Medizin mit "Durchblick". Bildgebende High-Tech-Verfahren in der Radiologie und ihre Rolle in der Medizin


Hausarbeit, 2014

26 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung

3 Theoretische Grundlagen
3.1 Röntgenstrahlung und ihre Erzeugung
3.1.1 Entstehung von Röntgenstrahlung
3.1.2 Entstehung eines Röntgenbildes

4 Übersicht der bildgebenden Verfahren
4.1 Projektionsradiographie - konventionelles Röntgen
4.1.1 Klinische Anwendung der Projektionsradiographie
4.2 Mammographie
4.2.1 Klinische Anwendung der Mammographie
4.3 Röntgendurchleuchtung – Durchleuchtung
4.3.1 Klinische Anwendung der Durchleuchtung
4.4 Sonographie – Ultraschall
4.4.1 Klinische Anwendung der Sonographie
4.5 Computertomographie (CT)
4.5.1 Klinische Anwendung der Computertomographie
4.6 Magnetresonanztomographie (MRT) – Kernspintomographie
4.6.1 Klinische Anwendung der Magnetresonanztomographie (MRT)

5 Die Rolle der Radiologie in der Medizin
5.1 Stellenwert und Zweck
5.2 Auswirkung und Ausblick

6 Zusammenfassung

7 Literaturverzeichnis
7.1 Internetquellen
7.2 Gedruckte Quellen

8 Abbildungsverzeichnis

2 Einleitung

Obwohl ich seit 2002 beruflich im Gesundheitssektor im Fachbereich der Radiologie als Medizinisch-Technischer Radiologieassistent (MTRA) tätig bin, habe ich in dieser Zeit rasante Quantensprünge in der technologischen Entwicklung beobachten und mit erleben können.

Diese Arbeit versteht sich als komprimierter Versuch, ein wenig Licht in das Fachgebiet der Radiologie, mit all seinen Facetten zu bringen.

Aufgezeigt werden soll, in welchen Bereichen des täglichen Arbeitens die Radiologie zur Anwendung kommt und welche unverzichtbare Rolle sie in der Medizin einnimmt.

Sie dient als eine Art Informationsbroschüre für all jene im Gesundheitssektor tätigen Personen.

Die Idee liegt in der Anregung an eine engere interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Im ersten und umfangreicheren Teil dieser Arbeit werde ich auf die geschichtliche Entwicklung und die allgemeinen theoretischen Grundlagen des Fachbereiches Radiologie mit all ihrer Komplexität eingehen.

Der Theoretische Teil dieser Arbeit enthält einige dennoch sehr vereinfachte physikalische Grundlagen, die aber zum besseren Gesamtverständnis beitragen sollen.

Erst im zweiten Teil führe ich auf, welche Auswirkung und welchen Stellenwert sie in der interdisziplinären Zusammenarbeit im medizinischen Alltag hat.

Mit dieser Arbeit stelle in Aussicht was sie uns zukünftig noch bringen wird.

3 Theoretische Grundlagen

Kaum ein anderes Fach der Medizin geht so sehr mit den Begriffen technologischer Fortschritt, Innovation und Computermedizin Hand in Hand.

Doch was genau ist die Grundlage dieses Fachbereiches?

Radiologie bedeutet Strahlenkunde und ist ein Teilgebiet der Medizin.

Die Geschichte der Radiologie wurde durch die Ideen und die Pionierleistung von Wilhelm Conrad Röntgen und vieler anderer herausragender Wissenschaftler geprägt.[1]

W.C. Röntgen legte den Grundstein für die Anfänge der Radiologie als er am 08. November 1895 „eine neue Art von Strahlen“, die er X-Strahlen nannte aufspürte.

Plötzlich wurde Unsichtbares, sichtbar.

Als erster Physiker überhaupt wurde er im Jahre 1901 mit dem neu geschaffenen Nobelpreis der Physik für seine herausragenden Leistungen geehrt.

Diese X-Strahlen wurden zu Ehren W.C. Röntgen im deutschsprachigen Raum als

„Röntgenstrahlen“ bezeichnet.[2]

Die folgende Zeittafel zeigt eine Übersicht der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte der Radiologie während der letzten 120 Jahre.[3] , [4]

Zeittafel zur Radiologie

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.1 Röntgenstrahlung und ihre Erzeugung

Schallwellen und elektromagnetische Wellen sind die Basis der bildgebenden Diagnostik.

Röntgenstrahlen sind kurzwellige, elektromagnetische Wellen.[5]

Die Wellenlänge der Röntgenstrahlung steht in Abhängigkeit der erzeugten elektrischen Energie. Das bedeutet, dass in der Röntgentechnologie zur Diagnostik eine elektrische Spannung von etwa 100 000 Volt erzeugt werden muss.

Eigenschaften der Röntgenstrahlen:

- verhalten sich wie Licht
- können Materie durchdringen und werden dabei abgeschwächt
- sind fotochemisch (schwärzen eine fotografische Schicht)
- haben eine biologische Wirkung (beeinflussen Gewebe)
- sind unsichtbar

3.1.1 Entstehung von Röntgenstrahlung

Röntgenstrahlen entstehen, wenn schnell fliegende Elektronen auf Materie auftreffen und dadurch bedingt in ihrer Bahn abgebremst werden.

99% der Energie wird hierbei in Wärme umgewandelt und nur 1% in Röntgenstrahlen.

In der bildgebenden Medizin wird zur Erzeugung von Röntgenstrahlen eine Röntgenröhre verwendet. Eine Röntgenröhre besteht vereinfacht aus einer Kathode und einer Anode.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Elektronen werden von der Kathode, durch Anlegen einer Hochspannung (25-125kV), zur Anode beschleunigt und dringen in das Anodenmaterial ein. Beim Aufprall werden sie abgebremst und erzeugen dabei drei verschiedene Strahlungsarten.[6]

In Folge dieser Wärmeentwicklung muss die Röntgenröhre mit Wasser oder Öl gekühlt werden. Ein Bleimantel verhindert, dass unerwünschte Röntgenstrahlung aus dem Röhrengehäuse austritt.

Aufgrund des begrenzten Umfanges dieser Arbeit wird auf die Physik nicht weiter eingegangen.

3.1.2 Entstehung eines Röntgenbildes

Wenn Röntgenstrahlen den Körper durchdringen werden die Strahlen je nach Dichte und Dicke des zu durchdringenden Materials abgeschwächt.

Diese unterschiedlichen Schwächungen werfen auf den Röntgenfilm ein Schattenbild, entsprechend der Durchlässigkeit des Aufnahmematerials.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4 Übersicht der bildgebenden Verfahren

Nachdem bisher vereinfacht die theoretischen Grundlagen erläutert worden sind, wird im folgenden Abschnitt ein orientierender Überblick über die vielfältigen bildgebenden Verfahren gegeben. Parallel hierzu werden die technologischen Fortschritte verständlicher.

Die Prinzipien der einzelnen Verfahren sollen hier erläutert werden.

Zu dem Stellenwert und der Bedeutung der einzelnen Verfahren wird im zweiten Teil dieser Arbeit eingegangen.

Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der bildgebenden Technik werden ständig neue Einsatzmöglichkeiten erschlossen.

Die derzeitigen Anwendungsmöglichkeiten werden in dieser Arbeit zum besseren Verständnis nur kurz zusammengetragen da ein vertieftes Eindringen den Rahmen dieser Arbeit bei Weitem sprengen würde.

Die bildgebenden Radiologischen Verfahren umfassen:

- Projektionsradiographie - konventionelles Röntgen
- Mammographie
- Durchleuchtung
- Sonographie (Ultraschall)
- Computertomographie (CT)
- Magnetresonanztomographie (MRT)

4.1 Projektionsradiographie - konventionelles Röntgen

Unter Projektionsradiographie versteht man die klassische konventionelle Röntgendiagnostik.

Beim konventionellen Röntgen werden in der Regel zwei Projektionen angefertigt, die orthogonal (rechtwinklig) zueinander stehen. Dadurch hat man zwei unterschiedliche Ebenen.

Das konventionelle Röntgen lässt sich bereits auf das Jahr 1895 zurückführen, in dem Wilhelm Conrad Röntgen die Hand seiner Frau röntgte.[7]

Im Laufe der Jahre gab es einige technologische Fortschritte in der konventionellen Röntgenbilderzeugung.

Angefangen hat alles mit der analogen Bildaufnahmetechnik, bei dem die Bilddokumentation auf einem Röntgenfilm mit Verwendung von Verstärkerfolien stattfand.

[...]


[1] Vgl. Laubenberger, Theodor und Laubenberger, Jörg: Technik der medizinischen Radiologie, 7. überarbeitete Auflage, Dt. Ärzte-Verlag, 1999, S. 27.

[2] Vgl. Röntgen, Wilhelm Conrad in „Der Grosse Brockhaus“, 1956, s.v. Röntgen, Wilhelm.

[3] Vgl. Kaick, van G.: Meilenstein der Radiologie in Deutschland, in „Der Radiologe“ Band 45, Springer Verlag 2005, S. 371-372.

[4] Vgl. Laubenberger, Theodor und Laubenberger, Jörg, (FN 1), S. 27-28.

[5] Vgl. Lissner, Josef und Hug, Otto: Radiologie: Kompendium für den ersten klinischen Studienabschnitt, Enke Verlag, Stuttgart, 1975, S.2-3.

[6] Vgl. Frommhold,W , Gajewski, H., Schoen, H.-D.: Medizinische Röntgentechnik, Physikalische und technische Grundlagen,

4. völlig neubearbeitete Auflage, Thieme Verlag, 1979, S.80-114.

[7] Vgl. Laubenberger, Theodor und Laubenberger, Jörg, (FN 1), S. 27.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Medizin mit "Durchblick". Bildgebende High-Tech-Verfahren in der Radiologie und ihre Rolle in der Medizin
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Zentrale
Note
1,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
26
Katalognummer
V270512
ISBN (eBook)
9783656617914
ISBN (Buch)
9783656617907
Dateigröße
770 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
medizin, durchblick, bildgebende, high-tech-verfahren, radiologie, rolle
Arbeit zitieren
Marcel Apel (Autor), 2014, Medizin mit "Durchblick". Bildgebende High-Tech-Verfahren in der Radiologie und ihre Rolle in der Medizin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270512

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