Die Arbeit behandelt die Problematik der Schichtvererbung. Dafür werden zum einen die Theorien von Piere Bourdieu, Klaus Hurrelmann und Basil Bernstein aufgegriffen, die Wirkung der Niveaugruppen-Unterteilung ab Sekundarstufe 1 analysiert und mögliche Folgen von bildungspolitischen Programmen wie dem Betreuungsgeld und der Gesamtschule aufgeführt.
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ungleichheit im Bildungssystem durch Sozialisation und Habitus
3. Prägung des Kindes durch Beruf und Lebenslage der Eltern
4. Strukturreproduktion im Bildungssystem
5. Auswirkungen bildungspolitischer Programme
6. Schlusswort
Anhang
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter „Schichtvererbung“?
Schichtvererbung bezeichnet das Phänomen, dass der soziale Status der Eltern maßgeblich den Bildungsweg und den späteren sozialen Status der Kinder bestimmt, wodurch soziale Ungleichheit reproduziert wird.
Welche Rolle spielt der „Habitus“ nach Pierre Bourdieu?
Der Habitus umfasst die durch die soziale Herkunft geprägten Denk- und Verhaltensmuster. Kinder aus höheren Schichten verfügen oft über einen Habitus, der besser zu den Anforderungen des Bildungssystems passt.
Wie beeinflusst die Sprache nach Basil Bernstein den Schulerfolg?
Bernstein unterscheidet zwischen dem „restringierten Code“ (oft in unteren Schichten) und dem „elaborierten Code“ (Bildungssprache). Da Schulen den elaborierten Code voraussetzen, haben Kinder aus bildungsfernen Schichten oft Startnachteile.
Welchen Einfluss hat die Aufteilung in Niveaugruppen ab der Sekundarstufe 1?
Die frühe Selektion in verschiedene Schulformen (Gliederung des Schulsystems) verstärkt oft die schichtspezifischen Bildungsunterschiede, statt sie auszugleichen.
Können Gesamtschulen die Schichtvererbung verringern?
Die Arbeit diskutiert bildungspolitische Programme wie die Gesamtschule als Versuch, durch längeres gemeinsames Lernen die Kopplung von Herkunft und Bildungserfolg zu lösen.
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- Marika Bierau (Author), 2013, Schichtvererbung durch Schichtsozialisation und ungleiche Bildungschancen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271146