Visuelle Kommunikation

Street Art als visuelle Kommunikation und politischer Protest


Hausarbeit, 2013

14 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Visuelle Kommunikation

3 Wahrnehmungsmedium versus Kommunikationsmedium

4 Graffiti in einer wissenschaftlichen Betrachtung

5 Graffiti als Politischer Protest

6 Schlussteil

Literaturverzeichnis

Onlineverzeichnis

1 Einleitung

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Dieses Zitat ist gesellschaftlich weit verbreitet und soll als Einstieg in die Thematik dienen. Als Bilder werden im Zuge der Arbeit die Begriffe der Street Art(Graffiti) verwendet. So wurde beispielsweise, ins besonders im Verlauf des Arabischen Frühlings, innerhalb der breiten medialen Öffentlichkeit der Street Art eine enorme Aufmerksamkeit zu Tage. Wie diese theoretisch in Bezug auf die Bedeutung von Bildern einzuordnen ist soll im weiteren Verlauf der Arbeit geschildert werden.

Die vorliegende Hausarbeit mit dem Unterthema „Street Art als visuelle Kommunikation und politischer Protest“, soll den Begriff der visuellen Kommunikation mit den Begriffen der Street Art(oder in diesem Fall synonym Graffiti) und politischem Protest verknüpfen. Vorab ist zu erwähnen, dass hier nicht die gängige wissenschaftliche Definition von visueller Kommunikation zum Tragen kommt. Dort wird (fast) ausschließlich visuelle Kommunikation als Teil der Massenmedien verwendet. Ziel der Arbeit ist es eine neue Definition für den Bereich der Street Art zu entwickeln, auf die der Begriff der Visuellen Kommunikation möglicherweise ebenfalls zu treffen kann. Dem angegliedert werden die Begriffe Wahrnehmungsmedium und Kommunikationsmedium nach Luhmann, auf den Bezug zu Graffiti gesetzt. Die Frage die sich hierbei stellt, ist die Frage nach der Einordnung von Graffitis als Medium.

Im weiteren Verlauf wird die Bedeutung von Visueller Kommunikation, in diesem Fall Street Art, in Bezug zum Begriff des politischen Protests gesetzt. Wie und was kann Street Art für diesen Aspekt der politischen Partizipation bezwecken? Und wie findet sie ihre Anwendung, sind nur einige der Fragen die es in diesem Bezug zu klären gilt. Zunächst soll in Abschnitt 2 der Begriff der Visuellen Kommunikation für die vorliegende Arbeit definiert werden.

2 Visuelle Kommunikation

Der Begriff der visuellen Kommunikation geht im Allgemeinen zurück auf die wissenschaftliche Disziplin der Kommunikationsforschung. Die visuelle Kommunikationsforschung ist hierbei als eine Art Subdisziplin der Kommunikationsforschung zu verstehen. Dabei wird diese fast ausschließlich explizit als Auseinandersetzung mit Medienbildern deklariert. Häufig wird ihr zudem der Charakter der unbewegten Bilder zugeordnet.[1] Zur Bearbeitung des Themas soll jedoch eine abweichende Definition herangezogen werden. Visuelle Kommunikation, kann vereinfacht als non-verbale Kommunikation verstanden werden, welche durch Bilder vermittelt wird. Visuell beschreibt hierbei die Aufnahme des „Inhalts“ des Bildes, nicht durch akustische Aufnahme der vermittelten Kommunikation, sondern durch audiovisuelle Verarbeitung durch das Individuums(Adressat). Der Begriff der Kommunikation wird an dieser Stelle als einfacher Austausch und oder Übertragungen von Informationen zwischen Individuen definiert. Visuelle Kommunikation(VK) kann demnach wie folgt definiert werden:

„VK beschreibt den non-verbalen, durch zu Hilfenahme von Bildern, Austausch und Übertragung von Informationen zwischen Individuen.“

Die vorangestellte Definition von Visueller Kommunikation soll für den weiteren Verlauf der Arbeit als Basisdefinition dienen. Beziehen wir nun diese Definition auf den Bereich der Street Art. Wie zu Beginn erwähnt verortet die Kommunikationswissenschaft, den Begriff der VK in den Bereich der Medienbilder. Diese Eingrenzung muss jedoch als äußerst starr und unflexibel charakterisiert werden. Zieht man den deutschen Duden zur Klärung des Begriffs Medien heran, so findet man dort die Definition der Medien als, Trägersysteme zur Informationsvermittlung z.B. durch Presse, Hörfunk, Fernsehen.[2] In Bezug auf Street Art lässt sich nun die Frage aufwerfen, ob diese Definition weitreichend genug ist. Der Öffentliche Raum wird vermehrt als Trägersystem zur Informationsvermittlung genutzt. Sehr abstrakt könnte man somit auch Wände im öffentlichen Raum als Medium verstehen. Befindet sich ein Graffiti an so einem Medium(Wand), so kann dieses sich zum Informationsüberträger transformieren. Eine typische Eingrenzung des Begriffs Medien, kann somit verworfen werden. Durch seinen Informationscharakter innerhalb des Bildes, wird der „Künstler“ – Informant – beispielsweise zum Journalisten, Dokumentarist oder auch Archivar.

Als Zwischenfazit lässt sich folgendes festhalten: Street Art(Graffiti) kann als Teil von visueller Kommunikation verstanden werden. Auf Grund seiner non-verbalen Ausprägung und dem Charakter der „Informationsverteilung“ ist das bildhafte vermitteln durch Graffiti, sogar als Teil der Medien zu verstehen. Als Träger der Informationen, können beispielsweise Wände im öffentlichen Raum verstanden werden. Der Informant und Informationsvermittler, ist demnach der Künstler selbst.

Im folgenden Abschnitt sollen nun die Begriffe des Wahrnehmungsmediums und des Kommunikationsmediums( nach Luhmann) in Bezug zu Graffitis gesetzt werden. Hauptfrage ist hier: Zu welchem der Begriffe lässt sich das Graffiti – als visuelle Kommunikation – am ehesten zuordnen? Zunächst erfolgt jedoch eine systematische Abgrenzung der beiden Begriffe (Wahrnehmungs- Kommunikationsmedium).

[...]


[1] Vgl.Lobinger, Katharina: Visuelle Kommunikationsforschung, Berlin 2012, S.15-18.

[2] Duden; Definition des Begriffs Medien.

In: http://www.duden.de/rechtschreibung/Medien_Presse_Rundfunk_Fernsehen(Abgerufen am 05.09.2013).

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Visuelle Kommunikation
Untertitel
Street Art als visuelle Kommunikation und politischer Protest
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Visuelle Kommunikation Perspektiven der Sozial- und Kulturwissenschaften
Note
2,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
14
Katalognummer
V271862
ISBN (eBook)
9783656628736
ISBN (Buch)
9783656628859
Dateigröße
460 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
visuelle, kommunikation, street, protest
Arbeit zitieren
B.A. Ben Weiherer (Autor:in), 2013, Visuelle Kommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271862

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