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Ausbildung gesucht. Über die Problematik der Berufswahl von Hauptschülern

Título: Ausbildung gesucht. Über die Problematik der Berufswahl von Hauptschülern

Ensayo , 2012 , 8 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Sabine Oettrich (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
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Hauptschüler. Das sind die, die am Ende der Grundschulzeit aussortiert werden, die, die es
nicht auf die Realschule schaffen. Die Hauptschule ist für viele Eltern zu einem Ort geworden, an dem sie ihre Kinder nicht sehen wollen und vielen Politikern ein Dorn im Auge.

Es wird viel diskutiert in Politik, Öffentlichkeit und Medien über das Schulsystem, über die Mehrgliedrigkeit der Schulen, Ganztagsschulen und das Einheitsabitur. Viele Politiker reden am liebsten über die Hauptschule, weil sie abgeschafft werden soll - und tatsächlich nimmt die Zahl der Schüler an Hauptschulen beständig ab (vgl. Schumann 2006: 74).

Über die Hauptschüler selbst wird wenig geredet. Wenn man über sie redet, dann im Zusammenhang mit überforderten Lehrern, Gewalt an Schulen und Klassen, in denen überwiegend Migrantenkinder ohne Deutschkenntnisse und Chancen zu finden sind. Die Hauptschule scheint weniger eine Schule, als vielmehr ein soziales Auffangbecken zu sein. Doch wer sind
diese Hauptschüler überhaupt? [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Ausgangslage der Hauptschüler

3. Stigmatisierung und Anforderungen am Arbeitsmarkt

4. Die Herausforderung der Berufswahl

5. Maßnahmen und Berufsvorbereitung

6. Informationsdefizite und Beratungsbedarf

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die strukturellen und sozialen Hürden, die Hauptschüler beim Übergang von der Schule in das Berufsleben bewältigen müssen, und analysiert, inwieweit die stigmatisierte gesellschaftliche Wahrnehmung ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt beeinflusst.

  • Soziale Herkunft und Bildungschancen
  • Stigmatisierung von Hauptschülern als "Bildungsverlierer"
  • Konkurrenzdruck auf dem Ausbildungsmarkt durch höhere Schulabschlüsse
  • Rolle von Berufsvorbereitungsmaßnahmen
  • Informationsdefizite und Beratungsbedarf bei Schülern und Eltern

Auszug aus dem Buch

Die Problematik der Berufswahl von Hauptschülern

Wenn Hauptschüler sich um eine Ausbildungsstelle bewerben, müssen sie stets auch mit Personen konkurrieren, die einen höheren Abschluss haben als sie selbst. Schuld daran ist die seit den 1970ern in Deutschland stattfindende Bildungsexpansion. Sehr viele Schüler machen Abitur, doch nicht alle Abiturienten möchten studieren, folglich bewerben diese sich auf Ausbildungsstellen, die vormals Realschülern vorbehalten waren. Diese wiederum fassen nun Ausbildungsberufe ins Auge, die auch Hauptabschlüsse akzeptiert werden und nehmen so vielen Hauptschülern Lehrstellen weg. Selbst mit guten Noten muss ein Hauptschüler schon sehr überzeugend sein, um sich gegen Realschüler durchsetzen zu können. Hauptschüler sind die, die keiner gerne nimmt. Sicherlich gibt es zahlreiche Hauptschüler, die gute schulische Leistungen vorweisen können – so oder so aber eilt ihr Ruf ihnen voraus, die Stigmatisierung haftet gut. Die Berufswahl, für viele eine durchaus spannende Phase, wird für Hauptschüler so schnell zur Qual. Zum einen machen Hauptschüler ihren Abschluss bereits in der neunten Klasse und müssen damit eine so wichtige Entscheidung wie die Berufswahl viel früher treffen als Abiturienten, die bis zum Abitur die Pubertät weitestgehend hinter sich lassen können. Hauptschüler dagegen legen ihre Abschlussprüfung in einer Zeit ab, in der sie vielleicht noch immer den hormonellen Schwankungen der Pubertät unterliegen und noch keine vollständig ausgereifte Identität entwickelt haben (insofern man überhaupt davon sprechen kann).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Hauptschule als gesellschaftlich umstrittene Institution und deren wachsende Problematik bei der Integration von Jugendlichen.

2. Die Ausgangslage der Hauptschüler: Darstellung der sozioökonomischen Hintergründe, familiären Voraussetzungen und der stigmatisierenden Wahrnehmung von Hauptschülern.

3. Stigmatisierung und Anforderungen am Arbeitsmarkt: Analyse der schwindenden Perspektiven aufgrund technischer Entwicklungen und der sinkenden Bedeutung traditioneller Handwerksberufe.

4. Die Herausforderung der Berufswahl: Untersuchung des Konkurrenzdrucks durch Absolventen höherer Schulformen und der Schwierigkeit einer frühen, oft impulsiven Berufsentscheidung.

5. Maßnahmen und Berufsvorbereitung: Diskussion der Rolle von Fördermaßnahmen und Übergangssystemen sowie deren begrenzte Erfolgschancen auf dem Arbeitsmarkt.

6. Informationsdefizite und Beratungsbedarf: Betrachtung des Mangels an effektiven Beratungsangeboten und der Überforderung von Eltern bei der Berufsorientierung.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der strukturellen Benachteiligung und des Einflusses der sozialen Herkunft auf den Erfolg beim Übergang in die Arbeitswelt.

Schlüsselwörter

Hauptschule, Berufswahl, Ausbildungsmarkt, Bildungsexpansion, Stigmatisierung, soziale Herkunft, Bildungsverlierer, Berufsvorbereitung, Ausbildungsplatz, Übergang Schule-Beruf, Leistungsgesellschaft, Schulsystem, Bildungsbenachteiligung, Arbeitsmarktintegration, Jugendliche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die spezifischen Schwierigkeiten, mit denen Hauptschüler beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung konfrontiert sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Auswirkungen der Bildungsexpansion, soziale Benachteiligung, gesellschaftliche Stigmatisierung und die Konkurrenz durch höhere Schulabschlüsse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, warum Hauptschüler auf dem Arbeitsmarkt strukturell benachteiligt sind und welche Faktoren ihre Berufswahl sowie deren Erfolg maßgeblich beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine essayistische Auseinandersetzung auf Basis soziologischer Fachliteratur und statistischer Daten zur Bildungsforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die prekäre Lage am Arbeitsmarkt, die Problematik der Berufsorientierung in jungem Alter und die Grenzen von Fördermaßnahmen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Bildungsexpansion, Stigmatisierung, soziale Herkunft, Ausbildungsmarkt und die Übergangsproblematik.

Warum spielt die soziale Herkunft eine so entscheidende Rolle für den Erfolg?

Die Arbeit legt dar, dass mangelnde familiäre Unterstützung, geringes Einkommen und fehlende Netzwerke die Chancen auf eine Ausbildung drastisch mindern.

Welche Rolle spielt die Pubertät bei der Berufswahl der Hauptschüler?

Da Hauptschüler ihren Abschluss bereits nach der neunten Klasse machen, müssen sie die Berufsentscheidung in einer Phase treffen, in der ihre Identitätsentwicklung noch nicht abgeschlossen ist.

Inwiefern hat sich die Konkurrenzsituation für Hauptschüler verschärft?

Durch die Bildungsexpansion bewerben sich immer häufiger Realschulabsolventen oder Abiturienten auf Stellen, die früher klassischerweise für Hauptschüler vorgesehen waren.

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Detalles

Título
Ausbildung gesucht. Über die Problematik der Berufswahl von Hauptschülern
Universidad
Dresden Technical University  (Institut für Soziologie)
Calificación
1,3
Autor
Sabine Oettrich (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
8
No. de catálogo
V271594
ISBN (Ebook)
9783656635949
ISBN (Libro)
9783656635901
Idioma
Alemán
Etiqueta
ausbildung über problematik berufswahl hauptschülern
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sabine Oettrich (Autor), 2012, Ausbildung gesucht. Über die Problematik der Berufswahl von Hauptschülern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271594
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