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Internationalisierung im Einzelhandel

Gründe, Strategien und Standorte

Titel: Internationalisierung im Einzelhandel

Hausarbeit , 2012 , 28 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Alice Neht (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schon während der Industrialisierung, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, war Internationalisierung im Einzelhandel (EH) beispielsweise durch holländische Handelskompanien bekannt. Diese Fernhandelshäuser unterhielten ein weltweites Netz von Handelsbeziehungen. Die damalige funktionale Form des EH erfolgte als wirtschaftliche Betätigung der Beschaffung und des Absatzes von Gütern zumeist ohne Be- und Verarbeitung. Während heute von einer institutionellen Form des EH gesprochen wird. Das heißt, dass heute Einzelhandelsunternehmen fast ausschließlich den Handel im funktionellen Sinn betreiben und somit als reine Handelsunternehmung fungieren. In der amtlichen Statistik werden dem Handel Unternehmen und Betriebe zugeordnet, wenn sich der größte Teil ihrer Wertschöpfung aus der Handelstätigkeit ergibt (vgl. SWOBODA U. FOSCHT 2012:o.S.; SCHWARZ 2009:9).
Die Eigenheiten des EH und seiner Entwicklung ergeben die Herausforderung zur spezifischen Auseinandersetzung mit dem Thema Internationalisierung im EH. Internationalisierung existiert seit 120 Jahren, doch hat sich ihre Form und Dynamik verändert. Internationale Einzelhändler stehen vor zahlreichen Herausforderungen und nicht alle Schritte der Internationalisierung verlaufen erfolgreich (vgl. HAHN U. POPP 2006:135).
Daher ist es in der Wirtschaftsgeographie von Interesse zu verstehen, warum Einzelhändler in fremde Märkte eintreten, welche Push- und Pull-Faktoren hierbei ausschlaggebend sind, welche Strategien sie verfolgen und welche Standorte gewählt werden (vgl. COE U. HESS 2005:449). Dieser Frage nach ergibt sich auch der Aufbau der folgenden Arbeit. Zunächst werden in Kapitel 2 die Spezifika international agierender Unternehmen und die Hintergründe der Internationalisierung dargestellt, woraufhin auf die Gründe eines Unternehmens im EH für den Schritt ins Ausland und mögliche Strategien in Kapitel 4 beschrieben werden. In Bezug auf die Standorte wird zunächst die Herkunft der international agierenden Unternehmen, die Verortung ihrer Umsätze, die Dynamik ihrer Standortauswahl und letztendlich die möglichen Auswirkungen der Internationalisierung auf den Zielmarkt beleuchtet. Im Fazit werden die Schlüsselaspekte des Themas zusammengefasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Internationalisierung im Kontext

2.1 Die Besonderheiten international agierender Unternehmen im EH

2.2 Hintergründe der Internationalisierung

3 Gründe für Aktivitäten auf ausländischen Märkten

3.1 Push-Faktoren

3.2 Pull-Faktoren

4 Strategien in der Internationalisierung

4.1 Herausforderung der Strategiewahl

4.2 Die Systematik der Internationalisierungsstrategien

4.2.1 Going International

4.2.2 Being International

5 Standorte

5.1 Herkunft der international agierender Einzelhändler und die Verortung ihrer Umsätze

5.2 Dynamik der Standortauswahl in den Großregionen

5.3 Mögliche Auswirkungen auf den Einzelhandel in den Zielmärkten

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Ausprägungen der Internationalisierung im Einzelhandel. Dabei werden die zentralen Beweggründe für Marktexpansionen analysiert, die strategischen Handlungsoptionen von Unternehmen bei der Erschließung ausländischer Standorte erläutert und die daraus resultierenden ökonomischen sowie sozio-kulturellen Veränderungen in den Zielmärkten kritisch reflektiert.

  • Analyse von Push- und Pull-Faktoren der Internationalisierung
  • Differenzierung zwischen den Strategiephasen "Going International" und "Being International"
  • Untersuchung der Standortdynamik und Herkunft international agierender Einzelhändler
  • Darstellung der Auswirkungen globaler Handelsaktivitäten auf lokale Märkte

Auszug aus dem Buch

3.1 Push-Faktoren

Die Push-Faktoren können in Motive, die durch nicht-kommerzielle und kommerzielle Aspekte bewirkt worden sind unterteilt werden.

Nicht-kommerziell bedingte Gründe für eine internationale Expansion bestehen darin, dass die Internationalisierung als Folge politischer Ereignisse, wie einem militärischen Coup, oder durch soziale und politische Veränderungen, beispielsweise das Entstehen einer instabilen politischen Struktur, eines stark regulativen Umfeldes oder durch kartellrechtliche Probleme hervorgerufen wird (vgl. FRANZ 2011:5; HAHN U. POPP 2006:146; WORTMANN 2003:19).

Zu den kommerziell bedingten Gründen zählt die schlechte wirtschaftliche Lage auf dem Heimatmarkt, dort herrschendes niedriges Wachstumspotenzial, hohe Betriebskosten und ein reifer Markt (vgl. KULKE U. PÄTZOLD 2009:7; WORTMANN 2003:19). Insbesondere Discountmarkt-Unternehmer sind mit Hinblick auf die Marktsättigung in Deutschland auf internationale Märkte angewiesen, um weiterhin Unternehmenswachstum generieren zu können. Im Discountsegment bestand 2008 ein hoher Sättigungsgrad mit einer hohen räumlichen Dichte und Unternehmenskonzentration im Umfang von 15.000 Discount-Filialen, die einen Umsatz von 42% am Lebensmitteleinzelhandel generierten (vgl. BACK-IHRIG 2009:90; TURBAN U. WOLF 2008:2). Des Weiteren kann durch das Agieren auf unterschiedlichen Märkten mit lokal angepassten Handelskonzepten eine Risikostreuung für das Unternehmen erreicht werden und durch die Erreichung von economies of scale kann überdies die Verhandlungsmacht des Unternehmens gegenüber den Produktherstellern ausgebaut werden (vgl. FRANZ 2011:7; PÜTZ 1998:32).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, definiert den Begriff der Internationalisierung im Einzelhandel und beleuchtet die historische Entwicklung vom institutionellen zum funktionalen Handel.

2 Internationalisierung im Kontext: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten international agierender Unternehmen im Einzelhandel und ordnet das Thema in den breiteren Kontext der Globalisierung ein.

3 Gründe für Aktivitäten auf ausländischen Märkten: Hier werden die Push- und Pull-Faktoren analysiert, die Unternehmen zu einer Expansion ins Ausland motivieren, wobei zwischen kommerziellen und nicht-kommerziellen Aspekten unterschieden wird.

4 Strategien in der Internationalisierung: Das Kapitel befasst sich mit der Strategiewahl, unterteilt in die Kategorien "Going International" und "Being International", und beschreibt diverse Markteintritts- sowie Timingstrategien.

5 Standorte: In diesem Abschnitt wird die räumliche Verteilung international agierender Einzelhändler sowie die Dynamik der Standortauswahl und die Auswirkungen auf Zielmärkte untersucht.

6 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Widerstandsfähigkeit des Einzelhandelssektors.

Schlüsselwörter

Einzelhandel, Internationalisierung, Globalisierung, Push-Faktoren, Pull-Faktoren, Markteintritt, Strategie, Standortauswahl, Handelsunternehmen, Wachstumsmarkt, Discount, Wertschöpfung, Direktinvestition, Expansion, Marktbearbeitung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Prozesse, Motive und Strategien, die hinter der Internationalisierung von Einzelhandelsunternehmen stehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Triebkräfte der Expansion, die Wahl von Markteintrittsstrategien sowie die räumliche Dynamik der Standortwahl.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Einzelhändler in fremde Märkte eintreten, welche Strategien dabei verfolgt werden und welche Auswirkungen dies auf Zielmärkte hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung wirtschaftsgeographischer Daten, um theoretische Konzepte mit der unternehmerischen Praxis abzugleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Push- und Pull-Faktoren, die Systematik der Internationalisierungsstrategien sowie eine detaillierte Analyse der Standortwahl und deren Auswirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Internationalisierung, Handelskonzepte, Push- und Pull-Faktoren, Markteintrittsstrategien und Standortdynamik.

Welche Rolle spielen Discounter bei der Internationalisierung?

Discounter sind aufgrund der Marktsättigung im Heimatmarkt besonders stark auf internationale Expansion angewiesen, um ihr Wachstum fortzusetzen.

Was unterscheidet die "Going International"- von der "Being International"-Strategie?

"Going International" fokussiert sich auf die Vorbereitung und Durchführung des Markteintritts, während "Being International" standortorientierte Strategien sowie Aspekte der langfristigen Marktbearbeitung und Organisationsform umfasst.

Warum ziehen sich Unternehmen manchmal wieder aus Märkten zurück (Divestment)?

Ein Scheitern kann durch eine unzureichende Vorbereitung, die Fehlinterpretation von Marktgegebenheiten oder die Unfähigkeit, das Basiskonzept erfolgreich an lokale Bedingungen anzupassen, ausgelöst werden.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Internationalisierung im Einzelhandel
Untertitel
Gründe, Strategien und Standorte
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Geographie)
Veranstaltung
Geographische Handelsforschung
Note
1,7
Autor
Alice Neht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
28
Katalognummer
V271680
ISBN (eBook)
9783656637639
ISBN (Buch)
9783656637622
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Handelsforschung Wirtschaftsgeographie Internationalisierung Einzelhandel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alice Neht (Autor:in), 2012, Internationalisierung im Einzelhandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271680
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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