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Konversion ehemaliger Kasernen als Modell für nachhaltige Energiekonzepte in der Immobilienentwicklung

Das Fallbeispiel Mannheim

Titel: Konversion ehemaliger Kasernen als Modell für nachhaltige Energiekonzepte in der Immobilienentwicklung

Masterarbeit , 2014 , 86 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Alice Neht (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Laut Erhebungen der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2013 lebt bereits heute mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Die Urbanisierung wird sich weiterhin steigern und somit Veränderungsprozesse in urbanen Systemen bewirken (United Nations 2012:4). Die Zukunftsplanung der Städte muss sich daher zunehmend dem Thema der Nachhaltigkeit widmen und gleichzeitig ressourcenschonende Systeme implementieren. Aus dem Zusammenspiel der genannten Herausforderungen ergibt sich die Notwendigkeit eines anderen Umgangs und der Verknüpfung der Ressourcen ‚Energie‘ und ‚Boden‘, da „energetische Belange zukünftig in jede relevante stadtplanerische Entscheidung einbezogen und fester Bestandteil in der kommunalen Planungssystematik und dem Flächenmanagement werden [sollten].
Die Verknüpfung dieser zwei Ressourcen kann vor dem Hintergrund der Endlichkeit von Flächen und fossiler Energieträger in der Etablierung von nachhaltigen Energiekonzepten (nEK) auf Konversionsflächen liegen. Ein nEK ist die Grundlage für die Umsetzung langfristiger Strategien, wie der Energiewende und verfolgt auch die Ziele der Energiewende: Die Verminderung des Energiebedarfs von Gebäuden, einer effizienteren Energienutzung und der Förderung der Nutzung von Erneuerbaren Energien (Gege u. Oldeland, 2013:10f.). Zudem bündelt ein nEK Maßnahmen, deren Wechselwirkungen im Kontext zueinander gesetzt werden, um zielkonträre Ergebnisse zu verhindern (BMVBS 2011:12). Eine weitere Strategie, die in Deutschland verfolgt wird, ist die nationale Nachhaltigkeitsstrategie, welche die Verminderung des Flächenverbrauchs zum Ziel hat (Rat für Nachhaltigkeit 2008: o.S.). Eine mögliche Maßnahme gegen den Flächenverbrauch besteht für die Kommunen darin, ihre Innenentwicklung in Form einer Kreislaufwirtschaft der Flächen voranzutreiben, die Umwandlung und Recycling von Flächen beinhaltet (BMU 2013: o.S.). Eine Chance bietet hier die Konversion von Militärflächen.
Es ist Ziel dieser Arbeit, ein theoretisches Konzept zu entwickeln, welches die Rahmenbedingungen und Gestaltungsmöglichkeiten eines nachhaltigen Energiekonzepts modellhaft auf einer Konversionsfläche in Mannheim im Rahmen einer Ist- Analyse aufzeigt. Durch das Aufzeigen der Rahmenbedingungen und Inhalte soll ein Systemverständnis für ein nEK erreicht werden. Der analytische Rahmen dieser Arbeit wird aus der Perspektive der Immobilienentwicklung gewählt.

Leseprobe


1 Einleitung

1.1 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

1.2 Vorstellung des Forschungsdesigns

2 Konzeptioneller Hintergrund

2.1 Übergeordneter Kontext

2.2 Wechselbeziehungen der zentralen Begriffe

2.2.1 Nachhaltigkeit

2.2.2 Ressource ‚Energie‘

2.2.3 Ressource ‚Boden‘

2.2.4 Immobilienentwicklung als analytischer Rahmen

3 Gestaltungsmöglichkeiten nachhaltiger Energiekonzepte

3.1 Baurechtlicher Rahmen

3.2 Akteursgefüge

3.3 Maßnahmen des Energiesparens und der Energieeffizienz

3.3.1 Bautechnische Maßnahmen

3.3.2 Systemische Maßnahmen

3.3.3 Organisatorische Maßnahmen

3.4 Finanzierungsmöglichkeiten

4 Methoden

4.1 Wissenschaftstheoretischer Hintergrund: Die Hermeneutik

4.2 Qualitative Sozialforschung

4.3 Leitfadengestützte Experteninterviews

5 Fallbeispiel Mannheim

5.1 Analyse der Ausgangslage in Mannheim

5.2 Die Benjamin-Franklin-Village

5.3 Analyse der baurechtlichen Rahmenbedingungen

5.4 Analyse des vorhandenen Akteursgefüges

5.5 Analyse bezüglich der Maßnahmen des Energiesparens und der Energieeffizienz

5.5.1 Bautechnische Maßnahmen

5.5.2 Systemische Maßnahmen

5.5.3 Organisatorische Maßnahmen

5.5.4 Analyse bezüglich möglicher Finanzierungsmodelle

5.6 Zusammenfassung der Handlungsempfehlungen

6 Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie durch die Konversion ehemaliger Militärflächen nachhaltige Energiekonzepte in der Stadtentwicklung modellhaft umgesetzt werden können. Im Fokus steht die Identifikation relevanter Rahmenbedingungen und Akteurskonstellationen sowie die Ableitung von Handlungsstrategien für das Fallbeispiel Mannheim.

  • Bedeutung der nachhaltigen Stadtentwicklung bei Konversionsprojekten
  • Analyse des rechtlichen und planerischen Gestaltungsspielraums
  • Rollenverständnis und Interessen der beteiligten Akteure (Stadt, Wirtschaft, Bürger)
  • Technische und organisatorische Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz
  • Finanzierungsmodelle für nachhaltige Quartiersentwicklungen

Auszug aus dem Buch

Verständnis von einem nEK

Die befragten Experten stimmten alle der folgenden Definition eines nEK zu: Ein nEK ist die Grundlage einer langfristigen Strategie, der Energiewende. Solch ein Konzept verfolgt dementsprechend folgende Ziele: Die Verminderung des Energiebedarfs von Gebäuden, eine effizientere Energienutzung und die Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien. Ein nEK bündelt Maßnahmen, deren Wechselwirkungen im Kontext gesehen werden, um zielkonträre Ergebnisse zu verhindern. Nachhaltigkeit wird im Sinne eines Handlungsprinzips zur Ressourcen­nutzung verstanden, welches die Annahmen beinhaltet, dass ein System seine grundlegenden Eigenschaften erhalten kann, stabil ist und immanent regenerationsfähig ist (Aachener Stiftung Kathy Beys 2013; BMVBS 2011:12; Beutler et al. 2011:40).

Die Akteure ergänzten ihr Verständnis der Definition um weitere Aspekte. Für die öffentliche Hand ist die Definition um mehrere Gesichtspunkte erweiterbar. Ihrer Meinung nach muss jegliche Bautätigkeit mit Umweltwirkungen, die in Bezug zu Maßnahmen des nEKs steht, in einer Art Bilanz eingebunden werden. „Um überhaupt das Projekt auf die Beine zu stellen, muss ich vielleicht noch was abreißen und irgendwie Altlasten produzieren, Dinge hinfahren, etc. Das müsste eigentlich in die Bilanz mit reingehen. Sodass, wenn ich etwas nutze, was schon da ist und versuche so zu gestalten, sodass es energetisch aufgewertet wird, ich vielleicht in der Bilanz am Ende besser dastehe, als wenn ich was komplett Neues mache“ (Int. 1). Insgesamt wird einem nEK aus Sicht der Verwaltung eine sekundäre Bedeutung für die Raumentwicklung in Mannheim zugewiesen. „Es steht der Mensch im Mittelpunkt, letztendlich handelt es sich um einen Wohnort, [...] wo sich der Mensch wohlfühlen soll und dann kommt als Layer obendrauf ein weiterer Anspruch. Die habe ich dann an die energetische Ausstattung des Quartiers“ (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen der urbanen Transformation ein und definiert die Forschungsfragen zur Entwicklung nachhaltiger Energiekonzepte auf Konversionsflächen.

2 Konzeptioneller Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert das Zusammenspiel der Begriffe Nachhaltigkeit, Energie, Boden und Immobilienentwicklung als analytische Basis der Arbeit.

3 Gestaltungsmöglichkeiten nachhaltiger Energiekonzepte: Hier werden der baurechtliche Rahmen, das Akteursgefüge sowie technische und organisatorische Maßnahmen zur Energieeffizienz und deren Finanzierung detailliert analysiert.

4 Methoden: Dieses Kapitel beschreibt den hermeneutischen Ansatz und die Durchführung leitfadengestützter Experteninterviews zur qualitativen Datenerhebung.

5 Fallbeispiel Mannheim: Das Kapitel wendet das theoretische Konzept auf das Projekt Benjamin-Franklin-Village an, analysiert die Akteurskonstellationen und bewertet die Umsetzbarkeit verschiedener Maßnahmen.

6 Schlussteil: Der Schlussteil fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Limitationen der Untersuchung und gibt Empfehlungen für zukünftige Konversionsprojekte.

Schlüsselwörter

Nachhaltige Energiekonzepte, Konversion, Stadtentwicklung, Mannheim, Benjamin-Franklin-Village, Energiewende, Akteursgefüge, Immobilienentwicklung, Energieeffizienz, Baurecht, Quartiersentwicklung, Partizipation, Finanzierungsmodelle, Nachhaltigkeit, Klimaschutz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Konversionsflächen ehemaliger militärischer Liegenschaften in Mannheim dazu genutzt werden können, nachhaltige Energiekonzepte in die städtebauliche Planung zu integrieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den baurechtlichen Rahmenbedingungen, den Rollen und Interessen unterschiedlicher Akteure sowie den technischen und organisatorischen Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel ist die Entwicklung eines theoretischen Modells, das Rahmenbedingungen und Gestaltungsmöglichkeiten für nachhaltige Energiekonzepte auf Konversionsflächen aufzeigt und am Fallbeispiel Mannheim validiert.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Es wurde ein qualitativer, hermeneutischer Forschungsansatz gewählt, der durch leitfadengestützte Experteninterviews mit Vertretern aus Verwaltung, Planung, Bürgerschaft und Wirtschaft ergänzt wurde.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe, eine Untersuchung der rechtlichen und technischen Instrumente sowie eine empirische Analyse des Mannheimer Fallbeispiels Benjamin-Franklin-Village.

Welche Akteure stehen bei der Konversion im Fokus?

Die Analyse betrachtet insbesondere die öffentliche Hand (Stadt), Projektentwickler, die Bürgerschaft, ansässige Unternehmen und Energieversorger.

Warum ist das Fallbeispiel Mannheim für das Thema relevant?

Mannheim bietet mit der Konversion großer Flächen wie der Benjamin-Franklin-Village ein aktuelles Praxisbeispiel, an dem sich zeigen lässt, wie stadtplanerische Ziele mit energetischen Standards verknüpft werden können.

Welche Rolle spielt die öffentliche Hand bei der Finanzierung?

Die Experteninterviews zeigen, dass die Stadt Mannheim eine zentrale Rolle bei der Gestaltung und Finanzierung sieht, jedoch die Notwendigkeit besteht, private Investoren stärker einzubinden.

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Details

Titel
Konversion ehemaliger Kasernen als Modell für nachhaltige Energiekonzepte in der Immobilienentwicklung
Untertitel
Das Fallbeispiel Mannheim
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Geographie)
Note
1,3
Autor
Alice Neht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
86
Katalognummer
V271683
ISBN (eBook)
9783656628453
ISBN (Buch)
9783656628491
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konversion kasernen modell energiekonzepte immobilienentwicklung fallbeispiel mannheim
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alice Neht (Autor:in), 2014, Konversion ehemaliger Kasernen als Modell für nachhaltige Energiekonzepte in der Immobilienentwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271683
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Leseprobe aus  86  Seiten
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