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Vergleichende Politikwissenschaft - Geschichte und Gegenstand

Title: Vergleichende Politikwissenschaft - Geschichte und Gegenstand

Term Paper , 2004 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Thomas Rütz (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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Deutschland steckt im Reformchaos. Alles scheint reformbedürftig. Aber wie sollen die Reformen aussehen? Nur allzu gerne blickt man über die Landesgrenze hinweg, um Lösungen zu finden. Haben es die Niederlande nicht geschafft, ihr System der Arbeitsvermittlung zu reformieren? Warum schneiden die skandinavischen Länder bei der PISA-Studie so gut ab?

Allerdings stellt sich die Frage, ob Lösungen anderer Länder auch auf das deutsche System übertragbar sind.

Um diese Frage zu beantworten wird oft auf die Ergebnisse der Vergleichenden Politikwissenschaft zurückgegriffen. Allerdings besteht auch in dieser keine Einheitlichkeit, was den Untersuchungsgegenstand angeht 1 . Daher ist es wichtig, sich mit dieser gleichzeitig „alten“, aber auch „jungen“ Disziplin der Politikwissenschaft 2 zu beschäftigen. So ergeben sich zwangsläufig Fragen: Was ist die Vergleichende Politikwissenschaft eigentlich? Wo hat sie ihre Wurzeln? Womit beschäftigt sie sich?

All diese Fragen werden in dieser Hausarbeit behandelt. Im ersten Teil werden die Begrifflichkeiten der Vergleichenden Politikwissenschaft geklärt, dann wird auf den Beginn und die geschichtliche Entwicklung eingegangen. Zum Schluss wird aufgezeigt, was mit den Mitteln der Vergleichenden Politikwissenschaft untersucht werden kann und was nicht. Da das Thema einen sehr großen Umfang hat, sollen hier lediglich die wesentlichen Eigenschaften des Fachs aufgezeigt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1 Vergleichende Politikwissenschaft

2.2 Der Staat und das Politische System

3. Geschichte der Vergleichenden Politikwissenschaft

3.1 Die Antike

3.2 Von der Renaissance bis 1945

3.3 Die Nachkriegszeit

4. Gegenstand der Vergleichenden Politikwissenschaft

4.1 Polity, politics und poilcy

4.2 Input, output und outcome

4.3 Die Forschungsfelder der Vergleichenden Politikwissenschaft

5. Fazit

6. Bibliografie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen, die historische Entwicklung sowie die zentralen Forschungsgegenstände der Vergleichenden Politikwissenschaft, um ein grundlegendes Verständnis für die Disziplin zu schaffen und ihre methodische Reichweite sowie ihre Relevanz in der modernen Politikberatung aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung der vergleichenden Analyse von der Antike bis zur Gegenwart.
  • Klärung zentraler Begrifflichkeiten wie Staat, Politisches System, Input, Output und Outcome.
  • Analyse der fachspezifischen Differenzierung in Polity, Politics und Policy.
  • Diskussion über die wissenschaftliche Exaktheit und den Erkenntniswert politischer Vergleiche.

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Nachkriegszeit

Nach dem Zweiten Weltkrieg vollzog sich ein grundlegender und fundamentaler Wandel in der Vergleichenden Politikwissenschaft, welcher in den USA begann. Dies hat drei Gründe. Zuerst flohen viele Intellektuelle von Europa nach Amerika, darunter auch viele Politikwissenschaftler, die dort ideale Forschungsbedingungen vorfanden. Zweitens entstand ein kommunistischer Machtblock als Gegenstück zu den freiheitlichen Demokratien der westlichen Welt und drittens bildete sich in den 60er Jahren die Gruppe der Entwicklungsländer der Dritten Welt heraus.

Diese Veränderungen riefen immer mehr Kritiker der „alten“ Vergleichenden Politikwissenschaft auf den Plan. Als wichtigster Kritiker ist das „Comittee on Comparative Politics“ des amerikanischen „Social Science Research Council“ zu nennen. So wurde kritisiert, dass bisher hauptsächlich die westlichen Demokratien im Blickpunkt standen; alle anderen Regierungssysteme wurden vernachlässigt. Auch die strenge Ausrichtung an den Institutionen und ihre rein historische und juristische Betrachtung wurde kritisiert, da die gesellschaftliche wirkenden Kräfte hinter den Institutionen kaum betrachtet wurden. Ein dritter Kritikpunkt war auch, dass der dynamische Wandel verschiedener Systeme völlig außer acht gelassen wurde. Schließlich wurde noch die Darstellung einzelner Regierungssysteme nebeneinander gerügt, da kein wirklicher Vergleich vorhanden war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz vergleichender Politikansätze im Kontext deutscher Reformbedürfnisse und skizziert den Aufbau der Hausarbeit zur Klärung der Fachdisziplin.

2. Definitionen: Dieses Kapitel erläutert die terminologische Abgrenzung der Disziplin sowie das Verständnis von Staat und Politischem System als grundlegende Analyseeinheiten.

3. Geschichte der Vergleichenden Politikwissenschaft: Die historische Analyse gliedert die Entwicklung des Fachs in die Phasen Antike, Zeit von der Renaissance bis 1945 sowie die prägende Phase der Nachkriegszeit.

4. Gegenstand der Vergleichenden Politikwissenschaft: Hier werden die zentralen Dimensionen (Polity, Politics, Policy) sowie die systemtheoretischen Konzepte (Input, Output, Outcome) und aktuelle Forschungsfelder detailliert dargestellt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Komplexität des Fachgebiets zusammen und betont die wachsende Bedeutung des Bereichs trotz der Herausforderungen bei der Übertragbarkeit politischer Lösungen.

6. Bibliografie: Dieses Verzeichnis enthält die verwendeten wissenschaftlichen Primär- und Sekundärquellen der Arbeit.

Schlüsselwörter

Vergleichende Politikwissenschaft, Politisches System, Systemtheorie, Polity, Politics, Policy, Regierungslehre, Politische Kultur, Institutionenanalyse, Demokratieforschung, Transformation, Politikanalyse, Staatstheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung in die Geschichte, die Definitionen und die Forschungsgegenstände der Vergleichenden Politikwissenschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die historische Evolution politischer Systeme, die systematische Kategorisierung politischer Prozesse sowie die methodische Anwendung systemtheoretischer Ansätze.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser ein grundlegendes Verständnis dafür zu vermitteln, wie die Vergleichende Politikwissenschaft arbeitet, woher sie stammt und was sie leisten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analytischen Literaturrecherche, die verschiedene politikwissenschaftliche Theorien und Konzepte zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, eine begriffliche Fundierung sowie eine Erläuterung der systemtheoretischen Konzepte wie Input, Output und Outcome.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Vergleichende Politikwissenschaft, Politisches System, Policy-Analyse und Institutionenforschung bilden das terminologische Gerüst der Arbeit.

Welche Rolle spielt Aristoteles in der geschichtlichen Betrachtung?

Aristoteles gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter, da er bereits 158 Verfassungen seiner Zeit systematisch klassifizierte und verglich, um die beste Staatsform zu identifizieren.

Warum ist die Systemtheorie für die Disziplin wichtig?

Die Systemtheorie erlaubt es, Staaten nicht mehr nur statisch zu betrachten, sondern als dynamische Einheiten, die Ressourcen verarbeiten und in einem stetigen Austausch mit ihrer Umwelt stehen.

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Details

Title
Vergleichende Politikwissenschaft - Geschichte und Gegenstand
College
University of Augsburg  (Professur für Politikwissenschaft)
Course
Vergleichende Politikwissenschaft 1
Grade
2,0
Author
Thomas Rütz (Author)
Publication Year
2004
Pages
14
Catalog Number
V27172
ISBN (eBook)
9783638292917
Language
German
Tags
Vergleichende Politikwissenschaft Geschichte Gegenstand Vergleichende Politikwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Rütz (Author), 2004, Vergleichende Politikwissenschaft - Geschichte und Gegenstand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27172
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