Diese Hausarbeit ist eine reflektierende Dokumentation zum geleisteten Praktikum im Modul 3B im Studiengang B.A. Bildungswissenschaften. Ziel dieser reflektierenden Dokumentation ist es, die Erfahrungen innerhalb des Praktikums mit seinen theoretischen und praktischen Elementen der Bildungswissenschaft zu vereinen und die eigene Einschätzung bezüglich der geleisteten Tätigkeiten zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen. Das Praktikum wurde im Altersheim Dorf am Hagebölling in Hagen geleistet. Durch den demografischen Wandel, der sich durch eine alternde Gesellschaft abzeichnet, verstärkt sich die Wichtigkeit der Aus - und Weiterbildung immer mehr auf den Dienstleistungssektor. Auf Grund dieser Problematik entstand die Projektidee eines E-Learning Programms, als Weiterbildungsmaßnahme.
Die Aufgabe innerhalb des Praktikums beinhaltete die Planung, Konzipierung, Durchführung und Evaluation eines E-Learning Programms zum Thema ,,Empfehlungen zum Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Menschen mit Demenz“. Im Verlauf dieser Dokumentation wird der gesamte Ablauf des zu realisierenden Projektes von der Planung bis zur Evaluation in einer vollständigen Handlung beschrieben und in einen theoretischen Rahmen gebettet. Das abschließende Fazit reflektiert nochmal die Entstehung einer bildungswissenschaftlichen Profession hinsichtlich des geleisteten Praktikums
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Praktikumsstelle
3. Bildungstheoretische Rahmung
3.1 Planungsmodell R2D2
3.2 Medienwahl eXelearning
3.3 Cognitive Apprenticeship
3.4 Implementation
3.5 Evaluation
4. Projektmanagement
4.1 Initiierung
4.2 Planung
4.3 Steuerung
4.4 Abschluss
5. Qualitätssicherung
6. Evaluation
7. Fazit und Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit dokumentiert reflektierend die Konzeption, Planung, Durchführung und Evaluation eines E-Learning-Programms für ein Altenheim. Ziel ist es, den Theorie-Praxis-Transfer im Studium der Bildungswissenschaft zu veranschaulichen, indem theoretische Modelle der Mediendidaktik auf die Erstellung einer Fortbildungsmaßnahme zum Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Demenz angewendet und kritisch hinterfragt werden.
- Anwendung des konstruktivistischen Planungsmodells R2D2 auf ein konkretes Praxisprojekt
- Einsatz von Cognitive Apprenticeship zur didaktischen Strukturierung multimedialer Lerninhalte
- Methoden der Projektplanung und Qualitätssicherung bei der Erstellung von E-Learning-Angeboten
- Evaluation von E-Learning-Programmen in einer betrieblichen Lernumgebung
Auszug aus dem Buch
3.1 Planungsmodell R2D2
Als Planungsmodell wurde das konstruktivistische Planungsmodell R2D2 von Jerry Willis gewählt. „Die Bezeichnung R2D2 steht für rekursiv und reflektiert, Design und Development“. Es zeichnet sich durch eine Annäherung des Ziels aus. Es ist im Gegensatz zu den traditionellen Planungsmodellen ein iterativer statt linearer Prozess. Die Planungsstufen der Entwicklung und Planung werden mehrmals durchlaufen. Lernziele verändern sich stetig im Laufe des Prozesses. Es gibt drei Fokussierte Punkte die bei der Planung essentiell sind:
1. Fokus auf Analyse (Bedarfsanalyse, Analyse von Tätigkeiten und Lerninhalten, Analyse von Lernenden und Lernumwelt )
2. Fokus auf Design und Entwicklung ( Medienwahl, Aufbau der Entwicklungsumgebung, Produktgestaltung und -umsetzung, Prototyp – Entwicklung, formative Evaluation )
3. Fokus auf Einführung und Durchführung ( Erstellung des Endprodukts, Einführung, Schulung, Wartung, Verbesserung )
(Kerres, M., 2012, S.211).
Dieses Planungsmodell wurde gewählt, da der Konstruktivistische Ansatz den Fokus auf die Eigenaktivität des Lernenden mit dem Lerngegenstand setzt (Jost, MB, Mumma, P. & Willis, J. (1999). R2D2: Eine konstruktivistische / Interpretivist Instructional Design Modell. In J. Price et al. (Hrsg.), Proceedings der Society for Information Technology & Teacher Education International Conference 1999 (S. 1489-1494). Chesapeake, VA: AACE. Abgerufen 23. Januar 2014 von http://www.editlib.org/p/8201). Durch den Prozess der Bedarfsanalyse wurde ersichtlich, dass die Zielgruppe neue Mitarbeiter wie Praktikanten oder Jahrespraktikanten des Freiwilligen sozialen Jahres sind. Durch Beobachtungen im Arbeitsalltag wurde das Problem ersichtlich, dass dieser Mitarbeiterkreis häufig Unsicherheiten im Umgang mit Menschen mit Demenz aufweisen. Insbesondere bei Auftreten von herausforderndem Verhalten der Bewohner. Somit wurde als Lernziel mehr Handlungskompetenz im Umgang mit Menschen mit Demenz und ein Basiswissen über Demenz und die dazugehörigen Methoden festgelegt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Zielsetzung ein, Theorie und Praxis eines mediendidaktischen Projekts in einem Altenheim zu verbinden.
2. Praktikumsstelle: Es wird die Institution und der Bedarf für ein E-Learning-Programm im Kontext der Mitarbeiterfortbildung beschrieben.
3. Bildungstheoretische Rahmung: Das Kapitel erläutert die theoretische Fundierung durch das Modell R2D2, die Medienwahl eXelearning sowie die didaktische Methode Cognitive Apprenticeship.
4. Projektmanagement: Hier werden die Prozesse der Initiierung, Planung, Steuerung und des Abschlusses des IT-Projekts dargelegt.
5. Qualitätssicherung: Dieses Kapitel thematisiert die Maßnahmen zur Sicherung der Lehrqualität durch Zielpräzisierung und formative Evaluation.
6. Evaluation: Die Ergebnisse der Online-Befragung zur Akzeptanz und Nutzbarkeit des entwickelten Programms werden analysiert.
7. Fazit und Ausblick: Es erfolgt eine kritische Reflexion des Theorie-Praxis-Transfers und der gewonnenen Erkenntnisse für die eigene pädagogische Profession.
Schlüsselwörter
E-Learning, Mediendidaktik, R2D2-Modell, Cognitive Apprenticeship, Demenz, Projektmanagement, Altenpflege, Handlungskompetenz, formative Evaluation, Konstruktivismus, Fortbildung, Blended Learning, Wissenstransfer, Bildungswissenschaft, Praxisreflexion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt eine reflektierende Dokumentation eines Praktikums dar, in dessen Rahmen ein E-Learning-Programm für ein Altenheim entwickelt wurde.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Mediendidaktik, dem Projektmanagement in der Bildungswissenschaft und der Anwendung theoretischer Planungsmodelle auf betriebliche Fortbildungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist die Verknüpfung wissenschaftlicher Theorie mit der praktischen Realisierung einer E-Learning-Lösung, um die Handlungskompetenz der Mitarbeiter im Umgang mit Demenz zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird das konstruktivistische Planungsmodell R2D2 von Jerry Willis zur iterativen Projektentwicklung sowie das Konzept des Cognitive Apprenticeship für die didaktische Gestaltung genutzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Rahmung, das konkrete Projektmanagement, die Qualitätssicherungsmaßnahmen und die anschließende Evaluation des erstellten Programms.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem E-Learning, Mediendidaktik, R2D2-Modell, Demenzpflege und Projektmanagement.
Wie wurde das E-Learning-Programm technisch umgesetzt?
Es wurde das Autorentool eXelearning verwendet, da es eine browserbasierte Anwendung ermöglicht und die Erstellung von Inhalten auch für Anwender ohne fortgeschrittene IT-Kenntnisse vereinfacht.
Welches Fazit zieht die Autorin zur Evaluation?
Das Programm wurde grundsätzlich gut angenommen und als hilfreich eingestuft, wobei die Autorin für die Zukunft einen stärkeren Fokus auf Blended-Learning-Ansätze empfiehlt.
- Quote paper
- Jessica Pudelko (Author), 2014, E-Learning. Planung, Durchführung und Evaluation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271402