In dieser Arbeit wurden Profilfotos von der Social Media Plattform Facebook genutzt, um einen kulturpsychologischen Einfluss anhand des erweiterten SPI-Modells, zu untersuchen.
Da nicht die Mittel zu eigenen Untersuchungen gegeben waren und es mit großer Wahrscheinlichkeit zu datenschutzrechtlichen Problemen kommen würde, wurde sich auf die Selbstdarstellungsbeschreibung ausgewählter Benutzerprofile beschränkt. Als Grundlage bilden sich hier ausgewählte Facebook Foto-Collagen von Irrgang/ Piatoni (2011).
Diese Profile wurden mit kulturpsychologischem Hintergrund analysiert, ehe am Ende ein Resultat erzielt wurde.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das SPI-Modell
2.1. Zugänglichkeit im SPI-Modell
2.2. Semantischer Mechanismus
2.3. Prozeduraler Mechanismus
3. Das erweiterte SPI-Modell
3.1. Erste Erweiterung
3.2. Zweite Erweiterung
4. Kultureller Einfluss
4.1. Westliche Kulturen
4.2. Östliche Kulturen
5. Zusammenfassung
5.1. Fazit
5.2. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den kulturpsychologischen Einfluss auf die Selbstdarstellung von Nutzern in sozialen Medien. Hierzu wird das erweiterte SPI-Modell genutzt, um anhand von Facebook-Profilbildern die Unterschiede zwischen independenten (westlichen) und interdependenten (östlichen) Selbstkonstruktionen zu analysieren.
- Grundlagen des Semantisch-Prozeduralen Interface-Modells (SPI).
- Kognitive Prozesse und motivationale Effekte der Selbstkonstruktion.
- Gegenüberstellung westlicher und östlicher Kulturperspektiven.
- Kulturpsychologische Analyse von Facebook-Bildcollagen.
- Einfluss der Globalisierung auf die Identitätsbildung.
Auszug aus dem Buch
4.1. Westliche Kulturen
In diesen Kulturen liegt das Hauptaugenmerk darauf, unabhängig von anderen zu sein. Seine einzigartigen Eigenschaften zu entdecken und auszudrücken bzw. zu präsentieren (vgl. Johnson, 1985). Diese autarke Sichtweise findet sich ebenfalls vermehrt im Internet, speziell auf Social Media Plattformen wieder.
Diese Abbildung zeigt eine junge Dame aus den USA und eine kleine Auswahl ihrer Facebook-Bilder (vgl. Irrgang/ Piantoni, 2011). Bereits auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass die Individualität und die Präsentation der eigenen Besonderheiten in den Mittelpunkt gedrängt werden. Alle Bilder handeln von Markenmode, Tattoos und das eigene „Zurechtrücken in ein positives Licht“. Das Ziel des kulturellen Ziels ist also das eigene Konstrukt als Individuum aufzubauen, das vorrangig auf den eigenen Ansichten, Gefühlen, Gedanken, Handlungen, etc. basiert.
„Achieving the cultural goal of independence requires constructing oneself as an individual whose behavior is organized and made meaningful primarily by refernce to one’s own internal repertoire of thoughts, feelings, and action, rather than by reference tot he thoughts, feelings, and actions of others.“ (Kitayama/ Markus, 1991, S.226)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Zielsetzung, mittels Facebook-Profilbildern kulturpsychologische Einflüsse auf Basis des erweiterten SPI-Modells zu untersuchen.
2. Das SPI-Modell: Dieses Kapitel definiert das Modell als Semantisch-Prozedurales Interface-Modell des Selbst und beschreibt die Mechanismen der Informationsverarbeitung.
3. Das erweiterte SPI-Modell: Hier wird die Notwendigkeit der erweiterten Version dargelegt, insbesondere zur Betrachtung kognitiver Prozesse und motivationaler Effekte.
4. Kultureller Einfluss: Dieser Abschnitt kontrastiert die westliche (independente) und östliche (interdependente) Perspektive anhand konkreter Bildbeispiele aus sozialen Netzwerken.
5. Zusammenfassung: Die Ergebnisse werden reflektiert und in ein Fazit sowie einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Kontext der Globalisierung überführt.
Schlüsselwörter
Kulturpsychologie, SPI-Modell, Selbstkonstruktion, Social Media, Facebook, Independenz, Interdependenz, Semantischer Mechanismus, Prozeduraler Mechanismus, Selbstbilder, Identität, Globalisierung, Informationsverarbeitung, Kognition, Motivation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert den Einfluss kultureller Prägung auf die Selbstdarstellung von Nutzern auf sozialen Plattformen wie Facebook.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind die kulturpsychologische Selbstkonstruktion, kognitive Informationsverarbeitungsmodi und deren Sichtbarkeit in sozialen Netzwerken.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Unterschiede in der Selbstdarstellung zwischen westlichen und östlichen Kulturen anhand des theoretischen Rahmens des erweiterten SPI-Modells aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine kulturpsychologische Analyse von Bildcollagen ausgewählter Benutzerprofile durchgeführt, die theoretisch durch das erweiterte SPI-Modell gestützt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des (erweiterten) SPI-Modells sowie die detaillierte Gegenüberstellung von independenten und interdependenten Selbstkonstruktionen inklusive praktischer Fallbeispiele.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Kulturpsychologie, SPI-Modell, Independenz, Interdependenz und digitale Selbstdarstellung.
Wie unterscheiden sich westliche und östliche Selbstbilder laut dieser Arbeit?
Westliche Kulturen betonen die Autonomie und Einzigartigkeit des Individuums, während östliche Kulturen das Selbst stärker über soziale Verbundenheit und kollektive Zugehörigkeit definieren.
Welchen Einfluss hat die Globalisierung laut dem Autor auf dieses Phänomen?
Der Autor beobachtet, dass westliche Ideale durch die Globalisierung an Einfluss gewinnen, aber gleichzeitig Grenzen zwischen den Kulturkreisen verschwimmen und Mischformen entstehen.
- Arbeit zitieren
- Sebastian Budde (Autor:in), 2013, Der kulturpsychologische Einfluss auf Social Media Portale, anhand des erweiterten SPI-Modells, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271018