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Matchday! Eine inhaltsanalytische Untersuchung zur Twitter-Nutzung von Bundesligaspielern

Title: Matchday! Eine inhaltsanalytische Untersuchung zur Twitter-Nutzung von Bundesligaspielern

Bachelor Thesis , 2014 , 98 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Julian Beck (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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Der Mikroblogging-Dienst Twitter ist eine der meistgenutzten Kommunikationsplattformen im Profisport und wird auch im deutschsprachigen Raum immer beliebter. Sportler haben hier die Möglichkeit, unmittelbar und ohne zwischengeschaltete Medien an die Öffentlichkeit zu gehen, Sportfans erhalten Informationen aus erster Hand und können mit ihren Idolen direkt in Kontakt treten. Der Einfluss, den Twitter auf die Sportkommunikation hat, macht es erforderlich, die Funktionsweise des Dienstes zu verstehen und dessen Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Sportinstitutionen, Sportlern und Fans zu untersuchen. In Deutschland eignet sich die Fußball-Bundesliga aufgrund der herausragenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung ideal für diese Untersuchung.

Im Rahmen einer quantitativen Inhaltsanalyse wurde eine Bestandsaufnahme der Twitter-Nutzung von Bundesligaspielern durchgeführt. Zwischen den Spielern wurden erhebliche Nutzungsunterschiede festgestellt. Inhaltlich werden vor allem sportbezogene Informationen veröffentlicht, das Privatleben oder Themen abseits des Fußballs stehen nicht im Vordergrund. Zur Promotion von Sponsoren wird Twitter nur von einigen wenigen Spielern genutzt. Der Großteil der Bundesligaspieler vernetzt sich mit Nutzern und nutzt Twitter-spezifische Funktionen und Merkmale zumindest gelegentlich. Fans und Follower wünschen sich von Sportlern bei Twitter ein glaubwürdiges und authentisches Auftreten, relevante Insiderinformationen und die Möglichkeit zur Kommunikation. Diesen Nutzerbedürfnissen kommen Bundesligaspieler größtenteils nach. Eine Interaktion mit den Fans findet jedoch nicht bei allen Spielern statt, der Anteil der sozialen Tweets ist relativ gering. Übergreifend kann festgehalten, dass sich Bundesligaspieler von US-Sportlern, die bei Twitter deutlich kommunikativer sind, in ihrer Kommunikationsstrategie klar unterscheiden. Vor dem Hintergrund der Bedeutungszunahme von Twitter ist jedoch auch hierzulande in Zukunft eine quantitative und qualitative Veränderung in der Twitter-Nutzung von Bundesligaspielern zu erwarten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer und empirischer Hintergrund

2.1 Twitter

2.1.1 Grundlagen und Entwicklung

2.1.2 Funktionsweise

2.2 Twitter im Profisport

2.3 Sportler bei Twitter

2.3.1 Sportler als Marke

2.3.2 Selbstdarstellung bei Twitter

2.4 Inhalte und Sportler-Fan-Beziehung

2.4.1 Inhalte bei Twitter

2.4.2 Fanidentifikation und parasoziale Interaktion

2.5 Nutzungsmotive von Followern

3. Methodisches Vorgehen

3.1 Methodenauswahl

3.2 Untersuchungszeitraum

3.3 Untersuchungsmaterial

3.4 Erstellung des Erhebungsinstruments

3.4.1 Aufbau des Codebuchs

3.4.2 Entwicklung des Kategoriensystems

3.5 Durchführung und Reliabilitätstest

4. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse

4.1 Vorgehen bei der Auswertung

4.2 Forschungsfrage 1: Nutzerstruktur und Nutzungsintensität

4.2.1 Nutzerstruktur

4.2.2 Anzahl der Follower

4.2.3 Nutzungsintensität

4.2.4 Zwischenfazit

4.3 Forschungsfrage 2: Inhaltliche Nutzung

4.3.1 Formale Kategorien

4.3.2 Inhaltliche Kategorien

4.3.3 Kommunikation mit anderen Nutzern

4.3.4 Zwischenfazit

4.4 Forschungsfrage 3: Resonanz

4.4.1 Relativierung der Retweets und Favorisierungen

4.4.2 Retweets und Favorisierungen auf Spielerebene

4.4.3 Retweets und Favorisierungen auf Tweet-Ebene

4.4.4 Zwischenfazit

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Twitter-Nutzung von Spielern der 1. Fußball-Bundesliga systematisch zu charakterisieren. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie diese Spieler den Mikroblogging-Dienst nutzen, welche Inhalte sie teilen und welche Resonanz diese bei ihren Followern erfahren, um den Status quo der digitalen Sportkommunikation in Deutschland wissenschaftlich zu erfassen.

  • Struktur der Twitter-Nutzung von Bundesliga-Profis
  • Inhaltliche Schwerpunkte der veröffentlichten Tweets
  • Interaktion zwischen Spielern und Fans auf Twitter
  • Resonanzanalyse von Tweets (Retweets und Favorisierungen)
  • Vergleich zur Twitter-Nutzung US-amerikanischer Profisportler

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Selbstdarstellung bei Twitter

Die Theorie der Selbstdarstellung wurde 1959 von Erving Goffman in seiner einflussreichen Arbeit Presentation of Self in Everyday Life eingeführt. Goffmans zentrale These besagt, dass das menschliche Verhalten ein Schauspiel ist. Jeder Einzelne schafft bestimmte Rollen, in die er in der Öffentlichkeit schlüpft (Lebel, 2013, S. 5). Hierbei spielen die Personen, mit denen man kommuniziert, eine große Rolle: Die geschaffene Identität ist möglichst konsistent mit den Erwartungen des Publikums (Sanderson, 2008a, S. 914). Diese Selbstdarstellung beruht auf dem Prinzip des Impression Managements. Charakteristiken, die den gewünschten Eindruck vermitteln, werden überbetont, andere verborgen. Goffman verglich den Prozess des Vermittelns verschiedener Versionen des Selbst mit dem Auftreten eines Schauspielers vor und hinter der Bühne.

Während der Darsteller vor Publikum eine sorgfältig vorbereitete und einstudierte Performance abliefert, ist er außerhalb des Rampenlichts entspannt und verhält sich in einer Art und Weise, die näher an der wahren Persönlichkeit liegt (Lebel, 2013, S. 5). Diese Unterscheidung zwischen front stage performance (formelle Selbstdarstellung) und backstage performance (informelle, gemäßigte Selbstdarstellung) bildet den theoretischen Rahmen Goffmans Theorie (ebd.). Diese war ursprünglich für Face-to-Face-Kommunikation bestimmt, lässt sich aber auch auf die sozialen Medien anwenden. Dort stellen die veröffentlichten Profile, Bilder und Nachrichten die Bühne zur Selbstdarstellung dar (Marshall, 2010, S. 40). Speziell bei Twitter funktioniert Selbstdarstellung hauptsächlich über Tweets und Konversationen mit anderen, da Profilseiten dort eine untergeordnete Rolle spielen (Marwick & Boyd, 2010, S. 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung von Twitter im Profisport ein und begründet die Relevanz einer wissenschaftlichen Untersuchung am Beispiel der deutschen Fußball-Bundesliga.

2. Theoretischer und empirischer Hintergrund: Dieses Kapitel bettet die Forschungsfragen in den wissenschaftlichen Kontext ein, erläutert die Grundlagen von Twitter, die Rolle von Sportlern als Marken und die Konzepte der Selbstdarstellung sowie der Fan-Interaktion.

3. Methodisches Vorgehen: Hier wird das Design der quantitativen Inhaltsanalyse, die Auswahl der Stichprobe (55 Twitter-Profile) sowie die Entwicklung des Erhebungsinstruments und der Reliabilitätstest beschrieben.

4. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Befunde zu Nutzerstruktur, inhaltlicher Nutzung und Resonanz, analysiert Zusammenhänge und diskutiert die Erkenntnisse im Hinblick auf die Forschungsfragen.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, diskutiert Limitationen der Studie und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der digitalen Sportkommunikation.

Schlüsselwörter

Twitter, Profisport, Fußball-Bundesliga, Inhaltsanalyse, Selbstdarstellung, Impression Management, Fan-Interaktion, Sportlervermarktung, parasoziale Interaktion, Uses-and-Gratifications-Ansatz, soziale Medien, digitale Kommunikation, Follower, Resonanz, Sportkommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Twitter-Nutzung von Spielern der 1. Fußball-Bundesliga, um zu verstehen, wie diese soziale Medien für ihre Kommunikation und Vermarktung einsetzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Nutzerstruktur, die inhaltliche Gestaltung der Tweets, die Art der Interaktion mit Followern sowie die Resonanz, die diese Inhalte bei Nutzern auslösen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Beantwortung der forschungsleitenden Frage: „Wie wird Twitter von Spielern der deutschen Fußball-Bundesliga genutzt?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine quantitative Inhaltsanalyse, um systematisch eine große Anzahl an Tweets zu kategorisieren und auszuwerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst sowohl den theoretischen Rahmen als auch die methodische Beschreibung und die detaillierte Darstellung sowie Interpretation der gewonnenen Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Twitter, Bundesliga, Sportlervermarktung, Selbstdarstellung, Fan-Interaktion und Inhaltsanalyse.

Welche Bedeutung hat das Privatleben der Spieler auf ihrem Twitter-Profil?

Die Analyse zeigt, dass das Privatleben von Bundesligaspielern auf Twitter nur eine untergeordnete Rolle spielt; im Fokus steht die sportbezogene Selbstdarstellung.

Wie unterscheidet sich die Nutzung von Twitter bei deutschen im Vergleich zu ausländischen Spielern?

Ausländische Spieler nutzen Twitter tendenziell intensiver und greifen häufiger auf englischsprachige Tweets sowie Marketing-Inhalte zurück als deutsche Spieler.

Welche Rolle spielen Retweets und Favorisierungen für die Resonanzmessung?

Retweets und Favorisierungen dienen als Indikatoren für die Relevanz der Inhalte, wobei die Arbeit die absoluten Werte an der jeweiligen Follower-Zahl der Spieler relativiert.

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Details

Title
Matchday! Eine inhaltsanalytische Untersuchung zur Twitter-Nutzung von Bundesligaspielern
College
Academy of Music and Arts Hanover  (Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung)
Grade
1,3
Author
Julian Beck (Author)
Publication Year
2014
Pages
98
Catalog Number
V271221
ISBN (eBook)
9783656622819
ISBN (Book)
9783656622802
Language
German
Tags
matchday eine untersuchung twitter-nutzung bundesligaspielern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julian Beck (Author), 2014, Matchday! Eine inhaltsanalytische Untersuchung zur Twitter-Nutzung von Bundesligaspielern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271221
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