Die Auswahl des Themas meiner Hausarbeit „E-Learning – Bedarf die traditionelle betriebliche Weiterbildung einer Ergänzung oder Alternative?“ begründet sich durch den Bezug der Personalentwicklung (PE) auf das Erkennen, Erhalten und Fördern des Leistungs- und Lernpotentials der Mitarbeiter. Dies steht in direktem Zusammenhang zu den Maßnahmen, die der Erhaltung, Entwicklung und Verbesserung der Arbeitsleistungen des Personals dienen. Unter diesen Maßnahmen ist in der Regel die betriebliche Weiterbildung zu verstehen, die den Wissenstransfer an die Mitarbeiter gewährleisten soll. Die PE sieht es als wichtigste Aufgabe an, vorhandene Fähigkeiten und Neigungen der Mitarbeiter eines Unternehmens zu erkennen, zu erhalten und weiterzuentwickeln, um diese in eine Übereinstimmung mit den Anforderungen und Zielen des Unternehmens zu bringen.
Untersucht und betrachtet wird in dieser Arbeit, ob die traditionelle betriebliche Weiterbildung in der heutigen Zeit noch alternativlos ihre Bestandsberechtigung hat, die Erwartungen an sie kompromisslos erfüllt und so ihrem Zweck gerecht wird. Fraglich ist, ob E-Learning somit nur eine moderne Ergänzung zur traditionellen betrieblichen Weiterbildung darstellt, oder ob es heutzutage nicht sogar eine sinnvolle Alternative zur Form der klassischen betrieblichen Weiterbildung sein kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die grundsätzliche Bedeutung von Weiterbildung und E-Learning
2.1 Weiterbildung als Teil der PE sowie der PE im engen Sinne
2.2 Aufgabe, Zweck und Entwicklung der betrieblichen Weiterbildung
2.2.1 Leistungen der betrieblichen Weiterbildung im Lauf der Zeit
2.2.2 Entwicklung und betrieblicher Einfluss von E-Learning
2.2.3 Blended Learning
2.3 Forderungen an ein modernes betriebliches Weiterbildungsmanagement
3. Aufgaben der Personalentwicklung in der betrieblichen Weiterbildung
4. Ausprägungen und Anwendung der betrieblichen Weiterbildung heute
5. Moderne Herausforderungen an die betriebliche Weiterbildung
5.1 Wird die betriebliche Weiterbildung aktuellen Entwicklungen gerecht?
5.2 Ist es sinnvoll die betriebliche Weiterbildung starr formell zu betrachten?
6. Fazit, Schlussfolgerungen und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob E-Learning lediglich eine moderne Ergänzung zur traditionellen betrieblichen Weiterbildung darstellt oder ob es als eine sinnvolle Alternative zu klassischen Bildungsformen fungieren kann, insbesondere unter Berücksichtigung der Anforderungen der Personalentwicklung.
- Vergleich von traditioneller Weiterbildung und E-Learning
- Rolle der Personalentwicklung in der betrieblichen Weiterbildung
- Bedeutung von Blended Learning als Brückentechnologie
- Herausforderungen durch demografischen Wandel und Fachkräftemangel
- Bedarfsorientierung und praxisnahe Gestaltung von Lernprozessen
Auszug aus dem Buch
2.2.3 Blended Learning
„Blended Learning (…) verbindet (…) in effektiver und flexibler Weise elektronische Formen des Lernens mit den sozialen Aspekten von Präsenzveranstaltungen.“31
Blended Learning stammt zum einen von dem Wort „Blends“ ab und bedeutet z. B. in der Genussmittelindustrie „Veredelung“. Hier werden bspw. bei der Veredelung von Whisky, mehrere Sorten gemixt, um so qualitativ ein besseres, ein veredeltes Produkt zu erhalten. Bezogen auf das Wort „Blends“ und „Learning“ handelt es sich bei dem Lernprozess demnach um ein „vermischtes Lernen“. Es soll verschiedene Lernformen bzw. –medien mischen, um ursprüngliche Bestandteile zusammenzufassen und zu veredeln. Ergebnis soll sein, die Vorteile beider Lernformen gemeinsam in einer Weiterentwicklung des klassischen E-Learnings, hin zu einer neuen E-Learning-Form, zu nutzen. Blended Learning soll das Manko E-Learnings beheben und eine Erarbeitung von Soft Skills ermöglichen. Es stellt Lernarrangements dar, die das klassische E-Learning mit dem klassischen Präsenzlernen verbindet. Der Bereich an Inhalten, die der Bildung von Soft Skills entspricht, wird in Präsenzphasen verlagert. Aufarbeitung und Vertiefung zuvor elektronisch vermittelter Lerninhalte wird im Rahmen eines gegenseitigen Erfahrungsaustausches, dem Üben neuer Kompetenzen, usw. verinnerlicht.32 Blended Learning vereint so die Vorteile des E-Learning (effizienter Wissensaufbau) und kombiniert diese mit Präsenzseminaren und praxisrelevanten Aspekten. Die Nachteile des reinen E-Learnings, wie die fehlende Kommunikation und die fehlende persönliche Austauschmöglichkeit der Teilnehmer, werden so vermieden und ausgeklammert.33
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Personalentwicklung ein und hinterfragt die Rolle von E-Learning im Vergleich zur traditionellen betrieblichen Weiterbildung.
2. Die grundsätzliche Bedeutung von Weiterbildung und E-Learning: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe und untersucht die Entwicklung sowie die Vor- und Nachteile von E-Learning und Blended Learning.
3. Aufgaben der Personalentwicklung in der betrieblichen Weiterbildung: Hier werden die Aufgaben der Personalentwicklung dargelegt, insbesondere im Hinblick auf die Förderung der Handlungskompetenz von Mitarbeitern.
4. Ausprägungen und Anwendung der betrieblichen Weiterbildung heute: Das Kapitel beleuchtet den aktuellen Stand der betrieblichen Weiterbildung unter dem Einfluss des Fachkräftemangels.
5. Moderne Herausforderungen an die betriebliche Weiterbildung: Die Herausforderungen durch Globalisierung und demografische Entwicklungen werden analysiert, wobei die Sinnhaftigkeit starrer, formeller Strukturen hinterfragt wird.
6. Fazit, Schlussfolgerungen und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass E-Learning als Teil von Blended Learning eine wertvolle Ergänzung darstellt, jedoch eine praxisnahe, bedarfsgerechte Gestaltung im Mittelpunkt stehen muss.
Schlüsselwörter
Personalentwicklung, Betriebliche Weiterbildung, E-Learning, Blended Learning, Wissenstransfer, Fachkräftemangel, Lebenslanges Lernen, Kompetenzentwicklung, Globalisierung, Humankapital, Lernende Organisation, Didaktik, Praxisbezug, Selbstgesteuertes Lernen, Personalmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Relevanz und den Einsatz von E-Learning im Vergleich zur traditionellen betrieblichen Weiterbildung in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf Personalentwicklung, E-Learning-Konzepten, Blended Learning sowie den strategischen Anforderungen an das betriebliche Weiterbildungsmanagement.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist herauszufinden, ob E-Learning eine sinnvolle Alternative zur klassischen Weiterbildung ist oder ob es lediglich als moderne Ergänzung betrachtet werden sollte.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Grundlagen aus der Personalentwicklung und Bildungsforschung zusammenführt und auf die betriebliche Praxis überträgt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die historischen und aktuellen Entwicklungen der Weiterbildung, die Rolle der Personalentwicklung und die Notwendigkeit flexibler, bedarfsorientierter Lernarrangements.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Besonders prägend sind Personalentwicklung, betriebliche Weiterbildung, E-Learning, Blended Learning und Wissensmanagement.
Warum ist das "reine" E-Learning laut Autor problematisch?
Der Autor führt an, dass bei reinem E-Learning der persönliche Austausch fehlt und die Vermittlung komplexer sozialer Kompetenzen (Soft Skills) sowie der Praxistransfer erschwert werden.
Welche Bedeutung kommt dem Konzept des "Blended Learning" bei?
Blended Learning wird als Lösung für die Defizite des reinen E-Learnings gesehen, da es die Effizienz elektronischer Medien mit den sozialen und praktischen Vorteilen von Präsenzveranstaltungen kombiniert.
Was fordert der Autor von modernem betrieblichem Weiterbildungsmanagement?
Der Autor fordert eine Abkehr von starren, formellen Vorgaben hin zu einer anwenderbezogenen, individuellen und lernfördernden Gestaltung, die den Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt.
- Quote paper
- Dipl. Verwaltungswirt (FH); M.A. (TU) Lars Herrmann (Author), 2013, E-Learning. Bedarf die traditionelle betriebliche Weiterbildung einer Ergänzung oder Alternative?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271177