An einer trivialen Situation wie dem Kaffeekochen wird offensichtlich, daß uns fremde Kulturen tagein, tagaus begleiten und unterstützen. Und nach einer Vermischung beider, wie durch den Brühvorgang geschehen, kann etwas großartig Neues, multikulturelles entstehen.
Ohne daraus gleich eine ethnologisch zu untersuchende Fragestellung abzuleiten ist zu überlegen, wie das durch Kaffeetrinken hervorgerufene Glücksgefühl mit den die Rohstoffe liefernden Kulturen zu teilen ist. Ein erster Schritt ist sicher fair gehandelter Kaffee, bei dem die Erzeuger gerechter entlohnt werden. Dann bezöge sich das Schwarzsehen nur noch auf das lokale Erlebnis frisch gebrühten Kaffees und nicht mehr auf die Zukunft der Kaffeebauern und dessen Nachkommen.
Eine Interpretation des Kaffeekochens brilliant einfach bebildert.
Inhaltsverzeichnis
1. Kaffee kochen – durchaus multikulturell
Zielsetzung und Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den alltäglichen Prozess des Kaffeekochens als ein multikulturell beeinflusstes Phänomen aufzuzeigen, indem die sichtbaren und unsichtbaren globalen Abhängigkeiten bei der Zubereitung analysiert werden.
- Analyse der kulturellen Verflechtungen im Alltag
- Untersuchung der Herkunft und Verarbeitung von Kaffeekomponenten
- Darstellung der globalen Wertschöpfungskette am Beispiel Kaffee
- Reflexion über fairen Handel und globale Verantwortung
Auszug aus dem Buch
Kaffee kochen – durchaus multikulturell
Der Kaffekonsum ist in unseren westlichen Kulturen weit verbreitet und mit ihnen fest verwurzelt. Kaffee kann und wird zu vielen Gelegenheiten getrunken. Dabei ist er nicht nur Mittel zum Zweck – etwa der Coffeinzufuhr, sondern auch Tradition und Lebensgefühl.
Im Verlauf des hier vorgestellten Photoessays „Kaffeekochen“ soll zum Einen verdeutlicht werden, wie das Kaffeekochen visuell und non-visuell beschrieben werden kann. Zum Anderen werden die nicht sichtbaren Faktoren herausgearbeitet, welche die eigentliche Prozedur des Brühens ermöglichen. Dabei wird auch dargestellt, daß andere Kulturen wesentlich daran beteiligt sind, daß wir unseren gewohnten Kaffee genießen können. Wir erkennen dann, daß ein so alltägliches Procedere durchaus multikulturell beeinflußt ist.
Zusammenfassung der Kapitel
Kaffee kochen – durchaus multikulturell: Das Kapitel führt in die Thematik ein und verdeutlicht anhand des alltäglichen Prozesses der Kaffeezubereitung, wie stark unser tägliches Leben von globalen, multikulturellen Einflüssen geprägt ist.
Schlüsselwörter
Kaffeekonsum, Multikulturalität, Kulturwissenschaft, Brühvorgang, Globalisierung, Rohkaffee, Fairer Handel, Alltagskultur, Wertschöpfungskette, Kaffeebauern, Import, Porzellan, Kaffeezubereitung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das alltägliche Procedere des Kaffeekochens und zeigt auf, dass dieses scheinbar triviale Ritual tief in globalen und multikulturellen Abhängigkeiten verwurzelt ist.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die kulturelle Verflechtung im Alltag, die Herkunft globaler Konsumgüter und die kritische Auseinandersetzung mit den Bedingungen der Kaffeeerzeugung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den Leser für die nicht sichtbaren Faktoren und die fremden Kulturen zu sensibilisieren, die notwendig sind, um den gewohnten Kaffee in unserem Alltag überhaupt erst genießen zu können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode eines Photoessays, um durch die visuelle Beschreibung einzelner Arbeitsschritte die damit verbundenen globalen Zusammenhänge und kulturellen Hintergründe zu erschließen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert schrittweise die einzelnen Komponenten des Kaffeekochens, wie den Filter, den Kaffee selbst, das Wasser und das Trinkgefäß, und verknüpft diese jeweils mit ihrem globalen Ursprung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Multikulturalität, Konsumkultur, globale Vernetzung, Kaffeeanbau und faire Handelsbedingungen charakterisieren.
Warum spielt die Herkunft des Kaffees eine so zentrale Rolle?
Die Herkunft ist entscheidend, da der Kaffee aus klimatisch begünstigten Drittländern stammt und somit den direkten Kontakt und die Abhängigkeit von dortigen Lebens- und Arbeitsbedingungen verdeutlicht.
Welcher Bezug wird zum fairen Handel hergestellt?
Die Autorin plädiert abschließend für fairen Handel als einen notwendigen Schritt, um die Wertschätzung gegenüber den Kaffeebauern in den Ursprungsländern zu erhöhen und die lokale Glücksgefühle beim Kaffeetrinken mit globaler Verantwortung zu verknüpfen.
- Arbeit zitieren
- Jessica Scheffold (Autor:in), 2004, Kaffeekochen - Photoessay, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27100