verständnis der heutigen Arbeitsmarktlage werde ich mich einleitend mit den theoretischen Grundannahmen, Thesen und Erkenntnissen zum Wandel der Arbeit beschäftigen. Anschließend werde ich auf die Bedeutung von Arbeit für eingehen. Zum Schluss werde ich noch die neuen Anforderungen an die Arbeitswelt zu Beginn des 21. Jahrhunderts betrachten. Um zu verstehen, dass der Arbeitsbegriff in seiner inhaltlichen Definition stark von der Gesellschaft geprägt ist, stelle ich der eigentlichen Fragestellung einen geschichtlichen Exkurs voran. Um sich auf die neue Definitionen des Arbeitsbegriffes einlassen zu können, hilft das tiefere Verständnis der gegenseitigen Abhängigkeit von Arbeits- und Gesellschaftsformen. In der griechischen Polis und im antiken Rom definierte sich Freiheit hauptsächlich durch das Freisein von Arbeit. Laut Aristoteles gehörte Arbeit zum Bereich des Notwendigen. Darin unterschied sich Arbeit vom praktischen Handeln, welches über bloße Nützlichkeit hinausging. „Gesellschaft (…) Wurde als Gegenwelt zur Arbeit definiert und durch die Kunst des öffentlichen Austausches, der Muße und des politischen Handelns ausgefüllt.“ (Beck 1999, S. 17) Deshalb wurde von jedem, der nicht körperlich arbeiten musste, ein qualitativer Beitrag für das Gemeinleben in politischen Ämtern gefordert. Der Arbeitsbegriff umfasste in der Antike ausschließlich die körperliche Arbeit; geistige Tätigkeit wurde als gesellschaftliches Privileg angesehen. Schwere körperliche Arbeiten wurden nur von Sklaven ausgeführt, handwerkliche Arbeiten vom Mittelstand. Den reichen Menschen, den Philosophen und den Staatsmännern war die Muße ein Privileg. Sie gehörten zu denen, die nicht für ihren Lebensunterhalt arbeiten mussten. Sie konnten sich befreit von der Last des Arbeitens anderen Dingen, wie der Diskussionen und dem Spielen widmen. Muße bezeichnete man das „tätige Nichtstun“. Sie galt als Möglichkeit und zugleich Bedingung der Selbstfindung und der Selbstverwirklichung. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Der Arbeitsbegriff im historischen Wandel

1.1. Antike: Arbeit als Gegenwelt zur Gesellschaft

1.2. Mittelalter und Bürgerzeit: Arbeitsgesellschaft als Ordnungsgesellschaft

1.3. Reformation: Entwicklung der neuzeitlichen Arbeitsethik

1.4. Moderne und Industriezeitalter: Die Arbeitsgesellschaft Polarisiert Produktion und Reproduktion

1.5. Von der Industrie zu Dienstleistung, Information und Kommunikation

2. Aspekte von Arbeit in der Gegenwart

2.1. Bedeutung der Erwerbsarbeit als Existenzsicherung

2.2. Identitäts- und Sinnstiftung durch Arbeit

2.3. Arbeit als Status bestimmende Tätigkeit

3. Neue Anforderungen an die Arbeitswelt zu beginn des 21. Jahrhunderts

3.1. Gesellschaft

3.2. Wirtschaft

3.3. Unternehmen

3.4. Arbeitnehmer

4. Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Die Arbeit untersucht den historischen Wandel des Arbeitsbegriffs und dessen Bedeutung für den modernen Arbeitsmarkt sowie die Identitätsfindung des Einzelnen. Im Fokus steht die Analyse der gesellschaftlichen Transformation von einer industriellen Produktionsgesellschaft hin zu einer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft und den damit verbundenen neuen Anforderungen an das Individuum.

  • Historische Entwicklung des Arbeitsbegriffs (Antike bis heute)
  • Die Funktion von Erwerbsarbeit für Existenzsicherung und Status
  • Psychologische Bedeutung von Arbeit für Identität und Sinnstiftung
  • Strukturwandel der Arbeitswelt durch Automatisierung und Technologisierung
  • Neue Anforderungen an Unternehmen und Arbeitnehmer im 21. Jahrhundert

Auszug aus dem Buch

1.1. Antike: Arbeit als Gegenwelt zur Gesellschaft

In der griechischen Polis und im antiken Rom definierte sich Freiheit hauptsächlich durch das Freisein von Arbeit. Laut Aristoteles gehörte Arbeit zum Bereich des Notwendigen. Darin unterschied sich Arbeit vom praktischen Handeln, welches über bloße Nützlichkeit hinausging. „Gesellschaft (…) Wurde als Gegenwelt zur Arbeit definiert und durch die Kunst des öffentlichen Austausches, der Muße und des politischen Handelns ausgefüllt.“ (Beck 1999, S. 17) Deshalb wurde von jedem, der nicht körperlich arbeiten musste, ein qualitativer Beitrag für das Gemeinleben in politischen Ämtern gefordert.

Der Arbeitsbegriff umfasste in der Antike ausschließlich die körperliche Arbeit; geistige Tätigkeit wurde als gesellschaftliches Privileg angesehen. Schwere körperliche Arbeiten wurden nur von Sklaven ausgeführt, handwerkliche Arbeiten vom Mittelstand. Den reichen Menschen, den Philosophen und den Staatsmännern war die Muße ein Privileg. Sie gehörten zu denen, die nicht für ihren Lebensunterhalt arbeiten mussten. Sie konnten sich befreit von der Last des Arbeitens anderen Dingen, wie der Diskussionen und dem Spielen widmen. Muße bezeichnete man das „tätige Nichtstun“. Sie galt als Möglichkeit und zugleich Bedingung der Selbstfindung und der Selbstverwirklichung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Fragestellung zur Bedeutung von Arbeit für die Existenzsicherung und die persönliche Identitätsfindung im 21. Jahrhundert.

1. Der Arbeitsbegriff im historischen Wandel: Überblick über den Bedeutungswandel von Arbeit als notwendiges Übel in der Antike hin zur zentralen gesellschaftlichen Norm im Industriezeitalter.

2. Aspekte von Arbeit in der Gegenwart: Analyse der Arbeit als zentrales Element für Existenzsicherung, soziale Statussymbolik und die psychologische Identitätsbildung.

3. Neue Anforderungen an die Arbeitswelt zu beginn des 21. Jahrhunderts: Untersuchung der Auswirkungen von Technologisierung und Strukturwandel auf Gesellschaft, Wirtschaftsgefüge und die individuellen Qualifikationsanforderungen.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Notwendigkeit, traditionelle Erwerbsarbeitsmodelle zu hinterfragen und die Bedeutung von Arbeit im Lebenslauf neu zu definieren.

Schlüsselwörter

Arbeitsgesellschaft, historischer Wandel, Erwerbsarbeit, Identitätsstiftung, Industrielle Revolution, Dienstleistungssektor, Beschäftigungskrise, Qualifikation, Flexibilität, Selbstverwirklichung, Existenzsicherung, Sozialstruktur, Automatisierung, Lebensentwurf, Arbeitsethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beleuchtet den Wandel der Arbeitswelt von der Antike bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts und untersucht, wie sich die Bedeutung von Arbeit für das Individuum und die Gesellschaft verschoben hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese des Arbeitsbegriffs, der Bedeutung der Arbeit für die Identität sowie den aktuellen Herausforderungen durch Technologisierung und Beschäftigungskrisen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die gegenseitige Abhängigkeit von Arbeitsformen und Gesellschaft zu vermitteln, um die heutigen Anforderungen an das Individuum besser einordnen zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf soziologischen Grundannahmen und gesellschaftswissenschaftlichen Erkenntnissen zum Wandel der Arbeitsgesellschaft basiert.

Was steht im Hauptteil der Untersuchung?

Der Hauptteil analysiert die historischen Etappen der Arbeit, die gegenwärtigen psychologischen und sozialen Funktionen von Arbeit sowie die spezifischen strukturellen Anforderungen des 21. Jahrhunderts.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Arbeitsgesellschaft, Identitätsstiftung, Technologisierung, Flexibilisierung und gesellschaftlicher Strukturwandel geprägt.

Warum wird Arbeit heute nicht mehr nur als Mittel zur Existenzsicherung gesehen?

Der Autor zeigt auf, dass Arbeit in modernen Gesellschaften zunehmend als Medium der Selbstverwirklichung und für die soziale Teilhabe fungiert, wobei diese Rolle aufgrund des Strukturwandels unter Druck geraten ist.

Welche Konsequenzen leitet der Autor für die Arbeitswelt von morgen ab?

Es wird gefordert, lebenslanges Lernen als Grundkompetenz zu etablieren und Konzepte für eine neue Sinngebung außerhalb der klassischen Erwerbsarbeit zu entwickeln, um auf die Beschäftigungskrise zu reagieren.

Excerpt out of 26 pages  - scroll top

Details

Title
Arbeit im historischen Wandel
College
University of Kassel
Grade
1
Author
Nicole Schumann (Author)
Publication Year
2004
Pages
26
Catalog Number
V27028
ISBN (eBook)
9783638291767
Language
German
Tags
Arbeit Wandel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Schumann (Author), 2004, Arbeit im historischen Wandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27028
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