Gegenstand der vorliegenden Arbeit sind theoretische Grundlagen zur Schreibentwicklung bei den Lernenden. Im Mittelpunkt der Reflexion stehen die Phasen der Entwicklung des Schreibens, die ein Lerner durchmachen sollte, um sich die nötige Schreibkompetenz anzueignen. Dabei werden einige traditionelle Konzeptionen und Modelle zur Schreibentwicklung vorgestellt. Hierbei geht es um die Modelle von Bereiter, Feilke, Becker-Mrotzek und Kruse.
Inhaltsverzeichnis
Schreibprozess und Schreibentwicklung
Traditionelle Konzeptionen der Schreibentwicklung
Dornröschen-Konzept
Genie-Konzept
Mimikry-Konzept
Modelle der Schreibentwicklung
Das Modell von Bereiter
Das Modell von Feilke
1. Prinzip der szenischen Kontinuität
2. Prinzip der sachlogischen Orientierung
3. Prinzip der formalen Ordnung
4.Prinzip der dialogischen Ordnung
Das Modell von Becker-Mrotzek
Erstes Entwicklungsniveau
1.Sachverhalt im Text
2. Fokussierte Aspekte der Sprechhandlung
3. Organisation der Schreibhandlung
Zweites Entwicklungsniveau
1. Sachverhalt im Text
2. Fokussierte Aspekte der Sprechhandlung
3. Organisation der Schreibhandlung
Drittes Entwicklungsniveau
1. Sachverhalt im Text
2. Fokussierte Aspekte der Sprechhandlung
3. Organisation der Schreibhandlung
Übergang von der Schule zur Hochschule
Schreiben als handwerkliche Tätigkeit
Schreiben als heuristischer Prozess
Schreiben als Bewältigung professioneller Normen
Schreiben als Lebensinhalt
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die theoretischen Grundlagen der Schreibentwicklung bei Lernenden zu beleuchten und verschiedene Modelle der Schreibforschung zu analysieren, um ein tieferes Verständnis für den Erwerb von Schreibkompetenz zu vermitteln.
- Definition und grundlegende Phasen des Schreibprozesses
- Kritische Auseinandersetzung mit traditionellen Schreibkonzepten
- Analyse der Schreibentwicklungsmodelle von Bereiter, Feilke und Becker-Mrotzek
- Entwicklungsschritte des Schreibens vom Kindesalter bis zur universitären Ausbildung
Auszug aus dem Buch
Das Modell von Bereiter
Dieses Modell unterscheidet sich im Wesentlichen unter der genetischen Dimension des Schreibprozesses. Es basiert weiterhin auf der Schule des so genannten Neo Piaget. Bereiter, C. hat dieses Modell entworfen, um die Entwicklung des Schreibprozesses näher zu erforschen. Somit hat er ein Modell vorgelegt, das Teilfertigkeiten, die die Schreibenden mit der Zeit erwerben könnten. Es geht nämlich um folgende Phasen der Entwicklung des Schreibens:
- das assoziativ-expressive, („Associative Writing“),
- das normorientierte, („Performative Writing“),
- das kommunikative, („Communicative Writing“),
- das authentische oder kritische („Unified Writing“)
- das epistemische Schreiben. („Epistemic Writing“).
In der assoziativen Phase werden alle Gedanken, die dem Kind einfallen, ungeplant niedergeschrieben. Ferner wird hier die Perspektive des Lesers außer Acht gelassen wird Hier orientiert es sich das Schreiben mehr an der gesprochenen Sprache. Die unterscheidet sich im Weiteren dadurch, dass die Schreiber mit der Schwierigkeit konfrontiert werden, Ideen zu generieren. So wird diese Art vom Schreiben wird ebenfalls von (Fix 2004, S. 34) als „knowledge telling“ benannt. In der Phase des assoziativen Schreibens werden die so genannten sprachliche schriftliche Produktion („Written Language Production“) und der so genannten kontrollierte Assoziationen („Controlled Association“) gleich geschaltet. Die Phase des normorientierten Schreibens setzt die vorige Phase voraus, nämlich das assoziative Schreiben, d.h. das normorientierte Schreiben erfolgt, nur wenn das Kind das assoziativ-expressive Schreiben beherrscht. Hier orientiert sich das Kind an den Konventionen der geschriebenen Sprache, d.h. es geht um die Orientierung des Kindes an den Grammatikregeln, Orthographie, Stilistik etc. In diesem Sinne versucht das Kind ohne grammatische oder orthographische Fehler zu schreiben.
Zusammenfassung der Kapitel
Schreibprozess und Schreibentwicklung: Diese Einleitung definiert den Schreibprozess als eine Abfolge von Phasen, die mit dem Antrieb zum Schreiben beginnt und mit der Fertigstellung eines Textproduktes endet.
Traditionelle Konzeptionen der Schreibentwicklung: Dieses Kapitel kritisiert historische Konzepte wie das Dornröschen-, Genie- und Mimikry-Konzept, da diese die komplexe Natur des Schreibens als aktiven, produktiven Prozess nur unzureichend erfassen.
Modelle der Schreibentwicklung: Die Arbeit stellt detailliert die Modelle von Bereiter, Feilke und Becker-Mrotzek vor, die den Erwerb von Schreibfertigkeiten als eine stufenweise, aktive Entwicklung begreifen.
Schlüsselwörter
Schreibentwicklung, Schreibprozess, Schreibkompetenz, DaF-Unterricht, Textproduktion, Bereiter, Feilke, Becker-Mrotzek, Textsorten, Schreibförderung, kognitive Dimension, soziale Kognition, wissenschaftliches Schreiben, Textkohärenz, Lernende.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Schreibentwicklung und untersucht, wie Lernende im DaF-Unterricht die notwendige Kompetenz erwerben, um komplexe Texte zu verfassen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die Definition des Schreibprozesses, die Auseinandersetzung mit verschiedenen Modellen der Schreibforschung und die stufenweise Entwicklung von der kindlichen Schreibweise bis hin zum akademischen Schreiben.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, verschiedene Konzeptionen und wissenschaftliche Modelle zur Schreibentwicklung vorzustellen und aufzuzeigen, wie Schreibfertigkeiten aktiv angeeignet werden.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender empirischer Studien und theoretischer Modelle, darunter Ansätze von Bereiter, Feilke und Becker-Mrotzek.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung traditioneller Konzepte, eine detaillierte Analyse der Stufenmodelle zur Schreibentwicklung sowie eine Untersuchung der Stadien des akademischen Schreibens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schreibentwicklung, Schreibprozess, Schreibkompetenz, Textproduktion und verschiedene theoretische Schreibmodelle charakterisiert.
Was zeichnet das Modell von Bereiter im Vergleich zu anderen aus?
Das Modell von Bereiter fokussiert sich stark auf die genetische Dimension und unterteilt den Prozess in fünf spezifische Phasen, die von der assoziativen Ideengenerierung bis zum epistemischen Schreiben reichen.
Wie unterscheidet sich der Übergang von der Schule zur Hochschule laut Kruse?
Kruse beschreibt eine Phase der Verunsicherung, in der Studierende lernen müssen, von einer rein formalen Textbetrachtung zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Texten zu gelangen.
- Arbeit zitieren
- Mag. Mohamed Chaabani (Autor:in), 2014, Schreibentwicklung bei den Lernenden im DaF-Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270654