Gegenstand dieser Arbeit ist es, einen Überblick der aktuellen Social TV Angebote, auf dem deutschen Markt zu geben. In diesem Zusammenhang werden neue Technologien, die als Grundlage des heutigen Social TV gelten, und dessen Auswirkung auf die Fernsehnutzung beschrieben. Es werden unterschiedliche Entwicklungen des Social TV klassifiziert, sodass sich bestehende Geschäftsmodelle, anhand dieser Sparten kategorieiren lassen. Des Weiteren werden einige Anwendungen des „Fernsehen 2.0“ erläutert und deren Zukunftschancen bewertet. Aus diesen Erkenntnissen wird ein Social TV Modell der Zukunft konzipiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Fernsehnutzung im Wandel
2.1 Digitalisierung des TV
2.2 Technologien
3 Social Media
3.1 Definition
3.2 Geschäftsmodelle
4 Social TV
4.1 Definition
4.2 Geschäftsmodelle
4.2.1 Webbasiertes Social TV
4.2.2 Applikationen für Smartphones und Tablet-PCs
4.2.3 Set-Top-Boxen und TV-Integrierte Social TV Anwendungen
5 Bewertung Social TV
5.1 Zukunftschancen bestehender Angebote
5.2 Mögliches neues Modell
6 Fazit
7 Quellenverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, einen fundierten Überblick über die aktuellen Social-TV-Angebote auf dem deutschen Markt zu geben, ihre technologischen Grundlagen zu analysieren und ihre Auswirkungen auf das heutige Fernsehnutzungsverhalten zu bewerten.
- Digitalisierung der Fernsehbranche als Auslöser für neuen Medienkonsum
- Klassifizierung und Analyse bestehender Geschäftsmodelle im Social-TV-Bereich
- Vergleich der Interaktionsformen zwischen One-Screen- und Second-Screen-Nutzung
- Evaluation von Erfolgsfaktoren für Applikationen und Social-TV-Angebote
- Konzeption eines zukunftsorientierten Social-TV-Modells
Auszug aus dem Buch
4.2.1 Webbasiertes Social TV
Das webbasierte Social TV hat eine große Spannbreite. An erster Stelle stehen die klassischen sozialen Netzwerke, wie Facebook, Twitter und Google+. In diesen werden Zuschauer zum einen zu Multiplikatoren, indem sie ihre Meinungen zu TV-Inhalten mit ihren Freunden teilen und sie so zum Ansehen einer Sendung bewegen. Zum anderen bieten diese Netzwerke Fernsehsendungen und –sendern die Möglichkeit mit ihren Fans und Zuschauern in Kontakt zu treten. Facebook bietet mit seinen derzeit über eine Milliarde weltweiter und 26 Millionen deutschen Nutzern das größte Potenzial für TV-Sender und –Sendungen (vgl. allfacebook.de, 2013). Auf Facebook können „Seiten“ erstellt werden, die Facebook-Nutzer mit „Gefällt mir“ markieren können, um dem Thema bzw. Betreiber der Seite ihren Zuspruch auszudrücken und weiterhin über alle Veröffentlichungen der Seite informiert zu bleiben.
Das Betreiben einer solchen „Fanpage“ bietet diverse Vorteile: Das Format wird verlängert. In der Zeit vor und nach der entsprechenden Sendung können dem Zuschauer weitere Botschaften mitgegeben werden und ihn im Falle einer Serie bzw. Soap weiterhin an der Handlung teilhaben lassen oder auch eine andere „Story“ erzählen (vgl. Gugel, 2012). Dabei ist die RTL II Soap „Berlin Tag und Nacht“ das beste Beispiel. Mit über drei Millionen „Gefällt mir“-Angaben auf Facebook ist es das erfolgreichste deutsche Fernsehformat in dieser Hinsicht (vgl. TVMovie, 2013). Es setzt im Gegensatz zu anderen deutschen TV-Formaten seine Storys auf Facebook fort und lässt die Zuschauer so auch in der Zeit zwischen zwei Sendeterminen am Geschehen teilhaben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung von Social TV als technologische Neuerung und definiert den Kontext der Arbeit im deutschen Markt.
2 Fernsehnutzung im Wandel: Dieses Kapitel beschreibt die Digitalisierung des Fernsehens und die technologischen Fortschritte, die als Basis für neue Interaktionsformen dienen.
3 Social Media: Hier werden Definitionen und Geschäftsmodelle von sozialen Netzwerken erläutert, die als technologische Basis für Social TV fungieren.
4 Social TV: Dieser Abschnitt analysiert das Phänomen Social TV, kategorisiert verschiedene Geschäftsmodelle und untersucht webbasierte Anwendungen, mobile Apps sowie Set-Top-Boxen.
5 Bewertung Social TV: Die Autoren bewerten die Zukunftschancen existierender Angebote und entwerfen basierend auf den Erkenntnissen ein Modell für die Zukunft.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit der Kooperation zwischen Fernsehen und Internet zusammen und unterstreicht die Rolle von Social TV als profitable Perspektive.
Schlüsselwörter
Social TV, Fernsehen, TV, Social Media, Internet, Second Screen, Tablet-PC, Smartphone, App, Facebook, Twitter, Digitalisierung, Video-on-Demand, Check-in, Nutzer
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert aktuelle Social-TV-Angebote auf dem deutschen Markt, untersucht deren technische Grundlagen und bewertet die Auswirkungen auf das Fernsehnutzungsverhalten der Zuschauer.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die Digitalisierung des TV, die Rolle von Social Media, verschiedene Geschäftsmodelle für Social TV (webbasiert, mobile Apps, Set-Top-Boxen) sowie die Zukunftsaussichten dieser Angebote.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, einen Überblick über den Stand des Social TV in Deutschland zu geben, bestehende Ansätze zu klassifizieren und ein zukunftsorientiertes Modell für Social TV zu konzipieren.
Welche methodische Vorgehensweise liegt der Arbeit zugrunde?
Die Autoren nutzen eine Literatur- und Marktbetrachtung, um aktuelle technische Entwicklungen und bestehende Social-TV-Angebote zu systematisieren und deren Erfolgspotenzial zu bewerten.
Welche Inhalte werden im Hauptteil detailliert behandelt?
Im Hauptteil werden die Digitalisierung des Fernsehens, die theoretischen Grundlagen von Social Media, eine detaillierte Aufschlüsselung von Social-TV-Geschäftsmodellen und eine kritische Erfolgsbewertung der verschiedenen Formate vorgenommen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Social TV, Second Screen, Digitalisierung, App-Ökonomie, soziale Netzwerke und interaktive Fernsehformate beschreiben.
Warum wird „Berlin Tag und Nacht“ als besonderes Fallbeispiel angeführt?
Das Format dient als Beispiel für eine erfolgreiche Verknüpfung von TV-Inhalten mit sozialen Netzwerken, da die Handlung der Serie auf Facebook fortgesetzt wird und so die Zuschauerbindung über die Sendezeit hinaus erhöht.
Welche Rolle spielen „Second Screen“-Anwendungen laut der Studie?
Second-Screen-Anwendungen werden als eine Revolution der Mediengeschichte betrachtet, die es dem Nutzer ermöglichen, parallel zum Fernsehkonsum über mobile Geräte zu interagieren.
Warum haben Set-Top-Boxen laut den Autoren eine geringere Zukunftschance?
Aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Smart TVs, welche die Funktionen von Set-Top-Boxen bereits integriert haben, wird diesen Hardware-Lösungen ein schwerer Stand am Markt prognostiziert.
- Arbeit zitieren
- Philipp Siegel (Autor:in), Mario Ziebruch (Autor:in), 2013, Aktuelle Social TV Angebote auf dem deutschen Fernsehmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270655