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Die Kriminalromane von Wolf Haas. Tradition und Innovation

Eine Analyse unter Berücksichtigung der klassischen und hard-boiled- Elemente des Detektivromans

Titel: Die Kriminalromane von Wolf Haas. Tradition und Innovation

Magisterarbeit , 2010 , 112 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Hannah Scharf (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Vergleichende Literaturwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Anliegen dieser wissenschaftlichen Arbeit soll nun sein, das Werk des österreichischen Schriftstellers Wolf Haas hinsichtlich bestimmter Elemente zu
analysieren und auf diese Weise in den Kontext der Kriminal- bzw. spezieller der Detektivromane einzuordnen, nämlich ausgewählte traditionelle und innovative Merkmale
herauszuarbeiten. Als Vergleichsgerüst wird hierbei auf die Komponenten des klassischen sowie des hard-boiled-Detektivromans Bezug genommen.

Ein wichtiges Charakteristikum der Haas’schen Romane ist der außergewöhnliche Erzählstil, der aufgrund seiner auffallend ambivalenten Wirkung auf die Leserschaft thematischer Schwerpunkt beinah jeder existierender Forschungsliteratur ist. Generell ist der Umfang der Sekundärliteratur recht überschaubar. So gibt es zwar einige Artikel, Rezensionen und Interviews, die teilweise und exemplarisch das Werk Haas’ beleuchten, intensiver Forschungsgegenstand ist es demgegenüber – auch aufgrund seines relativ jungen „Alters“ – bisher nur vereinzelt gewesen. In dieser Arbeit soll der fraglos gewichtige Sprachaspekt nur in dem Ausmaß behandelt werden, in dem er für die Analyse wesentlich ist.

Aus Verständlichkeitsgründen werden mit terminologischen Erläuterungen begonnen und die wichtigsten Forschungspunkte gegenübergestellt, um eine der Arbeit zugrunde liegende Definitions- und Begriffsverwendung zu determinieren. Fortgefahren wird mit einer näheren Betrachtung des Autors, seiner Haltung zu dem Genre und wichtigen Aspekten seiner Werke. Bei dem folgenden unerlässlichen Abriss der Gattungsgeschichte werden der klassische und der hard-boiled-Typ bewusst ausführlich behandelt, während weitere Entwicklungen lediglich eine exkursartige Darstellung erhalten. Um eine logische und nachvollziehbare Gegenüberstellung zum Haas’schen Werk zu ermöglichen, wird im nächsten Kapitel eine glossarische Übersicht erstellt, die die wichtigsten Figuren, Elemente und Strukturen der traditionellen Typen ergänzend zusammenfasst. Den Hauptteil bildet die Analyse der Brenner-Romane, die sich strukturell am in fünf Punkte aufgeteilten Aufbau der glossarartigen Aufstellung orientiert, jedoch innerhalb der fünf Teilbereiche jeweils stets noch differenzierter und spezifizierter ausgelegt ist. Schlussendlich folgt das Fazit, das resümeeartig darlegen wird, ob, bei welchen Komponenten und aus welchen Gründen bei den Romanen von Wolf Haas innerhalb des Kriminalgenres einerseits von Tradition, andererseits von Innovation die Rede sein kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Terminologische Erläuterungen

1.1. Verbrechens- und Kriminalliteratur

1.2. Detektivroman und Thriller

1.3. Eigene Begriffsverwendung

2. Wolf Haas und seine Kriminalromane

2.1. Kurzbiografie

2.2. Haas und das „Krimi“-Genre

2.3. Die Brenner-Reihe: Intention, Hintergründe und Themenwahl

3. Gattungsgeschichte: Der klassische Detektivroman und die hard-boiled school

3.1. Die klassische Tradition: Von Edgar Allan Poe (1809–1849)...

3.2. … über Sherlock Holmes (1859–1930)...

3.3. … bis hin zu Agatha Christie (1890–1976)

3.4. Erste „realistische“ Versuche: Dorothy L. Sayers (1893–1957)

3.5. Die hard-boiled school: Dashiell Hammett (1894–1961) und Raymond Chandler (1888–1959)

3.6. Exkurs: Weitere Entwicklung im Überblick

4. Figuren, Elemente und Strukturen: eine glossarische Darstellung

4.1. Das klassische Modell

4.1.1. Detektivfigur

4.1.2. Erzählerfigur

4.1.3. Romanwelt

4.1.4. Struktur

4.1.5. Signifikante Elemente

4.2. Das hard-boiled-Modell

4.2.1. Detektivfigur

4.2.2. Erzählperspektive

4.2.3. Romanwelt

4.2.4. Struktur

4.2.5. Signifikante Elemente

5. Analyse der Brenner-Romane

5.1. Detektivfigur

5.1.1. Person/Charakter

5.1.2. Methode

5.1.3. Brenner, die Moral und das Recht

5.1.4. Brenner und die Frauen

5.2. Erzählerfigur

5.2.1. Erzählperspektive/-situation

5.2.2. Charakter

5.2.3. Funktion

5.2.4. … als Stimme des Autors

5.3. Romanwelt

5.4. Struktur

5.5. Signifikante Elemente

6. Fazit: Tradition und Innovation

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit analysiert das literarische Oeuvre des österreichischen Schriftstellers Wolf Haas, insbesondere die Brenner-Kriminalromane, hinsichtlich ihrer Einordnung in die Tradition des klassischen Detektivromans sowie der hard-boiled school. Das Ziel ist es, sowohl traditionelle als auch innovative Merkmale dieser Werke herauszuarbeiten und zu untersuchen, wie Haas mit den Gattungskonventionen spielt.

  • Analyse der Brenner-Romane von Wolf Haas
  • Gattungsgeschichtliche Einordnung des klassischen Detektivromans
  • Untersuchung der hard-boiled school
  • Vergleich von Figuren, Elementen und Strukturen
  • Untersuchung der Rolle des Erzählers und der Sprache

Auszug aus dem Buch

1.2. Detektivroman, Kriminalroman und Thriller

Die Forschung ist sich bei vielen Werken, die ein Verbrechen und seine Aufklärung als Gegenstand haben, uneinig, ob es sich um einen Detektiv- oder einen Kriminalroman handelt, die zwei Begriffe im Prinzip das Gleiche bedeuten, man streng zwischen ihnen unterscheiden muss und welche „Schublade“ der Thriller hierbei eigentlich gehört.

Alewyn trennt scharf zwischen Kriminal- und Detektivroman. Seiner Interpretation zufolge erzählt Erstere die „Geschichte eines Verbrechens“, während Letzterer die „Geschichte der Aufklärung eines Verbrechen“ behandelt. Dies hat Auswirkungen auf die Struktur und die Erzählweise der Romane:

Im Kriminalroman wird dem Leser früher bekannt als die Tat und der Hergang der Tat früher als ihr Ausgang. Im Detektivroman dagegen ist die Reihenfolge umgekehrt. Wenn dem Leser der Täter bekannt wird, ist unweigerlich der Roman zu Ende, und auch den Ausgang der Tat erfährt er früher als ihren Hergang, und diesen Hergang nicht als Augenzeuge, sondern durch nachträgliche Rekonstruktion.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Einführung in die Relevanz des Kriminalromans in der Unterhaltungsliteratur und Vorstellung des Analysefokus auf Wolf Haas.

1. Terminologische Erläuterungen: Klärung der Abgrenzung zwischen Kriminalliteratur, Detektivroman und Thriller zur Definition der eigenen Arbeitsgrundlage.

2. Wolf Haas und seine Kriminalromane: Kurzbiografie des Autors und Einordnung seines Werkes in den Kontext des Krimi-Genres.

3. Gattungsgeschichte: Der klassische Detektivroman und die hard-boiled school: Abriss der literarischen Entwicklung vom klassischen Whodunit bis hin zur US-amerikanischen hard-boiled Tradition.

4. Figuren, Elemente und Strukturen: eine glossarische Darstellung: Systematische Gegenüberstellung des klassischen Modells und des hard-boiled-Modells anhand der zentralen Gattungsmerkmale.

5. Analyse der Brenner-Romane: Anwendung der erarbeiteten theoretischen Grundlagen auf die Brenner-Romane von Wolf Haas.

6. Fazit: Tradition und Innovation: Synthese der Analyseergebnisse, die aufzeigt, wie Haas Traditionen nutzt und durch Innovationen bricht.

Schlüsselwörter

Wolf Haas, Brenner-Romane, Kriminalroman, Detektivroman, hard-boiled school, Gattungsgeschichte, Erzähltheorie, Kriminalliteratur, Literaturanalyse, österreichische Literatur, Genre-Innovation, Erzählerfigur, Struktur, Detektivfigur, Unterhaltungsliteratur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Kriminalromane des österreichischen Autors Wolf Haas und ordnet diese gattungstheoretisch in die Tradition des klassischen Detektivromans und der hard-boiled school ein.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Gattungsgeschichte, die Untersuchung von Figurentypen (Detektiv und Erzähler), sowie die Analyse der Erzählweise und Struktur in den Brenner-Romanen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die spezifischen Elemente der Brenner-Romane zu identifizieren und zu zeigen, wie Haas sowohl traditionelle Gattungsmerkmale nutzt als auch innovative, persönliche Nuancen einbringt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse unter Berücksichtigung etablierter Forschungsliteratur zur Gattung des Kriminalromans, wobei eine komparative Methode zwischen Theorie und Praxis angewandt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Gattungsklärung, eine glossarische Gegenüberstellung des klassischen Modells und des hard-boiled-Modells sowie eine tiefgehende Analyse der Brenner-Werke.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Wolf Haas, Brenner-Romane, Detektivroman, hard-boiled school, Genre-Innovation und Gattungsgeschichte.

Wie definiert die Arbeit den Unterschied zwischen Detektivroman und Kriminalroman?

Die Arbeit referenziert hierbei verschiedene Ansätze, insbesondere die Unterscheidung von Alewyn, der den Kriminalroman als Geschichte des Verbrechens und den Detektivroman als Geschichte der Aufklärung definiert.

Welche Rolle spielt die Sprache in Haas' Romanen laut dieser Arbeit?

Die Sprache wird als eines der signifikantesten Merkmale hervorgehoben; Haas nutzt eine distanzierte, ironische und oft umgangssprachlich geprägte Erzählweise, die zur Wirkung seiner Romane beiträgt.

Warum wird Simon Brenner als innovativer Detektiv bezeichnet?

Brenner wird als eine Art „Antidetektiv“ beschrieben, der nicht durch brillantes deduktives Denken glänzt, sondern durch Zufall, Hartnäckigkeit und eine fehleranfällige, menschliche Art, die ihn von klassischen Vorbildern abhebt.

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Details

Titel
Die Kriminalromane von Wolf Haas. Tradition und Innovation
Untertitel
Eine Analyse unter Berücksichtigung der klassischen und hard-boiled- Elemente des Detektivromans
Hochschule
Universität Stuttgart  (Institut für Literaturwissenschaft)
Note
1,7
Autor
Hannah Scharf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
112
Katalognummer
V271190
ISBN (eBook)
9783656621751
ISBN (Buch)
9783656621829
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wolf Haas Kriminalromane Detektivroman Krimi Literatur Kriminalroman Detektivromane Brenner hard-boiled Agatha Christie Gattungsgeschichte Dashiell Hammett Raymond Chandler Dorothy L. Sayers Sherlock Holmes Kriminalliteratur Verbrechensliteratur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hannah Scharf (Autor:in), 2010, Die Kriminalromane von Wolf Haas. Tradition und Innovation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271190
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