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Entwicklung eines Konzeptes zur Berichtgestaltung für das Integrated Reporting

Title: Entwicklung eines Konzeptes zur Berichtgestaltung für das Integrated Reporting

Master's Thesis , 2013 , 94 Pages , Grade: 1,9

Autor:in: B.B.A. Paul Ladewig (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Zurzeit entwickelt eine internationale Organisation namens International Integrated Reporting Council (IIRC) eine neue Form der externen Berichterstattung. In ihrem vorläufigen Rahmenwerk stellen sie ein sog. Integrated Reporting (IR) vor. Heutzutage stellen die meisten Unternehmensberichte finanzielle und nicht-finanzielle Informationen nur unabhängig voneinander dar. Die Hauptzielgruppe des IR sind finanzielle Investoren. Diesen soll durch das aufzeigen von Wechselwirkungen zwischen internen und externen und finanziellen und nicht finanziellen Unternehmensinformationen ein besseres Gesamtbild über die künftige Wertentwicklung eines Unternehmens vermittelt werden. Auf diese Weise sollen potenzielle Finanzgeber mithilfe des IR zu Investitionen angeregt werden.

Es gibt auch bereits mehrere Indizien dafür, dass das IR nicht nur ein Mode-Thema bleibt, über das in ein paar Jahren niemand mehr reden wird. So erfährt das IIRC bereits eine große Unterstützung und erhält positive Rückmeldungen von Unternehmen, Berichtsempfängern und Regulierern. Auch in Deutschland ist damit zu rechnen, dass sich das IR Konzept in der Unternehmensberichterstattung zunehmend verbreiten wird.

Wie auf der Internetseite des IIRC http://www.theiirc.org/ unter der Rubrik IIRC Resources Emerging Integrated Reporting Database erkennbar ist, versuchen Unter-nehmen bereits weltweit die IR Prinzipien in ihren Berichten umzusetzen. Allerdings hat es, auch nach der Meinung des IIRC selbst, bisher kein Unternehmen geschafft, das IR im Sinne des Rahmenwerkes vollständig umzusetzen. Diese Arbeit befasst sich daher mit der Frage, wieso bisher kein Unternehmen das IR vollständig umsetzen konnte und es wird versucht, darauf eine Antwort zu finden und einen entsprechenden Lösungsvorschlag zu entwickeln.

Dass es bisher noch kein Unternehmen geschafft hat, das IR vor allem bezüglich der Wechselwirkungen zwischen den Informationen vollständig zu realisieren, könnte in genau diesen Informationszusammenhängen selbst begründet liegen. Wenn die Zusammenhänge zwischen allen Wertetreibern eines Unternehmens in einem Bericht dargestellt werden sollen, dann impliziert diese Anforderung eine daraus resultierende hohe Komplexität, Informationsflut und Unübersichtlichkeit. Dies könnte zu weiteren negativen Folgen, wie einer Informationsüberlastung bei den Berichtsempfängern und einer daraus folgenden mangelnden Bereitschaft zur Auswertung der IR Berichte, führen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Integrated Reporting

2.1 Einführung

2.1.1 Begriffserklärung

2.1.2 Hintergründe und Status Quo

2.1.3 Ansatz

2.2 Kapitalarten

2.3 Informationskategorien

2.4 Vorgaben zur Gestaltung und Präsentation

2.5 Wechselwirkungen und daraus resultierende Herausforderungen

2.5.1 Bestandteile eines Integrated Reporting Berichts

2.5.2 Wechselwirkungen zwischen den Informationen

2.5.3 Aus Wechselwirkungen resultierende Herausforderungen

2.5.3.1 Unübersichtlichkeit

2.5.3.2 Komplexität

2.5.3.3 Informationsflut

2.6 Zusammenfassung der Erkenntnisse und daraus abgeleitete Anforderungen an ein Visualisierungskonzept

3 Erkenntnisse bei der Informationsübermittlung im internen Berichtswesen zur Anwendung auf das Integrated Reporting

3.1 Controlling und Internes Berichtswesen

3.1.1 Controlling

3.1.2 Internes Berichtswesen

3.1.3 Vergleichbarkeit von Integrated Reporting und internem Berichtswesen

3.2 Informationsgrundlagen

3.2.1 Information

3.2.2 Informationsbereitstellung

3.3 Informationsflut und Informationsüberlastung

3.4 Ursachen der Informationsüberlastung

3.4.1 Menschliche Einschränkungen bei der Aufnahme von Berichtsinformationen

3.5 Auswirkungen der Informationsüberlastung

3.6 Anforderungen an das Berichtswesen bei der Informationsübertragung an das Management

3.6.1 Informationsökonomie

3.6.2 Allgemeine Gestaltungsmerkmale für verständliche Texte

3.6.3 Gestaltungsmerkmale für Unternehmensberichte

3.6.4 Bestimmungsgrößen bei der Wirkung von Berichten

3.6.5 Anforderungen an einen optimalen Berichtsumfang

3.7 Informationsverdichtung im internen Berichtswesen mit Hilfe von Kennzahlensystemen

3.7.1 Kennzahlen

3.7.2 Ermittlung eines optimalen Berichtsumfangs zur Vermeidung einer Informationsüberlastung anhand einer Studie

3.7.3 Kennzahlensysteme

3.7.4 Return on Investment Kennzahlensystem

3.7.5 Tableau de Bord

3.7.6 Balanced Scorecard

3.8 Zusammenfassung der Erkenntnisse und daraus abgeleitete Anforderungen an ein Visualisierungskonzept

4 Visualisierungskonzept zur Übermittlung der Informationen des Integrated Reporting

4.1 Darstellung von Netzwerken

4.1.1 Anwendungsnutzen für das Integrated Reporting

4.1.2 Darstellung von künstlichen neuronalen Netzen

4.1.3 Informationsvisualisierung im semantischen Web mit Hilfe einer Gruppierungskarte

4.2 Farbwirkungen

4.3 Softwarelösungen zur Umsetzung des Visualisierungskonzeptes

4.3.1 Einsatz von Informationstechnologie beim Integrated Reporting

4.3.2 Extensible Business Reporting Language - XBRL

4.3.3 Structured Query Language – SQL Server

4.3.4 Prezi

4.3.5 Weitere Programme

4.4 Weitere Anforderungen an ein Visualisierungskonzept

4.5 Visualisierungskonzept für das Integrated Reporting

4.5.1 Vorgaben und Grundgerüst

4.5.2 Erste Detailebene

4.5.3 Erste Abstraktionsebene

4.5.4 Zweite Detailebene

5 Zusammenfassung und kritische Würdigung

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein Visualisierungskonzept für das Integrated Reporting (IR) zu entwickeln, um die durch das aktuelle Rahmenwerk des IIRC resultierende Komplexität, Unübersichtlichkeit und Informationsflut zu reduzieren und somit eine praxistaugliche Entscheidungsbasis für Investoren zu schaffen.

  • Analyse des IIRC-Rahmenwerks und Identifikation von Komplexitätstreibern
  • Übertragung von Methoden aus dem Controlling zur Informationsverdichtung auf das IR
  • Entwicklung eines Visualisierungskonzepts auf Basis von Netzwerkdarstellungen und Softwarelösungen wie Prezi
  • Definition einer mehrstufigen Abstraktions- und Detaillierungssystematik
  • Kritische Würdigung des Konzepts hinsichtlich Anwendbarkeit und Vergleichbarkeit

Auszug aus dem Buch

2.5.3.3 Informationsflut

Unter der ebenfalls vereinfachenden Annahme, dass eine Information nur mit einem Satz erklärt werden kann, wird nun die Lesedauer eines IR Berichts berechnet. Dazu werden weitere Größen benötigt: Für die mittlere Satzlänge im deutschen Sprachgebrauch wird mit 20 Worten pro Satz gerechnet. Die durchschnittliche Länge eines deutschen Wortes wird mit 6,5 Zeichen angesetzt. Die Länge einer Normseite beträgt 1.500 Zeichen. 7.260 Informationen multipliziert mit 20 Worten pro Satz und 6,5 Zeichen pro Wort, geteilt durch 1.500 Zeichen pro Normseite ergeben 629,2 Normseiten.

Ein IR Bericht mit zwölf Informationselementen und jeweils zehn Detailinformationen hätte demnach einen Umfang von 629 Seiten. Bei einer durchschnittlichen Lesedauer von 90 Sekunden pro Seite und umgerechnet auf Stunden würde ein Mensch 15,73 also knapp 16 Stunden benötigen, um einen einzigen IR Bericht zu lesen.

Die Hauptzielgruppe eines IR sind Investoren. Angenommen, ein Investor möchte die IR Berichte der aktuell im Deutschen Aktienindex (DAX) gelisteten 30 Unternehmen lesen. Bei den zuvor berechneten knapp 16 Stunden pro Bericht, angenommenen acht Stunden Arbeitszeit pro Tag, fünf Arbeitstagen pro Woche und 4 Arbeitswochen pro Monat würde ein Investor knapp 3 Monate zum Lesen der IR Berichte der 30 DAX Unternehmen benötigen. Hierbei ist die Zeit zum Verstehen, Vergleichen und Auswerten der Berichte noch nicht berücksichtigt. Sofern die IR Berichte quartalsweise veröffentlicht werden, würde der Investor ausschließlich mit dem Lesen und evtl. Auswerten dieser 30 Berichte befasst sein. Es bliebe dem Investor nach dieser Beispielrechnung keine Zeit mehr, um aus den gewonnenen Erkenntnissen Investitionsentscheidungen bzgl. dieser 30 Unternehmen abzuleiten und umzusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Konzept des Integrated Reporting und Darstellung der Problematik der hohen Komplexität und Informationsüberlastung für Investoren.

2 Integrated Reporting: Detaillierte Analyse des IIRC-Rahmenwerks, der Kapitalarten und Informationskategorien sowie der daraus resultierenden Herausforderungen für die Berichtserstellung.

3 Erkenntnisse bei der Informationsübermittlung im internen Berichtswesen zur Anwendung auf das Integrated Reporting: Untersuchung von Methoden des Controllings, wie Kennzahlensystemen und Informationsverdichtung, zur Bewältigung von Informationsflut und Komplexität.

4 Visualisierungskonzept zur Übermittlung der Informationen des Integrated Reporting: Entwicklung eines konkreten Konzepts unter Nutzung von Netzwerkdarstellungen, Farbwirkungen und Softwarelösungen zur strukturierten Aufbereitung der IR-Daten.

5 Zusammenfassung und kritische Würdigung: Synthese der Ergebnisse und kritische Reflexion über die Grenzen und Potenziale des entwickelten Visualisierungskonzepts.

6 Fazit: Abschließende Bewertung, dass eine Vereinfachung des IR dringend erforderlich ist und das Visualisierungskonzept hierbei einen wertvollen Beitrag zur Reduzierung von Komplexität leisten kann.

Schlüsselwörter

Integrated Reporting, IIRC, Controlling, Informationsüberlastung, Informationsverdichtung, Visualisierungskonzept, Komplexitätsmanagement, Kennzahlensysteme, Prezi, Investoren, Berichtswesen, XBRL, Unternehmenssteuerung, Wertentwicklung, Datenvisualisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die hohe Komplexität und Unübersichtlichkeit, die sich aus der Umsetzung des IIRC-Rahmenwerks für das Integrated Reporting ergibt, und entwickelt ein Visualisierungskonzept, um diese Informationen für Investoren effizienter aufzubereiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das Integrated Reporting nach IIRC-Standard, Methoden der Informationsverdichtung aus dem internen Controlling sowie moderne Visualisierungstechniken und Softwarelösungen zur Komplexitätsreduktion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Visualisierungskonzepts, das durch Informationsverdichtung und strukturierte Darstellung die durch das Integrated Reporting entstehende Informationsflut und Komplexität für den Empfänger reduziert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden eine Literaturanalyse zum IIRC-Rahmenwerk sowie eine empirisch fundierte Übertragung von Controlling-Methoden und eine beispielhafte Modellentwicklung unter Anwendung der Kombinatorik zur Berechnung der Informationskomplexität genutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des IR erläutert, gefolgt von einer Analyse der Controlling-Instrumente (Kennzahlensysteme, BSC, Tableau de Bord). Anschließend wird ein spezifisches Visualisierungskonzept für das IR unter Nutzung von IT-Lösungen wie Prezi und Excel konzipiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Integrated Reporting, Informationsüberlastung, Visualisierungskonzept, Komplexitätsmanagement und Kennzahlensysteme.

Warum stoßen herkömmliche IR-Berichte bei der Umsetzung an ihre Grenzen?

Aufgrund der geforderten Darstellung zahlreicher Wechselwirkungen zwischen Informationselementen entsteht eine enorme Informationsmenge (über 7.000 Informationen), die eine manuelle Auswertung für Investoren zeitlich unmöglich macht.

Welche Rolle spielt Prezi in dem entwickelten Konzept?

Prezi dient als digitale Präsentationsplattform, die es ermöglicht, Informationen auf mehreren Ebenen (Abstraktion und Detaillierung) zu verknüpfen, sodass der Nutzer den Detailgrad der Informationen individuell steuern kann.

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Details

Title
Entwicklung eines Konzeptes zur Berichtgestaltung für das Integrated Reporting
College
University of Applied Sciences Essen
Grade
1,9
Author
B.B.A. Paul Ladewig (Author)
Publication Year
2013
Pages
94
Catalog Number
V270772
ISBN (eBook)
9783656617600
ISBN (Book)
9783656617594
Language
German
Tags
Finanzen Finanzierung Accounting Finance Buchhaltung Berichterstattung externe Rechnungslegung Reporting Integrated Reporting Integriertes Reporting IFRS IRS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.B.A. Paul Ladewig (Author), 2013, Entwicklung eines Konzeptes zur Berichtgestaltung für das Integrated Reporting, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270772
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