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Der Bezug zwischen innerer und äußerer Wirklichkeit in "Christa Wolf - Der geteilte Himmel"

Title: Der Bezug zwischen innerer und äußerer Wirklichkeit in "Christa Wolf - Der geteilte Himmel"

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 21 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Helena Rother (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Christa Wolfs Erzählung „Der geteilte Himmel“ beschäftigt sich mit den Jahren der deutschen Teilung. Die Studentin Rita liegt nach einem Unfall im Krankenhaus und erinnert sich an die vergangenen Ereignisse. Um Lehrerin zu werden, zieht Rita von ihrem Heimatdorf in die Stadt zu ihrem Freund Manfred. Bevor sie ihr Studium beginnt, arbeitet sie einige Monate in einem Waggonwerk und lernt dort die Umstände der arbeitenden Bevölkerung kennen. Als Manfred von einer Dienstreise nach Westberlin nicht zurückkehrt, gerät Rita in einen Gewissenskonflikt, aus dem ihr Unfall resultiert. Nach einem Besuch bei Manfred in Westberlin entscheidet sich Rita, in Ostberlin zu bleiben.

Die Autorin setzt in ihrer Erzählung auf besondere Art und Weise Naturbeschreibungen ein. Inwiefern diese äußerlichen Beschreibungen und die inneren Ereignisse der Geschichte zusammenhängen, möchte ich im Rahmen dieser Arbeit untersuchen.

Da ich diese Arbeit im Rahmen des Seminars „Die DDR im Spiegel ihrer Prosaliteratur“ verfasse, werde ich im ersten Teil der Arbeit zur Einbettung der Autorin in den Kontext des Seminars eine knappe Biographie der Autorin erstellen. Im zweiten Teil der Arbeit werde ich anhand von ausgewählten, bedeutenden Textstellen die Entwicklung der Beziehung zwischen Manfred und Rita skizzieren und diese Entwicklung zu den Naturbeschreibungen in Verbindung setzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Kurzbiographie der Autorin

2. Analyse der Beziehung zwischen Manfred und Rita

2.1 Das Dorf und Ritas Leben vor Manfred

2.2 Tanzabend

2.3 Einzug bei Manfreds Eltern

2.4 Autofahrt

2.5 Rita kommt zu spät

2.6 Abend beim Professor

2.7 Manfred fährt nach Thüringen/Rita besucht ihr Heimatdorf

2.8 Probefahrt

2.9 Manfred fährt nach West-Berlin

2.10 Rita fährt nach West-Berlin

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist es, die narrative Funktion von Naturbeschreibungen in Christa Wolfs Erzählung „Der geteilte Himmel“ zu analysieren und deren symbolische Verbindung zur inneren Entwicklung der Hauptfiguren Rita und Manfred im Kontext der deutschen Teilung herauszuarbeiten.

  • Die literarische Einbettung von Christa Wolf im Kontext der DDR-Prosaliteratur.
  • Analyse der Beziehungsdynamik zwischen den Protagonisten Rita und Manfred anhand ausgewählter Textstellen.
  • Untersuchung der Korrelation zwischen äußeren Natur- und Wetterphänomenen und den inneren emotionalen Zuständen der Figuren.
  • Interpretation zentraler Symbole wie der „Straße“ und des „geteilten Himmels“ für den Zerfall der zwischenmenschlichen Verbindung.

Auszug aus dem Buch

2.4 Autofahrt

Als Rita schon eine ganze Zeit bei Manfred wohnt, machen die beiden einen Ausflug mit dem Auto. Im Rückblick wird dieser Tag für Rita zu einem „vollkommenen Sommertag“ der zum Symbol wird für ihre glücklichen Tage mit Manfred.

„Leichthin hatten sie ihn angenommen, weil er wiederholbar schien nach ihrem Ermessen. In der Erinnerung ist er einzig – Lebenshöhepunkt, Gipfel – und die Kraft, noch einmal so zu steigen, scheint vergangen.“

Der Kontrast zwischen Stadt und Land spielt bei der Beschreibung dieser Fahrt eine große Rolle.

„Sie durchquerten das blaugraue Kupferschiefergebiet mit seinen strengkantigen Haldenpyramiden. Freier atmeten sie die reine Luft des hügligen, unversehrten Landes. Ein kräftiger Farbenteppich stieg aus dem Morgendunst.“

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der deutschen Teilung in Christa Wolfs Erzählung ein und legt das methodische Vorgehen fest, Naturbeschreibungen als Spiegel für das Beziehungsgefüge zu untersuchen.

1. Kurzbiographie der Autorin: Dieses Kapitel gibt einen chronologischen Überblick über das Leben und Werk von Christa Wolf unter besonderer Berücksichtigung ihrer politischen und literarischen Laufbahn in der DDR.

2. Analyse der Beziehung zwischen Manfred und Rita: In diesem Hauptteil wird die chronologische Entwicklung der Liebesbeziehung durch verschiedene Schlüsselszenen nachgezeichnet und jeweils mit den entsprechenden Natursymbolen der Autorin verknüpft.

2.1 Das Dorf und Ritas Leben vor Manfred: Die Analyse zeigt auf, wie das geordnete Dorfleben als Synonym für Ritas ursprüngliche Vorstellung von Vorhersehbarkeit und Idylle dient.

2.2 Tanzabend: Die Szene verdeutlicht Manfreds anfängliche Unnahbarkeit, symbolisiert durch die Kälte einer Türklinke, die im Verlauf des Abends eine metaphorische Erwärmung erfährt.

2.3 Einzug bei Manfreds Eltern: Der Einzug in das Elternhaus wird durch wetterbedingte Metaphern von Kälte und dem darauffolgenden Einzug des Frühlings charakterisiert.

2.4 Autofahrt: Dieser Abschnitt interpretiert die Autofahrt als Höhepunkt der Beziehung und nutzt den Kontrast zwischen Stadt und Land zur Charakterisierung der unterschiedlichen Wesensarten der Protagonisten.

2.5 Rita kommt zu spät: Das Motiv des Nebels wird hier eingeführt, um die zunehmende Entfremdung und die mangelnde Kommunikation innerhalb der Paarbeziehung zu verdeutlichen.

2.6 Abend beim Professor: Das Kapitel beschreibt den Wendepunkt der Handlung, an dem sich die berufliche Hoffnungslosigkeit Manfreds in der allgemeinen vorweihnachtlichen Stimmung widerspiegelt.

2.7 Manfred fährt nach Thüringen/Rita besucht ihr Heimatdorf: Die räumliche Trennung und der Besuch des Heimatdorfes dienen als Anlass, um die persönliche Reifung Ritas anhand der veränderten Wahrnehmung ihrer Umwelt zu spiegeln.

2.8 Probefahrt: Die Jahreszeitenmetaphorik wird hier invertiert, da der Frühling nicht mehr mit der inneren Hoffnung des Paares korrespondiert.

2.9 Manfred fährt nach West-Berlin: Die Interaktion mit einer Schildkröte fungiert als Symbol für Ritas emotionale Lähmung und Unentschlossenheit angesichts von Manfreds Weggang.

2.10 Rita fährt nach West-Berlin: Die Reise zur Grenze dient als Entscheidungsprozess, bei dem die Beobachtung des Himmels Ritas Klärung über ihre eigene Zukunft und Rückkehr symbolisiert.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und konstatiert, dass Wolf die Elemente Jahreszeiten, das Bild der Straße und das Himmelsmotiv konsequent einsetzt, um den Zerfall der Beziehung darzustellen.

Schlüsselwörter

Christa Wolf, Der geteilte Himmel, DDR-Literatur, deutsche Teilung, Beziehungsanalyse, Naturbeschreibung, literarische Symbolik, Rita Seidel, Manfred Herrfurth, Entfremdung, Identität, DDR-Prosaliteratur, politische Symbolik, Trennungsprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Christa Wolf in ihrer Erzählung „Der geteilte Himmel“ die innere emotionale Entwicklung der Protagonisten Rita und Manfred durch die literarische Gestaltung von Naturerscheinungen spiegelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Paarbeziehung vor dem Hintergrund der deutschen Teilung, der Symbolik von Jahreszeiten und Wetterphänomenen sowie der Bedeutung räumlicher Symbole wie Straßen und Grenzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Naturbeschreibungen in dem Werk nicht nur dekorativ sind, sondern als narrative Indikatoren für den Zerfall der zwischenmenschlichen Verbindung zwischen den Protagonisten fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Textanalyse angewandt, die ausgewählte bedeutende Textstellen aus dem Roman systematisch auf ihre symbolische Bedeutung hin untersucht und mit der Handlung korreliert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise chronologische Schlüsselszenen der Beziehung, von der ersten Begegnung im Dorf bis hin zur endgültigen Trennung in West-Berlin, und analysiert jeweils die begleitende Natursymbolik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Christa Wolf, DDR-Literatur, Beziehungsanalyse, Natursymbolik, Identitätsfindung und das Motiv der deutschen Teilung.

Welche Bedeutung hat das Symbol der „Schildkröte“ im Kontext von Ritas Entscheidung?

Die Schildkröte dient als Sinnbild für Ritas vergebliche Versuche, ihre widersprüchlichen Gedanken zu ordnen; ihr Ekel vor dem Tier spiegelt dabei ihre plötzliche Distanzierung von Manfreds unerwartetem Handeln wider.

Wie verändert sich die Symbolik der „Straße“ im Verlauf der Erzählung?

Anfangs steht die Straße für die vorhersehbare Lebensbahn; später wird sie zur gemeinsamen, aber ziellosen Fahrt, bis sie schließlich in einer als „Sackgasse“ wahrgenommenen Parkanlage endet, was den endgültigen Bruch markiert.

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Details

Title
Der Bezug zwischen innerer und äußerer Wirklichkeit in "Christa Wolf - Der geteilte Himmel"
College
University of Lüneburg  (Universität Lüneburg)
Course
DDR Literatur
Grade
2+
Author
Helena Rother (Author)
Publication Year
2004
Pages
21
Catalog Number
V27178
ISBN (eBook)
9783638292979
Language
German
Tags
Bezug Wirklichkeit Christa Wolf Himmel Literatur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Helena Rother (Author), 2004, Der Bezug zwischen innerer und äußerer Wirklichkeit in "Christa Wolf - Der geteilte Himmel", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27178
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