Die Wirtschaftsberichterstattung der letzten Jahre verdeutlicht, dass es großen Diskussionsbedarf im Bereich der EBIT-Kennzahlen gibt. Hierbei besteht die Gefahr, dass die Unternehmen die tatsächliche Unternehmenssituation bewusst verschleiern. Durch dieses Verhalten werden nicht nur Anteilseigner, sondern auch die Märkte beeinträchtigt. Die Folgen daraus können zu Vertrauens- und Vermögensverlust führen. Nun besteht die Frage welche Möglichkeiten EBIT-Kennzahlen bieten und wo die Grenzen ihrer Aussagekraft liegen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 „Earnings Before“- Kennzahlen
2.1 Beschreibung der generellen Eigenschaften
2.2 Die gesetzlichen Normen in HGB und IFRS/IAS
3 Kennzahlen auf Basis des EBIT
3.1 Tabellarische Darstellung der EBIT- Kennzahlen
3.2 Art und Zweck der Veröffentlichung von EBIT- Kennzahlen
4 Bedeutende EBIT- Kennzahlen
4.1 Das EBIT
4.1.1 Vorbemerkung
4.1.2 Erläuterung der Berechnungsarten
4.1.3 Die EBIT-Marge
4.2 Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization
4.2.1 Erläuterung des EBITDA
4.2.2 Informationsgehalt des EBITDA
5 Pro-Forma-Kennzahlen
5.1 Grundlegende Begrifflichkeit „Pro-Forma-Ergebnis“
5.2 Ziele der Veröffentlichung von Pro-Forma-Ergebnis
5.2.1 Consensus Earnings Estimates
5.2.2 Earning Management
5.3 Darstellung der Pro-Forma-Kennzahl „RoCe“
6 Kritische Analyse
6.1 Grenzen der Ermittlungsmethoden von EBIT-Kennzahlen
6.2 Möglichkeiten von EBIT-Kennzahlen
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Bedeutung und Aussagekraft von EBIT-Kennzahlen sowie darauf basierenden Ergebnisgrößen in der externen und internen Unternehmensberichterstattung auseinander. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der freiwilligen, managementgesteuerten Definition dieser Kennzahlen und der tatsächlichen wirtschaftlichen Unternehmenssituation aufzuzeigen und dabei die Grenzen sowie potenziellen Transparenzgewinne zu erörtern.
- Charakterisierung und gesetzlicher Rahmen von "Earnings Before"-Kennzahlen
- Detaillierte Analyse der EBIT- und EBITDA-Berechnungsmethodik
- Kritische Würdigung der Pro-Forma-Berichterstattung und des Earning Managements
- Diskussion über die Vergleichbarkeit und Transparenz von EBIT-basierten Kennzahlen
Auszug aus dem Buch
4.1.2 Erläuterung der Berechnungsarten
Um das EBIT nach deutschem Recht zu errechnen und als Zwischenergebnis in der Gewinn und Verlustrechnung zu präsentieren, existieren zwei gängige Berechnungsarten. Es kann wie in den Abbildungen dargestellt direkt, nach Wöhe, von den Umsatzerlösen nach dem Umsatzkostenverfahren bzw. dem Gesamtkostenverfahren errechnet werden, oder indirekt nach Coenenberg, vom Jahresüberschuss.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Problemstellung des Diskussionsbedarfs bei EBIT-Kennzahlen und Festlegung des Untersuchungsgangs.
2 „Earnings Before“- Kennzahlen: Definition der generellen Eigenschaften und Einordnung in den rechtlichen Rahmen von HGB und IFRS/IAS.
3 Kennzahlen auf Basis des EBIT: Tabellarische Übersicht der Kennzahlenvielfalt sowie Erläuterung von Art und Zweck der Veröffentlichung.
4 Bedeutende EBIT- Kennzahlen: Vertiefende Analyse von EBIT und EBITDA inklusive Berechnungsarten, Marge und Informationsgehalt.
5 Pro-Forma-Kennzahlen: Auseinandersetzung mit der Pro-Forma-Berichterstattung, deren Zielen, Consensus Earnings Estimates sowie Earning Management.
6 Kritische Analyse: Untersuchung der methodischen Grenzen und Möglichkeiten bei der Ermittlung von EBIT-Kennzahlen.
7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Chancen und Risiken bei der Anwendung von EBIT-Kennzahlen in der Unternehmensberichterstattung.
Schlüsselwörter
EBIT, EBITDA, Kennzahlen, Bilanzanalyse, Pro-Forma-Ergebnis, Earning Management, Rechnungslegung, HGB, IFRS, Transparenz, Unternehmensperformance, Erfolgsanalyse, Umsatzrendite, RoCe, Finanzberichterstattung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Bedeutung, Berechnung und Aussagekraft von EBIT-basierten Kennzahlen in der Unternehmensberichterstattung vor dem Hintergrund des hohen Freiheitsgrades bei deren Gestaltung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Definition von „Earnings Before“-Kennzahlen, die methodische Herleitung von EBIT und EBITDA, die Anwendung von Pro-Forma-Kennzahlen sowie die kritische Analyse der Bilanzpolitik.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie EBIT-Kennzahlen sowohl als Transparenzinstrument dienen als auch für eine bewusste Verschleierung der Unternehmenssituation genutzt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Literaturrecherche und der tabellarischen sowie rechnerischen Darstellung von EBIT-Ermittlungsmethoden nach deutschem Recht basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von EBIT-Kennzahlen, die detaillierte Darstellung von EBIT und EBITDA, eine kritische Diskussion der Pro-Forma-Berichterstattung und der Kennzahl „RoCe“ sowie eine Analyse der Grenzen der Aussagekraft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind EBIT, EBITDA, Pro-Forma-Kennzahlen, Earning Management, Bilanzanalyse und Transparenz.
Warum wird das EBITDA als wichtige Finanzkennzahl betrachtet?
Das EBITDA erlaubt im Rahmen der Finanzanalyse den Vergleich von Unternehmen mit unterschiedlicher Vermögensstruktur, da es durch die Bereinigung um Abschreibungen und Zinsen die operative Ertragskraft isoliert.
Welche Problematik sieht der Autor bei der „bereinigten“ EBIT-Form?
Die bereinigte Form ist für externe Bilanzleser oft schwer nachzuvollziehen, da die Herleitung intransparent ist und die bereinigten Werte meist über den unbereinigten Werten liegen, was einen „kosmetischen“ Effekt erzeugen kann.
- Arbeit zitieren
- Sebastian Dußmann (Autor:in), 2014, Besondere Bedeutung und kritische Analyse von Kennzahlen auf Basis des EBIT, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270944