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Der Umgang von Kindertageseinrichtungen mit den hohen Anforderungen in Bildungsplänen

Title: Der Umgang von Kindertageseinrichtungen mit den hohen Anforderungen in Bildungsplänen

Term Paper , 2013 , 12 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Daniela Kuck (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Wenn man sich den heutigen Kindergartenalltag anschaut, geht es nicht mehr nur ums spielen, essen, waschen, toben, schlafen. Die Kinder sollen vielfältig gefördert und in ihrer Entwicklung vorangebracht werden, sollen verschiedene Kompetenzen und Fähigkeiten erlernen, sollen auf das Leben in der Gesellschaft vorbereitet werden. Dazu zählt natürlich auch der Umgang mit anderen Kulturen, fremden Sprachen, anderen Sitten und Bräuchen, anderen Hautfarben und Lebensformen. Sie sollen also interkulturell gebildet und sensibilisiert werden. Und das alles schon in Krippe oder Kindergarten.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Bildungspläne

2.1 Allgemeines

2.1.1 Konzeption und Inhalt

2.1.2 Bewertung/Fazit

2.1.3 Die Trierer Begleitstudien

2.2 Der bayrische Bildungs- und Erziehungsplan

2.2.1 Allgemeines

2.2.2 Basiskompetenzen

2.2.3 Interkulturelle Erziehung

2.3 Fazit

3 ErzieherInnenausbildung

4 Professionalisierung der Fachkräfte

5 Konkrete Umsetzungsbeispiele

5.1 räumliche Bedingungen

5.2 ErzieherIn-Kind-Interaktion

5.3 Planung/Organisation

6 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen den hohen Anforderungen moderner Bildungspläne an Kindertageseinrichtungen und der tatsächlichen Umsetzung in der pädagogischen Praxis unter Berücksichtigung der interkulturellen Pädagogik.

  • Analyse der Entstehung und Zielsetzung aktueller Bildungspläne.
  • Untersuchung der Anforderungen an die ErzieherInnenausbildung.
  • Debatte um die Professionalisierung und Akademisierung des Erzieherberufs.
  • Darstellung praktischer Handlungsansätze für interkulturelle Vielfalt im Kindergarten.

Auszug aus dem Buch

5 Konkrete Umsetzungsbeispiele

Natürlich gibt es vielfältige Möglichkeiten, mit Interkulturalität umzugehen. Aus der Perspektive der Migranten sind Institutionen wie Schule, Kindergarten oder Krippe Institutionen der dominanten Gesellschaftskultur (vgl. Oberhuemer u.a. 2001). Doch wie nimmt die Gesellschaft diese kulturelle Vielfalt wahr?

Zuerst einmal kann kulturelle Vielfalt als Problem wahrgenommen werden. Hier spielen vor allem die Medien eine große Rolle, in denen ein negatives Bild von Migranten, Asyl-Bewerbern, Einwanderern und anderen interkulturellen Themen zeichnen. Eine Globalisierung wird als erwünscht dargestellt, die kulturellen und sozialen Konsequenzen werden jedoch abgelehnt und als negativ empfunden. Und auch in den Kindergärten verbindet man mit Interkulturalität meistens Probleme. Die ErzieherInnen denken zuerst an Sprachschwierigkeiten von Eltern, Kindern oder den ErzieherInnen selbst, falsche Erwartungen der Eltern, Probleme beim Schuleintritt, fehlende Kenntnisse der Kinder oder auch die eigenen mangelhaften Kenntnisse über Herkunftsländer und -kulturen der Kinder und Eltern (vgl. Oberhuemer u.a. 2001). Diese Probleme sind unumstritten vorhanden und dürfen auch nicht ignoriert werden, jedoch sollte immer eine positive Einstellung zur kulturellen Vielfalt eines Kindergartens vordergründig sein.

Kulturelle Vielfalt kann jedoch auch verdrängt, übersehen und unter den Teppich gekehrt werden. Hier wird die Unterschiedlichkeit der Kinder innerhalb einer Gruppe einfach ignoriert und es wird davon ausgegangen, dass die Migrantenkinder sich schon schnell eingliedern werden, unabhängig ihrer Herkunftskultur. Hierbei sollte man jedoch bedenken, dass so die Probleme der Migrantenkinder- und Eltern nicht gelöst werden und auch eine interkulturelle Verständigung erschwert wird, da die Herkunftskulturen der Kinder und Eltern als nicht existent dargestellt werden. Und auch den deutschen Kindern wird so eine völlig falsche Haltung gegenüber anderen Kulturen vermittelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Wandel des Kindergartenalltags hin zu einer komplexen Bildungseinrichtung, die Kinder interkulturell sensibilisieren und fördern soll.

2 Die Bildungspläne: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entstehung, Konzeption und Bewertung der Bildungspläne sowie deren spezifische Ausrichtung auf interkulturelle Erziehung.

3 ErzieherInnenausbildung: Hier werden die formalen Voraussetzungen, Lernfelder und der Lehrplan der Erzieherausbildung in Bayern kritisch betrachtet.

4 Professionalisierung der Fachkräfte: Der Abschnitt beleuchtet die steigenden Anforderungen an pädagogische Fachkräfte sowie die kontroverse Debatte um eine Akademisierung des Berufsbildes.

5 Konkrete Umsetzungsbeispiele: Dieses Kapitel zeigt Wege auf, wie kulturelle Vielfalt als Chance begriffen und durch räumliche Gestaltung, Interaktion und Organisation in der Praxis gefördert werden kann.

6 Schlusswort: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass eine Lücke zwischen theoretischen Anforderungen und der praktischen Umsetzung besteht, die durch Reformen und Ressourcen gestärkt werden muss.

Schlüsselwörter

Bildungspläne, ErzieherInnenausbildung, Interkulturelle Erziehung, Kindertageseinrichtungen, Professionalisierung, Akademisierung, Migrationshintergrund, Bildungsauftrag, Sprachförderung, Basiskompetenzen, Situationsansatz, Praxisbezug, Kinder- und Jugendhilfegesetz, Inklusion, pädagogische Fachkräfte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herausforderung, Bildungspläne in Kindertageseinrichtungen effektiv umzusetzen, insbesondere unter dem Aspekt der interkulturellen Vielfalt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Bildungspläne, den Anforderungen an die Ausbildung von ErzieherInnen, der Professionalisierungsdebatte und der praktischen Integration interkultureller Ansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen den hohen bildungspolitischen Anforderungen und den realen Bedingungen in Kindergärten aufzuzeigen und Lösungsansätze zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und Auseinandersetzung mit vorliegenden Bildungsplänen sowie Evaluationsergebnissen, wie etwa den Trierer Begleitstudien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Bildungspläne, kritisiert die aktuelle Erzieherausbildung und schlägt konkrete Konzepte für die räumliche, interaktive und organisatorische Gestaltung von Kitas vor.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bildungspläne, Professionalisierung, Interkulturalität und Praxisorientierung charakterisiert.

Warum ist die Akademisierung des Erzieherberufs umstritten?

Die Autorin kritisiert, dass eine reine Akademisierung die praktische Arbeit in den Hintergrund drängen könnte und den Mangel an qualifiziertem Lehrpersonal sowie die ungelöste Gehaltsfrage ignoriert.

Welche Rolle spielen Migrantenkinder in der Argumentation der Autorin?

Migrantenkinder werden nicht als "Problemgruppe" gesehen, sondern als Anlass, die pädagogische Praxis hin zu einer chancenorientierten interkulturellen Bildung zu reformieren.

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Details

Title
Der Umgang von Kindertageseinrichtungen mit den hohen Anforderungen in Bildungsplänen
College
University of Augsburg
Course
Aktuelle Herausforderungen der interkulturellen Pädagogik
Grade
3,0
Author
Daniela Kuck (Author)
Publication Year
2013
Pages
12
Catalog Number
V270661
ISBN (eBook)
9783656621379
ISBN (Book)
9783656621539
Language
German
Tags
interkulturelle Pädagogik aktuelle Herausforderungen Bildungspläne Kindertageseinrichtungen Anforderungen Bildungsplan
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Kuck (Author), 2013, Der Umgang von Kindertageseinrichtungen mit den hohen Anforderungen in Bildungsplänen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270661
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