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Gesellschaftsrecht. Societas Europaea

Pro und Contra für eine Wahl der Rechtsform Societas Europaea durch eine deutsche Kapitalgesellschaft

Title: Gesellschaftsrecht. Societas Europaea

Term Paper , 2011 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sven Janitschke (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law
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Summary Excerpt Details

Am 8.10.2001 trat die SE-VO der Europäischen Gemeinschaft in Kraft, dies geschah nach fast
einem halben Jahrhundert der Idee einer europäischen Aktiengesellschaft der erste
Verordnungsvorschlag wurde bereits im Jahre 1970 vorgebracht. Der deutsche Gesetzgeber setzte
das Gesetz zur Einführung der Europäischen Gesellschaft (SEEG) am 29. Dezember 2004 um. Zu
diesem Gesetz zählt neben der SE-VO auch das Gesetz zur Beteiligung der Arbeitnehmer in einer
Europäischen Gesellschaft (SEBG), welches die EG-Richtlinie zur Arbeitnehmermitbestimmung
in deutsches Recht umsetzt. Eine Europäische Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland steht
somit auf einem normativen Fundament.
Seit 2001 erfreut sich die Gesellschaftsform der SE wachsender Beliebtheit, was sich aus den
Zuwachszahlen der Registrierten SE ergibt. Deutschland nimmt hierbei eine Vorreiterrolle ein,
namhafte Unternehmen wie die MAN Diesel SE, die Allianz SE oder die BASF SE sind deutsche
Vertreter der neuen Gesellschaftsform.
In dieser Hausarbeit sollen nun die Vor- und Nachteile der Wahl einer Societas Europaea als
Gesellschaftsform herausgearbeitet werden, dazu werden die Grundzüge einer solchen
Europäischen Aktiengesellschaft mit den notwendigen Erfordernissen beleuchtet.
In einem nächsten Schritt wird die Organisationsstruktur erläutert, hierbei bietet die SE die
Wahlmöglichkeit eines dualistischen Systems wie es in Deutschland bereits durch die AG
bekannt ist, so wie die Möglichkeit eines monistischen Systems, welches in anderen europäischen
Ländern bereits eingesetzt wird.
Nachdem der Leser mit der SE in seinen Grundzügen vertraut ist, werden die Vor- und Nachteile
kritisch gegenübergestellt. Es folgt eine Gegenüberstellung der Argumente um diese abzuwägen
und zu gewichten.
Abschließend werden die wichtigsten Punkte zusammengefasst und mit einem Fazit beendet. Die
Hausarbeit soll dem Leser somit die Beurteilung der Gesellschaftsform SE ermöglichen ohne
dass in der Arbeit eine Wertung erfolgt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Grundzüge der Societas Europaea

2.1 Die Gründung einer SE

3. Möglichkeiten der Organisationsstruktur

3.1 Das dualistische Verwaltungssystem

3.2 Das monistische Verwaltungssystem

4. Die Vorteile der SE-VO

4.1 Die SE, eine binnenmarktadäquate Gesellschaftsform

4.2 Vorteile der Wettbewerbsfähigkeit und Kostenreduktion

4.3 Standortwahl und Chancengleichheit

4.4 Gestaltungsfreiheit bei der Binnenorganisation

4.5 Die Verhandelbare Arbeitnehmermitbestimmung

4.6 Grenzüberschreitende Sitzverlegung und Restrukturierung

4.7 Imagevorteile und psychologische Aspekte

5. Die Nachteile der SE-VO

5.1 Eine Rechtsform nur für Großunternehmen

5.2 Satzungsstrenge und Kompliziertheit der SE-VO

5.3 Die Höhe des Grundkapitals

5.4 Statutenwechsel durch Sitzverlegung

6. Gegenüberstellung der Argumente

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Vor- und Nachteile der Wahl der Rechtsform Societas Europaea (SE) für deutsche Kapitalgesellschaften. Ziel ist es, dem Leser eine fundierte Beurteilung dieser europäischen Rechtsform zu ermöglichen, indem die Grundzüge, Organisationsstrukturen sowie die rechtlichen Implikationen kritisch beleuchtet und abgewogen werden.

  • Grundlagen und Gründungsanforderungen der Societas Europaea
  • Vergleich der dualistischen und monistischen Organisationsstrukturen
  • Analyse der Vorteile bezüglich Wettbewerbsfähigkeit, Kosten und Flexibilität
  • Kritische Würdigung der Nachteile, insbesondere hinsichtlich Komplexität und Mindestkapital
  • Abwägung der Argumente im Kontext der unternehmerischen Entscheidungspraxis

Auszug aus dem Buch

4.1 Die SE, eine binnenmarktadäquate Gesellschaftsform

Die nationalen Gesellschaftsrechte weichen trotz des erreichten Stands europarechtlicher Harmonisierung voneinander ab. Dies stellt Mobilitätshindernisse für europaweit agierende Unternehmen dar. Die Unternehmen werden gänzlich von innerstaatlichem Recht bestimmt, welcher sich nicht in dem wirtschaftlichen Rahmen befindet in dem sich die Unternehmen entfalten sollen. Deswegen verlangt die Unternehmens- und Wirtschaftspraxis eine einheitliche Gesellschaftsform, denn ohne diese wäre der europäische Binnenmarkt unvollständig. Mit der SE wird eine solche binnenmarktadäquate Rechtsform zur Verfügung gestellt. Mit der Rechtsform der SE können Unternehmen, die supranational Tätig sind eine gemeinschaftsrechtliche Unternehmensverfassung wählen, welche in allen Mitgliedsstaaten gültig ist. Somit ist eine einheitliche Geschäftsführung und ein einheitliches Berichtswesen möglich. Eine Behelfslösung, die bisher über Tochtergesellschaften in den anderen Mitgliedsaaten realisiert wurde um den dortigen Bestimmungen zu Unterliegen ist nicht mehr nötig. Die SE- VO schließt damit zu den Vorstellungen einer International und global Tätigen Unternehmensform auf. Die gemeinschaftsrechtliche Gesellschaftsform bietet eine europaweite Flexibilität, die es ermöglicht sich auf ändernde Marktverhältnisse mit Veränderung der Organisation schnell zu reagieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert den rechtlichen Kontext der SE-VO in Deutschland und legt das Ziel der Arbeit fest, Vor- und Nachteile der SE neutral darzustellen.

2. Die Grundzüge der Societas Europaea: Dieses Kapitel definiert die SE als supranationale Gesellschaftsform und erläutert ihre grundlegenden Eigenschaften sowie die Anerkennung im Binnenmarkt.

2.1 Die Gründung einer SE: Hier werden die verschiedenen Gründungsmethoden sowie das Erfordernis der grenzüberschreitenden Tätigkeit und die geltenden Rechtsverweise detailliert dargestellt.

3. Möglichkeiten der Organisationsstruktur: Das Kapitel führt in die beiden verfügbaren Verwaltungssysteme ein, die Unternehmen bei der Wahl der SE zur Verfügung stehen.

3.1 Das dualistische Verwaltungssystem: Es werden die Funktionen von Leitungsorgan und Aufsichtsorgan sowie deren Kompetenzverteilung innerhalb des klassischen deutschen Modells beschrieben.

3.2 Das monistische Verwaltungssystem: Die Struktur des monistischen Systems mit einem einheitlichen Verwaltungsorgan und dessen Kontrollmechanismen wird hier erläutert.

4. Die Vorteile der SE-VO: Dieses Kapitel analysiert das wirtschaftliche Potenzial der SE, insbesondere im Hinblick auf grenzüberschreitende Synergien und Konzentrationen.

4.1 Die SE, eine binnenmarktadäquate Gesellschaftsform: Es wird dargelegt, warum die SE ein notwendiges Instrument für die Überwindung nationaler Schranken im europäischen Binnenmarkt ist.

4.2 Vorteile der Wettbewerbsfähigkeit und Kostenreduktion: Das Kapitel untersucht die Effizienzgewinne durch eine einheitliche Gesellschaftsstruktur im Vergleich zu komplexen Tochtergesellschaftsgeflechten.

4.3 Standortwahl und Chancengleichheit: Hier wird die Freiheit der Standortwahl unter einheitlichen Rahmenbedingungen als Wettbewerbsvorteil hervorgehoben.

4.4 Gestaltungsfreiheit bei der Binnenorganisation: Die Arbeit verdeutlicht den erweiterten Spielraum bei der internen Organisation im Vergleich zum klassischen deutschen Aktienrecht.

4.5 Die Verhandelbare Arbeitnehmermitbestimmung: Es wird erklärt, wie die SE-ErgRiL flexiblere, unternehmensspezifische Lösungen für die Mitbestimmung ermöglicht.

4.6 Grenzüberschreitende Sitzverlegung und Restrukturierung: Die rechtliche Grundlage für identitätswahrende Sitzverlegungen und Umstrukturierungen innerhalb der EU steht hier im Fokus.

4.7 Imagevorteile und psychologische Aspekte: Das Kapitel beleuchtet, wie die SE als "Europäische Corporate Identity" zur positiven Wahrnehmung bei Geschäftspartnern und Kunden beitragen kann.

5. Die Nachteile der SE-VO: Hier wird kritisch hinterfragt, ob die SE-VO auch Herausforderungen birgt und für alle Unternehmensgrößen geeignet ist.

5.1 Eine Rechtsform nur für Großunternehmen: Es wird diskutiert, warum die Struktur der SE primär für internationale Großkonzerne konzipiert erscheint.

5.2 Satzungsstrenge und Kompliziertheit der SE-VO: Die Komplexität des Regelungskonzepts und die Abhängigkeit von nationalen Verweisen werden als Hindernisse kritisiert.

5.3 Die Höhe des Grundkapitals: Die hohen Kapitalanforderungen werden als mögliche Barriere für kleinere Unternehmen identifiziert.

5.4 Statutenwechsel durch Sitzverlegung: Es werden die Risiken eines Statutenwechsels bei grenzüberschreitenden Sitzverlegungen und deren Auswirkungen auf die Identität der Gesellschaft behandelt.

6. Gegenüberstellung der Argumente: Dieses Kapitel fasst die zuvor ausgearbeiteten Aspekte zusammen, um eine gewichtete Einschätzung der SE-Rechtsform vorzunehmen.

7. Fazit: Die abschließende Zusammenfassung konstatiert, dass die Vorteile der SE für deutsche Unternehmen in der Praxis überwiegen, jedoch eine sorgfältige Einzelfallprüfung unerlässlich bleibt.

Schlüsselwörter

Societas Europaea, SE, Europäische Aktiengesellschaft, Gesellschaftsrecht, Europäischer Binnenmarkt, Arbeitnehmermitbestimmung, dualistisches System, monistisches System, Sitzverlegung, Unternehmenskonzentration, Kostenreduktion, Unternehmensverfassung, Rechtsform, Kapitalgesellschaft, Wettbewerbsfähigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Vor- und Nachteile der Societas Europaea (SE) als Rechtsform für deutsche Kapitalgesellschaften und untersucht deren Tauglichkeit im europäischen Wirtschaftsraum.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Zentrale Themen sind die Gründungsvoraussetzungen, der Vergleich zwischen dualistischem und monistischem Verwaltungssystem, die Vorteile in der Unternehmensstruktur und die Kritikpunkte wie Komplexität und Kapitalanforderungen.

Was ist die primäre Zielsetzung der Untersuchung?

Ziel ist es, dem Leser eine neutrale Grundlage für die Beurteilung der SE zu bieten, um bei einer möglichen Umwandlung eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse der relevanten Rechtsverordnungen und Fachkommentare zum Gesellschaftsrecht.

Was behandelt der Hauptteil der Publikation?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der SE-Grundzüge, die Erläuterung der Organisationsmöglichkeiten sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Vorteile und Nachteile.

Welche Schlüsselbegriffe sind für die Arbeit charakteristisch?

Wesentlich sind Begriffe wie SE-VO, grenzüberschreitende Tätigkeit, Arbeitnehmermitbestimmung, Satzungsstrenge und unternehmerische Flexibilität.

Was sind die größten Vorteile, die im Buch für die SE angeführt werden?

Besonders hervorgehoben werden die grenzüberschreitende Flexibilität, die Möglichkeit zur Wahl zwischen monistischen und dualistischen Systemen sowie Kosteneinsparungen durch eine einheitliche Unternehmensverfassung.

Welche spezifischen Bedenken hinsichtlich der Komplexität werden geäußert?

Kritisiert wird, dass die SE-VO aufgrund zahlreicher Verweise auf nationales Recht als beratungsintensiv und komplex wahrgenommen wird, was insbesondere für kleinere Unternehmen abschreckend wirken kann.

Wie bewertet der Autor die Rolle des hohen Grundkapitals?

Der Autor ordnet das Mindestkapital von 120.000 € als eine Hürde ein, die vor allem kleinere Kapitalgesellschaften von einer Umwandlung in die SE abhalten könnte.

Welches Fazit zieht die Arbeit zur Eignung der SE?

Das Fazit lautet, dass die Vorteile der SE überwiegen und sie eine ernstzunehmende Option für deutsche Unternehmen darstellt, sofern die Entscheidung nach sorgfältiger Einzelfallprüfung und Rechtsberatung getroffen wird.

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Details

Title
Gesellschaftsrecht. Societas Europaea
Subtitle
Pro und Contra für eine Wahl der Rechtsform Societas Europaea durch eine deutsche Kapitalgesellschaft
College
University of Applied Sciences Südwestfalen; Meschede
Grade
1,7
Author
Sven Janitschke (Author)
Publication Year
2011
Pages
18
Catalog Number
V271119
ISBN (eBook)
9783656628354
ISBN (Book)
9783656628392
Language
German
Tags
gesellschaftsrecht societas europaea contra wahl rechtsform kapitalgesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Janitschke (Author), 2011, Gesellschaftsrecht. Societas Europaea, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271119
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