Legasthenie: Hilfsangebote für legasthene Kinder außerhalb von Schule und Elternhaus


Hausarbeit, 2000

11 Seiten


Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung
1.1 Vorwort
1.2 Definition
1.3 Notwendigkeit und Formen außerschulischer Behandlungsmaßnahmen

2 Legasthenietest
2.1 KJP – Uni-Marburg
2.2 Arbeitsgruppe Hirnforschung der Uni-Freiburg
2.3 Syntonics Institut – Basel
2.4 Arbeitskreis Legasthenie Bayern e. V.

3 Weitere Hilfsangebote
3.1 Legasthenietherapeuten
3.2 Optometrie
3.3 Volkshochschule
3.4 Selbsthilfegruppen

4 Schluß

5 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Vorwort

Das Thema „Legasthenie“ wirft viel Literatur auf, die einiges an Informationen offenlegt. Auffallend ist, daß die Krankheitintensiv erforscht worden ist, aber die genauen Ursachen bis heute nicht geklärt worden sind. Die Legasthenie ist keine Entwicklungsländerkrankheit, sondern tritt in allen Bevölkerungsschichten weltweit auf. Die Häufigkeit ist unterschiedlich[1]. Diese Krankheit ist nicht auf mangelnde Intelligenzzurückzuführen, sondern ist als Talent anzusehen. Diese besondere Fähigkeit äußert sich vor allem durch schnelles bildhaftes, räumliches Denken und rasches Erkennen von Situationen. Das zusammen gibt ein äußerst reiches Vorstellungsvermögen, gepaart mit einem feinen Wahrnehmungssinn für die Umgebung. Dies zu erkennen ist ein langer Weg. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die negativen Symptome die betroffenen Kinder ein Leben lang begleiten, da nur eine Linderung aber keine Heilung möglich ist. Gerade in der heutigen Gesellschaftin der Lesen und Schreiben eines der höchsten Güter darstellt, ist es für Kinder, die darunter leiden, eine große Belastung. Infolgedessen besitzen sie nur ein geringes Selbstwertgefühl, das von Ausgrenzungender Umwelt / Mitschüler begleitet wird.

1.2 Definition

Aber was ist nun genau Legasthenie ? In der heutigen Zeit wird sie auch als „Dyslexie“ bezeichnet und ist nicht zu verwechseln mit LRS[2]. LRS ist vorübergehend und führt auf andere Ursachen zurück, wie zum Beispiel häufige Lehrer- oder Schulwechsel, Familienkrisenund ähnliche Zustände.

Der amerikanische Bundesverband Legasthenie (Orton Dyslexia Society) definiert Legasthenie wie folgt[3]:

„Dyslexie ist eine von mehreren umschriebenen Lernstörungen. Sie ist eine spezifische Sprachstörung konstitutioneller Herkunft und besteht in Schwierigkeiten beim Dekodieren einzelner Wörter; sie reflektiert meist ungenügende phonologische Verarbeitung. Diese Probleme bei der Einzelwortverarbeitung stehen oft in unerwartetem Gegensatz zum Alter und zu anderen kognitiven oder schulischen Fähigkeiten. Sie sind nicht die Folge einer generellen Entwicklungsstörung oder einer Sinnesschädigung. Dyslexie wird manifest als variable Schwierigkeit bei verschiedenen Arten der Sprachverarbeitung, einschließlich des Lesens sowie des Erwerbs ausreichender Schreib- und Rechtschreibfertigkeiten“.

1.3 Notwendigkeit und Formen außerschulischer Behandlungsmaßnahmen

Auf der Grundlage umfassender diagnostischer Ergebnisse muß für jedes Kind mit ausgeprägter Legasthenie ein individueller Behandlungs- und Förderplan erstellt und fortlaufend überprüft werden.[4]

Ein solcher Plan muß einschließen:

- Informationund Beratungder Eltern, der Lehrer und des Kindes
- Berücksichtigung der besonderen Lernschwächendes Kindes in Familie und Schule
- Therapeutische Maßnahmen außerhalb der Schule

Je nach Situation und Härtegrad der Legasthenie sind unterschiedliche Hilfen mit unterschiedlichen Aufgaben notwendig:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Vgl. www.kjp.uni-marburg.de/kjp/legast/leg/diagnose.htm

[2] LRS = Lese-Rechtschreib-Schwäche

[3] Klasen, E. [1995], Legasthenie – Umschriebene Lese-Rechtschreibstörung, S. 16

[4] Bundesverband Legasthenie, Legasthenie – Definition mit Erläuterungen und Empfehlungen

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Legasthenie: Hilfsangebote für legasthene Kinder außerhalb von Schule und Elternhaus
Hochschule
Hochschule der Medien Stuttgart
Veranstaltung
ALP
Autor
Jahr
2000
Seiten
11
Katalognummer
V2709
ISBN (eBook)
9783638116367
Dateigröße
520 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Legasthenie, Hilfsangebote, Kinder, Schule, Elternhaus
Arbeit zitieren
Marcello Nicoletti (Autor), 2000, Legasthenie: Hilfsangebote für legasthene Kinder außerhalb von Schule und Elternhaus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2709

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