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Die Überarbeitung der Übernahmerichtlinie (2004/25/EG)

Titel: Die Überarbeitung der Übernahmerichtlinie (2004/25/EG)

Seminararbeit , 2013 , 28 Seiten , Note: 13

Autor:in: Paul Lüneburg (Autor:in)

Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Grenzüberschreitende Unternehmensübernahmen der Art von jener Mannesmanns sind es gewesen, welche Jahrzehnte vorher bereits die Überlegung einer Vereinheitlichung von Übernahmeregelungen auf europäischer Ebene motivierte. So ist der englische Professor Robert Pennington bereits 1974 von der EU-Kommission mit der Aufgabe der Erarbeitung eines Gutachtens zu diesem Thema betraut worden. Dies war Anstoß einer Odyssee vergeblicher Versuche, eine gemeinsame Position durchzusetzen, welche schließlich 2004 in einer Richtlinie münden sollte. Acht Jahre nach deren Erlass hat die EU-Kommission 2012 einen Bericht zum Stand der Umsetzung veröffentlicht. Einem Blick in die Hintergründe der Richtlinie und einer kritischen Auseinandersetzung mit den aktuellen Eindrücken der Kommission dient nun dieses Werk.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Entstehungsgeschichte der Richtlinie (2004/25/EG)

I. Grundlagen der Schaffung einer Richtlinie

1. Entscheidungskompetenz der Aktionäre

2. „Level Playing Field Rule“

C. Die Richtlinie (2004/25/EG)

I. Neutralitätspflicht, Art.9 ÜRL

II. Offenlegungspflicht, Art.10 ÜRL

III. Durchbrechung, Art.11 ÜRL

IV. Optionsmodell, Art.12 ÜRL

D. Umsetzung der Richtlinie – Auswirkung auf Deutschland

I. Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG)

1. Näheres zum Hintergrund der WpÜG

2. Verfahrenswahl nach Verabschiedung der Richtlinie

II. Umsetzungsgesetz der Übernahmerichtlinie

1. Gebiete der Neuerung für deutsche Unternehmen

a) Umsetzung der Optionsmpodells

b) Anwendungsbereich des WpÜG

c) Europäischer Pass

d) Ausschluss- und Andienungsrecht (Squeeze-Out, Sell-Out)

e) „Acting in Concert“ und Stimmrechtszurechnung

E. Wirkung der Richtlinie und Diskussion

I. Bericht der Europäischen Kommission

1. Allgemeine Einschätzung der Kommission

2. Untersuchungs- und Nachbesserungsbedarf

a) Acting in Concert

aa) Problematik

bb) Bearbeitungsvorschläge

b) Pflichtangebot

aa) Problematik

aaa) Pflichtangebotsvorschrift

bbb) Regelung der Übernahmerichtlinie

ccc) Problematik

bb) Bearbeitungsvorschlag/ Kommissionsreaktion

c) Low-Balling/ Creeping-In

aa) Erläuterung

bb) Verfahren und Motivation

cc) Regelungszustand in Europa/ Deutschland

dd) Bearbeitungsvorschlag/ Kommissionsreaktion

d) Durchbrechungsregel

aa) Problematik

bb) Bearbeitungsvorschlag/ Kommissionsreaktion

e) Arbeitnehmerrechte

aa) Regelung der Richtlinie

bb) Problematik

cc) Bearbeitungsvorschlag/ Kommissionsreaktion

II. Stellungnahme

F. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung, die Umsetzung sowie die Wirksamkeit der EU-Übernahmerichtlinie (2004/25/EG) unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Rechtslage und der aktuellen Reformdiskussion auf europäischer Ebene.

  • Historischer Kontext und Entstehungsprozess der Richtlinie
  • Strukturen und Kernkonzepte der Übernahmerichtlinie (Neutralitätsgebot, Durchbrechungsregel)
  • Umsetzung der Richtlinie in deutsches Recht unter Nutzung des Optionsmodells
  • Kritische Würdigung der Defizite (Acting in Concert, Pflichtangebote, Arbeitnehmerschutz)
  • Analyse des Kommissionsberichts von 2012 und Ausblick auf künftigen Reformbedarf

Auszug aus dem Buch

I. Neutralitätspflicht, Art.9 Ü-RL

Art.9 statuiert somit eine strikte Neutralitätspflicht im Sinne eines Vereitelungsverbotes. Theoretisch können demnach künftig die Aktionäre entscheiden, inwiefern eine Übernahme erfolgreich ist oder nicht. So benötigt der Vorstand oder Aufsichtsrat ab Beginn des Angebotsverfahrens die Ermächtigung der Hauptversammlung, um Vereitelungsmaßnahmen zu ergreifen. Die Suche nach konkurrierenden Anbietern ist davon ausgenommen wie auch für den Geschäftsalltag übliche Handlungen. Letzteres gilt nach Art.9 Abs.3 für bereits vor Abgabe eines Angebotes ergriffene Maßnahmen, welche den Erfolg der Übernahme vereiteln könnten.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Notwendigkeit der Vereinheitlichung von Übernahmeregeln in Europa anhand prominenter Beispiele wie Mannesmann und stellt die Relevanz der EU-Richtlinie dar.

B. Entstehungsgeschichte der Richtlinie (2004/25/EG): Dieses Kapitel beschreibt den langwierigen Prozess von den ersten Gutachten in den 1970er Jahren bis zur Verabschiedung der Richtlinie 2004, motiviert durch das Ziel eines fairen Wettbewerbs.

C. Die Richtlinie (2004/25/EG): Hier werden die zentralen inhaltlichen Säulen der Richtlinie erläutert, darunter das Neutralitätsgebot, Offenlegungspflichten, die Durchbrechungsregel und das zweistufige Optionsmodell.

D. Umsetzung der Richtlinie – Auswirkung auf Deutschland: Das Kapitel analysiert, wie der deutsche Gesetzgeber die Richtlinie unter Beibehaltung des WpÜG und unter Wahrnehmung des Opting-Out-Modells in nationales Recht integriert hat.

E. Wirkung der Richtlinie und Diskussion: Dieser Hauptteil untersucht den Bericht der Europäischen Kommission von 2012, identifiziert spezifische Defizite bei komplexen Themen wie "Acting in Concert" und Arbeitnehmerrechten und diskutiert Reformvorschläge.

F. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der europäischen Harmonisierung zusammen und unterstreicht die Hoffnung auf eine zukünftig konkretere und verpflichtendere Ausgestaltung der Richtlinie.

Schlüsselwörter

Übernahmerichtlinie, WpÜG, Neutralitätspflicht, Durchbrechungsregel, Optionsmodell, Acting in Concert, Pflichtangebot, Minderheitenschutz, Übernahmeangebot, Zielgesellschaft, Europäisches Gesellschaftsrecht, Aktionäre, Arbeitnehmerrechte, Transparenz, Kommission

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Überarbeitung der EU-Übernahmerichtlinie und deren Einfluss auf das deutsche Gesellschaftsrecht, insbesondere vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen und Reformbedarfe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Kernbereichen zählen die Entstehungsgeschichte der Richtlinie, ihre Umsetzung durch das WpÜG in Deutschland sowie die kritische Analyse der aktuellen Anwendungspraxis in der gesamten EU.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erörterung, inwiefern die Richtlinie die Harmonisierung des europäischen Übernahmerechts fördern konnte und wo weiterhin Reformbedarf besteht, um Investoren und Arbeitnehmer besser zu schützen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit nutzt eine rechtsdogmatische und rechtsvergleichende Herangehensweise, ergänzt durch die Analyse offizieller Kommissionsberichte und einschlägiger Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Richtlinieninhalte, deren Umsetzung in Deutschland (speziell hinsichtlich des Optionsmodells) und eine detaillierte Diskussion der von der Kommission identifizierten Defizite.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe wie Übernahmerichtlinie, Neutralitätsgebot, Pflichtangebot, Acting in Concert und Minderheitenschutz stehen im Zentrum der terminologischen Auseinandersetzung.

Wie bewertet der Autor das "Acting in Concert"?

Der Autor bezeichnet das Konzept als problematisch, da die uneinheitliche Definition in den Mitgliedsstaaten zu Rechtsunsicherheiten führt und fordert eine Maximalharmonisierung auf europäischer Ebene.

Was bedeutet das "Opting-Out-Modell" im deutschen Recht?

Es ermöglicht Deutschland, Unternehmen von der strikten Neutralitätspflicht oder der Durchbrechungsregel zu befreien, was dem deutschen Gesetzgeber erlaubte, an bestehenden nationalen Regelungen festzuhalten.

Welche Bedeutung hat das Sell-Out für Minderheitsaktionäre?

Das Sell-Out entspricht einer Verlängerung der Annahmefrist, die es verbliebenen Aktionären nach einem Übernahmeangebot erlaubt, ihre Aktien zu den Bedingungen des Bieters zu verkaufen.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Überarbeitung der Übernahmerichtlinie (2004/25/EG)
Hochschule
Universität Leipzig  (Juristenfakultät der Universität Leipzig Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht)
Veranstaltung
Seminar zur aktuellen Entwicklung im Europäischen Gesellschaftsrecht
Note
13
Autor
Paul Lüneburg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
28
Katalognummer
V270458
ISBN (eBook)
9783656618713
ISBN (Buch)
9783656618669
Sprache
Deutsch
Schlagworte
überarbeitung übernahmerichtlinie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Paul Lüneburg (Autor:in), 2013, Die Überarbeitung der Übernahmerichtlinie (2004/25/EG), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270458
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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