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Antike Demokratie außerhalb Athens

Das Beispiel Syrakus

Título: Antike Demokratie außerhalb Athens

Trabajo de Seminario , 2012 , 18 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Anis Grün (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Die folgende Arbeit wird sich mit der antiken griechischen Demokratie jenseits des athenischen Bodens befassen. Dabei wird zunächst einmal – ausgegangen von der Demokratie ab Mitte des fünften Jahrhunderts in Athen selbst, als die radikalste und am ausführlichsten dokumentierte – auf die Verbreitung und Etablierung demokratischer Elemente in den griechischen Poleis allgemein eingegangen: Existierten weitere Verfassungen im griechischen Umland Athens, welche man explizit als Demokratien bezeichnen kann? Und wenn dies zuträfe, wie konnten diese entstehen und sich entwickeln? Im Zuge dessen werden zudem die jeweiligen Voraussetzungen genauer beleuchtet, die in den griechischen Landschaften vorherrschen mussten, um eine Demokratie überhaupt dauerhaft möglich zu machen. Darauf folgt, anhand zwei konkreter Beispiele der Poleis Erythrai und Syrakus, zum einen eine detailliertere Vorstellung der Einführung einer Demokratie außerhalb Athens sowie ein punktueller Vergleich der demokratischen Institutionen des sizilianischen Syrakus und der Athens.
Was den Forschungsstand angeht, so muss als eine treffende Voraussetzung Jochen Bleickens Kommentar bezüglich dieses Themas in seiner Monographie Die athenische Demokratie zur Kenntnis genommen werden: „Eine Geschichte der Demokratien außerhalb Athens gibt es nicht, und sie wird es aufgrund der desolaten Quellenlage auch wohl kaum jemals geschrieben werden können.“ Abgesehen davon weist Bleicken dennoch zu Recht auf einige Darstellungen hin, die einerseits die athenische Demokratie inklusive ihrer ‚Ausläufer‘ recht umfassend beleuchten (...) und andererseits auf solche, welche brauchbare Einblicke in die Geschichte der athenischen Demokratie als Machtinstrument liefern. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Quellen, und zwar um jene von den ‚großen Autoren‘ wie Aristoteles, Thukydides etc., sowie um eine Vielzahl in Inschriften festgehaltener Dekrete, die von Verfassungsumstürzen berichten. Bei allen Schriften der antiken Autoren muss davon ausgegangen werden, dass diese zum Teil sehr einseitig geschrieben sind. So kann es beispielsweise vorkommen, dass Thukydides allein aufgrund seines athenischen Hintergrundes die verfassungspolitischen Vorgänge in Syrakus unwillentlich falsch oder unzureichend darstellt. Deshalb bietet es sich im Fall Syrakus an, den sizilianischen Geschichtsschreiber Diodor ebenfalls in die Ausführungen zu integrieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die athenische Demokratie und ihre machtpolitische Ausbreitung

3. Die Einführung einer Demokratie: Das Erythrai-Dekret

4. Das Beispiel Syrakus

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Verbreitung und Etablierung demokratischer Verfassungsstrukturen in den antiken griechischen Poleis außerhalb Athens. Dabei liegt der Fokus auf der Frage, inwiefern Athen aktiv als machtpolitisches Vorbild oder durch oktroyierte Verfassungen Einfluss auf umliegende Städte nahm, und analysiert dies anhand konkreter Beispiele.

  • Machtpolitische Ausbreitung der athenischen Demokratie
  • Analyse des Erythrai-Dekrets als oktroyierte Verfassungsform
  • Untersuchung der demokratischen Entwicklung der Polis Syrakus
  • Vergleichende Betrachtung demokratischer Institutionen und Prozesse
  • Rolle der Quellenkritik im Umgang mit antiken Autoren

Auszug aus dem Buch

Die Einführung einer Demokratie: Das Erythrai-Dekret

In diesem Kapitel wird der machtpolitische Einfluss Athens auf Erythrai, die antike ionische Griechenstadt, beispielhaft umrissen werden. Als Quellengrundlage für diese Untersuchung soll mir ein Dekret über eine Verfassung für Erythrai in Form einer Inschrift dienen, welches vermutlich zwischen den Jahren 453 bis 445 v. Chr., also in der Zeit der Pentekontaetie, der athenischen Hegemonie und der Herausbildung der radikalen Demokratie, entstanden ist. Überdies ist zu sagen, dass Erythrai etwa im Jahre 454 von den Athenern abfiel, worauf diese mit dem vorliegenden Volksbeschluss die Neuordnung der Verhältnisse in Erythrai veranlassten und überwachten, nachdem die Stadt unter Gewalt in den Seebund wiedereingegliedert worden war.

Inhaltlich geht es im ersten Artikel zunächst um eine von Athen festgesetzte Alimentationsvorschrift, welche die Erythraier anlässlich den Panathenäen zu erfüllen hatten. Gleichzeitig enthält diese Vorschrift eine mögliche Strafe dafür, falls die Gesandten aus Erythrai mit einer geringeren Menge Getreide in Athen einträfen. Die Korrektheit der in der Quelle vorgenommenen Ergänzungen und Rekonstruktionen vorausgesetzt, bestand diese Strafe aus der Verpflichtung, dass die Gesandten den Athenern dann Getreide zu einem festgesetzten und vermutlich überhöhtem Preis abkaufen mussten. Dieser Umstand weist bereits am Anfang des Dekrets auf den großen Einfluss Athens auf die ionische Polis hin.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der griechischen Demokratie jenseits von Athen ein und formuliert die Prämisse, Athen als das primäre Modell zu betrachten, um die Verbreitung demokratischer Elemente zu untersuchen.

2. Die athenische Demokratie und ihre machtpolitische Ausbreitung: Dieses Kapitel erläutert die Rolle Athens als einflussreiches Vorbild und die Strategie, durch oktroyierte Verfassungen politische Abhängigkeiten in umliegenden Poleis zu schaffen.

3. Die Einführung einer Demokratie: Das Erythrai-Dekret: Anhand einer Inschrift wird analysiert, wie Athen durch spezifische Dekrete demokratische Institutionen wie die Boule in Erythrai einführte, um politische Zuverlässigkeit sicherzustellen.

4. Das Beispiel Syrakus: Es wird die Entwicklung der Demokratie in Syrakus untersucht, wobei die Besonderheiten dieses Systems und der Einfluss der athenischen Vorbildwirkung sowie interne Reformen beleuchtet werden.

5. Fazit: Die Zusammenfassung unterstreicht, dass die meisten antiken Demokratien unter erheblichem Druck von Athen entstanden und Modifikationen der athenischen Grundstrukturen aufwiesen.

Schlüsselwörter

Antike, Griechenland, Demokratie, Athen, Polis, Erythrai, Syrakus, Machtpolitik, Verfassung, Boule, Ekklesia, Seebund, Institutionen, Volksherrschaft, Quellenkritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Verbreitung und Etablierung demokratischer Verfassungen in griechischen Poleis außerhalb von Athen während des 5. Jahrhunderts v. Chr.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf den Einfluss Athens auf seine Bündnispartner, die Rolle von oktroyierten Verfassungen sowie die vergleichende Analyse spezifischer demokratischer Systeme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, zu klären, inwieweit demokratische Verfassungen außerhalb Athens als direkte Folge athenischer Machtpolitik entstanden sind und wie sich diese Institutionen konkret gestalteten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor stützt sich auf eine historische Analyse antiker Quellen, inklusive Inschriften und zeitgenössischer Schriften, unter kritischer Berücksichtigung der unterschiedlichen Perspektiven antiker Autoren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die machtpolitische Ausbreitung der athenischen Demokratie, das Erythrai-Dekret als Fallbeispiel für eine oktroyierte Verfassung sowie die komplexe Entwicklung der Demokratie in Syrakus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Antike, Demokratie, Athen, Syrakus, Erythrai-Dekret, Verfassung, Machtpolitik und Seebund.

Warum spielt das Erythrai-Dekret eine so wichtige Rolle?

Es dient als konkreter, inschriftlich belegter Nachweis dafür, wie Athen gezielt politische Strukturen in abhängigen Städten vorgab und kontrollierte.

Inwiefern unterscheidet sich Syrakus von anderen athenischen Bündnispartnern?

Syrakus war eine bedeutende Großmacht, deren Demokratisierung komplexer verlief und die stärker eigene, unabhängige Züge aufwies, auch wenn Einflüsse von Athen erkennbar sind.

Welche Rolle spielt die Tyrannis in der Entwicklung der Demokratie?

Die Erfahrung einer Tyrannis wirkte in den untersuchten Städten oft als Katalysator, der den Demos nach dem Sturz der Herrscher dazu motivierte, demokratische Institutionen zu etablieren und zu radikalisieren.

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Detalles

Título
Antike Demokratie außerhalb Athens
Subtítulo
Das Beispiel Syrakus
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel
Calificación
2,0
Autor
Anis Grün (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
18
No. de catálogo
V271738
ISBN (Ebook)
9783656628941
ISBN (Libro)
9783656628934
Idioma
Alemán
Etiqueta
antike demoktratie athens beispiel syrakus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anis Grün (Autor), 2012, Antike Demokratie außerhalb Athens, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271738
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