Der Umgang mit Juden und Holocaust in der SBZ / DDR 1945-1989


Hausarbeit (Hauptseminar), 2004
26 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Ein kritischer Rückblick zu Beginn

2. Die Nachkriegszeit 1945-1949

3. Das erste Jahrzehnt nach Gründung der DDR - die 1950er Jahre

4. Vorsichtige Veränderung - die 1960er Jahre

5. Die 1970er

6. Fünf Minuten vor zwölf soll alles anders werden - die 1980er

7. Zusammenfassung und Resümee

8. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Ein kritischer Rückblick zu Beginn

„Wir bitten die Juden in aller Welt um Verzeihung. Wir bitten das Volk in Israel um Verzeihung für Heuchelei und Feindseligkeiten der offiziellen DDR-Politik und für die Verfolgung und Entwürdigung jüdischer Mitbürger auch nach 1945 in unserem Land.“[1]

Diese Erklärung aller Fraktionen der ersten demokratisch gewählten DDR-Volkskammer wurde am 12. April 1990 von deren Präsidentin Sabine Bergmann-Pohl verlesen, und sie umrahmt diese Arbeit, in der es um den Umgang mit dem Holocaust und den Juden im Osten Deutschlands zwischen 1945 und 1989 geht, ein. Denn diese Erklärung fasst jenen Umgang in knapper Weise zusammen, charakterisiert ihn und soll deshalb einerseits als Ausgangspunkt dienen, sich diesem Thema zu nähern und andererseits auch den Schlusspunkt bilden.

Es soll aufgezeigt werden, dass der Umgang mit der Judenverfolgung und den Juden in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) widersprüchlich war, entwürdigend und teilweise auch antisemitisch. Darüber hinaus soll deutlich gemacht werden, dass alle positive Annäherung an den Holocaust bzw. die Jüdischen Gemeinden sowie das Gedenken an die NS-Verbrechen gegen die Juden einen politischen Hintergrund hatte. Hierzu wird u.a. auf die Neugründung der Jüdischen Gemeinden nach 1945, auf die antisemitischen Aktionen der beginnenden 1950er, auf das Konzept des Gedenkens, auf die Unterstützung der Jüdischen Gemeinden, auf die Publizistik und auf die Beziehungen der DDR zu Israel bzw. dem Nahen Osten eingegangen. Die Kapitel zu den 1940ern, 1950ern und 1960ern sind sehr umfangreich. Das liegt zum einen an der Anzahl von relevanten Geschehnissen und zum anderen an der Tatsache, dass in diesen beiden Jahrzehnten Entwicklungen stattfanden, die sich entweder bis zum Ende der DDR nicht bis kaum veränderten oder die man zum besseren Verständnis der in den anderen Phasen stattgefundenen Dinge benötigt.

Die Rede war eben deshalb von Phasen, weil die Arbeit zur besseren Gliederung und Überschaubarkeit an Olaf Groehlers Einteilung der Phasen des Umgangs mit dem Holocaust angelehnt ist:

5 Phasen des Gedenkens an den Holocaust nach GROEHLER[2]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Arbeit trägt den Untertitel „Eine Zusammenfassung“, denn es handelt sich hier um ein Thema, dass in den letzten Jahren vielfach und zur Genüge behandelt wurde. Verwiesen sei hier u.a. auf die Monographien von Lothar Mertens und Angelika Timm bzw. die umfangreichen Aufsätze von Olaf Groehler.[3] Darüber hinaus sei auch auf die zahlreichen anderen hier verwendeten Aufsätze und Monographien hingewiesen.[4] Neue Erkenntnisse waren daher nicht zu erwarten, wodurch sich für die erneute Behandlung der Thematik eine Zusammenfassung der mannigfachen Literatur und deren Erkenntnisse geradezu anbot.

Um den Rahmen nicht unnötig zu sprengen, wird in den Fußnoten auf weiterführende oder ausführlichere Literatur verwiesen.

2. Die Nachkriegszeit 1945-1949

Die Neugründung Jüdischer Gemeinden vollzog sich nach Kriegsende relativ schnell. Im Juli 1945 wurde die Berliner Gemeinde genehmigt, im selben Jahr folgten Dresden und Leipzig. Bis 1948 wurden weitere Jüdische Gemeinden in der SBZ zugelassen.[5]

Die Zahl der in Ostdeutschland noch lebenden Juden betrug unmittelbar nach Kriegsende etwa 3500 - Überlebende der Konzentrationslager, Juden, die es geschafft hatten unterzutauchen, aber auch Juden aus Mischehen.[6] Hinzu kamen jüdische Emigranten, die in ihre Heimat zurückkehrten oder die in der SBZ und der dort aufzubauenden Gesellschaftsordnung ihre Zukunft sahen. Zum einen gehörten Politiker wie Albert Norden, Lex Ende oder Alexander Abusch zu ihnen, zum anderen auch Schriftsteller und Künstler wie Anna Seghers, Helene Weigel, Ernst Bloch oder Arnold Zweig.[7] In der zweiten Hälfte des Jahres 1946 kam eine Vielzahl osteuropäischer Juden in die SBZ, die oftmals vor den antisemitischen Pogromen der Nachkriegszeit in ihrer Heimat flohen. So stieg die Zahl an Juden im Ostteil Deutschlands auf 4500 Ende Oktober 1946 an.[8]

Wie sah das Gedenken an den und der Umgang mit dem Holocaust nach 1945 in der SBZ aus? Die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) informierte 1945 in mehreren Broschüren über Konzentrations- und Vernichtungslager wie Buchenwald, Dachau, Majdanek oder Auschwitz.[9] Diese Vorgehensweise ist exemplarisch für die unmittelbare Nachkriegszeit. Die Bevölkerung sollte aufgeklärt werden und sich mit dem Thema auseinandersetzen. Auch die Literatur der ersten Nachkriegsjahre setzte sich mit der Thematik Judenverfolgung und Holocaust auseinander.[10]

Im Juli 1945 wurde der Hauptausschuss Opfer des Faschismus (OdF) gegründet[11], aus dem 1946/1947 die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) als Interessensvertretung der NS-Opfer wurde. Aufgabe dieses Verfolgtenverbandes war es u.a. sich für eine Entschädigung der Opfer einzusetzen, mittels ihrer Zeitung „Die Tat“ ihre Anliegen zu verbreiten, aber auch Gedenkveranstaltungen zu organisieren bzw. Mahnmale zu errichten.[12] Eine der ersten Gedenkveranstaltungen, die von der VVN organisiert wurde und sich auf ein NS-Verbrechen an den Juden bezog, fand am 12. November 1945 in Berlin statt. Anlässlich des achten Jahrestages der Reichskristallnacht drei Tage zuvor wurde eine Weihestunde abgehalten.[13] Darüber hinaus veranlasste die VVN auch das Aufstellen von Gedenksteinen.[14] Mahnmale, die ausschließlich an den Holocaust erinnern sollten, wurden allerdings meist von überlebenden Juden selbst organisiert. Beispiele hierfür finden sich u.a. in Berlin-Weißensee auf dem Jüdischen Friedhof (1945), in Schwerin auf dem Jüdischen Friedhof oder in Erfurt auf dem Jüdischen Friedhof in der Werner-Seelenbinder-Straße (beide 1948).[15]

Es zeigt sich also, dass das Gedenken an den Holocaust nach Kriegsende nicht unmittelbar von der Bevölkerung ausging, sondern in erster Linie von den Opfern, die ihrer getöteten Verwandten, Freunde, Partner bzw. Kameraden gedachten. Die Bevölkerung hingegen setzte sich nicht in dem Maße mit der Judenverfolgung auseinander, wie anfangs von der SMAD gewünscht. Und wie sich noch zeigen wird, musste sie dies spätestens mit Beginn des Kalten Krieges und dem Ende der Entnazifizierung 1948 auch nicht mehr tun.[16]

Größtenteils vollzog sich die Eingliederung der Juden in die Nachkriegsgesellschaft der SBZ und der Umgang mit ihnen respektvoll und eingedenk ihres erlebten Leides. Und auch eine Auseinandersetzung mit dem Holocaust ist zu finden. Daneben begann sich allerdings bereits etwas abzuzeichnen, was dann in den 1950ern eskalierte und teilweise die gesamte DDR-Zeit über bestehen blieb: Ein Herunterspielen des Holocaust, ein teilweise respektloser Umgang mit jüdischen Belangen[17] und ein Wiederaufflammen von Antisemitismus[18]. So wurden z.B. einige Bestrebungen zur Neugründung Jüdischer Gemeinden von der sowjetischen Militäradministration behindert.[19] Hinzu kam, dass die meisten Kommunisten die Auffassung vertraten, dass der Nationalsozialismus in erster Linie anti-kommunistisch war und sich die Gräueltaten daher zuerst gegen Kommunisten richteten. Der Holocaust sei nur ein Nebenprodukt der Nazi-Zeit gewesen. Und während die Kommunisten Widerstand leisteten, seien die Juden „wie Schafe zur Schlachtbank gegangen“[20]. Aus dieser Argumentationsweise wurde abgeleitet, dass die politischen NS-Opfer privilegierter zu behandeln seien, als rassisch verfolgte NS-Opfer. Dies spiegelt sich auch bei der Gründung der Verfolgtenverbände wider. Hier wurde debattiert, ob die Juden als Opfer des Faschismus gelten können oder nicht.[21] Zwar wurden sie letztendlich als solche anerkannt, ein Unterschied wurde aber weiterhin gemacht. Das wird bei der Vergabe der VVN-Ausweise deutlich: Mit der Ausgabe von roten Ausweisen für die Kämpfer gegen die NS-Diktatur sowie für die politischen Opfer und der Ausgabe von grauen Ausweisen für die Opfer der Nürnberger Gesetze zeigt sich, dass eine Gleichstellung beider Opfergruppen nicht angestrebt wurde.[22]

Der spätstalinistische Antisemitismus, von dem ausführlich im nächsten Punkt die Rede sein wird, hinterlässt bereits vor Gründung der DDR einige Spuren in Ostdeutschland. So wird z.B. der erste Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde von Berlin, Erich Nelhans, 1947 vom sowjetischen Geheimdienst NKWD aufgrund fadenscheiniger Vorwürfe festgenommen und zu 15 Jahren Haft verurteilt. Was danach mit ihm geschah, ist bis heute nicht geklärt.[23]

[...]


[1] Zit. nach Maser, Peter, Juden und Jüdische Gemeinden in der Innenpolitik der DDR, in: Bergmann, Werner / Erb, Rainer / Lichtblau, Albert (Hrsg.), Schwieriges Erbe. Der Umgang mit Nationalsozialismus und Antisemitismus in Österreich, der DDR und der Bundesrepublik Deutschland (Schriftenreihe des Zentrums für Antisemitismusforschung, Bd. 3), Frankfurt a.M./New York 1995, S. 339-368, hier S. 340.

[2] Vgl. Groehler, Olaf, Der Holocaust in der Geschichtsschreibung der DDR, in: Moltmann, Bernhard / u.a. (Hrsg.), Erinnerung. Zur Gegenwart des Holocaust in Deutschland-West und Deutschland-Ost (Arnoldshainer Texte, Bd. 79), Frankfurt a.M. 1993, S. 47-65, hier S. 62; vgl. auch Mertens, Lothar, Die SED und die NS-Vergangenheit, in: Bergmann, Werner / Erb, Rainer / Lichtblau, Albert (Hrsg.), Schwieriges Erbe. Der Umgang mit Nationalsozialismus und Antisemitismus in Österreich, der DDR und der Bundesrepublik Deutschland (Schriftenreihe des Zentrums für Antisemitismusforschung, Bd. 3), Frankfurt a.M./New York 1995, S. 194-211, hier S. 195f.

[3] Mertens, Lothar, Davidstern unter Hammer und Zirkel. Die jüdischen Gemeinden in der SBZ/DDR und ihre Behandlung durch Partei und Staat 1945-1990 (Haskala, Wissenschaftliche Abhandlung, hrsg. v. Moses Mendelsohn-Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Bd. 18), Hildesheim/Zürich/New York 1997; Timm, Angelika, Hammer, Zirkel, Davidstern. Das gestörte Verhältnis zu Zionismus und Staat Israel, Bonn 1997; die Aufsätze Groehlers vgl. Literaturverzeichnis bei Mertens, Davidstern unter Hammer und Zirkel, S. 411f und im Literaturverzeichnis dieser Arbeit.

[4] Vgl. folgende Fußnoten und Literaturverzeichnis.

[5] Vgl. Maser, Juden und Jüdische Gemeinden (Anm. 3), S. 341; eine Auflistung aller Gemeinden zwischen 1945 und 1949 bei Mertens, Davidstern unter Hammer und Zirkel (Anm. ?), S. 35.

[6] Vgl. Maser, Juden und Jüdische Gemeinden (Anm. 1), S. 341.

[7] Vgl. ebd., auch Groehler, Olaf, Der Umgang mit dem Holocaust in der DDR, in: Steininger, Rolf (Hrsg.), Der Umgang mit dem Holocaust. Europa - USA - Israel (Schriften des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck und des Jüdischen Museums Hohenems, Bd. 1), Wien/Köln/Weimar 1944, S. 233-245, hier S. 238f.

[8] Vgl. Maser, Juden und Jüdische Gemeinden (Anm. 1), S. 343. Eine ausführliche Aufschlüsselung der jüdischen Bevölkerung in der SBZ nach Kriegsende siehe ebd., S. 341ff bzw. Mertens, Davidstern unter Hammer und Zirkel (Anm. ?), S. 28 u. 30.

[9] Vgl. Hartewig, Karin, „Proben des Abgrunds, über welchem unsere Zivilisation wie eine Brücke schwebt“. Der Holocaust in der Publizistik der SBZ/DDR, in: Frei, Norbert / Steinbacher, Sybille (Hrsg.), Beschweigen und Bekennen. Die deutsche Nachkriegsgesellschaft und der Holocaust (Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte, Bd. 1), Göttingen 2001, S. 35-50, hier S. 40.

[10] Vgl. Schiller, Dieter, Alltag, Widerstand und jüdisches Schicksal. Aspekte der Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich in der literarischen Öffentlichkeit der SBZ und frühen DDR, in: Bergmann, Werner / Erb, Rainer / Lichtblau, Albert (Hrsg.), Schwieriges Erbe. Der Umgang mit Nationalsozialismus und Antisemitismus in Österreich, der DDR und der Bundesrepublik Deutschland (Schriftenreihe des Zentrums für Antisemitismusforschung, Bd. 3), Frankfurt a.M./New York 1995, S. 393-407, hier S. 393-402.

[11] Vgl. Groehler, Holocaust in der Geschichtsschreibung (Anm. 2), S.47.

[12] Vgl. Heukenkamp, Ursula, Jüdische Figuren in der Nachkriegsliteratur der SBZ und DDR, in: Moltmann, Bernhard / u.a. (Hrsg.), Erinnerung. Zur Gegenwart des Holocaust in Deutschland-West und Deutschland-Ost (Arnoldshainer Texte, Bd. 79), Frankfurt a.M. 1993, S. 189-203, hier S. 190f.

[13] Vgl. ausführlicher bei Timm, Angelika, Der 9. November 1938 in der politischen Kultur der DDR, in: Steininger, Rolf (Hrsg.), Der Umgang mit dem Holocaust. Europa - USA - Israel (Schriften des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck und des Jüdischen Museums Hohenems, Bd. 1), S. 246-259, hier S. 248f.

[14] Eines der ersten von der VVN aufgestellten Mahnmale findet sich in Jena gegenüber der Einmündung des Philo-sophenweges in die Straße des 17. Juni. Es stammt von 1948 und hat - wie die meisten VVN-Mahnmale – mit der Innschrift „Unseren Toten / zum Gedenken / ihren Mördern / zur Schande / den Lebenden / zur Mahnung / Enthüllt am 12. September 1948 / von den Verfolgten des Naziregimes“ eher allgemeinen Charakter Vgl. auch Endlich, Stefanie / u.a., Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd. 2 (= Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen), Bonn 1999, S. 838.

[15] Vgl. ebd., S. 205, 469 u. 817. Ein seltenes Mahnmal aus dieser Zeit mit ungewöhnlich viel jüdischer Symbolik (Davidstern, hebräischer Schrift, u.ä.) findet sich in Salzenforst im Landkreis Bautzen; vgl. ebd., S. 745.

[16] Vgl. Groehler, Umgang mit dem Holocaust (Anm. 7), S. 239f.

[17] Ein Beispiel hierfür lässt sich im Oktober 1945 in Leipzig finden: 30 aus Theresienstadt zurückgekehrte jüdische Bürger der Stadt baten den Oberbürgermeister um Pelze für den Winter - sie kehrten ohne Hab und Gut zurück - als Ersatz für Tabakerzeugnisse, die sie zu NS-Zeiten zwangsabgeben mussten. Diese Bitte wurde mit der Begründung verwehrt, dass die Juden als passive NS-Opfer nicht als „antifaschistisch“ gelten können. Denn sie seien nicht politisch verfolgt gewesen, sondern nur weil sie Juden sind. „Eine Wiedergutmachung in einzelnen Fällen“ hielt die Stadt Leipzig für „nicht zweckmäßig“; zit. in u. vgl. Maser, Juden und Jüdische Gemeinden (Anm. 1), S. 342. Diese ablehnende Haltung gegenüber einer Wiedergutmachung war weit verbreitet. Man sah in ihr nur eine Stärkung jüdischer Kapitalisten; vgl. Wolfssohn, Michael, Meine Juden - Eure Juden, München/Zürich 1997, S. 122.

[18] Die kulturpolitische Zeitung „Der Sonntag“ berichtete 1947 über einen Beitrag in der jüdischen Zeitung „Der Weg“, der den Juden zur Emigration riet. Im Kommentar zu dem „Weg-Artikel“ war zu lesen, dass es nach wie vor eine antisemitische Grundstimmung bei der einfachen Bevölkerung gebe. Vgl. Heukenkamp, Jüdische Figuren (Anm. 12), S. 190.

[19] Vgl. Groehler, Umgang mit dem Holocaust (Anm. 7), S. 236. Der Kultusminister von Mecklenburg-Vorpommern, Grünberg, reagierte auf den Wunsch zur Gründung einer Jüdischen Gemeinde: „Ihr seid keine jüdische Gemeinde, sondern eine amerikanische Speckpaketeempfängerstation.“; zit. in: Wolfssohn, Michael, Meine Juden (Anm. 17), S. 121.

[20] Zit. in Combe, Sonja, DDR: Die letzten Tage der deutsch-jüdischen Symbiose, in: Moltmann, Bernhard / u.a. (Hrsg.), Erinnerung. Zur Gegenwart des Holocaust in Deutschland-West und Deutschland-Ost (Arnoldshainer Texte, Bd. 79), Frankfurt a.M. 1993, S. 137-148, hier S. 147.

[21] Zu dieser Diskussion vgl. ausführlich Groehler, Holocaust in der Geschichtsschreibung (Anm. ?), S. 47ff.; auch Timm, 9. November 1938 (Anm. 13), S. 247.

[22] Das zeigt sich auch später bei der Rente. Der Zuschuss, den die Antifaschistischen Widerstandskämpfer erhielten, war höher, als den, den die jüdischen Opfer der NS-Zeit bekamen; vgl. Groehler, Umgang mit dem Holocaust (Anm. 2), S. 236f.

[23] Maser, Peter, Die Kirchen in der DDR, Bonn 2000, S. 14.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Der Umgang mit Juden und Holocaust in der SBZ / DDR 1945-1989
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Verbrechen erinnern - Die Auseinandersetzung mit Holocaust und Zweitem Weltkrieg im internationalen Vergleich
Note
1,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
26
Katalognummer
V27073
ISBN (eBook)
9783638292139
Dateigröße
660 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Umgang, Juden, Holocaust, Verbrechen, Auseinandersetzung, Zweitem, Weltkrieg, Vergleich
Arbeit zitieren
Frank Keilhack (Autor), 2004, Der Umgang mit Juden und Holocaust in der SBZ / DDR 1945-1989, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27073

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