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Wie viel pädagogisches Potenzial steckt im Schulhund?

Ein kritischer Blick auf theoretische, empirische und praktische Hintergründe

Title: Wie viel pädagogisches Potenzial steckt im Schulhund?

Bachelor Thesis , 2013 , 41 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marlen Rossol (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Im Rahmen meiner Bachelorarbeit soll ein Blick hinter diese Aussagen geworfen werden. Es soll um das pädagogische Potenzial und damit um die Auseinandersetzung mit theoretischen, empirischen und praktischen Hintergründen in der Arbeit mit Schulhunden gehen.
Dabei soll vorerst die Verortung des Schulhundes innerhalb der Tiergestützten Arbeit thematisiert werden. So lässt sich der Schulhund von anderen Themenfeldern abgrenzen und es kommt eine gewisse Stabilität in die Begrifflichkeit. Ebenso spielt die Frage eine Rolle, was eigentlich den Einsatz eines Schulhundes aus theoretischer Sicht rechtfertigen könnte. Zu diesem Zweck soll ein kompakter Überblick über einige der in der Literatur behandelten Theorien zur Mensch-Tier-Beziehung gegeben werden.
Außerdem soll geklärt werden, ob der Einsatz eines Hundes im Klassenraum durch empirische Studien zur Wirkung von Hunden auf Menschen legitimiert werden kann. Dabei soll es spezifisch um die Auswirkungen auf den menschlichen Körper sowie auf sozial-emotionale Veränderungen im Beisein eines Hundes gehen.
Entscheidend für die Schulhund-Thematik ist überdies die Frage nach den gesetzlichen Grundlagen. Inwiefern greifen diese das Thema Schulhund auf? Welchen Einfluss hat die Gesetzgebung auf die Praxis des Schulhundes und inwieweit gibt es diesbezüglich Stimmen aus der Politik, auch aus anderen Ländern?
Ebenfalls behandelt werden sollen diverse Ausbildungsmöglichkeiten, die Pädagogen und Pädagoginnen mit ihrem Hund im Bereich des Schulhundes haben. Dabei soll vorgestellt werden, wer für die Angebote zuständig ist, was gelehrt wird und inwiefern eine solche Ausbildung nötig oder gar bindend im Einsatz von Hunden in der Schule ist oder sein sollte. Diesbezüglich wird auch ein Blick auf eine Umfrage von Lydia Agsten geworfen, die Lehrer, die mit Schulhunden arbeiten, nach deren Aus- und Weiterbildungen befragte.
Was ist, kann und soll ein sogenannter Schulhund? Ist dieser Hund in der Schule eher als eine Trendbewegung zu verstehen, die ohne jegliche Grundlage aus dem Boden geschossen ist und genau so schnell verschwindet, wie sie aufgetaucht ist? Oder hat der Schulhund tatsächlich pädagogisches Potenzial, das es wert ist gefördert und ausgeschöpft zu werden?
Diese Fragen sollen innerhalb dieser Bachelorarbeit anhand von theoretischem, praktischem und empirischem Material behandelt werden, um abschließend eine fundierte Aussage darüber treffen zu können, inwiefern tatsächlich pädagogisches Potenzial im Schulhund steckt

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Inhaltsverzeichnis

1. Theoretische Grundlagen

1.1 Verortung des Schulhundes in der Tiergestützten Intervention

1.2 Theorien zur Mensch-Tier-Beziehung

1.2.1 Biophilie-Hypothese

1.2.2 Bindungstheorie

2. Hund und Wissenschaft

2.1 Auswirkungen auf der biologisch-physischen Ebene

2.2 Auswirkungen auf der sozial-emotionalen Ebene

3. Ein Blick in die Praxis

3.1 Gesetzesgrundlage für den Einsatz von Hunden in der Schule

3.2 Eine Ausbildung für Mensch und Hund!?

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht das pädagogische Potenzial von Schulhunden, um den Trend ihres Einsatzes im Unterricht wissenschaftlich zu hinterfragen und zu legitimieren. Dabei wird der Fokus auf eine kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Ansätzen, empirischen Studien zur Wirkung auf Kinder sowie den aktuellen gesetzlichen und praktischen Rahmenbedingungen in Deutschland gelegt.

  • Verortung des Schulhundes in der Tiergestützten Intervention
  • Theoretische Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung (Biophilie-Hypothese, Bindungstheorie)
  • Empirische Untersuchungen zur Wirkung von Hunden auf biologisch-physischer und sozial-emotionaler Ebene
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Genehmigungsverfahren für Schulhunde
  • Anforderungen an die Ausbildung von Mensch-Hund-Teams

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Biophilie-Hypothese

Die Biophilie-Hypothese wurde 1984 von Edward O. Wilson aufgestellt und innerhalb der folgenden Jahre in Zusammenarbeit mit Stephen R. Kellert weiterentwickelt. Olbrich fasst die Hypothese kompakt zusammen:

„Biophilie ist ein biologisch begründeter Prozess, der sich in der Stammesgeschichte entwickelt hat. Der Begriff beschreibt die Menschen inhärente Affinität zur Vielfalt von Lebewesen in ihrer Umgebung ebenso wie zu ökologischen Settings, welche die Entwicklung von Leben ermöglichen.“

Biophilie soll somit die Erklärung für die Frage „Warum sucht der Mensch die Nähe von Tier und Natur?“ liefern. Dabei soll sie nicht lediglich einen Instinkt, sondern ein „komplexes Regelsystem“ beschreiben, das individuell ausgeprägt ist. So kann beispielsweise die Neugier oder die Empathie zu Tieren beziehungsweise dem Ökosystem individuell stark oder gering ausgebildet sein und folgt nicht einer generellen Ausprägungsstärke.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel verortet den Schulhund in der Tiergestützten Intervention und erläutert zentrale Theorien wie die Biophilie-Hypothese und die Bindungstheorie als Rechtfertigung für die Mensch-Tier-Beziehung.

2. Hund und Wissenschaft: Hier werden wissenschaftliche Studien analysiert, welche die biologisch-physischen und sozial-emotionalen Auswirkungen von Schulhunden auf Schüler untersuchen und objektivieren.

3. Ein Blick in die Praxis: Dieser Teil befasst sich mit der rechtlichen Grauzone des Schulhundeinsatzes in Deutschland sowie der fehlenden Einheitlichkeit bei Ausbildungsmöglichkeiten für Mensch-Hund-Teams.

4. Fazit: Das Fazit bestätigt das pädagogische Potenzial des Schulhundes, fordert jedoch dringend eine stärkere Professionalisierung sowie rechtliche Klärungen, um das Arbeitsgebiet zu festigen.

Schlüsselwörter

Schulhund, Tiergestützte Pädagogik, Mensch-Tier-Beziehung, Biophilie-Hypothese, Bindungstheorie, Stressreduktion, Cortisol, soziale Kompetenzen, Schulrecht, Eigenverantwortung, Teamausbildung, Professionalisierung, Schulklima, Inklusion, Evidenzbasierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch das pädagogische Potenzial von Schulhunden, indem sie theoretische Hintergründe, empirische Wirkungsstudien und die praktische sowie rechtliche Situation in Deutschland beleuchtet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der wissenschaftlichen Fundierung der Mensch-Tier-Beziehung, der Analyse von Studien zur Stressminderung und Verhaltensänderung durch Hunde sowie der Untersuchung von Ausbildungsstandards und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Aussage „Den Kindern tut der Hund gut!“ wissenschaftlich zu hinterfragen und zu prüfen, ob der Einsatz von Hunden im Schulalltag tatsächlich ein pädagogisch wertvolles Potenzial besitzt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse. Dabei werden theoretische Ansätze (wie die Bindungstheorie) sowie empirische Studien (z.B. Cortisol-Messungen bei Kindern oder Hauptkomponenten-Analysen) zusammengeführt und diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung, die Darstellung empirischer Wirkungsnachweise (biologisch und sozial-emotional) sowie eine praxisorientierte Analyse gesetzlicher Grundlagen und Ausbildungsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Schulhund, Tiergestützte Pädagogik, Bindungstheorie, Stressreduktion, Professionalisierung und die rechtliche Eigenverantwortung von Schulen.

Wie bewertet die Autorin die derzeitige rechtliche Situation von Schulhunden?

Die Autorin stuft die aktuelle Situation als „Grauzone“ ein, da es keine expliziten Gesetze gibt, die den Einsatz von Schulhunden in Deutschland bundesweit regeln, was zu Unsicherheiten bei Genehmigungen und Versicherungsfragen führt.

Welche Kritik äußert die Autorin an den aktuellen Ausbildungsangeboten?

Sie kritisiert die fehlende Einheitlichkeit und Professionalisierung. Viele Lehrkräfte setzen Hunde ohne spezifische Ausbildung ein, was den Ruf des Berufsfeldes gefährden kann, weshalb eine klare Abgrenzung gegenüber Laien gefordert wird.

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Details

Title
Wie viel pädagogisches Potenzial steckt im Schulhund?
Subtitle
Ein kritischer Blick auf theoretische, empirische und praktische Hintergründe
College
University of Osnabrück  (Erziehungswissenschaften)
Grade
1,0
Author
Marlen Rossol (Author)
Publication Year
2013
Pages
41
Catalog Number
V271327
ISBN (eBook)
9783656624226
ISBN (Book)
9783656624240
Language
German
Tags
potenzial schulhund blick hintergründe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marlen Rossol (Author), 2013, Wie viel pädagogisches Potenzial steckt im Schulhund?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271327
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