Die prozeßorientierte Darstellung des börsenmäßigen Wertpapierhandels unter besonderer Berücksichtigung der Automatisierung
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1 EINFÜHRUNG IN DAS THEMA DER ARBEIT
1.2 ZIELSETZUNG
1.3 AUFBAU DER ARBEIT
2. DIE PROZESSE IM DEUTSCHEN BÖRSENHANDEL
2.1 DIE ABWICKLUNG VON WERTPAPIERAUFTRÄGEN DURCH KREDITINSTITUTE
2.1.1 BANKGESCHÄFTE DER KREDITINSTITUTE
2.1.2 BANKEN ALS KOMMISSIONÄR
2.1.3 INFORMATION UND KUNDENBERATUNG
2.1.4 DEPOTGESCHÄFT - VERWALTUNG UND VERWAHRUNG DER WERTPAPIERE
2.1.5 AUFTRAGSERTEILUNG
2.1.6 ABRECHNUNG DER WERTPAPIERGESCHÄFTE
2.1.7 RISIKEN BEI DER ABWICKLUNG VON WERTPAPIERGESCHÄFTEN
2.2 DIE AUFGABEN UND ORGANISATION DER WERTPAPIERBÖRSEN
2.2.1 BÖRSENBEGRIFF
2.2.2 BÖRSENFUNKTIONEN
2.2.3 WESENTLICHE RECHTSQUELLEN DES WERTPAPIERHANDELS
2.2.4 BÖRSENORDNUNG
2.2.5 BÖRSENAUFSICHT
2.2.6 BÖRSENORGANE
2.3 DIE HANDELSTEILNEHMER AN DEN PRÄSENZBÖRSEN
2.3.1 ZULASSUNG ZUR BÖRSE
2.3.2 BÖRSENHÄNDLER
2.3.3 SKONTROFÜHRER
2.4 DIE KURSFESTSTELLUNG IM DEUTSCHEN KASSAMARKT
2.4.1 BÖRSENPREIS
2.4.2 AUKTIONSPRINZIP (ORDERDRIVEN MARKET)
2.4.3 MARKET-MAKER-PRINZIP (QUOTEDRIVEN MARKET)
2.4.4 AUKTIONSPRINZIP VS. MARKET-MAKER-PRINZIP
2.5 DIE BÖRSENSEGMENTE
2.5.1 AMTLICHER MARKT
2.5.2 GEREGELTER MARKT
2.5.3 FREIVERKEHR
2.5.4 DIE NEUEN MARKTSEGMENTE DER DEUTSCHE BÖRSE AG
2.6 BÖRSENSTRUKTUR
2.6.1 DIE DEUTSCHE BÖRSE AG
2.6.2 DIE REGIONALBÖRSEN
3. DIE AUTOMATISIERUNG IM DEUTSCHEN KASSAHANDEL
3.1 DIE PRÄSENZBÖRSE
3.2 DIE COMPUTERGESTÜTZTE PARKETTBÖRSE
3.2.1 XONTRO-SYSTEM
3.2.2 XONTRO ORDER (BOSS-CUBE)
3.2.3 XONTRO TRADE (BÖGA)
3.3 DAS ELEKTRONISCHES HANDELSSYSTEM XETRA
3.3.1 DER HANDEL AUF XETRA
3.3.2 HYBRIDES HANDELSSYSTEM
3.3.3 PREISBILDUNG IM XETRA-HANDEL
3.3.4 VORTEILE UND RISIKEN VON XETRA
3.3.5 BESONDERE ORDERFORMEN IN XETRA
4. FAZIT UND AUSBLICK
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, dem privaten Anleger ein tiefgreifendes Verständnis für die Prozesse des börslichen Wertpapierhandels zu vermitteln, indem die gesamte Prozeßkette von der Ordererteilung bis zur Abwicklung chronologisch und verständlich dargestellt wird.
- Darstellung der operativen Abläufe im deutschen Börsenhandel.
- Analyse der Rolle von Kreditinstituten und Börsenorganen.
- Vergleich von Präsenzhandel und modernen elektronischen Handelssystemen wie XETRA.
- Diskussion aktueller Entwicklungen und rechtlicher Rahmenbedingungen des Finanzplatzes Deutschland.
Auszug aus dem Buch
2.1.4 Depotgeschäft - Verwaltung und Verwahrung der Wertpapiere
Das Depotgeschäft beinhaltet i.e.S. die Verwaltung und Verwahrung von Wertpapieren durch Kreditinstitute für andere (§ 112 Nr. 5 KWG). Anleger, die ins Wertpapiergeschäft einsteigen wollen, brauchen ein Depot bei einer Bank, Sparkasse, Direktbank oder Internetbank (z.B. Consors). Auf diesem Konto (offenen Depot) werden Wertpapiere im Sinne von § 5 Abs. 1 DepotG verwahrt und deren Käufe und Verkäufe verbucht. Das Depot ist vergleichbar mit einem Girokonto. Der Anleger kann täglich über das Konto verfügen. Ihm wird einmal im Jahr ein Depotauszug zugestellt, wobei der Kunde jederzeit sich einen Auszug erstellen lassen kann. Hat er ein Online-Depot bei seiner Bank, einer Direktbank oder einem Online-Broker, kann er auch von zu Hause aus über das Internet rund um die Uhr Einblick in das Depot nehmen und Wertpapiergeschäfte tätigen. Im Rahmen der Verwaltung von Wertpapieren übernimmt die Bank Aufgaben, wie z.B. die Überweisung der Dividenden, die Ausübung des Stimmrechts aus Aktien auf der Hauptversammlung durch die Vollmacht des Kunden oder die Ausübung und Verwertung von Bezugsrechten.
Die Verwaltung und Verwahrung von Wertpapieren erfolgt weitgehend über eine Wertpapiersammelbank (Clearstream Banking AG). Diese führt Depots und Listen ihrer Kunden, in denen vermerkt ist, welche Wertpapiere in welcher Anzahl für den einzelnen Kunden hinterlegt sind. Der Bankkunde hat nicht nur einen schuldrechtlichen Anspruch gegenüber der Bank oder Clearstream, sondern er ist vielmehr Miteigentümer an dem bei Clearstream unterhaltenen Sammelbestand und hat dementsprechend einen anteiligen Herausgabeanspruch. Geschützt wird der Bankkunde durch das Depotgesetz (DepotG). Es soll in erster Linie das Eigentum des Kunden an den verwahrten Wertpapieren sicherstellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den Gegenstand der Arbeit, das Ziel der Darstellung börslicher Wertpapierhandelsprozesse sowie den strukturellen Aufbau der Untersuchung.
2. Die Prozesse im deutschen Börsenhandel: Hier werden die Aufgaben der Banken, der Börsenorganisation und die Preisfeststellungsmechanismen im Präsenzhandel detailliert beleuchtet.
3. Die Automatisierung im deutschen Kassahandel: Dieses Kapitel behandelt den technologischen Wandel von der Parkettbörse über XONTRO bis hin zum vollelektronischen Handelssystem XETRA.
4. Fazit und Ausblick: Abschließend werden die Auswirkungen der Technisierung auf den Börsenhandel zusammengefasst und aktuelle Trends wie die Internalisierung kritisch hinterfragt.
Schlüsselwörter
Börsenhandel, Wertpapierabwicklung, XETRA, Präsenzhandel, Depotgeschäft, Clearing, Skontroführer, Market-Maker, Designated Sponsor, Börsengesetz, Finanzmarktförderungsgesetz, Orderbuch, Wertpapierbörse, Börsenaufsicht, Internalisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit liefert eine detaillierte prozessorientierte Darstellung des börslichen Wertpapierhandels in Deutschland, von der Ordererteilung durch den Anleger bis zur finalen Abwicklung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Abwicklung durch Kreditinstitute, die Organisation der Wertpapierbörsen, die verschiedenen Preisfeststellungsprinzipien sowie die fortschreitende Automatisierung durch Handelssysteme.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, privaten Anlegern ein grundlegendes Verständnis für die komplexe Prozeßkette des Börsengeschäfts zu vermitteln und einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literatur- und Dokumentenanalyse, unter Einbeziehung relevanter Gesetze wie dem KWG, dem BörsG und dem WpHG sowie aktueller Marktinformationen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Prozesse des Präsenzhandels inklusive der Kursfeststellung, die Rolle von Intermediären und die technologischen Auswirkungen durch Computerbörsen und elektronische Systeme wie XETRA.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Wertpapierhandel, XETRA, Clearing, Designated Sponsor, Börsenordnung und das Finanzmarktförderungsgesetz.
Wie wird das Risiko bei der Abwicklung von Wertpapiergeschäften minimiert?
Risiken werden unter anderem durch den Einsatz eines zentralen Kontrahenten (CCP), die Hinterlegung von Sicherheitsleistungen (Margins) und die gesetzliche Regulierung durch das Depotgesetz gemindert.
Welche Bedeutung hat das XETRA-Handelssystem für den aktuellen Aktienhandel?
XETRA hat sich zum führenden vollelektronischen Handelssystem entwickelt, das eine standortunabhängige und effiziente Abwicklung ermöglicht, wodurch der klassische Parketthandel an Bedeutung verliert.
- Quote paper
- Michael Haustein (Author), 2003, Die prozeßorientierte Darstellung des börsenmäßigen Wertpapierhandels unter besonderer Berücksichtigung der Automatisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27155