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Konstantin. Christ aus Überzeugung?

Title: Konstantin. Christ aus Überzeugung?

Seminar Paper , 2011 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jennifer Scheidig (Author)

World History - Early and Ancient History
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In der folgenden Arbeit geht es um die Frage nach dem Glauben eines Mannes, eines Kaisers im vierten Jahrhundert: Konstantin der Große. War dieser Mensch Christ aus vollem Herzen und voller Überzeugung? Oder benutze er seinen scheinbar aufrichtigen Glauben aus ganz anderen Gründen? Wollte er die Menschen dadurch für sich gewinnen und seine politische Karriere fördern? Dieses Thema soll in den nächsten
Kapiteln näher betrachtet und dadurch Antworten auf die aufgeworfenen Fragen gefunden werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Leben und Herkunft Konstantins

2.1 Familie und Jugend

2.2 Der Aufstieg zur Macht

3. Die Stellung Konstantins zum Christentum

3.1 Konstantin als kalkulierender Machtstratege

3.1.1 Konstantins religiöse Einstellung zur Gewinnung der Christen im Osten

3.1.2 Katechumene – ein Leben lang

3.1.3 Gewaltsames Vorgehen gegen Feinde

3.2 Tendenzen für einen christlichen Glauben

3.2.1 Die Schlacht an der Milvischen Brücke im Zeichen des Kreuzes

3.2.2 Konstantins Abkehr von den alten Göttern

3.2.3 Die Gesetzgebung Konstantins im Sinne der Christianisierung

3.2.3.1 Milderung von Strafgesetzen

3.2.3.2 Familiengesetze

3.2.3.3 Sklavengesetze

3.2.4 Der Übertritt zum Christentum am Sterbebett

3.3.3 Synthese der verschiedenen Aspekte zu Konstantins Stellung zum Christentum

4. Nachwort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob Konstantin der Große ein Christ aus aufrichtiger Überzeugung war oder ob er den christlichen Glauben primär aus machtpolitischen Kalkülen nutzte. Hierzu werden historische Ereignisse, seine Gesetzgebung sowie sein persönlicher Umgang mit dem Glauben analysiert.

  • Biografische Hintergründe und der Aufstieg Konstantins zur Macht.
  • Die ambivalenten Motive hinter der Hinwendung zum Christentum.
  • Analyse der konstantinischen Gesetzgebung zur Förderung christlicher Moralvorstellungen.
  • Kritische Auseinandersetzung mit gewaltsamen Handlungen des Kaisers im Kontext seines Glaubens.
  • Synthese der Forschungsergebnisse zur Bewertung der persönlichen Glaubwürdigkeit Konstantins.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Katechumene – ein Leben lang

Konstantin galt sein ganzes Leben lang, bis kurz vor seinem Tod, als Katechumene. Der Begriff „Katechumene“ stammt aus dem Griechischen und steht für einen Taufbewerber, der sich im Vorbereitungsunterricht befindet, somit nicht an der Eucharistiefeier (katholische Feier der Messe) teilnehmen darf.

Dass Konstantin sich zur Taufe entschieden hatte, würde auf den ersten Blick für seine religiöse Überzeugung sprechen, doch die Tatsache, dass er nicht etwa für ein paar Monate oder Jahre Katechumene gewesen war, wie eigentlich üblich, sondern beinahe sein ganzes Leben lang, lässt große Zweifel offen.

Diese lange Verzögerung der vollkommenen Hingabe zum christlichen Glauben könnte auf die große Verantwortung zurückzuführen sein, die er als „vollkommener“ Christ gehabt hätte. Paul Veyne schreibt hierzu:

„Die militärischen und politischen Funktionen eines Kaisers, der ständig zum Gebrauch des Schwertes gezwungen ist, waren kaum vereinbar mit der christlichen Nächstenliebe, die in dieser Epoche oft als Lehre der Gewaltlosigkeit verstanden wurde [...]“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitung in die Thematik der christlichen Identität und Begründung, warum die Person Konstantin der Große als Untersuchungsobjekt für persönlichen Glauben gewählt wurde.

2. Leben und Herkunft Konstantins: Darstellung des Lebensweges und des familiären Hintergrunds Konstantins sowie seines politisch motivierten Aufstiegs im System der Tetrachie.

3. Die Stellung Konstantins zum Christentum: Detaillierte Untersuchung, ob Konstantins Hinwendung zum Christentum machtpolitisch kalkuliert war oder einem aufrichtigen Glauben entsprang.

4. Nachwort: Reflexion über die historische Bedeutung der konstantinischen Wende und die fortdauernde Wirkung christlicher Werte in der heutigen Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Konstantin der Große, Christentum, Glaube, Antike, römische Kaiser, Machtstratege, Christianisierung, Katechumene, Milvische Brücke, Codex Theodosianus, Konstantinische Wende, Paganismus, Religion, Geschichte, Taufe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem römischen Kaiser Konstantin dem Großen und der zentralen Frage, ob sein Übertritt zum Christentum Ausdruck einer echten religiösen Überzeugung war oder ein politisch kalkulierter Schachzug.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind Konstantins Biografie, seine politische Machtausübung, die Rolle des Christentums in seiner Gesetzgebung und die Interpretation historischer Quellen zu seinem Glauben.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, durch die Analyse historischer Ereignisse und zeitgenössischer Quellen eine fundierte Einschätzung zu der Glaubwürdigkeit Konstantins als Christ zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die verschiedene historische Perspektiven und moderne Forschungsergebnisse gegenüberstellt, um die Ambivalenz von Konstantins Handeln aufzuzeigen.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die Spannungsfelder zwischen Konstantins politischem Handeln (z.B. Gewalt, Morde in der Familie) und seinen christlich motivierten Reformen, wie der Gesetzgebung zur Milderung von Strafen.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Konstantinische Wende, Katechumene, Machtpolitik, Christianisierung und historischer Glaube.

Warum wird der Status als „Katechumene“ als Gegenargument angeführt?

Da Konstantin fast sein gesamtes Leben Taufbewerber blieb, wird von Kritikern angezweifelt, ob er sich voll und ganz zur christlichen Lehre bekannte, oder ob er die Taufe erst aus Angst vor dem Tod hinauszögerte.

Wie bewertet die Autorin Konstantins späte Taufe?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die späte Taufe, besonders im Lichte der überlieferten Äußerungen Konstantins kurz vor seinem Tod, als Zeichen aufrichtiger Hingabe und nicht als rein politischer Akt gedeutet werden kann.

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Details

Title
Konstantin. Christ aus Überzeugung?
Grade
1,7
Author
Jennifer Scheidig (Author)
Publication Year
2011
Pages
19
Catalog Number
V271356
ISBN (eBook)
9783656636342
ISBN (Book)
9783656636298
Language
German
Tags
Konstantin der Große Christentum Politisches Kalkül Christianisierung erster Christ Religion Glaube Konstantin Gesetzgebung Schlacht an der milvischen Brücke
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jennifer Scheidig (Author), 2011, Konstantin. Christ aus Überzeugung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271356
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